Fahrradgarage am Jonas-Platz?

So wurde z. B. die Beleuchtung verbessert und die Müllbeseitigung optimiert, und die 33B-Einstiegsstelle wurde erweitert, weil die neuen Busse mehr Platz benötigen.

Ein weiteres Projekt ist bereits in Planung. Als Verkehrsknotenpunkt ist der Franz-Jonas-Platz auch für viele Fahrrad-Fahrer ein beliebtes Ziel. Georg Papai erläutert: "Viele Menschen kommen mit dem Fahrrad zum Bahnhof, um dann auf die Öffis umzusteigen. Doch oft fehlen freie und sichere Fahrrad-Abstellplätze. Deshalb überprüfen die zuständigen Stellen zurzeit die Möglichkeit einer versperrbaren Fahrradgarage am Franz-Jonas-Platz."

  • Adresse: Franz-Jonas-Platz, 1210 Wien

Facelifting für Neuen Markt

Mehrstöckige Baucontainer, Kräne und Baumaterial – der Neue Markt, einer der schönsten Plätze der Stadt, ist in erbärmlichem Zustand. Dieses Ärgernis soll nun aus der Welt geschafft werden. Bezirkschefin Ursula Stenzel und ihre Stellvertreterin Daniela Stepp haben Arbeitsgruppen ins Leben gerufen, die noch in diesem Jahr einen umfassenden Plan für Neugestaltung und Begrünung des Platzes vorlegen sollen. Die umstrittene Garage steht dabei nicht an erster Stelle der Tagesordnung. „Bei dem Konzept sollen aber auch umliegende Straßen wie Seilergasse, Spiegelgasse und Dorotheergasse einbezogen werden“, verrät Stepp im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. "2012 sollen die Anrainer über das gesamte Projekt abstimmen", ergänzt Stepp, die auch Vizebürgermeisterin Vassilakou in die Pflicht nimmt: "Sie muss zum Gelingen der Neugestaltung ihren Teil beitragen."

Der Neue Markt wurde 1234 erstmals erwähnt, bis ins 19. Jahrhundert wurde dort vorwiegend Mehl verkauft.

  • Adresse: Neuer Markt, 1010 Wien

Neuer Stadtteil für 9. Bezirk

"Derzeit stellt das 24 Hektar große Gelände der WU und des Franz-Josefs-Bahnhofs (rund acht Prozent der Bezirksfläche, Anm.) eine Zäsur dar, die das Wohngebiet Lichtental vom Wohngebiet Spittelau und vom Donaukanal trennt. Mit der Absiedlung der WU ergibt sich die Möglichkeit, diese Trennung zu überwinden und eine neue attraktive Verbindung der Bezirksteile zu schaffen“, freut sich Lindenmayr im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. "Es geht um die Gestaltung eines attraktiven, modernen Stadtteils mit einem ausgewogenen Mix aus Arbeit, Wohnen, Bildung, Einkaufen und Freizeit. Zudem sollen neue Grün- und Freiflächen geschaffen und die Wünsche der Bevölkerung umgesetzt werden", fordert der SPÖ-Bezirksvorsitzende.

"Die Haushaltsbefragung vom Sommer 2010 ergab, dass die Alsergrunder eine bessere Architektur und Infrastruktur, vor allem aber auch – etwa durch neue Gehwege – mehr Durchlässigkeit für das Areal wünschen", so Lindenmayr.

  • Adresse: Julius Tandler-Platz, 1090 Wien

Ein Denkmal in der Heimat

"Aus taktischen Gründen leisezutreten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen." Nach diesem Credo richtete Johanna Dohnal ihre Politik aus. Sie war laut, sie war deutlich – und wurde gehört. Die große Karriere der 71-jährig Verstorbenen (14. 2. 1939 bis 20. 2. 2010) begann in der Penzinger Cumberlandstraße, wo sie das Licht der Welt erblickte und in einfachen Verhältnissen aufwuchs. Nach der Arbeit in der SPÖ-Sektion und bei den Penzinger Kinderfreunden war sie von 1970 bis 1973 Bezirksrätin, von 1974 bis 1979 Gemeinderätin, ehe sie von Bruno Kreisky als Staatssekretärin in die Regierung geholt wurde. Von 1990 bis 1995 baute sie sich als erste Frauen­ministerin Österreichs ein Denkmal. Und setzte für die – vor allem berufs­tätigen – Frauen zahlreiche Verbesserungen durch, die bis heute gültig sind. Auf ihre Initiative entstand 1978 auch das erste Frauenhaus in Wien.

Mit der Benennung des Gemeindebaus in der Jenullgasse 18–26 wird ihr auch im Heimatbezirk ein Denkmal gesetzt.

  • Adresse: Jenullgasse 18-26, 1140 Wien

U-Bahn: Passanten fühlen sich belästigt

Herumlungern vor dem U6-Stationsgebäude  

"Seit ein paar Wochen ist es wieder schlimm – so wie im Sommer letzten Jahres", erzählen Ottakringer, die ­täglich zur U6-Station am Gürtel ­gehen. Auch der WIENER BEZIRKSBLATT-Lokalaugenschein beweist: Direkt vor dem Eingang zum U-Bahn-Gebäude stehen grau-schwarz gekleidete Männer und Frauen, mit Bier oder Hund an der Hand – ein beklemmendes Gefühl.

"Das sind Süchtige vom Karlsplatz", legt ein U-Bahn-Auf­seher gleich los. Er sei überzeugt, dass sich die "Szene" hierher verlagert hätte. Offiziell betonen die Wiener Linien dazu: "Wir stehen laufend mit Sozialarbeitern, Bezir­ken und Polizei in Kontakt, um unerwünschte Situationen im Keim zu ersticken. Der Bereich vor der U-Bahn-Station ist öffentlicher Grund und die Wiener Linien haben außerhalb ihrer Anlagen kein Hausrecht."

Weniger Plätze in Sozialeinrichtung

"Im schlimmsten Fall muss die Polizei einschreiten. Wir wollen, dass alles in geordneten Bahnen verläuft", stellt dazu Otta­krings Bezirksvorsteher-Stv. Eva Weissmann klar. ­Unaufgeregt reagiert die Wiener ­Polizei: "Beschwerden sind uns bekannt, es wird auch jeder Beschwerde nachgegangen." Streifendienste würden routinemäßig kontrollieren. Ein Zusammenhang mit dem benachbarten "Tageszentrum für Obdachlose und Straßensozialarbeit" (JOSI) scheint klar, zumal immer mehr Obdachlose aus der EU regis­triert werden. Viele finden keinen Platz mehr bei JOSI: Kamen früher 150 am Tag hinein, sind es jetzt nur noch 100 – damit das Zentrum nicht "explodiert". Natürlich wäre "das für Passanten und Anrainer wahrnehmbar", so die Polizei.

  • Adresse: Hernalser Gürtel, 1160 Wien

Fantastischer Zirkus auf höchstem Niveau

Cirque du Soleil – das ist nicht "nur" eine Zirkusshow, sondern Unterhaltung der Spitzenklasse. 60 Artisten aus 28 verschiedenen Ländern sind an der Show beteiligt, die nun bei der Rinderhalle in St. Marx erstmals im deutschsprachigen Raum aufgeführt wird.

Die Show trägt den Titel "Corteo", was im Italienischen so viel wie Prozession bedeutet. Den Zuschauer erwartet ein freudiger Umzug, eine feierliche Parade: Das Große wird mit dem Kleinen, das Lächerliche mit der Tragik und die Magie der Perfektion mit dem Charme der Mangelhaftigkeit nebeneinandergestellt. Betont werden aber auch die Stärke und Zerbrechlichkeit des Clowns, der das bunte Treiben beobachtet …

Der Cirque du Soleil entstand 1984 aus einer Gruppe von 20 Straßenkünstlern in Montréal, Kanada. Heute ist das Unternehmen weltweit für Zirkusunterhaltung der Spitzenklasse bekannt und beschäftigt 5.000 Mitarbeiter, darunter mehr als 1.200 Artisten. Bisher hat die Truppe bereits mehr als 100 Millionen Zuschauer auf der ganzen Welt verzaubert und ist nun auf Tournee durch Europa.

Gymnasium Schuhmeierplatz: Umbau verzögert sich erheblich!

Der Grund für ihre spezielle Einladung: Der für heuer geplante Umbau samt Absiedelung verschiebt sich: "Wenn überhaupt wird es frühestens im Juni 2012 so weit sein." Das heißt: "Für ein komplettes weiteres Schuljahr bleiben die AHS-Kinder direkt im Bezirk. Und während der ­Renovierung steht dann als Ersatzstandort die Schelling­gasse für ein bis zwei Jahre zur Verfügung", so Zeiler. Sie möchte Eltern die Angst vor der Anreise in den 1. Bezirk nehmen: "Mit der Straßenbahnlinie 2 gibt es eine direkte Anbindung."

Bei Interesse am BRG Schuhmeierplatz: Anmeldung ist von 21. 2. bis 25. 2. gegen Terminvereinbarung (492 08 19-102). Zeiler: "Wer Interesse hat, kann aber auch sonst gern anrufen."

  • Adresse: Schumeierplatz, 1160 Wien

Haaaaabt acht – Reform, marsch!

Für die "vollkommen überzogene" Kritik am Heeres-­Minister hat neben Bundeskanzler Faymann auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl kein Verständnis. Er sei nicht bereit, zu akzeptieren, dass jemand, der sage, er ist der Auffassung, dass die Wehrpflicht nicht mehr zeitgemäß ist, ein Feind des Bundesheeres und ein Feind der Republik sei. Ähnlich sieht es Wiens oberster Militär Karl Schmids­eder (siehe Interview): "Der Zug fährt in die richtige Richtung." Die da heißt: Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und ein neues, moderneres, allgemein akzeptiertes Bundesheer.

Häupl legt sich fest: "Die SPÖ hat eine Präferenz für Variante drei der Reformmodelle und ich halte das auch für gut." Sprich: ein Mischsystem aus Berufsheer und Freiwilligen-Miliz nach schwedischem ­Modell. Am Ende des Prozesses soll eine Volksbefragung stehen.

Mehr als 7.000 Wiener Jugend­liche, Jahrgang 1993, sind derzeit noch verunsichert. Müssen sie einrücken? Laut Friedrich Tuma vom Militär­kom­man­do Wien gilt die gesetzliche Regelung, wonach alle Jungmänner des Jahrgangs 1993 heuer zur Stellung müssen und den Einberufenen ein halbes Jahr Präsenzdienst bevor­steht. Damit müssen sie rechnen – nicht rechnen können sie mit einer kurzfristigen Änderung durch den Minister.

Was passiert mit Wiener Kasernen?

Beim Heer rechnet man damit, dass die organisatorische Umstellung durch die Reform zwei Jahre dauert. Das hieße, dass frühestens 2013 militärische Einrichtungen für zivile Zwecke genutzt werden können. Laut Schmidseder von derzeit 26 (Kasernen, Schießplätzen, Gebäuden) auf deutlich ­unter 20, also eine Hal­bierung. ­Abgestoßen werden wohl die Amtsgebäude Vorgartenstraße, Franz-Josefs-Kai, Straußengasse, Schnirchgasse und Hetz­gasse. Auf der "schwarzen Liste" stehen die Radetzky-Kaserne (Ottakring), Van Swieten Kaserne (Flo­rids­dorf), Körner-Kaserne, Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne, Wey­precht-Kaserne (alle Penzing), Star­hem­berg-Kaserne (Favo­ri­ten), Kaserne Tegetthoff (Döb­ling) und Arsenal (Landstraße). Fix erhalten bleiben die Stiftskaserne (Regierungsbunker!), Rossauer Kaserne (Ministerium) und ein dritter Standort – womöglich die Maria-There­sien-Kaserne (Meidling).

Zahl der Woche: 7.562

So viele junge Wiener waren 2010 bei der Stellung, einberufen wurden 4.494. Die Größenordnung ist jedes Jahr ähnlich. Für heuer ist Letztstand: 1993er-Jahrgang muss zur Stellung. 

Interview mit Wiens Militärkommandant Brigadier Karl Schmidseder

Wie sehen Sie die aktuellen Diskussionen rund um die Bundesheer-Reform?
Schmidseder: Sehr positiv. Ich kann die 180-Grad-Wendung des Ministers in Sachen Wehrpflicht akzeptieren und mich damit identifizieren. Ich tendiere auch zur vorgeschlagenen Variante drei mit der Mischung aus Berufsheer und Freiwilligen-Miliz. Gerade junge Soldatinnen und Soldaten könnten sich dann noch mehr auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und müssten sich dadurch nicht mehr im Hamsterrad der Ausbildung für Rekruten drehen.

Ist die Entwicklung in Richtung Wehrdienst-Aufhebung denn noch umkehrbar?
Schmidseder: Der Zug fährt in die richtige Richtung, die Entscheidung soll heuer fallen. Wobei ich zwei Bedenken habe. Da ist einmal die Budgetfrage – viele Reformen sind schon am Geld gescheitert. Und die Personalstruktur?– wobei ich hier das Beamtendienstrecht als hinderlich ansehe. Das ist zu hinterfragen. Außerdem ist zu überlegen, ob es nicht ermöglicht wird, dass die Zeitsoldaten nach einigen Jahren auch zur Justiz oder Polizei wechseln können.

Was würde sich bei Um­setzung der vorliegenden ­Reformpläne denn für Wien ­ändern?
Schmidseder: Vorausgesetzt, das Militärkommando hat die gleichen Aufgaben wie Service, Repräsentation und Einsatz, müssten wir einige hundert Arbeitsplätze zusätzlich bekommen. Wobei in der Stadt das Rekrutierungspotenzial vorhanden sein sollte. Bei den Kasernen und militärischen Einrichtungen wird auch reduziert – von derzeit 26 auf deutlich unter 20 Standorte.

  • Adresse: Gablenzgasse 62, 1160 Wien

Politstreit um Federkrone

Der 400-jährige Streit um den Federkopfschmuck des Völkerkunde-Museums soll noch vor dem Sommer beigelegt werden. Viele Mexikaner halten das Schmuckstück für die legendäre Federkrone des Montezuma, des 1520 getöteten letzten Azteken-Herrschers?– dementsprechend groß ist die historische und spirituelle Bedeutung des edlen Stücks. Sabine Haag, Direktorin des Kunsthistorischen Museums (zu dem das Völkerkunde-Museum gehört), versteht "den Wunsch Mexikos, die Krone dort zu zeigen", zuvor müsse allerdings die "grundsätzliche Transportfähigkeit" untersucht werden. Erst dann werde über eine "allenfalls befristete Leihgabe  entschieden", bei der auch die Politik noch ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Heimische Experten meinen, der "Penacho" war nicht die Herrscherkrone von Montezuma, sondern eine Kopfbedeckung aztekischer Priester. Im Jahr 1575 schien der Federschmuck erstmals in einer Inventarliste in Europa auf, 1880 kam er nach Wien.

  • Adresse: Maria Theresien-Platz, 1010 Wien

Neuer Baumarkt: 100 sichere Arbeitsplätze

Ganz besonders freute Bezirksboss Hohenberger, dass durch den neuen Markt rund 100 sichere Arbeitsplätze sowie zusätzlich zukunftsträchtige Ausbildungsplätze geschaffen werden. "Für die Wiener ist es eine weitere Bereicherung am innerstädtischen Einkaufsmarkt und für die Stadt selbst ein Zugewinn am wirtschaftlichen Sektor, für den gewerblichen Standort St. Marx bringt die Erweiterung ebenfalls zusätzliche wichtige Impulse."
OBI-Geschäftsführer Michael Vinzing ist stolz, in St. Marx den fünften OBI-Markt in Wien errichten zu können. "Wir feiern dieses Jahr unser 40-jähriges Bestehen, die zeitgleiche Grundsteinlegung des OBI-Markts St. Marx als Zeichen unserer stetigen Expansion freut uns besonders. Auf über 10.000 m² Verkaufsfläche werden wir mit breitem Produktsortiment für unsere Heimwerker in Wien und Umgebung noch besser erreichbar sein."

Eröffnung ist für Oktober geplant

Der neue Markt wird voraussichtlich Mitte Oktober 2011 seine Pforten für die Kunden öffnen. Der neue Standort an der Litfaßstraße bietet eine verkehrstechnisch günstige Anbindung: Der OBI-Markt St. Marx befindet sich nahe den U-Bahn-Stationen Erdberg und Gasometer sowie direkt an der Autobahnabfahrt St. Marx.

  • Adresse: St. Marx, 1030 Wien

Der „private“ Kreisky: Fotos im Staatsarchiv

Fotos und Dokumente erinnern an das Leben des Politikers 

Kein Politiker hat die Geschichte von Österreichs Zweiter Republik so geprägt wie Bruno Kreisky. Keiner stand so lange einer Partei vor, keiner war länger Bundeskanzler. Keiner erzielte jemals ein besseres Wahlergebnis auf Bundesebene. Keiner reformierte Österreich so umfassend und nachhaltig. Die Liste der Superlative, die sich zu Bruno Kreisky finden lässt, ist lang. Zum Kreisky-Jahr präsentiert das Österreichische Staatsarchiv in der Landstraße eine Revue bekannter, jedoch überwiegend unbekannter Bilder und Ausstellungsstücke aus dem politischen und privaten Leben von Bruno Kreisky.

Im 3. Bezirk wurde kürzlich auch ein neues Buch über den "Sonnenkönig" präsentiert: Andreas Pittler stellte in der Thalia-Buchhandlung in der Landstraßer Hauptstraße "Das Bruno Kreisky Album", das ebenfalls einen Blick auf den Privatmann Kreisky wirft, vor. Prominenter Laudator war der langjährige vormalige Finanzminister Ferdinand Lacina.

  • Die Kreisky-Ausstellung im Österreichischen Staatsarchiv (Nottendorfer Gasse 2, 1030 Wien) ist bis 25. März (Mo.–Do. 9–16 Uhr) bei freiem Eintritt zu sehen.
  • Adresse: Nottendorfer Gasse 2, 1030 Wien

Help U-Team feiert Jubiläum

Am Karlsplatz gibt es auch viele Obdachlose und Drogensüchtige. Für die Wiener Linien hat daher die Sicherheit der Fahrgäste absolute Priorität. Das Team, welches man an der orangenen Dienstkleidung erkennen kann, besteht aus Mitarbeitern des Vereins Wiener Sozialprojekte und der Wiener Linien. Durch ihre ständige Präsenz können sie genau beobachten, wann Konflikte entstehen, sowie wichtige Informationen an die anderen vor Ort tätigen Einrichtungen, z. B. an Streetwork oder Polizei, weitergeben.

"Das seit mehr als fünf Jahren im Einsatz stehende Team von Help U konnte sich in den letzten Jahren bei allen Menschen, die sich aus den verschiedensten Gründen am Karlsplatz aufhalten oder sich dort bewegen, als wichtiger und verlässlicher Partner etablieren. Das Erfolgsrezept von Help U heißt Vermittlung", fasst Sozialstadträtin Sonja Wehsely im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT zusammen. Mit Kommunikation, Konfliktmanagement und Prävention ist Help U für alle Personengruppen am Karlsplatz Ansprechpartner und zeichnet sich auch durch eine intensive Vernetzung mit der Polizei und anderen bereits vor Ort tätigen Einrichtungen aus.

Nachdem bereits in den Jahren 2008 und 2009 eine Entspannung der Lage am Karlsplatz erreicht werden konnte, setzte sich dieser Trend im ersten Halbjahr 2010 fort: Nach wie vor war es für Help U relativ selten notwendig, eine Gruppierung aufzulösen oder über die Beförderungsrichtlinien der Wiener Linien aufzuklären.

Zunehmende Entspannung

Auch die Zahl der Konflikte und Beschwerden war gering. Die Kontakte mit Fahrgästen, Passanten und Touristen blieben dagegen weitgehend stabil. Dieser Entwicklung entsprechend war auch die Zahl der notwendigen Help U-Interventionen rückläufig: Stiegen sie von 2006 auf 2007 noch von rund 28.000 auf rund 37.000, war danach ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen – im Jahr 2010 waren es nur mehr rund 19.000.

Erreicht wurde dieses niedrige Niveau von Behinderungen durch verstärkte Präsenz der Help U-Teams in der Passage und wiederholtes Kommunizieren der Verhaltensregeln sowie konsequentes Auflösen von Gruppenbildungen. Auch das Exekutieren des Rauchverbots in der Passage durch die Polizei trug zu dieser Entwicklung bei. Die geringe Anzahl von Konflikten ist maßgeblich auf die verstärkte Beziehungsarbeit mit den Suchtkranken zurückzuführen: So wurde erreicht, dass sich diese bei Problemen untereinander an die Teams von Help U wenden.

Die Arbeit des Help U-Teams hat sich in den vergangenen Jahren auch den veränderten Rahmenbedingungen am Karlsplatz angepasst.

  • Adresse: Karlsplatz, 1040 Wien

Pickerl: Der erste Schritt

Die Unaufgeregtheit des Bezirks vor zwei Monaten war gut begründet, denn im Gegensatz zu den Nachbarbezirken hat Penzing eine andere Struktur mit weniger dicht bewohnten Gebieten. Daher wollen SPÖ und Grüne laut Antrag, der am 2. 2. gemeinsam eingebracht wird, von der zuständigen Stadträtin Vassilakou ­wissen, "ob sich Penzing überhaupt für eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung ­eignet“ oder ob nur kleine Teile des Bezirks betroffen wären. "Gleiches gilt für die Frage, ob die Parkraumbewirtschaftung nur in Bereichen rund um Verkehrsknoten (U-Bahn-Haltestellen etc.) eingerichtet werden und wie groß jener Bereich sein sollte, in dem Parken mittels eigener ­Plakette möglich ist.“

Klar ist, dass die Einführung des Pickerls im 15. und anderen Nachbarbezirken ­einen Verdrängungseffekt Richtung Penzing auslösen wird. Aber aus der Hüfte zu schießen, ist der falsche Weg. Interessant wird sein, wer im Bezirksparlament dem ­SPÖ-Grünen-Antrag zustimmt.

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1140 Wien

An der Westbahn wird’s ruhiger

Die von der MA 22 durchgeführte Befragung zur "schalltechnischen Sanierung von Eisenbahn-Strecken der ÖBB" war Ende 2010 notwendig ­geworden, da sich Anrainer gegen die Lärmschutzwand ausgesprochen hatten. Sie waren in der Minderheit, wie das Ergebnis beweist. 994 Stimmzettel wurden ausgeschickt, 507 kamen retour – und 70 Prozent (353 Stimmen) sagten "Ja" zur Wand.

Damit wird der neue Teil der 2,5 m hohen, grauen Lärmschutzwand kurz vor der Zehetnergasse beginnen und an die bestehende Wand beim Blindenwohnheim Baumgartenstraße 69–79 anschließen. Sie wird am Gleiskörper aufgestellt und ist mit schallabsorbierenden Aluminiumelementen ausgestattet. Dadurch kann der Lärm des Eisenbahn-Geratters in den unteren Geschoßen der angrenzenden Gebäude und Freiflächen um 10 Dezibel gesenkt werden. Das entspricht etwa der Hälfte der wahrgenommenen Lautstärke.

  • Adresse: Zehetnergasse, 1140 Wien

Park-Sanierungen: Großes Paket zur Freude der Kinder

Im Casino-Park wird der Spielplatz zum Thema "Schatzinsel" weitergebaut. Der Gurk-Park bekommt einen größeren Spielplatz und eine Überdeckung des Ballspiel­käfigs. Ähnlich in der Hüttelbergstraße: Hier wird der Fußballkäfig saniert. Im Ordelt-Park wird der Spielplatzbereich erweitert, es kommt eine neue Sand­kiste und die Hundezone wird überdacht. Und im Ferdinand-Wolf-Park wird eine Seilbahn (Affenschaukel) errichtet.

  • Adresse: Hüttelbergstraße, 1140 Wien