Drei Schulen in „LeoMitte“

Eines der Zauberworte der Schulpolitik heißt derzeit „Bildungsgrätzel“. Dahinter verbirgt sich die Konzentration mehrerer pädagogischer Institutionen an einem Ort, um den Übergang in die nächsthöhere Schulstufe ­harmonischer zu gestalten. In der Leopoldstadt werden nun die Volksschulen Dar­wingasse und Novaragasse und die Neue Mittelschule (NMS) Pazmanitengasse das „Bildungsgrätzel LeoMitte“ bilden. Neben den drei Schulen werden auch der „Jugendtreff alte Trafik“ und der „­Piramidops Frauentreff“ am Volkertplatz bei „LeoMitte“ mitmachen.

Auch im 20. Bezirk

Geplant sind ein schulüber­greifender Einsatz von Lehrern, eine gemeinsame Raumnutzung und ein breiteres Angebot zusätzlich zum Pflichtunterricht. Ähnliches entsteht in der Brigittenau: Im Bereich Spielmanngasse wird auch ein ­Bildungsgrätzel eingerichtet.

Große Fische gingen ins Netz

Ein Planquadrat der Polizei brachte Ende Oktober einen vollen Erfolg für die Exekutive: In den Abendstunden führten Beamte der Stadt­polizeikommanden Josefstadt, Ottakring und Döbling ein bezirksübergreifendes ­Planquadrat durch. Im Zuge der Schwerpunkt-Aktion, an der dutzende Beamte beteiligt waren, kam es zu zahlreichen Anzeigen und Amtshandlungen: So wurde ein Tatverdächtiger nach einem Kfz-Diebstahl aufgegriffen. Zehn Anzeigen erfolgten wegen strafrechtlich relevanter Delikte. Bei acht Autolenkern wurden Suchtgifte sichergestellt. Zehn Anzei­gen erfolgten wegen ­Lenkens eines Kfz unter Suchtgifteinfluss. Hingegen erfolgten „nur“ sechs Anzeigen wegen Alkoholeinflusses. Zehn Lenker waren ohne Führerschein unter­wegs und bei vier Fahrzeugen wurden die Kennzeichen abgenommen, weil die Kfz nicht fahrtüchtig waren. Zu guter Letzt wurden 273 Anzeigen nach dem Verkehrsrecht ausgestellt – die Delikte reichten von nicht angeschnallt bis zu schlechter Beleuchtung.

Staus durch Radweg

Wirbel um eine geplante Radweg-Verlegung vor dem Künstlerhaus, die ein „unnötiges“ Nadelöhr für den 3. Bezirk schaffen würde, so Kritiker. Sollten die abstrusen Pläne von Stadträtin Maria Vassilakou umgesetzt werden, wonach der bestehende Radweg vor dem Künstlerhaus weiter vom Gebäude abrücken und künftig dort verlaufen soll, wo Autos vom Schwarzenbergplatz und vom 3. Bezirk aus Richtung Getreidemarkt fahren, hätte das auch massive Auswirkungen auf die Verkehrssituation und die damit verbundene Belastung im 3. Bezirk“, warnt die ÖVP Landstraße.

Umfangreiche Staus

„Umfangreiche Staus auf der Lothringerstraße, dem Heumarkt – beides Bundesstraßen, die grundsätzlich schon stärker frequentiert sind –, dem Rennweg und nicht zuletzt am Schwarzenbergplatz wären die Folge“, so die Kritiker, die die Schaffung eines „künstlichen und unnötigen Nadelöhrs“ befürchten – noch dazu gerade an einer Stelle, wo es genug Platz für alle Verkehrsteilnehmer gäbe. „Hier werden auf einer Hauptverkehrsroute, die als Zubringer von bzw. in den 3. Bezirk dient, vorsätzlich Staus gefördert. Diese haben bekanntlich weder einen positiven Effekt auf die Umwelt noch auf ein gedeihliches Miteinander aller Verkehrsteilnehmer“, heißt es. Aus dem Büro Vassilakou ­verlautet, dass mit der Maßnahme eine „Gefahrenstelle für Fußgänger (U-Bahn-Aufgang, Gehsteig, Radweg) entschärft werden“ würde und die Auslastung der Straße als „unkritisch“ einzustufen wäre.

Denkmal feierlich eröffnet

Der Humboldt­tempel mit seinen mächtigen Zwiebeltürmen diente bis 1938 als Synagoge und war gesell­schaftliches und religiöses Zentrum für die ­Favoritner Juden. In der Reichskristallnacht am 10. November 1938 wurde die 1896 eingeweihte Syna­goge zerstört und geplün­dert. Nun wurde ein von der Künstlerin Barbara Asimus gestaltetes Denkmal errichtet. Favoriten-BV Marcus Franz und der Arbeitskreis Gedenkpolitik wollen so ein deutliches Zeichen setzen, die Verbrechen von damals niemals zu vergessen.

Anrainer schäumen wegen Biergarten

Ein Juwel verbirgt sich hinter der unansehn­lichen Mauer des Belvedere-Parks. Bereits 2018 soll diesem Juwel zu früherem Glanz (und Besucherandrang) verholfen werden – was Anrainer in Auf­regung versetzt.

Baubewilligung

Die Fakten: Der Chef des Touristen-Lokals „Salmbräu“ am Rennweg, Walter Welledits, will dem Lokal unter dem Namen „Stöckl im Park“ mit Millionen-­Investitionen neues Leben einhauchen und besitzt ­bereits die Bauwilligung. Kritisiert wird jedoch vor allem die Größe des Projekts: Der Garten soll bis zu 880 Gästen Platz bieten – für Anrainer ein „Wahnsinnsprojekt“ und „permanentes Oktoberfest“ mit mehr Lärm, mehr Verkehr (Bussen) und Gestank. Hinzu kämen Rodungen alter Baumbestände ausgerechnet in der Kernzone des Weltkulturerbes. Projekt-Sprecher Thomas Szekely versucht zu beruhigen.

Bus-Tourismus

Tatsächlich würden lediglich 300 Gartenplätze und 400 Indoor-Plätze realisiert, und die alten Bäume müssten ­sowieso gefällt werden, so Szekely. Auch dem Bustourismus schwört Szekely ab und setzt auf Mitarbeiter der umliegenden Botschaften – was ihm die Bürgerinitiative eher nicht glauben wird. Nächste Runde: noch im November!

Gallitzinstraße: Hendl- oder Schweine-Farm im Gespräch

In diesen Tagen wird in der Bezirksvorstehung am Termin für die fixe Bürgerinformation zur Gallitzinstraße 8–16 getüftelt. Nachdem das Bezirksparlament „Ja“ gesagt hat, wird es die Prä­sentation der MA 21-Überlegungen (Stadtteilplanung) noch heuer geben.

Alles ist offen

Wie die Bebauung aussehen wird, ist völlig offen. Wohnungen sind ebenso möglich wie eine Schweine- oder Hühnerfarm, die für die nahen Lokale vorteilhaft wäre. Für die Anrainer wohl weniger. Derzeit besteht auf dem 16.000-m2-Grundstück eine L-Widmung (Landwirtschaft), die eine Nutztierfarm ermöglicht. 32.000 Hendln könnten die Menschen aus dem Schlaf gackern. Wobei ebenso denkbar ist, ein Gebäude im öffentlichen ­Interesse zu errichten – der Bedarf an einem Kindergarten oder einer Schule ist ­jedenfalls vorhanden.

Gar keine Rede von einem Hundeverbot!

Anrainer, die mit ihren Hunden Gassi gehen, sieht man allzu oft auf dem Johann-Nepomuk-Berger-Platz. So wird es auch nach dem Umbau bleiben. Es gibt Ottakringer, die hören das Gras wachsen. Nicht das neue, frische, das nach der Sanierung wachsen soll. Sondern jenes, das besagt, der neue Johann-Nepomuk-­Berger-Platz werde zu einer Hundeverbotszone.

Regeln einhalten

Nur heiße Luft, die vom Sommer übrig geblieben ist? „Wir planen kein Hunde­verbot auf dem Platz. Warum auch?“, betont Bezirksvor­steher Franz ­Prokop beim Lokalaugenschein. „Wenn sich alle Hundebesitzer an die Regeln halten, dann haben wir keinen Grund, etwas zu ändern. Auch eine Hundezone ist kein Thema, da es in Sichtweite im Lorenz-­Bayer-Park eine eingezäunte gibt.“

WC-Anlage geplant

Was angedacht ist, ist eine WC-Anlage im Park – und zwar auf der Seite Richtung Ottakringer Straße. Das haben die laufenden Detailplanungen ergeben. Vor dem Sommer 2018 will der Bezirk den Umbau zu einer großen Fläche, die zum Verweilen, Spielen, Genießen und Gassigehen einlädt, in Angriff ­nehmen. Schon vorher, nämlich bis zum Winter, soll die Straße fertig und die Durchfahrt für Fahrzeuge wieder möglich sein.

A Riesenhetz mit dem Ringelg’spül

Es war wohl das alte Wienerlied von Hermann Leopoldi „Schön is so a Ringelspiel“, das den Unternehmer Ernst Hrabalek dazu bewog, das mit 127 Jahren älteste Ringelspiel Europas 2016 zu kaufen. Er gründete den Verein „Freunde des Böhmischen Praters“ als Betreiber des Parks Hrabalek, der mit zusätzlichen Attraktionen den Böhmischen Prater belebt. Im September wurde der Park nun offiziell eröffnet.

Kulturgut

„Für mich ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit“, erzählt Hrabalek. „Als Kind der Per-Albin-Hansson-Siedlung bin ich hier aufgewachsen, und das Ringelspiel im Böhmischen Prater war mein großes Highlight.“ Der Park wurde um eine Kinder-Geisterbahn, ein 6D-Kino und einen Minigolfplatz erweitert. Mit der Eröffnung feiert Ernst Hrabalek gleichzeitig auch seinen 72. Geburtstag: „Der Böhmische Prater war damals mein Revier – und ist es sozusagen heute wieder.“

 

Am Spitz beginnt’s!

Die Brünner Straße teilt den 21. Bezirk in zwei ziemlich gleich große Hälften. Altes und Neues, Praktisches, Sehens- und Liebenswertes – all das gibt es ab dem Floridsdorfer Spitz zu entdecken. Sie beginnt im Herzen von Floridsdorf, endet an der Grenze zu ­Niederösterreich und würde in einer gedachten Linie direkt auf die mährische Hauptstadt Brno treffen: Die Brünner Straße ist eine der Adern des 21. Bezirks.

Neue Geschäfte

Am „Spitz“ pulsiert das Leben. Hier steht das Amtshaus, hier kreuzen die Straßenbahnlinien 26, 30 und 31, und hier reiht sich ein Geschäft an das andere – auch ehemals geschlossene Läden finden nach und nach neue Mieter. Die heuer gestartete Initiative „Gemeinsam für Floridsdorf!“, in die elf Baublocks einbezogen wurden, hat sich eine Belebung des Grätzels zum Ziel gesetzt. Erst kürzlich wurde eine Gasse nebenan, am Pius-Parsch-Platz, an der Stelle des ehemaligen Woolworth-Gebäudes ein siebenstöckiges Haus hochgezogen, das künftig nicht nur Geschäftslokale beherbergen soll, sondern auch eine Arztpraxis und das Floridsdorfer ­Allergiezentrum.

Mit Buch im Park

Ein paar hundert Meter weiter trifft man auf die im Sommer eröffnete Bücherei im ehemaligen Weisselbad, dessen schmucke Fassade noch zum Teil zu bewundern ist. Unmittelbar daran schließt der ebenfalls vor kurzem neu gestaltete Paul-Hock-Park an: eine großzügige Grünfläche mit asphaltierten Wegen, auf denen in der warmen Jahreszeit Bankerln zum Sitzen und auch Bücherlesen einladen. Überquert man die Brünner Straße, eröffnet sich dem Ortskundigen der etwas versteckt gelegene Floridsdorfer Markt – von den Einheimischen „Schlingermarkt“ genannt nach dem riesigen Gemeindebau, der an ihn grenzt.

Hier können die Anrainer alles kaufen, was man zum Essen, Trinken und für den Haushalt braucht. Freitags und samstags ist Bauernmarkt – und wenn die Standler sich unter der Woche auf etwas einheitlichere Öffnungszeiten einigen könnten, wäre das Einkaufsglück hier vollkommen.

Im vergangenen Jahr wurde der Schlingermarkt durch eine kulturelle und kulinarische Initiative des Bezirks und der TU Wien belebt. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht eine einmalige Ver­anstaltung war. Eine Straßenbahnstation weiter stadtauswärts quert die Katsushikastraße: benannt nach einem Stadtteil Tokios, mit dem Floridsdorf eine Partnerschaft unterhält. Und wie das so ist unter Freunden: Vor einigen Monaten ­revanchierte sich der Bezirkschef von Katsushika und ließ eine seiner Straßen „Floridsdorf-dori st.“ benennen.

S-Bahn neu

Danach wird es weitläu­figer. Man erreicht die Großbaustelle Krankenhaus Nord: In diesem Spital, das bereits medial stark präsent war, wird die erste Geburtenstation Floridsdorfs untergebracht werden. Ende dieses Jahres soll das Spital baulich fertiggestellt sein. Gleich daneben steht die – ­eigens wegen des Spitals hierher verlegte – Schnellbahnstation Brünner Straße. In drei Minuten ist man mit der ­S-Bahn wieder zurück im Floridsdorfer Zentrum.

Tempo-Messung und Demenz-Schulungen

Sicherheit im Straßenverkehr ist ein großes Anliegen von Bezirks­chefin Uschi Lichtenegger. Nicht nur auf der Praterstraße, für die gerade ein neues Gestaltungskonzept ausgearbeitet wird, sondern auch in anderen Gegenden des Bezirks. „Auf der Nordbahnstraße sind manche Autofahrer mit 125 km/h unterwegs“, weiß Lichtenegger. Aber auch in Nebenstraßen, in denen zum Teil eine 30-km/h-Be­schrän­kung gilt, werde mit zu hoher ­Geschwindigkeit gefahren. Um dies einzudämmern, setzt der Bezirk mobile – und zum Teil nicht sichtbare – Tempomessgeräte ein, die alle zwei Wochen versetzt ­werden.

Aufklärung

Ein gänzlich anderer ­Sicherheitsschwerpunkt liegt im medizinischen ­Bereich. Es geht um das heikle Thema Demenz. „Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, kann man sie hinauszögern“, weiß die Bezirks­chefin. Sie will die breite Öffentlichkeit informieren und Hilfestellungen anbieten. Zunächst geht es darum, die Krankheit zu enttabuisieren und die Gesellschaft für Betroffene und deren Angehörige zu sensibili­sieren.

Schulung

„Wir wollen auch aufzeigen, was die ersten Anzeichen sind.“ Wenn etwa jemand statt mit Geldscheinen mit Papierzetteln zahlen will, sollten die Alarmglocken schrillen. Einbezogen werden in die Schulungen, die der Bezirk finanziert, Apotheken und Ärzte ebenso wie Banken. Lichtenegger: „Wir haben hier viel Kom­petenz im Bezirk.“

Ab März 2018 wird der Park umgebaut

Es gibt nur wenige Projekte, bei der die Beteiligung der Anrainer so im Vordergrund gestanden ist wie beim Forschneritschpark. Unzählige Gespräche der Gebietsbetreuung wurden geführt. Mehrmals konnten die Bewohner zu Änderungsvorschlägen Stellung nehmen.

Hundezone

Nun, nachdem die finalen Umbaupläne öffentlich ausgestellt wurden, ist klar, wie der neue Park aussehen wird. Die Eckpunkte sind die Vergrößerung des Kleinkinder-Spielbereiches mit zusätzlichen Angeboten. ­Ebenfalls gewünscht sind Spielmöglichkeiten für Sechs- bis Zwölfjährige und für ­Erwachsene. Die Hundezone wird von vielen als sehr wichtig erachtet und bleibt. Zufrieden ist man auch mit dem Ballspielkäfig und dem derzeitigen Baumbestand. ­Gewünscht wird hingegen ein öffentliches WC.

Los geht’s mit der Stadt-Safari!

Die aktuelle Stadtsafari der Gebietsbetreuung Stadterneuerung (GB*9/17/18) in der Lacknergasse 27 führte im ­Oktober zu den „architektonischen Perlen“ im Kreuzgassen-Viertel. Die Entdeckungsreise durchs Viertel startete in der Kreuzgasse 34 beim Büro ­Ertl und Henzl Architektur. Auf dem Programm der geführten Stadtteiltour standen Einblicke in lokale Architekturbüros, sanierte Altbauten und Bauten der Architekten Jože Plečnik und Harry Glück. Wo sich Währing und Hernals kreuzen, liegt im Schatten des AKH zwischen Vorortelinie und Gürtel das Kreuzgassenviertel. Das Viertel lebt mit und von den Menschen, die hier wohnen und arbeiten.

Geheimtipp

Seit 2014 begibt sich die Gebietsbetreuung regelmäßig auf Stadtsafari im Bezirk und erkundet mit Bewohnern das Viertel. Der Stadtsafari-Blog online unter www.stadtsafari.gbstern.at erfasst alle Geschichten, Erlebnisse und Geheimtipps aus dem Viertel. Sich einbringen und online mitschreiben sind ausdrücklich erwünscht!

Tiller mit 100 % wiedergewählt

Ein neues, junges Team aus der ­Wirtschaft und aus allen Bereichen der Gesell­schaft ist rund um Adi Tiller, den Langzeit-VP-­Obmann und Bezirkschef von Döbling beim Bezirks­parteitag im Oktober aufgestellt und gewählt worden. Der Bezirksvorsteher hat mit eindrucksvollen 100 % das Optimum ­erreicht.

Junges Team

Als Stellvertreter wurden etwa Christoph Biegelmayer und Elisabeth Olischar ­gewählt. Als Klubobmann reüssierte Michael Schödl. Tiller führt seit 1977 die Bezirkspartei. Seit Dezember 1978 – also 39 Jahre lang – ist er Bezirkschef und konnte den ersten Platz neunmal erfolgreich ­verteidigen.

Nicht amtsmüde

Mit Daniel Resch als BV-Stellvertreter hat er seine Nachfolge bereits vorbereitet. Allerdings wird der 32-Jährige noch warten müssen, denn der 78-jährige ­Tiller ist nach seiner Genesung von einer Krebserkrankung „­keineswegs amtsmüde“.

U4-Station Friedensbrücke wird ein Jahr lang renoviert

Die U4 soll fit für die Zukunft werden. Ende Oktober haben die Renovierungsarbeiten in der Station Friedensbrücke begonnen: Abgesehen vom Bahnsteig wird auch das historische ­Stationsgebäude saniert. In Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt werden im Eingangsbereich original­getreue Fliesen verlegt, um den Charme des Jugendstil­gebäudes zu erhalten.

Bei laufendem Betrieb

Die Arbeiten werden etwa ein Jahr lang dauern und erfolgen im laufenden Betrieb: Es wird immer eine Bahnsteighälfte für Fahrgäste offen bleiben. Während der gesamten Bauzeit ist die Station Friedensbrücke barrierefrei zugänglich, der Lift beim Ausgang Gussenbauergasse steht dafür zur Verfügung. In den nächsten Monaten durchfahren die U4-Züge die Station Friedensbrücke in Fahrtrichtung Hütteldorf. Die Fahrgäste in Fahrtrichtung Heiligenstadt können weiterhin wie gewohnt in der historischen U4-Station ein- und aussteigen. Im nächsten Jahr wechseln die Arbeiten auf den Bahnsteig in Richtung Heiligenstadt.

Zügiger Baufortschritt bei Boehringer Ingelheim

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft ­erfolgte die Grundsteinlegung der neuen biopharmazeutischen Produktionsanlage – die größte Einzelinvestition in Wien seit fast 40 Jahren. Der Baufortschritt ist bereits stark sichtbar: Das Fundament und der Tiefbau befinden sich in der Fertigstellung. Mit der neuen Zellkulturanlage reagiert Boehringer Ingelheim auf die stark wachsende Nachfrage nach biopharmazeutischen Arzneimitteln.

Neue Arbeitsplätze

„Wir produzieren nicht nur eigene biopharmazeutische Wirkstoffe zum Wohle der Patienten, sondern stellen diese auch für nahezu alle großen Pharmaunternehmen her“, erläutert Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim. Das forschende Pharmaunter­nehmen schafft im Zuge des Ausbaus rund 500 zusätzliche Arbeitsplätze in Wien. Mit der neuen Fertigungsanlage wird Wien neben Biberach (Deutschland), Fremont (USA) und Shanghai (China) weltweit der vierte Standort des Unternehmens.