Vorsicht im Straßenverkehr

Im Vorjahr wurden in Wien 456 Kinder bei Verkehrsunfällen verletzt. Zum Glück gab es keinen tödlichen Kinderunfall. Der VCÖ weist darauf hin, dass in den vergangenen sechs Jahren in Wien fast 85 Prozent der Verkehrsunfälle mit Kindern nicht am Schulweg, sondern in der Freizeit passierten. Im vergangenen Juli und August wurden 60 Kinder Opfer von Verkehrsunfällen. In den vergangenen zehn Jahren verloren sechs Kinder ihr Leben, mehr als 4.800 wurden verletzt. (Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2016)

Der VCÖ fordert verstärkte Maßnahmen für ein kindgerechtes Verkehrssystem. Um möglichst hohe Sicherheit zu erreichen, braucht es verstärkte Maßnahmen. Verkehrsberuhigung ist dabei ein wichtiger Faktor. Im Umfeld von Kinderspielplätzen, Freizeitanlagen, Kindergärten und Schulen soll maximal Tempo 30 gelten. Diese für Kinder wichtigen Orte sollen gut und sicher zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sein.

Verbesserungen sind auch bei Straßenübergängen und Kreuzungen nötig. Derzeit gilt nur fünf Meter vor Schutzwegen ein Halte- und Parkverbot. Parkende Autos oder Lieferwagen verstellen dadurch immer wieder die Sicht auf Kinder, die die Straße überqueren möchten. Deshalb tritt der VCÖ dafür ein, das Halte- und Parkverbot vor Schutzwegen zumindest auf zehn Meter auszuweiten. Des Weiteren sollten Kinder bis zum 10. Lebensjahr unabhängig von der Größe des Fahrrads am Gehsteig fahren dürfen.

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