Shopping-Center feierte Erweiterung

Rund 100.000 Besucher pilgerten am letzten September-Wochenende zum Opening des vergrößerten Areals von Huma Eleven (11., Landwehrstraße 6). Neben Glücksrad-Action, Gewinnspielen, Zauber-Comedy und einer Luftballon-Fotostation lockte das Musik-Programm viele Gäste nach Simmering. Die Pop-Band „Tagträumer“ und Schlager-Sängerin Vanessa Mai sorgten für gute Stimmung. Ab jetzt können alle Shopping-Fans auf insgesamt 50.000 m² in 90 Shops, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben ihre ­Freizeit verbringen.

Neuer Modepark

Mit dem über 6.000 m² großen Modepark Röther eröffnet der größte Multibrand-Fashion-Store, den es bisher in Wien in einem Shopping-Center gegeben hat. Neu bei Huma Eleven sind auch TK Maxx, Müller und Humanic.

Infos: www.huma-eleven.at

Bei Ankerplätzen nun Einigung erzielt

Im Juni hieß es noch, es würden drei zusätzliche Ankerplätze für Ausflugsschiffe in der Nähe der Brigittenauer Brücke kommen (das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete). Nun wurde das Vorhaben auf einen einzigen unterhalb der Brücke gekürzt. Die beiden Plätze oberhalb davon wurden fallen gelassen. „Theoretisch hätten wir Landerechte an drei Stellen“, erklärt Wolfgang ­Gatschnegg, Sprecher der Wien Holding. „Derzeit wird an einer optimalen ­Lösung gearbeitet.“

Dabei geht es vor allem um den Weiterbestand des Naherholungsgebiets. Brigittenau-Chef Hannes Derfler, der sich erfolgreich gegen zusätzliche drei Ankerplätze gestemmt hatte: „Für die Zufahrt von Autobussen muss ein Spielplatz abge­siedelt werden. Wir warten diesbezüglich auf ein Verkehrsgutachten.“ Noch ist ein wenig Zeit: Die Lösung soll 2018 stehen.

Hallenbad ist länger geöffnet

Das Floridsdorfer Hallenbad feierte dieser Tage seinen 50. Geburtstag: Am 6. Oktober 1967 eröffnete der damalige Bundespräsident und Floridsdorfer Franz Jonas die Anlage, die damals als modernstes Hallenbad Europas galt. Seit damals wurde zwar das 33,3 Meter lange Sportbecken zugunsten eines Mehrzweckbeckens auf 25 Meter verkürzt – ausgeweitet wurden kürzlich die Öffnungszeiten: montags von 12.30 Uhr bis 15 Uhr, und an Freitagen gibt es nun eine neue Frühschwimmzeit von 7 bis 9 Uhr. Unter den Gratulanten: Bezirkschef Papai (rechts) und Bildungsstadtrat Czernohorszky.

Noch heuer wird es die Bürger-Info geben

Das Projekt Gallitzinstraße 8–16 lässt die Wogen weiter hochgehen. Alle Bezirksparteien sprechen sich für eine Bürger-Veranstaltung aus. Schwarz und Blau haben den Antrag auf eine Bürgerversammlung eingebracht – die Bezirksvertretung hat zugestimmt. Somit ist für Bezirksboss Franz Prokop (SPÖ) klar: „Eine Bürgerinformation wird es ganz sicher geben, das war von uns immer geplant.“

Konkretere Pläne

Tatsache ist, so der Vorsteher, dass die MA 21 (Stadtplanung) erst jetzt Planungs­vorschläge präsentieren kann. „Bisher war alles offen, waren ja nur Gerüchte zu hören!“ Und er versichert: „Noch heuer wird es die Informa­tionsveranstaltung mit einem Planungs­entwurf geben.“

32.000 Hendln möglich

Wobei auf dem 16.000 Quadratmeter-Grundstück derzeit eine „L-Widmung“ (landwirtschaftliche Nutzung) ­besteht. Das bedeutet: Eine große Hühner- oder Schweinefarm ist in der Gallitzinstraße 8–16 möglich. Bei einer großzügigen (Luxus-)Belegung von zwei Hühnern pro Quadratmeter wären das 32.000 eierlegende Gackerer, die den Anrainern wohl jeden Schlaf rauben würden. Ob sie das wollen? Da die Fläche im Privateigentum steht, ist hier noch fast alles möglich…

Bürger gestalten ihre Grünoasen

Sicherheit, Bäume und Wasser wünschen sich Bewohner in den Parks der Wohnumgebung. Der kleine Sechterpark wird nach ­Ankauf eines angren­zenden Grundstücks durch die Stadt beträchtlich erweitert. Bereits im Mai lud Bezirksvorsteherin Gab­riele Votava zu einem ­Bürgerforum vor Ort und stellte mit Unterstützung der Gebietsbetreuung eine ­Grobplanung vor.

Ruhe bevorzugt

Die Anrainer brachten zahlreiche Ideen und Wünsche ein. Das Ergebnis wurde nun präsentiert und die MA 42 (Stadtgärten) mit der Planung beauftragt. Mit einer Investition von € 400.000 werden ein Zaun errichtet, Wasserspender aufgestellt und zusätz­lich acht schattenspendende Bäume ­gepflanzt.

Erstmals in Meidling wird in einem Park auch ein Spielplatz errichtet, der für Kinder mit eingeschränkter Beweglichkeit geeignet ist. Regen Zuspruch fanden auch die geplan­ten Nachbarschafts­gärten. Anfang 2018 plant die BV eine Bürgerbeteiligung zum Vivenotpark, der in erster Linie eine Grün- und ­­Ruhezone werden soll.

Todesfalle in der ­Grinzinger Allee

Kerzen, Blumen und ein Bund Rosen an jenem Verkehrszeichen, welches die heranrasenden Autofahrer auf einen Schutzweg aufmerksam machen sollte. Das ist die Erin­nerung an eine 79-jährige Döblingerin, die hier mit ihrem Hund die Fahrbahn der Grinzinger Allee in Höhe der Huschkagasse überqueren wollte. Ein 78-jähriger Autolenker mit einem Promi-Kennzeichen hat weder den Schutzweg noch das ständig blinkende Gefahrensignal „Achtung Kinder“ beachtet. Und er hat die Frau mit ihrem Hund übersehen, die offenbar dem Hund nach­laufen wollte.

Überrollt

Wenige Meter dahinter mussten der Ehemann der Frau und die Tochter den Unfall mit ansehen. Das Auto des bekann­ten Fotografen erfass­te die Frau und schleuderte sie auf die Gegenfahrbahn. Ein Fahrzeug, das aus Grinzing zur Kreuzung fuhr, war offenbar auch zu schnell unterwegs und konnte nicht mehr anhalten. Auch dieses Fahrzeug überrollte nach Angaben der Polizei die Frau, die noch an der Unfallstelle verstarb; genau­so wie ihr Dackel. Für beide kam jede Hilfe zu spät.

Gefahr

Eine Anrainerin ist über den Vorfall entsetzt: „In den vergangenen 20 Jahren ereigneten sich genau an dieser Stelle zahlreiche Unfälle mit Personenschaden und vier Toten.“ Betroffen ist man auch im ­Bezirk über den Unfall. Vorsteher Adolf Tiller bedauert: „Wir haben hier alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Kreuzung zu entschärfen! Mehr geht hier nicht!“

Neue Wohnungen an der Grenze

Mit Verzögerung entsteht in ­unmittelbarer Nähe zum Kongresspark auf dem früheren Güter-Entladeplatz der Bahn in der Heigerleinstraße die neue ARWAG-Wohnhausanlage „Frauenfeld-­Terrassen“ des ­Bauträgers MIGRA. Die ­geförderte Anlage an der Grenze zum 17. Bezirk bietet eine hervorragende Infrastruktur mit Supermarkt, Öffi-Anbindung, Bad und Parkflächen. Es entstehen 79 geförderte Mietwohnungen, davon 26 Smart-Wohnungen, und 46 Eigentumswohnungen. Beim Spatenstich dabei BV Prokop, Pfeffer und MIGRA-GF Petritz (Bild).

Markt-Gastro bleibt!

Seit zwei Jahren kämpft der Bezirk darum, den Schwendermarkt bei der Mariahilfer Straße wiederzubeleben. Und vieles ist gelungen: „Wir verfolgen die langfristige Vision, den Schwendermarkt als Genusszone zu positionieren, in der gesunde Lebensmittel verkauft werden“, gibt Bezirksvorsteher Gerhard Zatlokal die Linie vor. In der alltäglichen Praxis setzt Marktko­ordinator Willi Haberl die ­Vorgaben engagiert um.

Ausnahme erreicht

Doch immer wieder türmen sich überraschende Hürden auf. Wie zuletzt das vieldiskutierte „Gastronomieverbot für neue Marktstandler“ vulgo „Nebenrechte-Verbot“. „Das wäre der Todesstoß, da die Marktstandler ohne die ­Gastronomie nicht überleben können“, ist Zatlokal überzeugt. Gemeinsam mit Haberl hat er das Gespräch mit der zuständigen Stadträtin Ulli Sima gesucht. Und für den Schwendermarkt die Zusicherung bekommen, dass die ­bestehenden Nebenrechte auch bei Standübergabe nicht ­verloren gehen.

Neuer Stationsname

Damit nicht genug, wurde in den Rathaus-Gesprächen auch noch ein lang gehegter Wunsch erreicht. Nämlich die Umbenennung der Straßenbahn-Station Rustengasse in „Rustengasse/Schwendermarkt“. Das betrifft die ­Linien 52 und 58.

Sicherheitspakt für Parks gefordert

Medienberichte über eine ­Jugendbande mit 20 Mit­gliedern, die im Währinger Park ­Kinder und deren ­Eltern tyrannisieren, haben Währings Politiker aktiviert. Den Banden müsse sofort ­Einhalt geboten werden, fordert etwa FPÖ-Bezirks­obmann Udo Guggen­bichler.

Runder Tisch

In eine ganz ähnliche Kerbe schlägt ein VP-Antrag, der die Einberufung eines runden Tisches für Sicherheitsfragen verlangt. Die Straßen- und Parkbeleuchtungen bei sogenannten Angsträumen müssen verbessert werden, Notrufsäulen für rasche Hilfe durch die Polizei sorgen und eine bessere Überwachung der Parks sollte mehr Sicherheit ­bringen. In diesem Sinn arbeitet seit einiger Zeit die ­Polizei auch in der Aktion „Gemeinsam.Sicher“ mit Schulen, Bürgerinitiativen und Anrainern zusammen. Die Bezirksblauen fordern nun zusätzlich, dass ein ­Sicherheitspakt geschlossen werden soll. Das Problem sei, dass die Polizei aufgrund der Gesetzeslage erst aktiv ­werden kann, wenn etwas passiert ist.

Antrag

Der Währinger FPÖ-Klub­obmann Georg Köckeis hat in der Bezirksvertretung nun einen Antrag gestellt, in dem die Bezirksvorsteherin Silvia Nossek aufgefordert wird, mit den Organen der Exekutive, der zuständigen Stadträtin Ulli Sima und der MA 42 Kontakt aufzunehmen, um einen solchen Sicherheitspakt zu konzipieren. Die Währinger Grün­oasen müssen für die ­Familien erhalten werden und dürfen nicht zu „No-go-­Zonen“ verkommen.

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Besser unterwegs mit Kinderwagen und Co.

Bereits seit mehreren Jahren werden die Stationen entlang der U6 (der ehemaligen Stadtbahn) von den Wiener Linien saniert. Die Aufgabe ist nicht immer einfach, stellen doch alte Bausubstanz und Auflagen des Denkmalschutzes besondere Herausforderungen dar. Heuer wurde die Station Währinger Straße saniert, nächstes Jahr sind die Instandsetzungs­arbeiten bei der Nußdorfer Straße geplant. Josefstädter und Alser Straße wurden ­bereits fertiggestellt.

Besserer Zugang

Auch die Generalsanierung der Gumpendorfer Straße steht bevor. „Heute ist es für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder einen Kinderwagen mithaben, eine Herausforderung ins ­Gebäude zu kommen“, ­beschreibt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart die Situation und weiß: „Alleine die Schwingtüren sind für viele ein Hindernis.“ Der Mariahilfer Bezirkschef möchte daher sicherstellen, dass nach der Sanierung der Zugang mit Kinderwagen, Rollstuhl und Co. leichter möglich ist. Auch der Wartebereich für Bus- und Bim-Verkehr müsse adap­tiert werden. Ein dementsprechender Antrag wurde im Bezirks­parlament eingebracht.

Vom Nordwestbahnhof ins Königreich Saudi-Arabien

Wer eine Zeit lang das Gelände des Nordwestbahnhofs durchstreift, trifft über kurz oder lang auf futu­ristisch anmutende blaue und rote Züge. In manchen Waggons wird an der Elek­trik geschraubt. Der Kontrast zum langsam vor sich hin welkenden Bahnhofsgelände könnte drastischer nicht sein.

Metro für Riad

Ein Rundruf unter den „­üblichen Verdächtigen“ ergab: Die Züge stammen aus Simmering. „Ja, das sind unsere U-Bahn-Züge“, heißt es von Siemens. Die Züge sind Teil eines einzigartigen Projekts: Riad, die Hauptstadt Saudiarabiens, erhält eine Metro. Die 6,5-Millionen-Metropole mitten in der Wüste soll bis 2030 auf 8,3 Millionen Einwohner wachsen und ­benötigt eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur. Den Zuschlag hierfür erhielten drei internationale Konsortien, die Züge für zwei ­U-Bahn-Linien kommen von Siemens.

Im Detail handelt es sich um 41 Züge mit vier und 26 mit zwei Waggons. Die blauen für die Linie 1, die roten für die Linie 2. Die Züge sind mit allen erdenklichen Finessen ausgestattet. In einer Stadt, in der die Spitzentemperaturen mehr als 40 Grad erreichen und rundum Wüste ist, braucht es zum einen Klimaanlagen, zum anderen spezielle Filter, die den Sand von sensiblen Fahrzeugkomponenten und den Insassen fernhalten. Auf dem Nordwestbahnhof sind die Züge zwischengeparkt, da im Simmeringer Werk schon wieder ein neuer Auftrag abgearbeitet wird. Schlussendlich „in die Wüste geschickt“ werden die blauen und roten Waggons wohl über den Hafen Hamburg oder Rotterdam.

Der Ausbau kommt ganz sicher

In der laufenden „Zeit der fokussierten Unintelligenz“ (Häupl, 2005) wird Wien als äußerst unsicher, nahe Chicago oder Istanbul dargestellt. Manche beziehen sich auf längst vergangene Zeiten, als es im Bereich der U6 noch rundging.

Mehr Überwachung

Das hat Wien in den Griff ­bekommen – und zum Anlass genommen, die Sicherheit in den Öffis zu erhöhen. Jetzt folgt die nächste Ausbaustufe: „Bis Ende 2019 werden insgesamt 330 Mitarbeiter auf Bahnsteigen und in den U-Bahn-Fahrzeugen ­unterwegs sein und sich ausschließlich um die Sicherheit und das Service für die Fahrgäste kümmern“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Wobei die Krimi­nalitäts­bekämpfung weiterhin Sache der Polizei bleibt.

Auch die Videoüberwachung ist dabei ganz wichtig. Es ­werden 700.000 Euro in neue Anlagen investiert, um die 104 ­U-Bahn-Stationen und die Züge besser ausstatten zu können. Heute liefern auch schon 11.000 Kameras ­aktuelle Bilder.

Zur Stoßzeit erreicht jede U2 die Seestadt

Es war ein großer Wunsch der „Seestädter“, für den sich Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy schon seit längerem einsetzte: Nicht jeder zweite U-Bahn-Zug, sondern jeder sollte seine Fahrgäste bis zur Endstation Seestadt bringen. Seit September ist dies nun am Morgen und am Nachmittag, also zu den Stoßzeiten, der Fall.

Diskonter

„In Zukunft wird jede U2 bis Seestadt fahren“, sagt Nevrivy. Dies wird allerdings davon abhängen, wie schnell die arbeitende und die Wohnbevölkerung des neuen Stadtteils wächst. Laut den Wiener Linien, die permanent Fahrgastzählungen durchführen, wäre ein solcher Betrieb ­derzeit nicht angebracht. Die Umsetzung eines weiteren Anliegens der Seestadt-Bewohner wird noch etwas dauern: ein zweiter Supermarkt. Derzeit kauft man beim Spar ein, viele wünschen sich einen Lebensmitteldiskonter. „Im Zuge der zweiten Ausbaustufe wird in den nächsten Jahren ein zweiter Nahversorger kommen“, verspricht Nevrivy. Bereits im nächsten Frühjahr beginnt die Umgestaltung des Dr.-Adolf-Schärf-Platzes, wo das „Forum Donaustadt“ ­errichtet wird. Eine Menge Gratisparkplätze fallen dann weg. Nevrivy: „Es wird ausreichend Stellplätze geben.“

Bootstaufe für „Job Ahoi“

Es war ein großer Tag für die Jugendlichen der Jobfabrik in der Dr.-Otto-Neurath-Gasse: Das Boot „Job Ahoi“, das sie in mühevoller Arbeit im Rahmen ihrer Ausbildung gebaut hatten, war fertiggestellt und wurde an der Alten Donau vor der Segelschule Hofbauer getauft. Die Tauf­paten waren Bezirkschef Ernst Nevrivy, Otto Knapp, Chef der Volkshilfe Wien, und Andrea Schmon, Leiterin des Sozi­alministeriumsservice Wien.

Unterstützung

Ausbildungsprojekte wie dieses sind gerade in einer Zeit immer höherer Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt ­extrem wichtig. Manche ­Jugendliche benötigen nach dem Ende ihrer Schullaufbahn etwas mehr Zeit und Unterstützung, um sich zurechtzufinden. Diese Unterstützung bietet die Volkshilfe Jobfabrik seit mehr als 20 Jahren und seit September in der Donaustadt. Die Jugendlichen trainieren dort ihre handwerklichen, sozialen und schulischen Fertigkeiten. Sie arbeiten gemeinsam in einer Küche oder Backstube, gärtnern, malen die Fabrik aus oder arbeiten bei Kooperationspartnern wie McDonald’s.

© Rastegar

Baum gefällt im ­Kastanien-Park

Die mehr als hundert Jahre alte, prächtige Kastanie wies nämlich, wie eine Untersuchung ergeben hatte, am Stamm mehrere morsche Stellen auf, die einem kräf­tigeren Sturm nicht mehr standge­halten hätten, wie man im Stadtgartenamt ver­sicherte. Der Baum musste deshalb aus Sicherheitsgründen gefällt werden, weil der Platz unter dem Baum im Winter auch als überaus beliebter Rodelhügel genutzt wird.

Rodung

Der Baumriese ist mittlerweile abtransportiert und ein Bereich für eine Ersatzpflanzung ist ebenfalls bereits ­ausgepflockt. Das Team der MA 42 nutzte ­freilich die ­Gelegenheit, auch weitere Rodungsmaßnahmen in der Anlage vor­zunehmen. So wurden etwa die dichten Sträucher
in der Grünanlage besonders ­radikal zurückgeschnitten – zum Leidwesen der Kinder, die sich hier gut verstecken konnten und hier auch immer ungestört spielen durften. Jetzt stehen hier nur noch einige nackte Holzstämme ohne jedes Grün.

Sicherheit

Der radikale Rückschnitt war notwendig geworden, weil sich hier in den Nachtstunden auch öfter Obdachlose niedergelassen hatten. Der schlecht beleuchtete Weg entlang des Parks verstärkte das Unsicherheitsgefühl der Passanten. Mehrere Beschwerden bei den Grätzlpolizisten des 17. Bezirkes haben dann die MA 42 veranlasst, mit den Baumsägen einzuschreiten.