Wie sicher ist unsere U-Bahn?

Die Donaumetropole kann mit fünf U-Bahn-Linien dienen. Wenn die U2-Verlängerung nach Aspern fertig ist, verfügt das Netz über 74,6 Kilometer und 101 Stationen. Seit den frühen 90ern wird alles über eine zentrale Leitstelle kontrolliert – seit 2006 über ein hochmodernes Rechenzentrum in Erdberg. Es ähnelt jenem, das im Film „Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" ebenso wie in der Realität in New York eine wichtige Rolle spielt, wenngleich Wien mit den 26 im Big Apple verkehrenden Subway-Linien (noch) nicht mithalten kann. Dennoch gehört unsere Leitzentrale zu den besten der Welt.

Durchgehende Fluchtwege


Angesichts der rund 1,2 Millionen Fahrgäste täglich und mehr als 400 Millionen beförderten Personen pro Jahr ist das eine Herausforderung. Seit Jahrzehnten funktioniert der Betrieb ohne gröbere Zwischenfälle. Im Bereich Sicherheit und Sicherheitsempfinden zählt Wiens unterirdisches Liniennetz zu den besten Verkehrsbetrieben in Europa. Für die Leitzentrale entwickelte die Wiener Firma Frequentis ein eigenes Sprech- und Datenfunksystem. Videoüberwachung und Notrufe laufen hier zusammen. Der Fahrtverlauf jedes einzelnen Zuges wird beobachtet. Das System meldet jede kleinste Abweichung von den Intervallen.

Als erstes öffentliches Verkehrsunternehmen haben die Wiener Linien darüber hinaus in allen Zügen die „Notbrems-Überbrückung" eingeführt. Wenn es eine Notbremsung gibt, dann bringt das System den Zug automatisch in die nächste Station, da hier Hilfestellung viel besser möglich ist. Diese Technologie wurde übrigens nach der Brandkatastrophe im Jahr 2000 in Kaprun entwickelt. Um die Brandgefahr einzudämmen, verfügen sämtliche ­Wiener Stationen über Brandmelder, das gesamte Tunnelnetz ist mit Trockenlöschleitungen versorgt. Die jüngste Wagengeneration ist außerdem mit Rauchmeldern, Temperaturfühlern und Spritzdüsen ausgestattet.

Bei den Terroranschlägen auf die „London Underground" 2005 wurden die Tunnel aufgrund fehlender Fußwege zur Falle. In Wien verfügen alle Tunnel über durchgehende Fluchtwege entlang der Gleise.

wien jagt wieder mister x

Apropos London: Nach dem Vorbild des Brettspiels „Scotland Yard", bei dem „Mister X" durch Londons Verkehrsnetz flüchtet, ist am 23. 10. Wiens U-Bahn-Verbrecherjagd für Agenten ab 15 Jahren gestartet. Wer das nächste Mal dabei sein will findet alle Infos auf: www.rideontime.at

  • Adresse: Erdberg -, 1030 Wien

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