VS Neulandschule Laaerberg hat beste Schulschachmannschaft Österreichs!

Die Neulandschule Laaerberg konnte sich wie schon im Vorjahr auch für das diesjährige Bundesfinale der Volksschulen qualifizieren, welches heuer in Graz von der steirischen Jugendschachreferentin Gertrude Fridrin organisiert wurde. Schiedsrichter IS Manfred Mussnig sorgte für einen reibungslosen Ablauf eines fairen Wettkampfes der 9 Landesmeister. Zusätzlich konnte das Veranstalterland Steiermark auch den Vizemeister ins Rennen schicken.

Die insgesamt 10 Mannschaften zeigten auf jeweils 4 Brettern in 9 Runden hochklassiges Schach und mussten dabei wie die großen Meister auch innerhalb der Bedenkzeit von 20 Minuten die strengen FIDE-Wettkampfregeln des Schnellschachs beachten. Manche Landesmeister konnten ihr Spitzenbrett sogar mit turniererprobten Vereinsspielern besetzen, und so wartete keine leichte Aufgabe für das Wiener Team.

Auf dem Spitzenbrett bewies Felix Maierhofer Durchhaltevermögen und mentale Stärke, die sehr wesentlich zum Gesamterfolg beitrug: Am ersten Spieltag hatte die Neulandschule gleich gegen sämtliche Mitfavoriten um den Titel anzutreten und Felix konnte nur einen Punkt aus den ersten 5 Runden mitnehmen. Dann am zweiten Tag sich selbst derart aufzurichten und die Lust am Spiel so aufrecht zu erhalten, dass er gegen die verbleibenden 4 Gegner 4 Siege erzielen konnte, das muss man ihm erst einmal nachmachen. Ganz tolle Leistung, nicht nur schachlich, sondern auch psychisch!

Dabei haben ihn seine Teamkollegen Mattias Filek auf Brett 2 und Justin Anger auf Brett 3 tatkräftig unterstützt, in dem sie in seinem „Windschatten“ eifrig Punkte gesammelt haben. Auch auf diesen Brettern warten keine Jausengegner mehr in einem Bundesfinale. Geschickt teilten sich die beiden ihre Bedenkzeit ein, warteten geduldig auf ihre Chance. Mattias musste lediglich die erste Partie abgeben, die anderen 8 gewann er. Damit holte er den Sieg in der Einzelwertung für Brett 2. Justin Anger blieb überhaupt als einziger Spieler des gesamten Teilnehmerfeldes (!) ungeschlagen, musste lediglich einmal ins Remis einlenken und holte mit seinen 8,5 Punkten aus 9 Partien den Siegespokal in der Einzelwertung für Brett 3.

Barbara Hofer konnte sich auf Brett 4 mit Ersatzmann Matthias Wurzer abwechseln. Beide wurden ihren Erwartungen mehr als gerecht. Nach einem schwierigen Start fand Barbara wieder zu ihrer Form und holte 3 wichtige Punkte (aus 5 Partien). Newbie Matthias konnte sensationell als einziger Spieler von allen 47 Kindern eine Performance von 100% hinlegen und gewann alle 4 Partien, in denen er zum Einsatz kam.

Damit geht die Siegestrophäe erstmals seit 2006 wieder nach Wien, und für die Kinder vom Laaerberg öffnen sich interessante Perspektiven in der Schachwelt. Sie sind mittlerweile auch alle beim SZ Favoriten als Stammspieler gemeldet, die Aufstellung einer eigenen Jugendmannschaft für die kommende Saison zur Teilnahme in der Vereinsmeisterschaft steht bevor. Vermutlich werden die Kids dann auch im Kampf gegen manchen erwachsenen Vereinsspieler den einen oder anderen Sieg erringen können!

  • Adresse: Ludwig-von-Höhnel-Gasse 17-19, 1100 Wien

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