Bekommt Döbling ein regionales Pickerl?

„Jetzt kommt endlich Bewegung in die Sache!“ So urteilen die Vertreter einer Bürgerinitiative um den Döblinger Juraj Necpal, der sich für die Einführung eines Grätzel-Parkpickerls stark macht. Hunderte Unterschriften hat man schon gesammelt, um dazu eine Petition im Rathaus einzubringen.

Seltene Einigkeit

In der letzten Sitzung des ­Bezirksparlaments kam es nun zu einem weiteren positiven Beschluss in Richtung Park­pickerl. Gemeinsam brachten Grüne, SPÖ und FPÖ Anträge zu einer Parkraum­bewirtschaftung für die völlig überparkten Regionen des Bezirks ein. Und siehe da, alle Anträge wurden einstimmig der Verkehrskommission zugewiesen. Die Redner aller Fraktionen – auch die der ÖVP und der NEOS – ließen keinen Zweifel daran, dass man es diesmal ernst meint und endlich eine Kompromisslösung gefunden werden muss.

Die Problem-Viertel

Bis zum 14. Dezember soll die Verkehrskommission einen Vorschlag unterbreiten, wie man die Probleme im Pantzerviertel in Heiligenstadt und im völlig verparkten Villenviertel mit einem Regional-­Pickerl lösen will. Bei der bezirksweiten Befragung hatte sich zwar die Mehrheit der Döblinger gegen das gebührenpflichtige Parken ausgesprochen, in dicht verparkten Gebieten war die Mehrheit aber dafür gewesen.

Einstimmig für bessere Intervalle

Konkret soll die S-Bahn an Wochentagen alle 7 bis 8 Minuten verkehren und so mit der U-Bahn gleichziehen. Seit Dezember 2012 gilt ganztägig ein 10-Minuten-Takt und das Fahrgastaufkommen ist dadurch weiter angestiegen.

Mehr Fahrgäste

Weil die Züge auch an Wochenenden oft überfüllt sind, sollte die S45 – dem Wunsch der Grünen entsprechend – alle 10 Minuten statt nur alle 15 Minuten den Fahrgästen zur Verfügung stehen. Mit einer weiteren Zunahme der Fahrgäste ist zu rechnen, weil die S45 seit der U1-Verlängerung nach Oberlaa auch in den U-Bahn-Netzplänen eingezeichnet ist und die ÖBB mit der Tarifgemeinschaft mit den Wiener Linien werben.

Eine rasche Umsetzung eines 7- bis 8-Minuten-Intervalls wird es freilich nicht geben, weil davor noch die einglei­sigen Streckenabschnitte, etwa in Hütteldorf-Penzing, zweigleisig ausgebaut werden müssten.

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Take-away für Blumen

Die „Zweigstelle“, ein „Flower Concept Store“ am Alsergrund, ist jetzt auch im 3. Bezirk aufgepoppt. Auf der Landstraßer Hauptstraße 74 locken bis Weihnachten ein individueller Auszug des „Zweigstelle“-Sortiments und exklusive Design-Neuheiten. Der neue Store präsentiert sich den Kunden als inno­vativer und origineller Blumenladen. Hier wird immer eine Blumenart mit ihren ­Eigenschaften, wie Farbe, Form und Duft, in den Fokus gerückt.

Duftreise

Eine intensive Duftreise durch die älteste französische Wachsmanufaktur „Cire ­Trudon“ rundet das blühen­de Sortiment ab. Um sein persönliches Lieblings-„Odeur“ unter den Kompositionen zu entdecken, stehen Kunden derzeit 29 Duftkompositionen zur olfaktorischen ­Degustation zur Verfügung.

Saisonale Blumen

Die puristische Auswahl an saisonalen Schnittblumen und Living-Accessoires wird auf liebevoll ausgesuchten Vintage-Möbeln präsentiert. Die floralen Wand-Designs der australischen Wallpaper-Queen Kerrie Brown und die natürlichen Duftkomposi­tionen sollen jeden Kunden beim Betreten des Geschäfts „in Staunen und Wohlbefinden versetzen“, hofft Geschäftsführer Andreas Bamesberger, den die „unmittelbare, sehr lebendige, pulsierende Umgebung auf der Landstraßer Hauptstraße“ inspiriert.

Neue Parkplätze sind gefragt

In der neuen Wohnsammelgarage in der Haslingergasse 11 stehen jetzt 160 neue Ganzjahres-Parkplätze zur Verfügung. 125 davon werden zum Volksgaragentarif von 88,40 Euro pro Monat vermietet. Außerdem weist die Garage zwei ­E-Ladestationen auf.

Für alle Autofahrer, die im kürzlich eröffneten Lebensmittelmarkt in der Ottakringer Straße 70 einkaufen wollen, bietet die fünfgeschoßige Tiefgarage auch Parkmöglichkeiten. Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer: „Hernals ist ein stark wachsender Bezirk. Parkplätze sind hier sehr gefragt.“ Betreiber der Tiefgarage Kalvarienbergviertel ist die BOE der List-Gruppe. Die Vergabe der geförderten Stellplätze erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen (Kontakt: parken@boe.co.at, Tel.: 212 59 59-0).

Ampel blinkt an „Killerkreuzung“

Erfolg für die Sicherheits-Kampagne des WIENER BEZIRKBLATTs! Aufatmen auf dem Schwarzenbergplatz, dem wichtigsten innerstädtischen Nadelöhr für Bewohner des 3. und 4. Bezirks. Was wir in unserer Ausgabe vom 2. Oktober angekündigt haben, ist nun von der MA 33 und Bezirkspolitikern in die Tat umgesetzt worden: An der gefährlichen Kreuzung (Links­abbieger vom Schubert­ring, Höhe McDonald’s) blinkt nun eine nagelneue Ampel mit gelb blinkender Anzeige für die Autofahrer (Foto oben). Zuvor hatte es nach einem kritischen Bericht des WIENER BEZIRKBLATTs massive Proteste von Fußgängern, Rad- und Autofahrern gegen die unübersichtliche Kreuzung gegeben, an der es immer wieder zu Unfällen und brenzligen Situationen gekommen ist.

Konfliktherd Wehlistraße

Im Abschnitt der Wehli­straße zwischen Mexikoplatz und Haussteinstraße (2. Bezirk) versperren seit kurzem vier Poller die Durchfahrt. „Die Wohnbevölkerung wurde weder eingebunden noch informiert“, empört sich Anrainer Thomas Hirschhofer. Grund der Aufregung: Durch den „Umkehrhammer“ gingen sieben ­Parkplätze verloren.

Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger begründet die Poller damit, dass hier – es handelt sich um eine Wohnstraße – Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen seien: „Es gab Eltern, die ihre Kinder nicht mehr auf die Straße schicken wollten.“ Warum keine Schwellen? „Woanders haben sich die Anrainer wegen zu viel Lärms beim Abbremsen und Weiterfahren beschwert“, sagt Lichtenegger, die gesteht: „Ich habe nicht rechtzeitig informiert, das nehme ich auf meine Kappe.“

Instagram-Stars ­unterwegs in Wien

Schnell ein Foto gepostet und schon regnet es tausende Sterne und Herzchen. Die sogenannten „Influencer“ auf Social-Media-Plattformen wie Instagram erfreuen sich hoher Reichweiten. Mehrere Millionen Fans wurden jetzt von Instagramern aus Wien und der ganzen Welt auf eine Tour durch das Zentrum Wiens mitgenommen.

Neue Reise-Apps

Gestaltet wurde der Ausflug vom Wiener Social-Media-Experten Andreas Mittelmeier (socialcompetence.at). „Wir konnten unsere besuchenswerte Stadt einem internationalen und breiten Publikum präsentieren, den wichtigsten Kulturhäusern von Wien eine zusätzliche Bühne bieten sowie einem aufstrebenden Wiener Start-­up Präsenz verschaffen. Gemeinsam mit Google Austria und Gregor Sideris konnte hier eine wunderbare und einzigartige Kampagne umgesetzt werden“, ­erklärt Mittelmeier die Tour durch Museen und Kultur­instutionen. Dabei genutzt wurden verschiedene Reise-Apps von Google (Trips, Arts & Culture, Photos), um das Erlebnis festzuhalten.

„Es hat Spaß gemacht, mit dem Googlefiaker die Innenstadt neu zu entdecken. ­Gerade ein Fiaker bietet das perfekte Sightseeing und in Begleitung von tollen Instagramern und einem exquisiten Dinner war dieser Event ein tolles Erlebnis“, so Instagramer Oliver Oth.

Neue Bim-Bezeichnung gesucht

Es war diesen Sommer, als die Simmeringer Harald Troch und Peter Kriz zu Stadt­rätin Ulli Sima pilgerten, um 5.000 Unterschriften für eine Verbesserung des Öffi-Netzes  zu übergeben. Da schwirrten bereits erste Ideen in den Köpfen der ­Experten herum.

Online-Abstimmung

Gesagt, getan. Kürzlich wurde das neue Straßenbahn-Paket für den 11. Bezirk mit der neuen Bim-Linie prä­sentiert. Sie wird zwischen Kaiser­ebersdorf und der U3-Station Enk­platz fahren. Nur die Bezeichnung ist noch offen. „Ich lade alle ein, mitzustimmen, wie die neue Bim für Simmering heißen soll“, verweist Sima auf das Online-Voting. Die Abstimmung läuft noch bis 31. Oktober.

11, 70 oder 73

Zur Auswahl stehen drei ­Tramway-Nummern: 11, 70 oder 73. „Der Vorteil der neuen Linie von der U3-­Station ­Enkplatz bis Kaiser­ebersdorf liegt auf der Hand: Sie wird auf einem eigenen Gleiskörper unabhängig vom restlichen Verkehr und damit zuverlässiger unterwegs sein“, betont die Öffi-Stadträtin.

Stimmen Sie hier ab!

Neue Bim für Wien

Wiens Straßenbahnen werden im kommenden Jahr komplett auf Niederflurmodelle umgestellt. „Wir haben 119 Garnituren fix bestellt“, erklärte Wiener Linien-Chef Günter Steinbauer anlässlich der Präsentation der neuen „Flexity“ im Werk des Herstellers Bombardier im 22. Bezirk.

Öffi-Stadträtin Ulli Sima: „Wir freuen uns, dass die Arbeiten so gut im Zeitplan liegen.“ Donaustadt-Chef Ernst Nevrivy begrüßte es, dass die Züge in der Donaustadt produziert und dadurch Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Taborstraße auf Jiddisch

Es ist blauweiß, so wie ein Wiener Straßenschild, und darauf steht „Tabor­straße“ – nur eben auf Jiddisch. Gestaltet hat es der Künstler Sebestyén Fiumei. „Ich wollte eine Verknüpfung des Berges Tabor in Israel mit der Taborstraße schaffen“, begründet Fiumei (Foto r.) sein Werk. Leopoldstadt-Chefin Ursula Lichtenegger (l.), zu den Anfängen des Projekts: „Zunächst hing das Schild auf dem Haus Taborstraße 18, wurde jedoch von Amts wegen entfernt. Wir wollten uns damit nicht abfinden.“ Das Schild befindet sich nun auf dem Haus Taborstraße 5. Kultusgemeinde-Chef Oskar Deutsch (M.) wünscht sich nun „in allen Straßen der ­Leopoldstadt so ein Schild“.

Shopping-Center feierte Erweiterung

Rund 100.000 Besucher pilgerten am letzten September-Wochenende zum Opening des vergrößerten Areals von Huma Eleven (11., Landwehrstraße 6). Neben Glücksrad-Action, Gewinnspielen, Zauber-Comedy und einer Luftballon-Fotostation lockte das Musik-Programm viele Gäste nach Simmering. Die Pop-Band „Tagträumer“ und Schlager-Sängerin Vanessa Mai sorgten für gute Stimmung. Ab jetzt können alle Shopping-Fans auf insgesamt 50.000 m² in 90 Shops, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben ihre ­Freizeit verbringen.

Neuer Modepark

Mit dem über 6.000 m² großen Modepark Röther eröffnet der größte Multibrand-Fashion-Store, den es bisher in Wien in einem Shopping-Center gegeben hat. Neu bei Huma Eleven sind auch TK Maxx, Müller und Humanic.

Infos: www.huma-eleven.at

Bei Ankerplätzen nun Einigung erzielt

Im Juni hieß es noch, es würden drei zusätzliche Ankerplätze für Ausflugsschiffe in der Nähe der Brigittenauer Brücke kommen (das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete). Nun wurde das Vorhaben auf einen einzigen unterhalb der Brücke gekürzt. Die beiden Plätze oberhalb davon wurden fallen gelassen. „Theoretisch hätten wir Landerechte an drei Stellen“, erklärt Wolfgang ­Gatschnegg, Sprecher der Wien Holding. „Derzeit wird an einer optimalen ­Lösung gearbeitet.“

Dabei geht es vor allem um den Weiterbestand des Naherholungsgebiets. Brigittenau-Chef Hannes Derfler, der sich erfolgreich gegen zusätzliche drei Ankerplätze gestemmt hatte: „Für die Zufahrt von Autobussen muss ein Spielplatz abge­siedelt werden. Wir warten diesbezüglich auf ein Verkehrsgutachten.“ Noch ist ein wenig Zeit: Die Lösung soll 2018 stehen.

Hallenbad ist länger geöffnet

Das Floridsdorfer Hallenbad feierte dieser Tage seinen 50. Geburtstag: Am 6. Oktober 1967 eröffnete der damalige Bundespräsident und Floridsdorfer Franz Jonas die Anlage, die damals als modernstes Hallenbad Europas galt. Seit damals wurde zwar das 33,3 Meter lange Sportbecken zugunsten eines Mehrzweckbeckens auf 25 Meter verkürzt – ausgeweitet wurden kürzlich die Öffnungszeiten: montags von 12.30 Uhr bis 15 Uhr, und an Freitagen gibt es nun eine neue Frühschwimmzeit von 7 bis 9 Uhr. Unter den Gratulanten: Bezirkschef Papai (rechts) und Bildungsstadtrat Czernohorszky.

Noch heuer wird es die Bürger-Info geben

Das Projekt Gallitzinstraße 8–16 lässt die Wogen weiter hochgehen. Alle Bezirksparteien sprechen sich für eine Bürger-Veranstaltung aus. Schwarz und Blau haben den Antrag auf eine Bürgerversammlung eingebracht – die Bezirksvertretung hat zugestimmt. Somit ist für Bezirksboss Franz Prokop (SPÖ) klar: „Eine Bürgerinformation wird es ganz sicher geben, das war von uns immer geplant.“

Konkretere Pläne

Tatsache ist, so der Vorsteher, dass die MA 21 (Stadtplanung) erst jetzt Planungs­vorschläge präsentieren kann. „Bisher war alles offen, waren ja nur Gerüchte zu hören!“ Und er versichert: „Noch heuer wird es die Informa­tionsveranstaltung mit einem Planungs­entwurf geben.“

32.000 Hendln möglich

Wobei auf dem 16.000 Quadratmeter-Grundstück derzeit eine „L-Widmung“ (landwirtschaftliche Nutzung) ­besteht. Das bedeutet: Eine große Hühner- oder Schweinefarm ist in der Gallitzinstraße 8–16 möglich. Bei einer großzügigen (Luxus-)Belegung von zwei Hühnern pro Quadratmeter wären das 32.000 eierlegende Gackerer, die den Anrainern wohl jeden Schlaf rauben würden. Ob sie das wollen? Da die Fläche im Privateigentum steht, ist hier noch fast alles möglich…

Bürger gestalten ihre Grünoasen

Sicherheit, Bäume und Wasser wünschen sich Bewohner in den Parks der Wohnumgebung. Der kleine Sechterpark wird nach ­Ankauf eines angren­zenden Grundstücks durch die Stadt beträchtlich erweitert. Bereits im Mai lud Bezirksvorsteherin Gab­riele Votava zu einem ­Bürgerforum vor Ort und stellte mit Unterstützung der Gebietsbetreuung eine ­Grobplanung vor.

Ruhe bevorzugt

Die Anrainer brachten zahlreiche Ideen und Wünsche ein. Das Ergebnis wurde nun präsentiert und die MA 42 (Stadtgärten) mit der Planung beauftragt. Mit einer Investition von € 400.000 werden ein Zaun errichtet, Wasserspender aufgestellt und zusätz­lich acht schattenspendende Bäume ­gepflanzt.

Erstmals in Meidling wird in einem Park auch ein Spielplatz errichtet, der für Kinder mit eingeschränkter Beweglichkeit geeignet ist. Regen Zuspruch fanden auch die geplan­ten Nachbarschafts­gärten. Anfang 2018 plant die BV eine Bürgerbeteiligung zum Vivenotpark, der in erster Linie eine Grün- und ­­Ruhezone werden soll.