Krankenhaus: Baustart

Die Abbrucharbeiten der ehemaligen ÖBB-Hallen sind im vollen Gang und auch die Arbeiten zur Errichtung des neuen Krankenhauses Wien-Nord haben jetzt begonnen. Durch den Wechsel zu Plan B – ein Generalunternehmer und nicht ein Konsortium sollen die Bauarbeiten durchführen – hätte das Projekt keinen Zeitverlust erlitten, so KAV-Direktor Wilhelm Marhold. Die Teilinbetriebnahme soll 2015 erfolgen.

  • Adresse: Brünner Straße, 1210 Wien

Ein Abend bei den Betrieben

Es waren lehrreiche Abendstunden in der Missindorfstraße 21. Wobei es für Bezirks­chefin Andrea Kalch­brenner und den Leiter der Wirtschafts­agentur Wien Gerhard Hirczi auch darum ging, zu schauen, ob die eingesetzten städtischen Fördermittel effek­tiv verwendet werden.

Ein revolutionäres Medizin-Verfahren

Erste Station war die "Laser­gruppe Hans Prihoda“ (sechs Mitarbeiter, 1 Million Euro Umsatz). Die Hightech-Firma forscht seit Jahren auf Hochtouren. Gemeinsam mit dem Wiener AKH wurde eine Methode erarbeitet, um in Zukunft bei Knochendefekten (z. B. ­nach Tumor-Opera­tio­nen) Eigenknochen zu implan­tieren, die im Körper des Patienten gezüchtet werden können. Diese neuartige Technik soll teure und komplizierte Implantierungen ersparen, die bis dato das Risiko einer Unverträglich­keit mitbringen.

Präzise Teile für Hochtechnologie

Anschließend ging es weiter zur ­Firma "Ernst Wittner“, die mit 15 Mitarbeitern 1,7 Millionen Euro im Jahr umsetzt. Dieser Betrieb hat sich auf die Herstellung von Spritzgusswerkzeugen und die Fertigung von präzisen Kleinteilen spezialisiert. Gemeinsam mit der Technischen Universität wird viel geforscht und entwickelt. Anwendungsgebiete sind u. a. die Telekommunikation, Wassertechnik und Pharmazie.
"Es ist toll, zwei Hightech-Firmen in Penzing zu haben, die sich wohlfühlen und nicht an eine Abwanderung in den Osten denken“, so Kalchbrenner.

  • Adresse: Missindorfstraße 21, 1140 Wien

Champions von morgen?

Die Botschaften hören sie wohl – und es fehlt ihnen nicht der Glaube. "Es waren sehr sinnvolle und effektive Beratungen. Ich bin von dem Projekt total überzeugt“, betont Ex-Eiskunstlauf-­Europameisterin Claudia Kristofics-Binder, die im Sportpool-Expertenbeirat sitzt.

Kern des Projekts ist es, 49 (meist) junge Wiener Sportler, die nicht auf Sponsoren und Euro-Tausendern sitzen, zu fördern: "Als Jüngster ist der 14-jährige Trampolinspringer Max Ertl ebenso dabei wie Sportschütze Thomas Farnik mit 43 Lenzen“, so Ex-Spitzensportlerin und Initiatorin Anja Richter. "Ich bin froh, dass sie mich davon überzeugt hat. Denn Wien hat immer schon viel Geld in die Sport­infrastruktur gesteckt, eine direkte Förderung hat aber gefehlt“, so Sportstadtrat und Sportpool-Präsident Chris­tian Oxonitsch. 160.000 Euro stehen heuer für die "Olympiasieger von morgen“ ­bereit. Ein Anfang, immerhin.

Tradition beim Hallen-Cup

Ab Mitte November geht der "Wiener Supercup“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl und Sportstadtrat Chris­tian Oxonitsch wieder in Szene. Präsentiert wird das Fußballturnier erstmals vom WIENER BEZIRKSBLATT.

An zehn Turniertagen (ab 13. 11. bis 19. 12.) wird in der Sporthalle Hopsagasse und der PAHO-Halle aufgegeigt. Ausrichter des Supercups ist das Sportjournalisten-Team von Coach Hans Hofstätter: "Wir sind froh, das WIENER BEZIRKSBLATT als neuen Partner zu haben, und freuen uns schon auf den Supercup. Los geht’s am 3. November um 18 Uhr im ehrwürdigen Wappensaal des Rathauses mit der Auslosung.“

  • Wer mitmachen will: Bis 24. Oktober läuft die Anmeldung für Frauen- und Männerteams in den Kategorien Hobby, Profi und Senioren. Anmeldungen bei Andreas Jungmann, Tel. 0676/314 64 48 oder E-Mail: wr.hallencup@gmail.com

Neuer Kindergarten hilft Hietzings Eltern

In Wien gibt es bundesweit nicht nur die größte Dichte an Betreuungseinrichtungen, sondern auch die langen Öffnungszeiten der Gratiskindergärten sind vorbildhaft. 2011 wird Wien insgesamt 6.500 neue Plätze innerhalb von zwei Jahren errichtet haben.
Auch in Hietzing: Derzeit gibt es 2.550 Kinderbetreuungsplätze, um über 100 mehr als im ers­ten Halbjahr 2010. Und: "Am 6. Oktober um 15 Uhr eröffnen wir ­einen neuen Kindergarten im Jugendwohnhaus Ober St. Veit“, betont SPÖ-Bezirks-­Vize und Kinderfreunde-Vorsit­zen­der Reinhard Feistritzer. "Dann führen die Hietzinger Kinderfreunde schon sechs Kindergärten mit rund 600 Plätzen.“

Neue Kinderplätze versus Sparpläne

Im 13. Bezirk wurde zuletzt wirklich Gas gegeben: Im Bereich der Krippenkinder (0–3 Jahre) wurde um 24 Plätze auf 464 aufgestockt. Bei den Kindergarten­kindern (3–6 Jahre) kamen 89 Plätze dazu – damit liegt der Versorgungsgrad bei 108 Prozent!
Weit kritischer sieht offenbar die ÖVP das SPÖ-Projekt Gratiskindergarten. Denn der Wiener Weg des rasanten Ausbaus der Betreu­ungsplätze ist durch Sparpläne der Wiener ÖVP-Chefin und Familien-Staats­sekretärin Marek gefähr­det. Die bei Hietzings ÖVP-Spitze ­ja äußerst beliebte schwarze Obfrau dachte vor gar nicht langer Zeit laut über eine Abschaffung des Gratis­kinder­gartens nach, indem die Zuschüsse des Bundes gestoppt werden sollten. Von insgesamt 14 Millionen Euro, die Wien in den Gratis-Kindergarten investiert, kommen etwa vier Millionen vom Bund.

  • Adresse: Hietzinger Kai, 1130 1130

Weitere Polizisten fehlen!

Auf der Linzer Straße 395 wurde letzten Mittwoch das neue Polizei-Wachzimmer  feierlich eröffnet. "Gott sei Dank haben wir das bekommen“, so Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner. "Das war ja eine langjährige Forderung der SPÖ.“ Gemeinsam mit den vierzehn neuen Dienstposten Anfang des Jahres zweifellos eine Verbesserung für Penzing.

Allerdings noch immer zu wenig, bedenkt man, dass durch die schwarz-blauen "Reformen“ heute noch immer mehr als 1.000 Beamte auf Wiens Straßen fehlen. Auch in Penzing ist das der Fall. "Es ist für mich keine Frage, dass wir auch im 14. Bezirk mehr Beamte auf der Straße brauchen. Ich verlange nicht mehr, als dass die vorgesehenen Planstellen besetzt werden“, so Kalchbrenner. Dabei handelt es sich um bis zu einem weiteren Dutzend Polizisten, auf das Penzing hofft.

Zum brennende Thema Sicherheit appelliert die Bezirksvorsteherin auch an ein "respektvolles Miteinander aller“, denn auch das erhöhe das Sicherheitsgefühl.

  • Adresse: Linzer Straße 395, 1140 Wien

Empörung in Ober St. Veit!

Dem 180 Mitglieder großen Kleingartenverein reicht’s: "Wir wurden hin und her geschoben!“ 

Es ist ein Schildbürgerstreich erster Ordnung und ein Beispiel dafür, wie man mit Bürgeranliegen nicht umgeht.
Juni 2009. Der Kleingartenverein OSV-Familiengärten im Grätzel Joseph-Lister-Gasse, Wlassakstraße, Promenadenweg (bei der Lainzer Mauer in Ober St. Veit) hat genug von den ewigen Parkplatzproblemen. Am Promenadenweg gibt es ein Grundstück zu erwerben.

"Dabei hätte der Herr Bezirksvorsteher uns nur ein bisschen unterstützen müssen." 
Ronald Rosenmayr


Der Verein fasst den Plan, dort auf eigene Kosten 18 Stellplätze zu schaffen. Mit rund 140.000 Euro für Rodung, Asphaltierung usw. wird in Summe gerechnet. Eine lobenswerte Eigeninitiative? Eine Aktion, die dem Bezirk Probleme löst? Fehlanzeige. "Nicht nur, dass der Bezirk auf die Lösung der schwierigen Parkplatzsituation offenbar keine Antwort weiß, hat er durch eine Zuständigkeitsverweigerung auch noch die Errichtung der 18 Parkplätze verhindert“, bringt es Vereins­obmann Ronald Rosenmayr auf den Punkt. "Dabei hätte der Herr Bezirksvorsteher nichts anderes tun müssen, als uns zu helfen, dass der Promenadenweg als Zufahrt zum Parkplatzgrundstück hergerichtet bzw. ein wenig verbreitert wird.“ Normalerweise eine Lappalie, zumal die Breite des Weges mit gut vier Metern problemlos ausreichen sollte. Doch statt Hilfe bekamen die Bürger Ausreden zu hören …

Keinen Finger für die Bürger gerührt

Am 9. September 2009 meinte BV Heinz Gerstbach im Schreiben an den Kleingartenverein, dass der Vorschlag nicht so gut sei, stattdessen "empfehle ich, über weitere Möglichkeiten zur Schaffung von Stellplätzen nachzudenken“. Dann meinte er am 9. Dezember: "Die Planungskommission der Bezirksvertretung Hietzing wurde mit der weiteren Bearbeitung beauftragt.“ Um am 28. Mai 2010 festzuhalten, "dass hier die fälschliche Meinung vertreten wird, nämlich dass der Bezirk für die Lösung der Probleme betreffend der Zufahrt zu den von Ihnen geplanten Stellplätzen zuständig ist“.

Die Chance auf 18 Parkplätze ist weg

Womit die Kleingärtner fassungslos und wieder am Anfang waren. Nach monatelangem Hin und Her, das Rosenmayr Aktenordner voll Briefverkehr bescherte. Aber keinen Parkplatz, da die Kaufoption für das Grundstück abgelaufen ist. "Die Geschichte ist erledigt, leider. Aber es ist empörend, dass mit der Verhinderung der Stellplatzerrichtung, die wir bezahlt hätten, auch Jungfamilien in den OSV-Familiengärten eine Grundlage für ein ganzjähriges Wohnen genommen wurde.“

  • Adresse: Joseph-Lister-Gasse, 1130 Wien

Jugendzentrum ist nötig!

Derzeit befindet sich dort der Aushubschacht des im Bau befindlichen Lainzer Tunnels sowie eine Infobox. In der ÖBB-Broschüre steht dazu geschrieben: "Die ÖBB-Infrastruktur AG ist mit dem 13. Bezirk und der Stadt Wien bezüglich der Nachnutzung der Baustelleneinrichtungsfläche in der Lainzer Straße / Preyergasse in Gesprächen.“
Bald könnte es konkret werden. Die ÖVP will auf dem Gelände einen Kindergarten – das hat aber den Nachteil, dass es sehr laut ist. Bezirks-Vize Reinhard Feistritzer (SPÖ) möchte lieber den Ausbau der Preyergasse für Blaulichtorganisationen wie Rettung, Polizei und MA 48: "Mein Wunsch an die Planungsfirma ist, dass 400 Quadratmeter für einen Jugendtreffpunkt zur Verfügung gestellt werden. Das fehlt schon lange.“ Was auch Bakri Hallak, Vorsitzender der SJ Hietzing, so sieht: "Ein solches Zentrum ist absolut zu unterstützen und dringend notwendig. Allerdings müssen die Jugendlichen bei der Realisierung beteiligt werden, damit es auch sinnvoll umgesetzt wird.“

  • Adresse: Preyergasse, 1130 Wien

Neue Polizei-Station!

Es war bereits vor eineinhalb Jahren, als Wiens Polizeikommandant Karl Mahrer eine erfreuliche Nachricht an Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner übermitteln konnte. Inhalt: Penzing bekommt zwölf Polizisten mehr als ursprünglich geplant. "Womit auch mehr Beamte für den Streifendienst eingesetzt werden können und damit die Sicherheit gesteigert werden kann“, betonte Kalchbrenner. Außerdem: "Ich bedanke mich für die Kooperationsbereitschaft der zuständigen Behören“, so die Bezirkschefin bei der Begrüßung des ­neuen Dutzends in der Vorstehung.

Wachzimmer auf der Linzer Straße

In rund einer Woche wird Penzing in puncto Sicherheit noch besser aufgestellt sein. Am 29. September wird auf der Linzer Straße 395 ein neues, großes Polizei-Wachzimmer eröffnet. Das war eine langjährige Forderung der SPÖ, wobei zuvor zwei kleine Polizei-Stationen aufgelassen werden mussten. "Mit dem neuen, modernen Wachzimmer wird die Arbeitssituation für die Polizei­beamten noch besser.“

  • Adresse: Linzer Straße 395, 1140 Wien

Es geht voran: Steg Astgasse ist fertig!

Die neue Brücke über den Wienfluss ist etwa fünf ­Meter breit und für Fußgänger, Rollstuhlfahrer (barrierefrei) und Radfahrer gleichermaßen komfortabel zu benützen. Die Konstruktion wurde von Rudolf Brandstötter entworfen, ist 60 Tonnen schwer, 40 Meter lang und durch das asymmetrische Tragwerk äußerst markant. Der neue Steg – in Penzing auf Höhe ­Astgasse, in Hietzing auf Höhe ­Fleschgasse – ist auch eine weitere Verbindung zwischen den Nachbarbezirken. Und er ist an den neuen Wiental-Fahrradweg angeschlossen, an dem seit April auf 3,5 km Länge intensiv gebaut wird. Mit einer Eröffnung im nächs­ten Monat ist zu rechnen.

Ein Radfahr-Bezirk mit vielen Routen

"Mit dem neuen Rad-Highway zeigt Penzing wieder eindrucksvoll, wie gut hier die Kombination Freizeit, Wohnen und Arbeiten funktioniert“, ist auch Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer als Mitinitiator der neuen Radverbindung begeistert.

  • Adresse: Astgasse, 1140 Wien

Aktion scharf in Penzing

Als "wichtiges und starkes Signal an alle ausführenden Firmen“, bezeichnet Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die "Aktion scharf“ auf den Baustellen im Westgürtel. Der erste Haus­mauer-Einsturz war Ende Juli in einem Gründerzeithaus in der Kendlerstraße, dann krachte es zweimal in Ottakring. Die sofort aufgetauchte Frage, ob Wiens Altbauten unsicher seien, war schnell ausgeräumt. "Bei all diesen Fällen war eine mangelnde Bauausführung verantwortlich“, so Ludwig. Kurz nach dem letzten Einsturz startete die verstärkte Überprüfung in den West-Bezirken, auch Baustellen in Penzing wurden von der MA 37 (Baupolizei) und anderen Dienststellen wie Finanz und Arbeitsinspektorat unter die Lupe genommen. Insgesamt gab es in zehn Prozent "nennenswerte Beanstandungen“ oder Schließungen.
Die Althaus-Sanierung geht unterdessen weiter. Derzeit laufen 426 durch die Wiener Wohnbauförderung unterstützte Sanierungsprojekte. Kosten: 615 Millionen Euro, davon 410 Millionen gefördert.

  • Adresse: Kendlerstraße, 1140 Wien

Kinder entscheiden mit!

Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner war von den konstruktiven Sitzungen im Festsaal des Amtshauses beeindruckt: "Zahlreiche Wünsche zur Schulumgebung sowie zu Parks und Spielplätzen wurden geäußert. Die Anliegen werden konsequent mit den zuständigen Dienststellen der Stadt Wien bearbeitet.“ Mit konkreten Ergebnissen:

  • Ordeltpark: Lampen wurden ausgetauscht, ein neuer Abfallbehälter wurde montiert und bis September wird ein Mobil-WC aufgestellt.
  • Volksschule Linzer Straße: Ein neues Blumenbeet wurde angelegt.
  • Kreuzung Tinterstraße/Müller-Guttenbrunn-Straße: Die Bauarbeiten für eine neue Mittelinsel sind im Gang.
  • Neue Schwellen kommen im Sommer in den Bereichen Matthias-Schönerer-Gasse/Kienmayergasse und Bim-Haltestelle Linzer Straße/Satzberggasse.
  • Volksschule Lortzinggasse: Vor dem Eingang wird ein zweiter Baum gepflanzt.
  • Die Sanierung des Fußballkäfigs in der Hüttelbergstraße wird 2011 gestartet.
  • Adresse: Tinterstraße, 1140 Wien

St. Hanappi bleibt „daheim“

Renate Brauner: "Mein grün-weißes Herz ist empört. Die Forderung hat ganz andere Gründe!“

Der Vorschlag eines Wiener ÖVP-Gemeinderates löste einen stürmischen Westwind aus. Demnach soll die Rapid-Heimstätte geschleift und nach Auhof verlegt werden. Dort soll ein neues Stadion um viele Millionen hingepflanzt werden. "Ich bin fassungslos, der Vorschlag schmerzt mein Rapid-Herz – noch dazu, wo dieser Verkehrsmann der ÖVP mit einem violetten Hemd vor dem Hanappi-Stadion posiert“, kann es Stadträtin Renate Brauner kaum fassen. "Es ist schlimm, dass Rapid von der ÖVP benützt wird, obwohl es ihr nicht um den Verein, sondern nur um die Verlängerung der U-Bahn geht. Das ist wirklich letzt­klassig!“
Ähnlich reagiert der Verein auf die Attacke der Stadtschwarzen: "Der SK Rapid stellt klar, dass das Gerhard-Hanappi-Stadion genauso wie Rapid ein Teil Hütteldorfs ist – und es aktuell keine Pläne gibt, dies zu ändern.“ Und der Rekordmeis­ter betont, dass es sich "um billige Polemik handelt, an der sich der Verein, wie auch an einer verkehrspolitischen Diskussion, nicht beteiligt“.

Auch Staatssekretär Schieder ist empört

Aus der Bundespolitik gibt es ebenso klare Ablehnung. Finanz-Staatssekretär Andreas Schieder, der auch Vorsitzender der Penzinger SPÖ und Rapid-Mitglied ist, zum WIENER BEZIRKSBLATT: "Alle, die mich auf diesen Vorschlag ansprechen, sind empört. Ich auch. Rapid ist ein Verein der Stadt und soll in Hütteldorf bleiben. Es gibt kaum ein anderes Stadion, das so gut angebunden ist wie St. Hanappi. Es gibt also keinen Grund für Veränderungen, sondern es geht darum, die Situation für Rapid weiter zu verbessern.“ Wobei er noch ins Treffen führt, dass ein Stadion in Auhof noch mehr Stau und Probleme mit sich bringen würde.
Fazit, um es mit den Worten eines Rapid-Fans auszudrücken: "So eine Dummheit hab ich schon ­lange nicht gehört …“

Das sagen die Rapid-Fans in den Online-Foren

Sylvia Flackl: "Rapid ist und bleibt ein Verein Hütteldorfs. Es wird ja auch nicht verlangt, dass die Austria nach Oberlaa ausgesiedelt wird.“

Montalbano: "Ein wirklich dummer Vorschlag.“

Günter M.: "Ein Klares Nein zu dem Vorschlag. Rapid ist Kult und St. Hanappi ebenfalls.“

R.A.P.I.D.: "Haben Politiker vor nichts Respekt?“

granini1: "Da schwarze Abgeordnete soll seine Wohnungen woanders baun und aus.“

Rapid-Xandl: "Man kann kein Denkmal abreißen!“

Christian B.: "So eine Dummheit hab ich schon lange net mehr gehört.“

Gerhard S.: "St. Hanappi soll so bleiben wie es ist, nur bitte endlich auf mindestens 25.000 ­Zuschauer erweitern und die Ecken dichtmachen. Bei schlechter Witterung zieht’s wie in ­einem ­Vogelhäusl.“

Silvia A., Anrainerin: "Die Randalierer werden immer schlimmer. Deswegen: Ja, bitte verlegen!“

Philipp1899: "Also ich wär schon für ein größeres Stadion – aber eher in Hütteldorf!“

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Ab jetzt staubt’s gewaltig …

Die Hietzinger Aufgrabungsarbeiten gehören zu den Top Ten ­Wiens in den Urlaubsmonaten. Zwischen Kennedybrücke und "Am Platz“ wird eine Fern­wärmeleitung für viele wichtige Bereiche wie Tiergarten, Orangerie, Wüsten- und Palmenhaus in Schönbrunn, die Post, das Einkaufszentrum, das Parkhotel sowie das Amtshaus für den 13. und 14. Bezirk verlegt. Als "Vorarbeit“ wurde 2009 bereits ein 10-Megawatt-Kes­selhaus auf dem Gelände von Schönbrunn nahe der Maxingstraße errichtet. Und um die Bauarbeiten auf die zwei Sommermonate begrenzen zu können, ­wurde schon im April mit kleineren Bauarbeiten im Bereich der privaten Grundstücke in der Eduard-Klein-Gasse bis zur Hietzinger Hauptstraße begonnen.
Parallel zu den diese Woche beginnenden großen Fernwärme-Arbeiten erneuern die Wiener Linien die Gleisanlagen der Hauptstraße im Abschnitt zwischen Parkhotel und "Am Platz“ – allerdings bleibt der Betrieb der Bim-Linien 58 und 60 aufrecht. Zum Abschluss Ende ­August/Anfang September wird schließlich noch der Belag der Hietzinger Hauptstraße erneuert. Bis der ohne­hin als "Stau-Knotenpunkt“ bekannte Bereich wieder tipptopp ist, staubt’s zwei Monate lang.

Tipp: Großräumig ausweichen!

Hier der Fahrplan im Detail:

  • Ab 2. Juli sollten ­Autofahrer den Bereich ab Kennedybrücke großräumig meiden. Zwischen der Eduard-Klein-Gasse und der Hausnummer 22 wird die Hietzinger Hauptstraße stadtauswärts aufgerissen und für den Autoverkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Eduard-Klein-Gasse (am Amtshaus vorbei) und Dommayergasse.

Zweite Umleitung bei Maxingstraße

  • Ab 12. Juli wird zusätzlich der Linksabbiegestreifen der Maxingstraße beim „Platzl“ stadtauswärts nicht zur Verfügung stehen. Achtung: Die Um­leitung führt hier schon frühzeitig über die Trauttmansdorffgasse, Mittermayergasse bis zur Lainzer Straße.

Bleibt zu hoffen, dass es trotz der Urlaubszeit zu keinem Verkehrschaos im Herzen Hietzings aufgrund der Touristenströme in den Tiergarten und ins Schloss Schönbrunn kommt. Bezirksvorstehung, MA 28 (Straßenbau), Wiener ­Linien und Wien Energie konnten in langen Verhandlungen die Arbeiten auf zwei Monate begrenzen. "Die Belastung der Bürger muss so gering wie möglich gehalten werden“, war stets die Devise der Bezirksspitze. Die Gesamtkosten des Projekts betragen übrigens zwei Millionen Euro.

  • Adresse: Dommayergasse, 1130 Wien