Vieles neu macht der (erste) Mai

Ganz in neuem Gewand präsentiert sich der Rathausplatz bei der diesjährigen Maikundgebung der SPÖ. Unter dem Motto "120 Jahre 1. Mai – Gemeinsam stark. Für Wien. SPÖ“ werden – je nach Witterung – bis zu 100.000 Teilnehmer erwartet. Als Redner treten Bürgermeister Michael Häupl, Bundeskanzler Werner Faymann, ÖGB-Präsident Erich Foglar und die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Vizebürgermeisterin Renate Brauner auf. Der Einzug der Bezirksdelegationen und der sozialdemokratischen Organisationen wird erstmals auf Video-Walls übertragen. Dort wird zu Beginn der Kundgebung ein Kurzfilm über die Geschichte des 1. Mai zu sehen sein. Erstmals nehmen auch zahlreiche internationale Delegationen (etwa aus Deutschland, Frankreich, Russland und Griechenland) teil. Der 1. Mai in Wien ist mittler­weile europaweit ein Begriff geworden.

SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch

"Wir setzen ein starkes Zeichen
für Solidarität über alle
Grenzen hinweg."

Christian Deutsch, Landesparteisekretär SPÖ Wien

Neues Konzept – Chor der 100.000

Der Organisator der Maikundgebung, SPÖ-Landesparteisekretär Christian Deutsch: "Seit 120 Jahren ist der 1. Mai der Tag, an dem Arbeiter und Angestellte weltweit für faire Arbeitsbedingungen, bessere Chancen und Gleichberechtigung demonstrieren. Der Wiener Maiaufmarsch ist die größte Kundgebung in ganz Europa. Wir haben Menschen aus ganz Europa zu uns eingeladen.“ Besonders viele "Mai-Touristen“ kommen aus dem benachbarten Deutschland – eine große Gruppe aus Berlin wird etwa vom ehemaligen Berliner Bürgermeister Walter Momper angeführt. Zum Abschluss der Kundgebung intonieren etliche Chöre gemeinsam mit den Kundgebungsteilnehmern das "Lied der Arbeit“ und die "Internationale“. Deutsch: "Dieser ‚Chor der 100.000‘ passt perfekt zu der Zusammenkunft der internationalen Sozialdemokratie. So setzen wir ein starkes Zeichen für Solidarität und gemeinsame sozialdemokratische Visionen über alle Grenzen hinweg.“

Der Fackelzug am 30. April

Gabry Ponte beim Fackelzug am 30. April
Star-DJ.
Die sozialdemokrati­schen Jugendorganisationen veranstalten den traditionellen Fackelzug. Treffpunkt ist um 20 Uhr bei der Staatsoper, danach geht es zum Rathausplatz, wo die Schlussveranstal­tung stattfindet. Thematischer Schwerpunkt ist der Kampf gegen Rechts. Ab 21.30 Uhr spielt der italienische Star-DJ Gabry Ponte (Bild) vor dem Rathaus bei freiem Entritt auf.

 Das "Rote Wien" im Waschsalon

Das Ausstellung. Dem einzigarti­gen gesellschaftspolitischen Experiment des "Roten ­Wien“ widmet sich ab 30. 4. eine Dauerausstellung im Waschsalon des Karl-Marx-Hofes. In den 1920er und den frühen 1930er Jahren versuchte die Sozialdemokratie alle Lebensbereiche des Menschen zu erfassen und so die Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Auch die heutige Wiener SPÖ beruft sich nach wie vor auf die Tradition dieser Politik.

  • Ab 2. 5. ist die Ausstellung jeweils am Do. von 13 bis 18 Uhr und So. von 12 bis 16 Uhr geöffnet. 19., Halteraugasse 7
  • Adresse: Rathaus, 1010 Wien

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