Die Kolonie am Sporn

Über rund 500 Brutplätze verfügen Mauersegler in Wien. Bislang wurden etwa 700 Vogelpärchen nachgewiesen, die in der Bundeshauptstadt ihre ­Jungen großziehen.

Otto Wagner

Die Tiere werden von Hobby-Ornithologen gezählt, die Mauersegler insbesondere in den westlichen Bezirken, aber auch in der Inneren Stadt beobachteten. Eine der größten Populationen bevorzugt den von Otto Wagner gestalteten Pavillon am Brigittenauer Sporn, seit einigen Monaten die Zentrale der MA 45 (Wiener Gewässer). „Die Vögel nisten hier in den Blechzierelementen“, weiß Ferdinand Schmeller von der Abteilung Arten- und ­Lebensraumschutz in der MA 22. Die streng geschützten Tiere bauen ihre Nester am liebsten in Hohlräumen, die von außen nicht einge­sehen werden können.

Sahara-Urlaub

Die allermeiste Zeit sind die Flugkünstler, die bis zu sieben Jahre alt werden, allerdings in der Luft unterwegs: Sie fressen, paaren sich und schlafen sogar im Flug. Schmeller: „Während des Schlafs schaltet eine Gehirnhälfte auf Stand-by-Modus.“ Die Zählungen, an denen 30 Freiwillige beteiligt sind, werden im kommenden Jahr fortgesetzt. Derzeit wären Beobachtungen nicht möglich: Die Mauersegler halten sich bis April südlich der Sahara auf.

Im Wiedner Festsaal wird jetzt gespielt!

Dort, wo sonst Feiern, Ehrungen oder Gedenken stattfinden, spielen in den Wintermonaten kostenlos die Kids. Ab sofort wird wieder zweimal wöchentlich gespielt im Wiedner Amthaus in der Favoritenstraße. Während der kalten Jahreszeit steht der Bevölkerung zu geregelten Zeiten eine Indoorspielfläche zur Verfügung.

Gesunde Jause

Am Montag ist der Raum für die Jüngsten reserviert. Von 9 bis 12 Uhr wird unter fachkundiger Anleitung von Freizeitpädagogen gespielt, gemalt und gebastelt. Das Angebot richtet sich an alle im Alter zwischen eins und vier. Der Freitagnachmittag ist für die älteren Kinder vorgesehen. Für alle Kids im Alter zwischen fünf und zehn steht der Indoorspielplatz im Festsaal von 14 bis 17 Uhr zur Verfügung. „Kinder können hier nicht nur nach Herzenslust spielen und neue Freunde kennenlernen, sondern wir werden allen Gästen auch eine Verpflegung in Form einer gesunden Jause zur Verfügung stellen“, so Bezirksvorsteher Leopold Plasch, der das Angebot in der sechsten Saison anbietet. Aufgrund positiver Rückmeldungen wurde der ursprünglich nur auf einen Tag beschränkte Indoor­spielplatz im Jahr 2014 auf zwei Tage pro Woche ­ausgebaut.

Sindbad und die Mentoren

Mit einer einfachen und genialen Idee will die im 7. Bezirk gegründete Organisation „Sindbad“ jungen Menschen auf ihrem Weg in die Berufswelt helfen. Mittelschüler werden dabei mit jungen Berufstätigen ­zusammengespannt, die als Mentoren fungieren.

Begleitung auf dem Weg

Sindbad vernetzt Schüler und Mentoren und veranstaltet u. a. Workshops. Gegründet wurde Sindbad von Andreas Lechner und Joseph ­Kapherr. „Ein Drittel der ­Jugendlichen mit Pflichtschulabschluss ist arbeitslos, ein Viertel der Lehrlinge brechen ihre Lehre ab. Sindbad hilft den Jugendlichen, einen selbstbestimmten Weg in Schule und Beruf zu wählen“, sagt Andreas Lechner. „Bildung wird in Österreich stark vererbt. Derzeit heißt es: ‚Sag mir, woher du kommst, und ich sage dir, wie weit du es schaffst.‘ Sindbad will das ändern“, erklärt Joseph ­Kapherr.

Infos unter: www.sindbad.co.at

Belebt den Reumannplatz!

Eine Initiative der Geschäftsleute am Reumannplatz will den Platz wieder attraktiver machen. Die leere Trasse des 67ers wäre ideal, um mit einem attraktiven Angebot mehr Frequenz zu schaffen. Der nach dem ersten sozialdemokratischen Bürgermeister benannte Reumannplatz liegt am südlichen Ende der Fußgängerzone ­Favoritenstraße. Er ist einer der am stärksten frequentierten Plätze Europas – und das soll auch nach der U1-Verlängerung so bleiben. Im Zentrum der Neugestaltung steht die ehemalige Gleistrasse der Straßenbahn 67. Die Geschäftsleute am Platz könnten sich einen permanenten Bio-Markt vorstellen, um mehr Menschen neugierig zu ­machen. Es wäre auch „eine gute Gelegenheit, die innere mit der äußeren Favoritenstraße wieder zu verbinden“, so Reinhard Scholda, Besitzer der Reumann-Apotheke.

Friedliches Miteinander

Bei Beteiligungsaktionen im Herbst 2017 konnten Interessierte ihre Wünsche für die Umgestaltung des Platzes ­äußern. Aus den Ergebnissen wird ein erster Gestaltungsentwurf erarbeitet. Gelegenheit zur neuerlichen Mitsprache gibt es beim nächsten Planungscafé am Reumannplatz: 7. 11., 15 bis 17 Uhr.

Filmreifes Wohnen am Hügel

„Wo einst berühmte Klassiker wie Mariandl, Sissi und Mundl produziert wurden, entsteht dank modernem Wohnkonzept Raum für ein filmreifes Wohnen voller Spezialeffekte“, bringt es Ronen Seller, Geschäftsführer der Rosenhügel-Projektgesellschaft, auf den Punkt. Auf dem einstigen Filmstudio-Gelände wachsen 204 frei finanzierte Eigentumswohnungen in den Himmel. Und zwei Drittel sind schon verkauft. Ende Mai 2018 sollen die ­ersten Bewohner einziehen.

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Ein Ausflug in die fleischige Welt

Die 30 Wiener Pensionisten-Wohnhäuser konsumieren im Jahr 380 Tonnen Fleisch. Geliefert werden diese Lebensmittel vom Familienbetrieb Berger in Niederösterreich. Wiener Senioren (darunter auch Mariahilfer Vertreter) machten sich vor Ort einen Eindruck von der Produktion der Wurst-, Schinken- und Fleischwaren. „Wir legen viel Wert auf ökologische Nachhaltigkeit. Dafür kaufen wir bevorzugt Lebensmittel, die in der Umgebung produziert werden. Durch die kurzen Transportwege schonen wir die Umwelt. Zudem kommen wir den Wünschen ­unserer Bewohner nach bestem, lokalem und saisonalem Speisenangebot entgegen“, so Gabriele Graumann, ­Geschäftsführerin der Pen­sionisten-Wohnhäuser.

Mehr Platz und Licht für Schüler

In einer Bauzeit von nur zehn Monaten wurde bei der Volksschule in der Ada-Christen-Gasse ein dreigeschoßiger Zubau errichtet. Der beliebte Schulstandort wurde um 2.200 Quadratmeter erweitert. Der Schulzubau umfasst einen Gymnastiksaal im Kellergeschoß sowie fünf neue Klassen und zusätzliche Räume für den Hort. Im Verbindungsgang zum bestehenden Schulgebäude wurde auch ein Aufzug eingebaut. Helle, hohe Räume, moderne Ausstattung und die Kombination aus Schule und Hort machen dieses Projekt so besonders. In diesem optimierten Lebensumfeld mit viel Platz für Bewegung, in denen sich alle den ganzen Tag wohlfühlen, gibt es noch mehr Möglichkeiten für ínnovative Pädagogik. Der Schulzubau in Fertigteilbauweise wurde bei laufendem Betrieb mit möglichst geringer Lärmbelastung durchgeführt.

Für immer verbunden mit den Liebsten

Die Bestattung Wien bietet ab sofort als erstes Bestattungsunternehmen  in Österreich Produkte mit der DNA eines Verstorbenen an. Damit der traurige Abschied von einer geliebten Person etwas leichter fällt, gibt es die Möglichkeit, die DNA dieser als Bild oder Anhänger zu erwerben und so als Erinnerungsstück aufzubewahren. Außerdem können die Hinterbliebenen die DNA in einer Kapsel sichern lassen, um später bei Bedarf medizinische Analysen durchzuführen.

Individueller Schmuck

Das DNA-Bild ist in verschiedenen Größen und ­Designs ab 320 Euro erhältlich, die Kosten der Halskette mit dem DNA-Anhänger ­betragen je nach Material ab 340 Euro.

Gentechnik

Die „GENeration Kapsel“, die bis zu 300 Jahre aufbewahrt werden kann, dient dazu, diverse Krankheiten der Vorfahren zu eruieren und so Risiken in der Familie frühzeitig zu identifizieren. Die Kapsel kostet 799 Euro. „Nun bieten wir auch Erinnerungsstücke, die möglicherweise in Zukunft zudem einen medizinischen Nutzen bringen können. Ich bin ­überzeugt davon, dass unsere neuen DNA-Produkte die persönlichsten Andenken an den Verstorbenen sind, die wir im Angebot haben“, sagt Jürgen Sild, Geschäftsführer der Bestattung Wien.

© B&F Wien, Confidence DNA

Zehn Jahre Seniorentreff

Die Feste soll man feiern wie sie fallen, sagt ein altes Sprichwort. In der Alser Straße 71 wurde am 16. Oktober ein ganz besonderes Fest gefeiert. Seit 2007 wird am Standort ein abwechs­lungsreiches Programm für die Besucher geboten. Der Treff zeichnet sich als besonders modernes Zentrum für Senioren aus. Hier werden Tablet-Schulungen, Englisch-Konversation und ein aktives Bewegungsprogramm angeboten. Jung geblieben sind auch die Klubbesucher. Die gemeinsamen Aktivitäten verbinden. So ist seit der Gründung des Treffs vor zehn Jahren eine gute ­Gemeinschaft entstanden.

Musikfeier

Für die Gratulanten und Festgäste gab es anlässlich der Feier einen doppelten Genuss. Neben der Torte stand ein Auftritt des Josefstädter Pensionistenchors auf dem Programm. Weitere Informationen  und Auskunft über aktuelle Veranstaltungen des Seniorentreffs gibt es unter: Tel. 01/961 24 01.

Hilfe bei Paar-Problemen

Psychologen, Ärzte und andere Experten helfen ab sofort bei Problemen im Beziehungs- und Familienbereich. Der Verein für soziale Dienstleistungen „Sozial Global“ hat im 14. Bezirk eine neue Niederlassung. In den Räumen in der Linzer Straße werden Paare und Familien bei Problemen beraten. Sogar ein Jurist steht für heikle ­Fragen zur Verfügung.

Gewalt & Scheidung

Denn jede Familie kann einmal in eine Krise kommen – da ist es gut, zu wissen, wo man sich hinwenden kann. „Die neuen Räumlichkeiten bieten das richtige Umfeld für die Bedürfnisse unserer Klientel“, so „Sozial Global“-­Vorstandsmitglied Alois Aschauer. Vorsitzende Nicole Berger-Krotsch betont: „Im Laufe der 38 Jahre haben sich die Beratungsinhalte verändert. Heute konzentrieren sich die Familienberatungsstellen auf die Schwerpunkte Gewalt, Trennung, Scheidung und die Auswirkungen auf die Kinder.“ So wird es auch im 14. Bezirk sein. Geöffnet ist die Beratungsstelle am Mittwoch und am Donnerstag ­jeweils von 16 bis 19 Uhr.

Die Westside wird zum Solar-Zentrum

Das Gebiet um West­einfahrt und Autobahn entwickelt sich positiv. Nicht nur das Auhof Center blüht und wächst, sondern auch ein paar Meter weiter geht es voran. Am Holzhausenplatz sind zahlreiche Traditionsbetriebe und ein Fitnesscenter angesiedelt.

700 Paneele

Mit der Errichtung einer eigenen Photovoltaikanlage zur „grünen Stromgewinnung“ will die „Businessbase Westside“ noch einen Schritt weitergehen. Auf dem 4.000 m2 großen Dach liefern 700 Solarpaneele Strom, der das gesamte Areal versorgen kann. „Wir wollen nicht nur als Topstandort für Wirtschaftsbetriebe punkten. Auch das Thema Nachhaltigkeit ist uns ein Anliegen“, begründet Unternehmer und Base-Erfinder Patrick Osterbauer die kosten­intensive Investition

Wie hilfreich ist Technik?

Wien wächst und auch die Zahl hochbetagter Menschen steigt stetig. So soll etwa die Anzahl der mehr als 85-jährigen Wiener von 2015 bis 2030 um fast 50 Prozent in die Höhe schnellen. Spätestens in diesem Alter braucht der eine oder die andere effiziente Hilfe.

„WAALTeR“

Anhand einer Studie wollen nun der Fonds Soziales Wien, die Johanniter und zehn weitere Institutionen ergründen, ob Senioren von elektronischen Hilfsmitteln tatsächlich unterstützt werden. Im Projekt „WAALTeR“ können ältere Menschen 18 Monate lang ihre Erfahrungen mit einer ­Veranstaltungs-App, einem elektronischen Fitnessprogramm oder einem Sturzerkennungssensor mitteilen. Details zum Projekt sowie zur Teilnahme sind auf www.waalter.wien ersichtlich. Am 17. November findet von 13 bis 16 Uhr in der Johanniter-Residenz Schichtgründe (21., Satzingerweg 62) ein Info-Café statt.

Sicherheit für Märkte

Mit Blick Richtung Weihnachtseinkäufe fordert Wiens Handelsobmann Rainer Trefelik ein modernes Sicherheitskonzept für Einkaufs­straßen und Märkte. Der WKW-Funktionär ruft zu einem Dialog von Politik, Poli­zei und Interessenver­tretungen auf.
Im Visier hat Trefelik dabei Bedrohungen, wie sie durch die Anschläge in Paris, Nizza und Berlin Realität wurden.

Ein anspruchsvolles „Mitten in Hernals“

Am 19. November um 16 Uhr wird mitten in Hernals ein Gründungstreffen für einen Verein mit dem Namen „Mitten in Hernals“ im Klublokal, Gschwandnergasse 59, stattfinden. „Vereinszweck“, so erklärt der selbstlose Gründer, Ideenbringer und Geldgeber Martin Winkler, „sind die Nachbarschaft und das Mit­einander im Grätzel.“

Kostenlos

Das Angebot soll aber weit übers Blumengießen beim Nachbarn und den gemein­samen Kaffeeplausch hinaus­gehen. Martin Winkler will mit dem Verein einem sozialen und gesellschaftspolitischen Anspruch gerecht werden und dennoch allen hier lebenden Menschen etwas bieten. Und das kostenlos. Winkler, er hat auch schon die Crowdfundingplattform „Respekt.net“ für soziale Projekte gegründet, ist erfolgreicher Unternehmer in der IT-Branche. Für dieses Projekt hat er seine weit über 40 Stunden liegende Arbeitszeit auf eine 4-Tage-Woche reduziert und ist jeden Montag im Grätzel unterwegs.

Grätzeltreff

Das Lokal ist bereits angemietet und saniert. Ausgewählt hat man es im Wohnbezirk Winklers: „Man muss mit den kleinen Dingen beginnen, wenn man die Welt verändern will!“ Das Programm macht neugierig: „Gesundheit im Grätzel“ mit Prof. Meryn, „Umfragen“ mit IFES-Chefin Zeglovits und „Klartext“ mit Notenbankchef Nowotny. Hingehen, mitmachen und miteinander leben. Erster Erfolg: Ein Senioren-Klub hat hier bereits Quartier bezogen.

Kindergarten-Bau im Schutzgebiet!

Der Kindergarten Pötzleinsdorf wird bis zum Frühjahr 2018 neu errichtet. Am Standort direkt am Waldrand sind bereits drei neue Gebäu­de in Holzbauweise für über 270 Kinder entstanden. Zwei der Häuser wurden im Sommer 2017 fertiggestellt. Bis zum Frühjahr 2018 wird das dritte Gebäude durch einen Neubau ersetzt. Kritik gibt es jetzt freilich an den umfangreichen Erdarbeiten auf dem Gelände des Kindergartens. Der Grund: Es handelt sich um ein Landschaftsschutz­gebiet, in dem Baumaßnahmen nur unter strengen Auflagen zugelassen sind. Die Erdhügel sprechen eine andere Sprache. Nach seiner Fertigstellung im Sommer 2018 wird der Kindergarten jedoch Platz für neun Gruppen mit insgesamt 270 Kindern in der grüne Oase am Rand von Währing bieten.