Wie verändert sich eigentlich ein Bezirk?

In Manhattan und Soho ist es passiert, in Berlin-Kreuzberg und in Neubau am Spittelberg. Diese Stadtteile wurden durch die sogenannte Gentrifizierung völlig verändert.

Prozess, der gezielte Steuerung braucht

Gentrifizierung bezeichnet einen Prozess, bei dem Gründerzeitviertel zu Luxuswohngegenden werden – das funktioniert so: Ein Stadtteil mit alter Bausubstanz und niedrigen Mieten zieht Studenten und Künstler an. Studenten steigen dann ins Berufsleben ein und verdienen Geld, Künstler etablieren sich und ziehen Investoren an. Immobilienfirmen beginnen dann Häuser zu kaufen und Luxuswohnungen zu bauen – ein "Bobo-Viertel“ ist geboren. Wird dieser Prozess nicht reguliert, werden alteingesessene Mieter verdrängt und die Mieten für Durchschnittsverdiener nicht mehr leistbar. In Wien geht man deshalb den Weg der "Sanften Stadterneuerung“. Wie das geht, weiß Angela Salchegger von der Gebietsbetreuung, die an Projekten wie "Lebendige Innere Hernalser Hauptstraße“ oder "Hernalser Zentralraum“, gearbeitet hat. Hier wurden ganze Straßenzüge aufgewertet, ohne die Bevölkerung zu verdrängen. "Immer mehr Menschen erkennen die hohe Wohnqualität im Bereich des Westgürtels. Die Innere Hernalser Hauptstraße verfügt über gut erhaltene Gründerzeithäuser mit schönen Fassaden und Grünoasen in den Innenhöfen. Am Anschluss zum Gürtel haben sich kürzlich gleich zwei Cafés mit attraktivem Entree angesiedelt, die neue Besucher in die Straße bringen“, so Salch­egger.

  • Adresse: Hernalser Hauptstraße 1, 1170 Wien

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