Laufen in Penzing: Weil nicht nur der Marathon Spaß macht

Wobei der Penzinger Bezirkslauf, der heuer zum dritten Mal im Rahmen der Initiative „Wien läuft“ über die Bühne geht, anspruchsvolle Bewerbe anbietet. Erwachsene können über 3 und 6 km mitlaufen oder über 3 km beim Nordic Walken dabei sein. Für die Kids steht ein 500-m-Bewerb zur Verfügung.

Familiäres Feeling im schönen Park

Alle Bewerbe des Penzinger Bezirkslaufs finden im Gelände um das Otto-Wagner-Spital auf den Steinhofgründen statt. Start ist ab 9.30 Uhr beim ­neuen Eingang am Heschweg. Das Besondere an der Laufveranstaltung ist, dass sie im wundervollen Ambiente des Parks stattfindet. „Und wir wissen von den ersten beiden Jahren, dass die Penzinger den familiären Rahmen des Laufbewerbs durchaus schätzen“, betont die Organisatorin Ernes­tine Holzgruber-Hiller.

Infos und Anmeldung unter www.penzingerlauf.at oder SPÖ-Penzing, Tel. 914 21 75.

  • Adresse: Heschweg, 1140 Wien

Demo mit Kinderwagen!

Eine Aktion, die von den Kinderfreunden Penzing und der SPÖ-Bezirksfraktion ins Leben gerufen wird. Motto: „Die Kinder stehen im Mittelpunkt!“ „Zumal wir ja auf zahl­reiche Eck­punkte eines fortschrittlichen Bildungssystems hinweisen können: auf den Gratiskindergarten, die gemein­same Schule und auf flächendeckende Ganztagsschulen“, betont Penzings SPÖ-Klub­vorsitzende Ernestine Holzgruber-Hiller. „Positive Errungen­schaften muss man genauso ,laut‘ präsentieren wie Kritik. Wir wollen damit ein Zeichen setzen“, ergänzt ­Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer.
Dieses Zeichen soll in Form einer „Kin­derwagen-­Demo“ am 1. Mai im „Penzinger Zug“ stattfinden. „Kommen Sie zu uns! Wir laden alle Eltern mit Kinderwagen ein“, so Holz­gruber-Hiller. Geplant ist, auf den Kinderwagen Schachteln mit entsprechenden Aufschriften („Gratis­kindergarten“ etc.) zu montieren.

  • Kinderwagen-Demo: 1. Mai, 7.55 Uhr, Bezirkstreffpunkt Drechslergasse/Märzstraße, Info-Telefon: 914 21 75.
  • Tel.: 914 21 75
  • Adresse: Drechslergasse, 1140 Wien

Baubeginn für neuen Wiental-Highway

Die Stadträte Ulli Sima und Rudi Schicker, Bezirks­vorsteherin Andrea Kalch­brenner sowie Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer geben das Startkommando für die Radweg-Bauarbeiten. Sollte alles glatt laufen, könnte der neue Wiental-High­way schon im September – zumindest teilweise – befahrbar sein. „Dann kann man von Hadersdorf bis zur Kennedybrücke kreuzungsfrei radeln“, so Wutzlhofer.

Neue Rampen auch gegen Hochwasser

Bei den Bauarbeiten wird die Lücke zwischen Hütteldorf/Hackinger Steg und Kennedybrücke geschlossen. Der neue, vier Meter breite Rad-, aber auch Fußweg führt an der ­linken Seite des Wienfluss­bettes entlang und ist 3,5 km lang. Die Auf- und Abfahrt ist auf behindertengerechten Rampen möglich. Bei der Astgasse und der St. Veiter-Brücke werden die vorhandenen Auf- und Abfahrten für den Radverkehr ausgebaut und dienen auch als Fluchtwege bei Hochwasser.
Der neue Wiental-Highway wird in beiden Richtungen an das bestehende Radnetz ­angebunden. Damit ist es möglich, durchgehend mit dem Drahtesel durch Penzing zu fahren. „Mit diesem neuen Abschnitt wird ein langjähriger Bezirkswunsch erfüllt“, betont Walfried Ertl, der als Vorsitzender der Verkehrskommission die Verhandlun­gen für den Bezirk geführt hat. „Und Penzing zeigt damit auch eindrucksvoll vor, wie gut die Kombination Freizeit, Wohnen und Arbeiten funktioniert“, betont Jürgen Wutzl­hofer.

  • Adresse: Kennedybrücke, 1140 Wien

Suche nach Jugendzentrum führt zu kuriosen Ideen!

Wobei manche der Sozialdemokratischen Jugend (SJ) das Lokal am Hietzinger Kai wegnehmen wollten, um es zu einem Zentrum zu machen. „Es gibt keinen Grund dafür“, so Bezirksrat Friedrich Unterwieser. „Die SJ hat einen aufrechten Mietvertrag und kommt gut mit den Anrainern zurecht.“ Eine bessere Möglichkeit wird der Auszug der Bezirksvorstehung Penzing aus dem Hietzinger Amtshaus bieten, der allerdings nicht vor 2012 über die Bühne geht.

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1130 Wien

Neue Parkgarage, neues Grün

Als Experten waren Her­bert Buchner von der MA 21B (Stadtteil­planung) und Werner Böhm vom Grundeigentümer Breiteneder („Park Living“) eingeladen. Böhm erklärte, dass im Bereich Invalidenhauspark die Revi­talisierung von Dachgeschoßwohnun­gen in sechs denkmalgeschützten Häusern, der Neubau eines Wohnhauses und die Errichtung einer Park­garage vorgesehen seien.

„Nicht zu wenig Garagenplätze?“

„Geht man davon aus, dass jede Familie im Schnitt zwei Autos hat, dann sind das bei 103 Dachgeschoßwohnungen und dem Neubau rund 170 Stellplätze, für die es Bedarf gibt“, so Böhm. „Da es schon jetzt große Parkplatznot gibt, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als auf Privatgrund eine Garage mit bis zu 210 Plätzen zu bauen.“
Frage eines Anrainers: „Wie sieht es mit den Mietkosten aus? Und bekommen die ­Anrainer fix ihre Plätze?“
Böhm: „Wir werden 75 bis 77 Euro pro Platz und Monat verlangen. Und für die Anrainer werden etwa 30 bis
50 Plätze vorhanden sein, wenn alle Neumieter Plätze bean­spruchen.“ BV-Vize Feistritzer dazu: „Wir garantieren, dass keine Kurzparker in die Garage kommen, also keine Schönbrunn-Besucher. Sie ist nur für Anrainer da.“
Frage: „Wie steht’s mit dem  Park? Werden Pflanzen und Bäume wiederhergestellt?“
Böhm: „Derzeit ist der Park eine Gstätten. In Zukunft soll das Areal schöner werden – daran haben auch die neuen Mieter Interesse. Außerdem besteht die Möglichkeit, beim Neubau einen neuen Spielplatz zu errichten.“
Frage: „Wo kommen Ein- und Ausfahrt der Garage hin?“
Böhm: „Beides ist in der Stran­zen­berggasse geplant.“
Einspruch einer Anrainerin: „Da droht ein Chaos! Warum kommt denn keine Ampel?“
Böhm: „Im vorliegenden Ver­kehrskonzept ist keine Ampel vorgesehen.“
Feistritzer: „Ob eine Ampel notwendig ist oder nicht, ­werden wir noch prüfen.“
Frage: „Wie geht es weiter? Wer beschließt das Projekt?“
Herbert Buchner: „Wir haben das Ansuchen der Firma Breiteneder untersucht und keine Einwände. Wir übermitteln diesen Vorschlag an den Gemein­derat, der das Projekt schließlich beschließt oder ablehnt.“

  • Adresse: Hofwiesengasse 48, 1130 Wien

Kindergarten-Plätze: Stadt erlöst Eltern!

Die „Kindergarten-Af­färe“ erhitzte wochenlang die Gemüter. Ein kurzer Rückblick: Elisabeth Sattlegger, Betreiberin des Privatkindergartens KIZ in der Bergheidengasse, gab bekannt, dass ab 2011 weniger Kinder betreut werden ­können. Nicht mehr und nicht weniger. Doch die Aufregung von Seiten der ÖVP und gewisser Medien war orkanartig: Es wurde Sattlegger unterstellt, ganz zuzusperren, Kinder auf die Straße zu setzen usw.

Kindergartenplätze der Stadt und privat

Mit diesen Lügenmärchen machte die Stadt Wien jetzt Schluss. Eltern und Kinder haben drei neue Möglichkeiten:

  • Ab dem heurigen Sommer kann der Ausweichkindergarten Girzenberg (Angermayergasse 9) besucht werden. Angemietet werden diese Räume vom privaten Betreiber des neuen Kindergartens (KIWI) so lange, bis dieser mit Herbst 2011 in Betrieb geht.
  • Der neue Sportkindergarten ­Monpti (Hetzendorfer ­Straße/Breitenfurter Straße) steht ­jederzeit zur Verfügung.
  • Die Kinderfreunde werden im Bezirk einen neuen Kindergarten mit insgesamt zwei bis drei Gruppen errichten.

„Wir haben rasch gehandelt und zusätzliche Kindergarten­plätze für Hietzing geschaffen“, betont Stadtrat Christian Oxonitsch. „Es gibt ­sowohl Plätze im städtischen Ausweichkindergarten am Girzenberg als auch Alternativen von privaten Betreibern. Und als nächsten Schritt errichten die Kinderfreunde einen neuen Kindergarten.“ Damit ist auch die Container-­Lösung endgültig vom Tisch!

Hintergrund

Bei der letzten Bezirksvertretungssitzung wurde von einem Bedarf von 200 Kindergartenplätzen für Hietzing gesprochen. Und die ­Lösung der ÖVP dafür? Riesige Container für drei bis fünf Jahre – krampfhaft wurde nach Standorten gesucht …

  • Adresse: Hietzinger Kai 1-3, 1130 Wien

Schönes Geschenk zum 30er!

Beim tollen Geburtstagsfest waren Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner, Vizebürgermeister Michael Ludwig, Gemeinderätin Silvia Rubik, VHS-Geschäftsführer Mario Rieder u. v. m. dabei. Vorstandsvorsitzender GR i. R. Herbert Dinhof rief zu einer Gedenkminute für die kürzlich verstorbene Ex-Frauenministerin Johanna Dohnal auf, die Gründungsmitglied der VHS Penzing war.

Das Platzproblem wird 2012 gelöst

In den drei Jahrzehnten der Volkshochschule haben schon mehr als 125.000 Teilnehmer das vielfältige Angebot im Bezirk angenommen. Das Programm umfasst Angebote zur beruflichen und persönlichen Weiterbildung genauso wie zur sinnvollen Freizeitgestaltung für Erwachsene. Ziel ist es allerdings, in Zukunft auch mehr Kinder und Jugendliche anzusprechen.
Der zum Jubiläum geehrte Direktor Peter Urban war seit der Gründung dabei und stets bestrebt, das Kurs- und Veranstaltungsangebot auszuweiten. Während seiner Tätigkeit gab es wichtige gesellschaftspolitische Projekte wie „Sprungbrett“  (Mädchenförde­rung in nicht traditionellen Frauenberufen), „Interkulturel­les Lernen“, Umwelt­bera­tung und das Pflegeheim-Projekt.
Die Bezirks-VHS befindet sich seit nunmehr 22 Jah­ren in der Linzer Straße 146 in einer Schulpartnerschaft mit dem BRG 14. Da beide Schulpartner kontinuierlich wachsen, gibt es Jahr für Jahr weniger Platz unter dem gemeinsamen Dach.  Ein großes Problem, an dem seit zehn Jahren gearbeitet wird – der VHS-Vorstand, die Bezirksvorstehung und die Zentrale der Wiener Volks­hochschulen suchten unermüdlich nach einem neuen Standort. Im Vorjahr war es so weit. „Das größte Geburtstagsgeschenk konnten wir der VHS mit der Aussicht ­machen, dass ab Herbst 2012 neue Kurse in eigenen Räumen auf dem Gebiet der ehemaligen Remise Breitensee angeboten werden können“, so Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner.

Hanappi-Ausbau: Bitte warten …

Vor zwei Wochen, am 16. Februar, feierte der Rekordmeister aus Hütteldorf den Erbauer und Namensgeber des Heimstadions. Gerhard Hanappi war nicht nur eine Spielerlegende, sondern im Zivil­beruf auch Architekt. Er wäre heuer 81 Jahre alt geworden.

Rapid wünscht sich 25.000 Plätze

Ein guter Anlass, sich in den Katakomben von "St. Hanappi“ ein bisschen umzuhören. Und da bekam das WIENER ­BEZIRKSBLATT zu hören, dass der Wunsch nach einem Ausbau weiter besteht. Seit der letzten Renovierung vor acht Jahren fasst das Oval 17.500 Sitzplätze. Viele Rapid-Offizielle sind sicher, dass mehr als 20.000 regelmäßig verkauft werden könnten. Daher steht auf dem Wunschzettel:
Neue Sitzbänke und ein ­Zubau der offenen Ecken ­zwischen den Tribünen.
Eine Erhöhung der Kapazität auf bis zu 25.000 Plätze.

Vom Tisch sind mittlerweile zwei Radikalschritte: Zum einen ist ein Neubau des Stadions aus Kostengründen nicht durchzubringen, zum anderen hat Rapid-Präsident Rudolf Edlinger eine Absiedlung definitiv ausgeschlossen. Und man sollte nicht vergessen, dass es zuletzt viele Verbesserungen gab: neue Rasenheizung, Video­über­wachungsanlage, zwei neue VIP-Klubs für 200 Personen, eine 25-m2-Vidi-Wall, Fitness- und Physiotherapieräume. Kein Wunder, dass man ­seitens der Stadt bremst. Offiziell wird vom Sportamt verlautet, dass derzeit keine ­konkreten Arbei­ten geplant seien.

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Sehbehinderte sollen fit für den Job werden

Das neue Schulungszentrum für blinde und sehbehinderte Menschen (SEBUS) hat es sich zur Aufgabe gemacht, gegen soziale Härtefälle anzukämpfen. Sprich: Auf 170 Quadratmetern stehen im Haus des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (ÖBSV) drei Seminarräume mit 23 Arbeitsplätzen zur Verfügung, um Behinderte fit für den Job zu machen.
Wobei die SEBUS-Arbeitsplätze mit Großschrift-Software und Sprachausgabe ausgestattet sind, zwölf davon zusätzlich als Blindenarbeitsplätze mit Braillezeilen. Fünf Mitarbeiter stehen bereit, zwei davon sind selbst sehbehindert.

Bester Weg gegen Arbeitslosigkeit

"SEBUS ebnet blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen den Weg zu einem qualifizierten Arbeitsplatz“, betont Behindertenanwalt und Ex-Sozialminister Erwin Buchinger. "War früher das Handwerk eines Bürsten­machers oder der Job eines Telefonisten oft die einzige berufliche Perspektive, so können blinde Menschen heute als Kundenberater oder Lohnverrechner arbeiten.“
In dieselbe Kerbe stößt Dieter Chmiel vom Bundessozial­amt: "Bildung ist der sicherste Weg zum qualifizierten Arbeitsplatz. Daher ist es wichtig, dass Menschen mit Sehbehinderungen einen barrierefreien Zugang zur Bildung haben.“

Gemeindebau erhält Namen der couragierten Käthe Jonas

Die Bewohner und Mietervertreter des Gemeindebaus sind mit den SPÖ-Bezirksvertretern einer Meinung: Käthe Jonas hat es wie keine Zweite verdient, dass der Gebäude­komplex in der Waidhausenstraße 28 zum 45-jährigen Bestehen ihren Namen erhält.
Doch wer war Käthe Jonas? Sie kam am 16. 11. 1904 auf die Welt, damals war Österreich noch eine Monarchie. Bis zu ihrem Tod am 12. 2. 1999 blieb sie Penzing treu und zog als eine der ersten Mieterinnen 1965 in den Gemeindebau ein. Politisch wurde Käthe Jonas in den Wirren des 2. Weltkrieges aktiv. Sie wurde 1940 zur Betriebsrätin der Wiener Radiowerke (WIRAG) in der Abbegasse 1 gewählt und war den Nazis ein Dorn im Auge: Am 20. 3. 1943 wurde sie von der Gestapo am Arbeitsplatz verhaftet und zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Die Haftstrafe verbüßte die "rote Käthe“ im Landesgericht Wien.
In Penzing war Jonas von 1946 bis 1954 Bezirksrätin (Fürsorgerätin) und vertrat von 1954 bis 1969 den Bezirk im Wiener Gemeinderat und Landtag.

  • Adresse: Waidhausenstraße 28, 1140 Wien

Wohn-Dienst angetreten

Das Zusammenleben in einem Gemeindebau ist nicht immer einfach. Die Bewohner, die guten Willens und nicht streitsüchtig sind, haben aber seit diesem Jahr die Möglichkeit, auf Partner zurückzugreifen: die neuen Wohnpartner. Ihre Aufgabe ist es, das respektvolle Zusammenleben zu fördern und nachbarschaftliche Konflikte gleich im Keim zu ersticken.
100 geschulte Mitarbeiter sind als Ansprechpartner in der ganzen Stadt tätig, vier sind jetzt in Penzing aktiv, um für soziale Harmonie zu sorgen. "Durch die enge Vernetzung und Kooperation der Wohnpartner mit anderen Einrichtungen der Stadt und dem Bezirk können die Bedürfnisse der Bewohner noch besser behandelt werden“, freut sich Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner über die Neuzugänge.

Öffnungszeiten: Montag von 9 bis 18 Uhr und Donnerstag von 12 bis 18 Uhr

Garage erhitzt die Gemüter

"Die ÖVP-Vertreter des Bezirks können ihre Meinung ändern so oft sie wollen! Ich bleibe jedoch bei meiner Linie: Ja zu einer Parkgarage im Bereich Invalidenhauspark“, betont Bezirks-Vize Reinhard Feistritzer (SPÖ). "Und damit Nein zu einer übermäßigen Belastung der Bewohner der umliegenden Gemeinde- und Genossenschaftsbauten.“ Die durch die ­Errichtung der neuen Wohnungen verschärft wird.
Wie prekär die Parksituation in diesem Teil Hietzings ist, zeigt die exklusive WIENER BEZIRKSBLATT-Umfrage (siehe unten) deutlich. Viele Bewohner bestätigen, dass es "im Sommer wegen der Touristen schon Probleme gibt“ (Dr. Djogic). Oder: "Je näher an Schönbrunn, desto größer das Parkproblem“, so Anrainer Gernot Fichtl. Noch deutlicher formuliert es das Ehepaar Germbeck: "Zum Parken ist es auf der ­Straße eine Katastrophe!“
Aus politischer Sicht legt Feistritzer nun einen klaren Forderungskatalog vor:

  • Der neue Eigentümer der 120 Woh­nungen muss verpflichtet werden, eine Garage zu errichten. Abschlagszahlungen sind keinesfalls zu akzeptieren.
  • Es muss ein Verkehrskonzept mit einer vernünftigen Aus- und Einfahrt vorgelegt werden. Teure Entstehungskos­ten dürfen kein Hinderungsgrund sein. Und es wird keine Genehmigung geben, wenn sowohl die Ein- als auch die Ausfahrt in der Stranzenberggasse geplant ist.
  • Es muss sichergestellt werden, dass neue Garagenplätze nur den Bewohnern zugutekommen und nicht den Schönbrunn-Besuchern.
  • Die fehlende Anzahl an Abstellplätzen ist nur durch eine Tiefgarage mit eineinhalb Meter Überdeckung möglich. Dafür muss eine neue Widmung erstellt und darüber abgestimmt werden.
  • Die Entscheidung muss von der Bezirksvorstehung und deren Gremien getroffen werden. Es geht nicht, unangenehme Probleme wieder der Stadtverwaltung umzuhängen.
  • Gut denkbar ist auch, eine Bür­gerversammlung einzuberufen, um die Meinung der Bewohner zu hören.

Straßenumfrage in Hietzing: Der Vorschlag des Bezirks-Vize führt zu angeregter Diskussion

Gernot Fichtl
Gernot Fichtl:
Je näher an Schönbrunn, desto größer wird das Parkproblem. Oben an der Stranzenberggasse ist es schlimm. Ob aber eine Parkgarage wirklich gebraucht wird? Da steht es 50:50.


Thomas Jonas:
Ein Parkplatzproblem gibt es hier nur bei schönem Wetter. Ansonsten wüsste ich nicht, warum hier eine Parkgarage nötig wäre.

Regina Meller
Regina Meller:
Ich kann verstehen, dass die neuen Anrainer gerne eine Parkgarage hätten. Aber ich befürchte, dass zu sehr in die Natur eingegriffen wird und der Park immer mehr verschwindet.

Dr. Ulgard Djogic: Im Sommer gibt es wegen der Touristen schon Probleme mit den Parkplätzen. Man muss aber auch bedenken, dass viele Leute sehr ungern in Garagen parken, sondern lieber draußen stehen.

M. Abassian


M. Abassian:
Ich selber habe gar kein Auto. Aber wenn es so viele neue Wohnungen gibt, dann ist auf jeden Fall auch eine Parkgarage nötig!

Walter und Silvia Germbeck: Zum Parken ist es auf der Straße eine Ka­tas­trophe! Die Leute haben ein Recht auf Parkplätze und es gibt wirklich nicht genug.

  • Adresse: Invalidenhauspark, 1130 Wien

Sanierung des Bau-Juwels „Werkbundsiedlung“ um sieben Millionen

Von außen ist die Werkbundsiedlung in Hietzing auch heute noch ein Juwel. Ein architektonisch sensationeller Bau aus den 1930er Jahren, gepflegt, edel, in gediegener Lage. Doch schaut man hinter die Fassade, dann beginnt manches zu bröckeln. Verputz geht herunter, Kellerwände sind feucht, Fensterscheiben sind zersprungen. Wobei aus dem Wohnbauressort verlautet: "Kleine Schäden werden sofort ­behoben, das ist keine Frage. Aber auch umfassende Reparatur­arbeiten sind notwendig.“

Mit Durchbruch im Sommer zu rechnen

Jedenfalls "bemüht sich das Wohnbauressort seit langem um die Sanierung der Werkbundsiedlung“, betont Stadtrat Michael Ludwig. "Wir arbeiten gemeinsam mit allen beteiligten Stellen intensiv an einer Lösung, haben aber bisher noch keinen Durchbruch erzielt.“ Derzeit prüft das Bundesdenkmalamt das avantgardis­tische Bauwerk auf "Herz und Nieren“ bzw. auf "Träger und Gerüst“ – mit endgültigen Ergebnissen wird bis zum ­Sommer gerechnet.
Die letzte Sanierungsphase der aus 70 Häusern bestehenden Anlage (48 sind im Besitz der Gemeinde Wien) war vor 15 Jahren. Jetzt ist es wieder an der Zeit – das wissen alle Beteiligten. Sollte nichts ­Unvorhergesehenes passieren, können die Sanierungskosten mit sieben Millionen Euro veranschlagt werden. Wobei die Werkbundsiedlung im Vergleich zu anderen Wohnbauprojekten der Stadt ein einmaliger Sonderfall ist, da es so gut wie keine Einnahmen zu verzeichnen gibt.

  • Adresse: Veitingergasse 71 – 117, 1130 Wien

Rückgabe von 30 Polizisten!

Tatsache ist, dass unter der schwarz-blauen Re­gierung die Polizeireform durchgeführt wurde. Wobei das gesamte Melde-, Fund- und Passwesen von der Stadt Wien übernommen wurde und die Wartezeiten auf ein Minimum reduziert werden konnten. All die anderen großartigen Versprechen der damaligen Bundesregierung, alles werde besser und einfacher für die Bevölkerung, haben sich nicht erfüllt.

Riesendruck lastet auf den Beamten

Im Gegenteil. Die Situation hat sich massiv verschlechtert. Einbrüche, Raub und Gewaltdelikte stiegen massiv an, die Aufklärung sank dramatisch. Durch dras­tische Personaleinspa­rungen sind heute viel weniger Streifenpolizisten auf der Straße. Von den vorhandenen Beamten werden Überstunden eingefordert, um den normalen Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können. Dieser ständige Druck auf alle im Dienst befindlichen Beamten führt verständlicherweise zu großem Stress und Frust.
"Dennoch wird von der zuständigen Innenministerin alles als wunderbar dargestellt. Sie sollte einmal vom hohen Ross heruntersteigen, sich die Sorgen der Bediensteten und ihrer Vertreter anhö­ren und mit einer neuen Reform die Polizei wieder zu dem machen, was sie einmal war“, so Feistritzer. Er fordert:

  • Die sofortige Rückgabe der 30 gestrichenen Wachebeamten und Wiedereinführung der erfolgreichen Streifenbeamten (Grätzelbeamten), die zu Fuß unterwegs sind.
  • Eine Überwachung des Einbruchstourismus und klare Richtlinien für Straftäter, die nicht Österreicher sind.
  • Rasche Asylverfahren innerhalb von drei Monaten, keine pauschale Kriminalisierung von Asylsuchenden.
  • Die rasche Sanierung des Wachzimmers in der Lainzer Straße, dessen Zustand menschenunwürdig ist.
  • Die Kriminalabteilung muss vom 10. Bezirk nach Hietzing zurückkehren. Bei Einbrüchen dauert es oft drei Stunden, bis ein Kripo-Beamter am Tatort erscheint. Hier herrscht Pesonalnot.
  • Größere Unterstützung der Polizei für den engagierten Verein "PRO NACHBAR".
  • Adresse: Lainzer Straße, 1130 Wien

Hochtechnologie im Spital

Innerhalb von zehn Wochen wurde der Umbau des OP-Saals II der 1. Chirurgischen Abteilung durchgezogen, die Kosten beliefen sich auf fast 1,3 Millionen Euro. Jetzt kann das Krankenhaus Hietzing auf eine High-Tech-Einrichtung stolz sein. In dem neuen Operationssaal können Bilddaten wie Computertomografien und Röntgenbilder auf mehreren Monitoren dargestellt und mittels Touchscreen aufgerufen werden. Ermöglicht werden solche Übertragungen durch die Verknüpfung mit einem EDV-unterstützten Informationssystem. "Die Stadt Wien sorgt dafür, dass Patienten immer genau das Angebot erhalten, das sie brauchen. Mir geht es um die beste medizinische Versorgung für alle Wiener, unabhängig von Einkommen, Alter, Herkunft und Geschlecht“, betonte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely bei der Eröffnung des High-Tech-Saales.