Wer nicht basteln will, muss auch nicht

Helga Plachenka ist ein regelrechtes Energiebündel. Und einmal gar nichts tun gehört zu den Dingen, die sie am schlechtesten aushält. So verwundert es nicht, dass die 65-Jährige schwer still sitzen kann und auch mit den Händen spricht.

Heutige Kinder sind viel selbstständiger

Was ist daher naheliegender als einen Kindergarten zu leiten? „Ich hab den Kindergarten Bärli-Brumm-Brumm bereits 1972 gegründet. Da war ich in Karenz und hab mir gedacht, ich könnt gleich mehrere Kinder betreuen.“ Das Besondere an dem Privatkindergarten in der Gschwandnergasse: Seit der Eröffnung liegt der Schwerpunkt auf Integration. Schon in den 1970er Jahren war der ehemaligen Religionslehrerin klar, dass gerade Kinder mit Migrationshintergrund nicht früh genug gefördert werden können, was den Spracherwerb betrifft. „Ich hab mich immer schon für sozial Schwächere eingesezt“, so der Wirbelwind, der ganz nebenbei noch Agentin für einen Schriftsteller ist. Natürlich haben sich die Anforderungen an Kindergärten in den letzten Jahren geändert. Laut Plachenka sind die Kinder viel selbstständiger als früher. „Wenn ich vor 30 Jahren mich in die Kindergruppe gestellt habe und gesagt hab: ‚Jetzt wird gebastelt‘, haben alle gebastelt. Jetzt ist es so, dass fünf Kinder basten wollen, fünf partout nicht und die andern halt etwas ganz anderes machen wollen.“ Wichtig ist Plachenka, den 66 Kindern in drei Gruppen früh die Vorzüge kultureller Vielfalt zu vermitteln.

  • Bärli-Brumm-Brumm, Integrationskindergarten und Hort, 17., Gschwandnergasse 42, Tel.: 484 72 63
  • Tel.: 484 72 63
  • Adresse: Gschwandnergasse 42, 1170 Wien

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