Vorwürfe: Präparate von getöteten Tieren

Seine Kritiker nennen ihn "Dr. Tod“ und werfen ihm Pietätlosigkeit vor, Anhänger betrachten seine Ausstellungen als Nachhilfe-Unterricht in Biologie – Gunther von Hagens versteht es, die öffentliche Meinung zu spalten. Aktuell gastiert der umstrittene deutsche Präparator mit der Schau "Körperwelten der Tiere“ im Naturhistorischen Museum, wo er bis 7. März 22 präparierte Tierleichen von Hai bis Giraffe, Bär und Gorilla zeigt. Auf seiner Homepage  betont er, dass die gezeigten Tiere eines "natürlichen Todes gestorben“ seien, die Leichen seien "Spenden von Zoologischen Gärten und Tierparks“.

Tier posthum als "Handelsware“

Tierschutzvereine wie "Vier Pfoten“ weisen jedoch darauf hin, dass "natürliche Todesfälle“ in manchen Zoos "teilweise nicht der Fall“ seien, da dort "Zucht betrieben und überschüssige Tiere getötet“ würden, so Tierschützerin Nunu Kaller. Ärzte und Besucher kritisieren zudem "Geschäftemacherei mit Toten“ und abstoßende Werbeplakate. Bereits 2004 sorgte von Hagens mit seinen "Körperwelten“ in Wien für Aufregung: Damals wurde ihm vorgeworfen, Leichen ohne Einverständnis­erklärungen billig gekauft zu haben. Ethiker Michael Peintinger kritisierte, dass Lebewesen "posthum zur Handelsware degradiert“ worden wären.

Infos zur Ausstellung unter www.nhm-wien.ac.at

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