Was wurde eigentlich aus…

Als Michael Thonet im Jahr 1859 in Wien seinen „Consumsessel Nr. 14" präsentierte, konnte er nicht ahnen, dass er den später meistgebauten Sessel aller Zeiten entworfen hatte. Seit dieser Zeit ist der einstige „3-Gulden-Stuhl" aus gebogenem Holz ununterbrochen in Produktion. Bewusst war er so entwickelt worden, dass er fu?r die breite Masse
leistbar war. Bis heute wurden mehr als 50 Millionen Originale verkauft, nicht mitgezählt die unzähligen Kopien, die es von diesem Klassiker gibt. Das Revolutionäre am einstigen Nr. 14 und heutigen214 bestand darin, dass er vollständig in seine wenigen Einzelbestandteile zerlegbar war und somit industriell produziert werden konnte.

Kaffeehaus-Klassiker
So konnte der später „Wiener Kaffeehausstuhl" genannte Klassiker Platz sparend verpackt werden: Das machte ihn zu einem echten Exportschlager. Ihren Anfang machte Thonets Karriere in Boppard am Rhein, wo er mit neuartigen Holzbiegetechniken experimentierte.
Fu?rst Metternich wurde auf Thonet aufmerksam und holte ihn 1842 nach Wien. Seine erste Werkstätte war auf der Gumpendorfer Straße, später mietete Thonet die Mollardmu?hle (bei der Sechshauserlinie). 1853 u?bertrug er das Unternehmen seinen Söhnen – den Gebru?dern Thonet. Thonet war u. a. maßgeblich an der Ausstattung der Palais Liechtenstein und Schwarzenberg und des Café Daum beteiligt. Der österreichische Zweig des Unternehmens firmiert zwar unter dem Namen Gebru?der Thonet Vienna S.p.A., gehört aber dem italienischen Möbelhersteller Poltrona Frau. Der deutsche Zweig, mit Firmensitz in Frankenberg, wird von der 5. Generation, Peter und Philipp Thonet, geleitet.

  • Adresse: Maria-Jacobi Gasse 1, 1030 Wien

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