Gymnasium St. Ursula ist Klimameilen-Sieger

Die Klimameilen-Kampagne wird seit 2003 in ganz Europa durchgeführt. Erstmals setzte sich eine Schule aus Wien in der Ostregion durch.

Mehr als 200 Schulen und Kindergärten nahmen an der Klima­meilen-Kampagne 2017 teil. In der Ostregion konnte sich das Liesinger Gymnasium St. Ursula über den Sieg freuen. 179 Kinder sammelten sieben Tage lang 1.953 Meilen. Als Preis für die Schule gab es vom Verkehrsverbund Ost-­Region (VOR) eine Führung durch das Verkehrsmuseum Remise. Der Verkehrsverbund Ost-Region unterstützte auch 2017 die Kampagne, die nicht nur Schülern, sondern auch Eltern und Pädagogen eine umweltfreundliche, sichere und nicht zuletzt auch komfortable Mobi­lität näher­bringen soll.

Ein Stammgast

Das Gymnasium St. Ursula nimmt seit 2005 mit den 1. und 2. Klassen teil. Direktorin Elisabeth Stöger: „Für uns ist die Klimameilen-Woche ein wichtiger Impuls, um mit den Kindern über ihren Weg zur Schule zu sprechen und Alternativen zum Auto zu finden. Über die Begeisterung der Kinder erreichen wir auch die Eltern und eine Verhaltensveränderung bei ihnen. Das ist nachhaltig wirksam.“ Die Sammelaktion findet jährlich von März bis November statt.

Infos: www.klimabuendnis.at

Causa Lobautunnel könnte nun entschieden werden

Schön langsam könnte sich der jahrelange Konflikt um den ­Lobautunnel einem Ende zuneigen. Mitte Jänner wurden vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVwG) die letzten offenen Kapitel – Lärm, Schallschutz und Umweltmedizin – abgearbeitet.

Zeitschiene offen

„Es gibt keine weiteren Verbesserungsaufträge, die Sache ist nun theoretisch entscheidungsreif“, heißt es seitens des Gerichts. Im Klartext: Die Richter erarbeiten eine Entscheidung – dabei könnten noch Arbeitsaufträge an die Parteien notwendig werden. Unvorhersehbar ist allerdings, wann die Entscheidung des BVwG vorliegen wird. Verkehrsstadträtin Maria ­Vassilakou spricht sich nach wie vor gegen den Tunnel aus. Sie drängt auf den Ausbau der Öffis und ein Parkpickerl für ganz Wien. Donaustadt-Chef Ernst ­Nevrivy hat hier einen klaren Standpunkt: „Zuerst kommt die Stadtstraße, dann muss im Tunnel gefahren werden und dann kann man mit mir über einen Öffi-Ausbau reden.“ Das wird kaum
vor 2025 der Fall sein.

Neue Volksschule für Kaisermühlen

In der Schüttaustraße soll im September 2019 eine neue Volksschule bezugsfertig sein. Diese wird auch einen Gymnastiksaal beherbergen.

In der Schüttaustraße 42 soll bis kommenden ­August ein neues Schulgebäude mit fünf Volksschulklassen entstehen. Der Neubau wird mittels barrierefreien Anbindungen an ein bestehendes Schulgebäude angeschlossen, das unter Denkmalschutz steht. „Wir erweitern hier nicht nur einen beliebten Schul­standort, sondern werden sensibel mit dem Denkmalschutz umgehen“, verspricht Bildungsstadtrat ­Jürgen Czernohorszky.

Halbes Budget

„Der neue Zubau wird auf Stützen errichtet, das bringt auch besondere statische Anforderungen mit sich“, sagt Wien-Holding-Chefin Sigrid Oblak. Neben fünf neuen Klassen entstehen in der neuen Schule auch ein Gymnastiksaal und eine Freizeitklasse.„Die Donaustadt investiert knapp die Hälfte des ­Bezirksbudgets in Bildung, weil dieser Bereich für mich oberste Priorität hat“, betont Bezirksvorsteher Ernst ­Nevrivy.

Straße für Norbert Scheed

Er war der Vorgänger von Ernst Nevrivy als Bezirksvorsteher und ein rundum engagierter Politiker. Untrennbar mit seinem Namen verbunden sind etwa der WAFF, die Seestadt Aspern und das Projekt Wienerwald Nordost. Kürzlich hat die Bezirksvertretung beschlossen, eine Straße zwischen der Grete-Zimmer-Gasse und der Berresgasse nach Norbert Scheed zu ­benennen.

Widerstand

Weiters wird eine Straße der Widerstandskämpferin und Politikerin Maria Ernhart ­gewidmet. Diese führt von An der Neurisse zur Hausfeldstraße. Etwas weiter südlich liegt eine Straße, die auch den Namen einer Widerstandskämpferin tragen wird: Anni Haider, die im Februar 1934 den Goethehof verteidigte. Ebenfalls eine ­eigene Straße ­erhält Lotte Hass. Die spätere Frau des Unterwasser­experten Hans Hass war selbst eine Pionierin des Tauchsports und Fotografin.

FloDo-Unternehmen wollen vergrößern

Das Viertel Strebersdorf/Scheydgasse ist eines der fünf Schwerpunkt­gebiete für betriebliche Entwicklung im 21. Bezirk. In einer anonymen Online-Befragung äußerten nun rund 100 Floridsdorfer Betriebe ihre Wünsche betreffend ihren Standort. Ein Ergebnis: Viele wollen ausbauen.

Aufschwung

„40 Prozent der Unternehmen des Industriegebiets Strebersdorf haben Bedarf an Erweiterungsflächen“, sagt Quartiersmanager Michael Maritschnegg. Ein Zeichen, dass diese Firmen ökonomisch gut unterwegs sind und auch neue Arbeitsplätze schaffen könnten. „Zum Glück können die meisten Betriebe diesen Bedarf selbst decken, da es in diesem Gebiet fast keine Freiflächen zu kaufen gibt.“Was die Online-Befragung darüber hinaus ergeben hat: Bedarf an besserer Strom­versorgung, öffentlichen Verkehrsmitteln und zusätzlichen Parkplätzen. Für letzteren Wunsch verspricht Bezirksvorsteher Georg Papai Unterstützung: „Dieser Bereich ­gehört in meine Zuständigkeit.“ In diesem Jahr wird ­anhand der Befragung ein Masterplan erstellt, um für die Betriebe positive Maßnahmen zu setzen.

Polizeistation ist eröffnet

Eine neue, moderne Polizeistation am Ziegelofenweg ersetzt das alte Wachzimmer in der Berlagasse. Sie liegt nahe dem Ortskern von Strebersdorf im Stadterweiterungsgebiet „Mühlweg“ und befindet sich im Erdgeschoß eines geförderten Wohnprojekts. Die neue Polizeiinspektion verfügt über 520 Quadratmeter Nutzfläche und beste Ausstattung. Gleich nach der „­Inbetriebnahme“ des neuen Wachzimmers am Ziegelofenweg 25 statteten Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Bezirksvorsteher Georg Papai einen Besuch ab. „Durch den neuen und modernen Standort in Strebersdorf sind nun alle Polizeiinspektionen in Floridsdorf in einem Top-Zustand. Wichtige Rahmenbedingungen, damit unsere engagierten Polizisten gute Arbeit in Floridsdorf ­leisten“, freut sich Bezirksvor­steher Georg Papai.

Welche Projekte ­heuer auf dem Plan stehen

Unter den Projekten: die umstrittene Sperre der Schulgasse vor der Volksschule mit der Schaffung eines autofreien Schulvor­platzes, die Belebung der Kreuzgasse mit Baumpflanzungen und Fassadenbegrünungen, die Fortführung des stadtauswärts führenden Radweges in der Gersthofer Straße von der Schöffelgasse bis zur Kreuzgasse sowie die Erneuerung der Wasserleitungen in der unteren Währinger Straße mit der Schaffung einer Flanierzone bis zum Kutschkermarkt.

Bevölkerung

Besonders stolz ist Nossek auf die „Agenda Währing“, ­welche versucht, engagierte Bürger in die Neugestaltung des Bezirks einzubinden. Dass gegen einige Projekte Bedenken in der Bevölkerung bestehen, weiß die Bezirks­chefin aus 1.340 Anfragen der Bürger im Vorjahr. Sie will die Beden­ken ernst ­nehmen, auch wenn sie an den Projekten selbst festhält: „Sollten durch die Änderungen Anrainer ernsthaft ­benachteiligt werden, so werden wir nach alter­nativen Lösun­gen suchen!“ ­Nossek glaubt aber, dass sich die Belas­tungen in Grenzen halten. ­­Erleichterungen wird es für Kurzparker in Kürze in der Gerst­hofer Straße geben und im September auch in der Salieri­gasse bei der Post. Ein Übergang mit Fahrbahnteiler soll an der Max-Emanuel-Straße nahe dem Seniorenheim und dem Türkenschanzpark verwirklicht werden.

Wo sollen Fußgänger hin?

„Sollen sich die Fußgänger in Luft auf­lösen??? In der Nacht ist es noch ärger, da sieht man Passanten, die auf der Straße gehen, kaum noch!“ Deutliche Worte einer Anrainerin der Adolf-Czettel-Gasse, die auf Höhe der Nummer 7 eine „Chaos-Baustelle“ ortet. Tatsächlich zeigt der Pfeil für die Fußgänger ins Nirgendwo – bzw. direkt auf die Fahrbahn. Passanten haben gar keine andere Chance, als die Fahrzeuge zu umkurven und auf die Straße zu gehen.

Auch die Bezirksvorstehung räumt auf Nachfrage ein, dass die Baustellenbeschilderung mangelhaft ist. „Hier fehlt ein Schild, das darauf hinweist, dass Fußgänger auf den ­gegenüberliegenden Gehsteig gehen sollen. Wir werden die Behörde darauf aufmerksam machen“. Die Baustelle läuft noch bis Jahresende.

Kindermalerei statt Drahtgitter

Entzückende Aktion am Westbahnhof: Kinder haben den trostlosen Zaun verschönert.

Es war kurz vor Weihnachten, als zwei Dutzend Kinder der „Europäischen Volksschule Goldschlagstraße“ mit ihren Lehrern auf dem nördlichen Gelände des Westbahnhofs auftauchten. Um zu zeigen, wie sie das Thema „Reisen“ in Zeichnungen darstellen. Seitdem ist der mäßig attraktive Maschendrahtzaun beim hintersten Bahnsteig eine Attraktion. Denn sechs Planen in der Größe von 200 x 150 Zentimetern sind nicht zu übersehen. Die ­Initiative für die Verschönerungsaktion ist von Bezirksvorsteher Zatlokal, den ÖBB und der Gebietsbetreuung ausgegangen, die Volksschüler der Goldschlagstraße 14–16 haben das perfekt umgesetzt.

Entdeckungen zu Fuß und per CD

Auch wer schon lange in der Bri­gittenau lebt, kann hier noch Neues entdecken. Der Aktionsradius Wien bietet Führungen verschiedenster Experten an, die ein oder zwei Mal pro Monat Interessierte aus dem Zwanzigsten oder von anderswo durch die diversen Grätzel begleiten und Wissenswertes schildern.

Geschichte

„StadtFlanerien“, so heißen diese geführten Spaziergänge abseits der touristischen Trampelpfade. Beleuchtet werden urbane Entwick­lungen ebenso wie stadtgeschichtlich relevante Themen.  In der kalten Jahreszeit werden derartige Führungen nicht angeboten. Um hier geeigneten Ersatz zu schaffen, bietet nun der Aktions­radius sozusagen die Soft-Variante an: Zu Hause auf dem Sofa liegen, vielleicht ein Häferl Tee auf dem Tisch und einfach zuhören – so wie für 16 andere Bezirke auch, ist für die Brigittenau eine CD erschienen, über die man den Zwanzigsten mühelos ­kennenlernen kann. Einer dieser Hörspaziergänge beginnt beim Brigittenauer Sporn und führt danach in die Universumstraße, wo Otto Clemens seine Karriere als Stimme für das „ORF-Universum“ begann.

Nette Leit

Eine andere „Flanerie“ beschreibt unter anderem das ehemalige Globus-Verlagshaus, wo Kurt Palm die „Nette Leit Show“ abhielt. Weiter geht es über das ­frühere Männerheim in der ­Meldemannstraße. Nach Ausflügen in Geografie und Geschichte führt der Weg schließlich in die urbane ­Jetztzeit. Das Hörbuch Brigittenau kostet 20 Euro und ist erhältlich im Aktionsradius Wien, Gaußplatz 11, sowie in aus­gewählten Buchhandlungen.

Infos: www.aktionsradius.at

Kreuzungen sollen sicherer werden

Seit Mitte Jänner ist Christine Dubravac-Widholm (SPÖ) neue Stellvertreterin im Bezirk. Sie folgte auf Herwig Pirker. Die 39-Jährige, die in ihrer Freizeit Salsa tanzt, war zuvor Bezirksrätin und Vorsitzende der Verkehrskommission. Wenig verwunderlich, dass sie sich weiterhin in diesem ­Bereich engagieren wird. „Die Großprojekte wie ­die Sanierung der Jägerstraße und der Klosterneuburger Straße sind abgeschlossen“, sagt ­Dubravac-Widholm.

Verkehr

Obwohl es im 20. keine ­Unfallschwerpunkte gebe, will sie „die Kreuzungsplateaus sicherer machen“ und hier auch Sehbehindertenverbände planerisch einbeziehen.Ein weiterer Bereich wird für Dubravac-Widholm das Thema Wohnen sein: „Das künftige Nordwestbahnhofviertel wird auch Kinder­gärten und später eine Altenversorgung brauchen“, weiß sie. Baubeginn wird nicht vor dem Jahr 2020 sein. Zuerst müsse festgestellt werden, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung stattfindet, sagt die neue Vize-Bezirksvorsteherin, die ganz nebenbei an der Boku ­studiert.

Neuer Stadtteil in „Kloburg“ geplant

Nur wenige Meter von der Wiener Stadtgrenze entfernt wird in Klosterneuburg in den nächsten Jahren ein völlig neuer Stadtteil entstehen. Auf dem Areal der ehemals von den Pionieren genutzten Magdeburg-Kaserne soll auf einer Fläche von 12 Hektar ein Wohn-Quartier errichtet werden, das Klosterneuburg an die Donau bringt.

Autofrei 

Der neue, autofreie Stadtteil soll durch eine vielfältige Bebauungsstruktur und ein feingliedriges Netz aus Frei- und Grünräumen gestaltet werden. Zur inneren Erschließung dient eine großzügige, öffentliche Grünfläche entlang
der Donaustraße. Zur Erreichung der Äquidistanz (= gleiche Distanz) zwischen KFZ-Abstellplatz in den Garagen und den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sowie zur Verbindung des neuen Stadtteils mit dem Stadtkern ist die Errichtung einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke vom Areal zum Weidlinger Bahnhof vor­gesehen.

Schulcampus

Neben den Wohnbauten und den öffentlichen Nutzungen werden hier ein großzügiger Schulcampus und der neue Wirtschaftshof der Stadt­gemeinde errichtet. Auch Handels- und Gastronomiebetriebe werden hier entstehen. Das Stift Klosterneuburg stellt das für den Schulcampus benötigte Grundstück ­übrigens kostenlos zur Ver­fügung. Die Architektur-
Wettbewerbe zum Projekt starten in Frühjahr 2018.

Die ersten Pläne für das neue autofreie Wohngebiet wurden bereits erstellt.
© Stadtgemeinde Klosterneuburg

Öffnet die Burg nach Ostern doch noch?

Nach zehn Jahren Sperre: Auf dem Leopoldsberg sollen sich im Frühjahr die Tore wieder öffnen. Das hat der Pächter dem Bezirksvorsteher zumindest versprochen.

Seit zehn Jahren sind die Burg und die Kirche am Leopoldsberg inmitten des Wienerwaldes geschlossen. Die schönste Aussicht über Wien kann man zwar rund um die Burg genießen, die spekulative Sperre ist dennoch ein Ärgernis für Spaziergänger, Touristen und Historiker. Nun scheint es aber einen kleinen Lichtblick zu geben …

Versprochen

Die Burg könnte im Frühjahr vom Pächter, dem Architekten Alexander Serda, doch noch – wenigstens zum Teil – geöffnet werden. Aller­dings hat es derartige Ankündigungen schon öfter gegeben. In der ersten Phase, so weiß man in der Döblinger Bezirksvorstehung, werde es aber kein Restaurant geben. Für Hochzeiten, Taufen und Feste sollen aber Catering-Möglichkeiten im mietbaren Festsaal der Burg zur Verfügung stehen.

Bischof-Faber-Platz: Ein Paradebeispiel

Wie das ­WIENER BEZIRKSBLATT berich­tet hat, war ursprünglich geplant, hier eine Ganztagsschule zu errichten, ­obwohl 90 Prozent der ­Eltern dies mit fundierten Begründungen abgelehnt hatten. Die Mehrheit des ­Bezirks und der Stadtschulrat hielten sogar trotz Demons­trationen der Eltern über ein Jahr lang an den Plänen fest. Erst kurz vor Weihnachten kam die ­erlösende Meldung: In der Volksschule wird es ­sowohl einen verschränkten Unterricht am Nachmittag geben als auch Klassen ohne Nachmittagsunterricht.

Musterbeispiel

Die Schule wurde damit ein Paradebeispiel für die Wahlfreiheit bei der Nachmittagsbetreuung und für eine gut funktionierende Schulpartnerschaft, wie der Katholische Familienverband Wien lobt. „Wir begrüßen diese Einigung und sehen hier ein Maximum an Wahlfreiheit für Familien. Diese Form der Nachmittagsbetreuung sollte auch auf andere Schulstandorte ausgeweitet werden“, wünscht sich Barbara Fruhwürth, die Vorsitzende des Verbandes. Besonderer Dank gebührt auch dem Bildungsstadtrat Jürgen Czerno­horszky, der die Einigung ermöglicht hat. Die Wahlfreiheit der Volksschüler hat ­freilich einen Preis: Die 90 Schüler der engagierten ­Musik-Hauptschule in der Alsegger­straße müssen in die ­Pyrkergasse nach Döbling übersiedeln, um für die VS-Klassen Platz zu ­machen. Dies wird von Bezirks­chefin ­Nossek außerordentlich bedau­ert.

Staufallen über Bezirk verteilt!

Mit Verkehrsbeschränkungen will die grün-­rote Mehrheit in Währing die Sicherheit für Kinder verbessern. So hat man etwa in der ­letzten Sitzung der Bezirksvertretung des Jahres 2017 beschlossen, das Areal vor der Volksschule in der Schulgasse beim Schubertpark vom Verkehr zu ­befreien.

Fragwürdig

In einem Partizipationsver­fahren hatten Planer zwei ­Varianten vorgeschlagen. Eine dritte, die den Eltern der Schüler am meisten zugesagt hat, wird nun verwirklicht: Vorgesehen ist eine totale Straßensperre (Sackgasse) in diesem Bereich. Der grüne Klubobmann Marcel Kneuer bezeichnet den Beschluss als „Kompromiss“, weil weiterhin Abstellmöglichkeiten für Autos in der Schulgasse ­bestehen bleiben sollen. Die FPÖ hatte einen eigenen Kompromiss eingebracht, um auch die Anliegen der anderen Anrainer zu unterstützen. Sie befürchten nun mehr Lärm und Verkehr in den umliegenden Gassen, in denen ebenfalls Schulwege verlaufen. Die massiven Einsprüche gegen die gänzliche Sperre wurden aber ignoriert.

Staugefahren

Gleichzeitig wurde beschlossen, vom Gürtel bis zur Gersthofer Straße Tempo 30 zu verordnen. Ausnahme: Schienenstraßen. Damit würden die Martinstraße, die Gentzgasse bis zum Aumannplatz und die Sternwartestraße zu 30er-Zonen. „Es ist für den ÖAMTC nicht nachvollziehbar, weshalb die Schulgasse eine Sackgasse werden soll. Weder handelt es sich um eine Unfallhäufungsstelle noch besteht Bedarf an zusätzlichem Freiraum neben dem Park“, meint ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried. Die geplante Temporeduktion will der ÖAMTC verhindern.