Was die Wieden bewegt

DAS NEUE JAHR IM VIERTEN

Die ersten Wochen des neuen Jahres sind um. Doch was bringen die nächsten Monate auf der Wieden, welche Themen stehen im 4. an?

So wie das letzte Jahr geendet hat, so hat das neue begonnen. Das Thema des geplanten Zubaus zum Winterthur-Gebäude neben der Karlskirche ist nach wie vor in aller Munde und wird auch 2017 eines der beherrschenden Themen sein. Seit Monaten formieren sich Protestgruppen, die gegen die Bau pläne Sturm laufen. Ihre Forderungen reichen vom Abrücken des geplanten Zubaus von der Kirche bis hin zum Abblasen des gesamten Projekts. Ähnlich sieht das Bezirksvorsteher Leo Plasch.

Bürger gefragt

Derzeit führt er Gespräche, um ein Abrücken von der Kirche zu erzielen, und zeigt sich bemüht, die Bürger in die weiteren Projektschritte einzubeziehen. Im Frühling soll es dazu ein Bürgerforum geben. „Dort sind alle eingeladen, ihre Ideen zur Nutzung des Kirchenvorplatzes und des Erdgeschoßes des Winterthur- Gebäudes einzubringen.“ Die Zürich-AG als Eigentümerin des Gebäudes sammle derzeit Ideen und sei offen für Vorschläge, so Plasch. Doch unabhängig davon sind Plaschs Möglichkeiten, das Projekt zu beeinflussen, beschränkt. Denn die endgültige Entscheidungskompetenz über den Zubau liegt letztlich einzig und allein beim Gemeinderat. Ein anderes (Dauer-) Thema, das im letzten Jahr viele Wiedner Gemüter erhitzt hat: Anrainerparkplätze. Was bereits für Anfang 2016 versprochen war, wurde bislang nicht umgesetzt. Aber eben nur bislang. Denn in den kommenden Tagen werden quer durch den Bezirk die ersten Beschilderungen für rund 130 neue Anrainerparkplätze aufgestellt. Bis Ende Februar soll alles fertig sein. Und die Gründe für die Verspätung? Die sind bei der Stadt zu suchen, genauer bei der MA 46, deren Zeitpläne sich im vergangenen Jahr „ein wenig“ verzögert haben.

Neues Radkonzept

2018 ist jenes Jahr, in dem in Wien das Radweg-Langstreckenkonzept umgesetzt werden soll. In diesen Plan fällt auch der Abschnitt entlang der Argentinierstraße, über den der Bezirk bis Sommer entscheiden soll. Die Möglichkeiten: eine Verbreiterung des bestehenden Radstreifens, ein zweiter Radweg oder die Umwandlung in eine Radstraße. Derzeit werden alle Varianten sorgfältig geprüft. Bei der Entscheidungsfindung stehen auf jeden Fall zwei Dinge im Vordergrund: die Bezirkskosten bei dem Projekt so gering wie möglich zu halten und möglichst wenige Parkplätze zu verlieren.

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