Wiedens neuer Bezirksvorsteher

WIENER BEZIRKSBLATT:
Herr Plasch, wie haben Sie den Wahlsonntag verbracht?

Leo Plasch:
Ich bin spät aufgestanden, habe mit meiner Frau ausgiebig gefrühstückt und nach ­einem Spaziergang meine Stimme abgegeben. Und dann hieß es warten …

Die Freude dürfte dann groß gewesen sein, nachdem es lange geheißen hatte: Bitte auf die Briefwahlstimmen warten. Jetzt ist es fix: Sie liegen mit der SPÖ an 1. Stelle.

Ja, es ging bei Platz eins wirklich um hauchdünne fünf Stimmen Vorsprung zu den Grünen. Da sieht man, es zählt wirklich jede Stimme. Es ist nun das erste Mal seit 1946, dass die SPÖ auf der Wieden den ersten Platz besetzt. Dementsprechend freue ich mich auf die Herausforderung.

Wie bewerten Sie das Ergebnis insgesamt?

Überraschend waren natürlich die starken Zugewinne der Blauen in ganz Wien.
Hier müssen wir Sozialdemokraten in Zukunft noch stärker vermitteln, dass wir die Sorgen der Menschen in Bezug auf die Zuwanderung ernst nehmen. Denn ein ­anderes Thema gab es bei den Blauen kaum – und Lösungen gar keine. Die SPÖ hat sich aber auf Landesebene bei der Gemeinderatswahl gut geschlagen und ist erstmals in jedem Bezirk außer der City stärkste Partei.

Ihre Vorhaben als Bezirks­vorsteher sind …

… ident mit unseren Forderun­gen: ein eigenes Geriatriezentrum im Haus Wieden, Teilöffnung des There­sianumparks und die Förderung des Radverkehrs (Lückenschluss der Radwege und City-Bike-Statio­nen). Auch die Grätzelbelebung hat Priorität.

Konkret: Der Mensch dahinter – eine Kurzbiografie

Die Wieden ist traditionell ein bürgerlich geprägter Bezirk. Mit Leo Plasch erhält die Wieden erstmals nach genau 64 Jahren einen sozialdemokratischen Bezirksvorsteher.
Leo Plasch, Jahrgang 1948, ist vierfacher Vater. Mit seiner Gattin Elisabeth hat er vier Söhne (Michael, 39, Alexander, 36, Christoph, 24, und Stefan, 21).
Beruflich ist Leo Plasch seit 20 Jahren als Mittel­schul­direktor der Kooperativen Mittelschule (vormals Haupt­schule) am Bacherplatz 5 im 5. Bezirk tätig. Zuvor war der Oberschulrat insgesamt 18 Jahre als Lehrer im 4. Bezirk beschäftigt.
Zu seinem politischen Werdegang: Plasch war zehn Jahre Personalvertreter der sozialdemokratischen Lehrer, zwölf Jahre Kinderfreundeobmann im 4. Bezirk und war bereits ab 1983 Bezirksrat.

  • Adresse: Favoritenstraße 18, 1040 Wien

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