Die „Wilde“ auf ­ihrem Brettl

Intelligente ­Studentin an der Akademie der bildenden Künste da, sportliche Extremistin, die weder Tod noch Teufel fürchtet, dort, wenn sie zwischen Felsen ­talwärts brettert. Flach­länderin aus der Josefstadt, aber einzige rot-weiß-rote Vertre­terin in der Snowboard Freeride World Pro Tour.

Großes Talent

Die Rede ist von Manuela Mandl, 29, einer außergewöhnlichen jungen Frau, die zur Elite-Liga der Szene gehört. Was das weibliche Aushängeschild des Wiener Skiverbandes draufhat, bewies sie im Sommer in Neuseeland, als sie bei den Winter Games als Zweite ihr bemerkenswertes Talent bestätigte. Weiter geht’s im Jänner mit Snowboard-Freeride-­Bewerben in Japan, Kanada, Andorra und Fieberbrunn bis zum Finale in der Schweiz.

Schüler lernen fürs Zusammenleben

Ein Kinderrechte-Tag wurde kürzlich in der VHS 17 (Rötzergasse 15) in Kooperation mit dem Stadtschulrat abgehalten. ­Spie­lerisch wurde Volksschülern der Rötzergasse erklärt, was Kinderrechte sind. Ähnliche Workshops wurden in allen 23 Bezirken veranstaltet. Die Kinder wurden angeregt, ihre Gefühle auszudrücken. Auf die Frage, was denn Diskriminierung sei, kam die spontane Antwort: „Wenn man Menschen nicht mag, weil sie anders sind.“ Zum Abschluss gab es Urkunden für die jungen „Kinderrechts-Experten“.

Smarte Schulen für den 11. Bezirk

Die Neuen Mittel­schulen I + II am ­Sim­meringer Enkplatz ­erhalten im Zuge des EU-geförderten Projekts „Smarter Together“ vier Null-Energie-Turnsäle und einen Zubau, der umweltfreundlich gestaltet wird. Der Baubeginn ist für Anfang 2018 angesetzt. Im Fokus stehen innovative, interaktive und energiesparende Maßnahmen. Auch auf Barrierefreiheit wird künftig geachtet. Sowohl Lehrer als auch Schüler haben Mitspracherecht im Projektverlauf, um ihre Wünsche einfließen ­lassen zu können.

Erheblich mehr Platz

Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2019 geplant. „Mehr Raum zum Lernen, mehr Raum für Bewegung und mehr Raum für innovative Pädagogik – der Zubau schafft durch zusätzliche räumliche Quantitäten auch eine neue Qualität und ein optimales ‚Lebensumfeld‘ für die Schüler und Pädagogen“, so Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer.


Foto: Stadtschulratspräsident Himmer und GR Novak besuchen Präsentation des Smarter together Projekts in der NMS Enkplatz

Bürgermeister half bei Weinernte

Mit einer grünen Winzerschürze herausgeputzt schritt Bürgermeister Häupl im kleinsten Weingarten Wiens am Schwarzenbergplatz zur traditionellen Weinlese. Assistiert von Weinkönigin Eli­sabeth III. und Rebensaft-­Experten fand die Lese auf­grund des außergewöhnlich heißen Sommers um ein paar Wochen früher statt. Der kleinste Weingarten besteht aus rund 70 Rebstöcken mit Gemischtem Satz. Bewirtschaftet wird der Garten vom Weingut Mayer am Pfarrplatz. Die 50 Flaschen werden wieder zugunsten von „Licht ins Dunkel“ versteigert.

Immer in Bewegung bleiben

Beim Tag der offenen Tür in der Kursana Residenz Wien-Tivoli (12., Hohenbergstraße 58) stand die Bewegung in allen Lebenslagen im Mittelpunkt. Die Residenzbewohner musizierten auf verschiedenen Instrumenten. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, die Arbeit der Residenz von einer ganz persönlichen Seite kennenzulernen. Beim vorgezeigten Sitztanz erfuhren die Besucher hautnah, wie sehr ein aktiver Lebens­stil die Laune hebt und dabei den Spaß an der Bewegung fördert.

Durch Spenden das Schuljahr schaffen

Die Eltern des kleinen Paul können sich keine Nachhilfe leisten. Paul ist intelligent und lernt gerne. Zuhause gibt es aber keinen ruhigen Ort, an dem er lernen kann. Und Fragen kann ihm auch niemand beantworten, da beide Eltern berufstätig sind. Paul ist frustriert und braucht Hilfe. Diese Hilfe ist nicht teuer.

Im Samariterbund LernLEO nehmen sich Lernbetreuer Zeit für Paul, helfen ihm kostenlos bei den Hausaufgaben, beantworten seine Fragen und bereiten ihn gezielt auf Prüfungen vor. Paul zu helfen ist ganz einfach. Mit 50 Euro können wir Paul auf die nächste Schularbeit vorbereiten. Mit 20 Euro ist auch die schwierigste Hausaufgabe gemeistert. Aber das ist nur mit Ihrer Spende möglich.


Kindern dabei helfen, das nächste Schuljahr zu schaffen: spende.samariterbund.net

Samariterbund-Spendenkonto
Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs Wien
IBAN: AT43 2011 1890 8900 2400
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Lernleo60


Ihre Spende ist absetzbar. Ab 01.01.2017 gilt die automatische Berücksichtigung von Sonderausgaben. Wenn Sie Ihre Spende steuerlich geltend machen wollen, dann geben Sie im Zuge der Überweisung bitte Ihr Geburtsdatum, Vor- und Nachname (wie am Meldezettel) an.

Familien forsten selbst auf

Am 21. Oktober sind alle Freunde der Natur samt Kindern zur Aufforstungsaktion der MA 49 in die Leopoldau eingeladen: Bäume pflanzen, Steckerlbrot essen und Papierdrachen basteln.

Insgesamt werden es 10.500 junge Bäume sein, die am Samstag, dem 21. Oktober, ­gepflanzt werden. Treffpunkt ist in der Petritschgasse 30 (U1 Leopoldau), dann geht’s entweder zu Fuß weiter oder ab 9.45 Uhr mit dem Bummelzug. Von 10 bis 16 Uhr können alle, die Lust haben, unter fachkundiger Anleitung von Förstern der Stadt Wien beim Einpflanzen mitmachen. „Die vielen Grünflächen in Wien machen über 50 Prozent der Gesamtfläche aus und machen die Stadt besonders lebenswert. Ich freue mich, dass sie durch die Hilfe junger Wiener weiter wachsen“, zeigt sich Umweltstadträtin Ulli Sima begeistert.

Lagerfeuer

Das Programm ist bunt ­gefächert. Es reicht von Papierdrachen und Windräder basteln über Filzen mit Alpakawolle und Kürbisse schnitzen bis zum Betrachten von Fundstücken aus der Natur und Bodenproben durch das Mikroskop. Der Abfallberatungsbus unterhält mit einem Mülltrennspiel, und am Lagerfeuer werden Steckerlbrot und von den Kindern gebackene ­Weckerln zubereitet.

© Dietrich

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Bootstaufe für „Job Ahoi“

Es war ein großer Tag für die Jugendlichen der Jobfabrik in der Dr.-Otto-Neurath-Gasse: Das Boot „Job Ahoi“, das sie in mühevoller Arbeit im Rahmen ihrer Ausbildung gebaut hatten, war fertiggestellt und wurde an der Alten Donau vor der Segelschule Hofbauer getauft. Die Tauf­paten waren Bezirkschef Ernst Nevrivy, Otto Knapp, Chef der Volkshilfe Wien, und Andrea Schmon, Leiterin des Sozi­alministeriumsservice Wien.

Unterstützung

Ausbildungsprojekte wie dieses sind gerade in einer Zeit immer höherer Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt ­extrem wichtig. Manche ­Jugendliche benötigen nach dem Ende ihrer Schullaufbahn etwas mehr Zeit und Unterstützung, um sich zurechtzufinden. Diese Unterstützung bietet die Volkshilfe Jobfabrik seit mehr als 20 Jahren und seit September in der Donaustadt. Die Jugendlichen trainieren dort ihre handwerklichen, sozialen und schulischen Fertigkeiten. Sie arbeiten gemeinsam in einer Küche oder Backstube, gärtnern, malen die Fabrik aus oder arbeiten bei Kooperationspartnern wie McDonald’s.

© Rastegar

Der Strom kommt aus der Kiste

Erfindung aus Floridsdorf – Treibstoffkanister schleppen war gestern: Die Entwicklung des jungen Wiener Unternehmens Base.Energy wird mit Sonne betrieben. „Die Menschen interessieren sich immer mehr für Solarstrom, wurden bisher jedoch mit Bürokratie, Kosten und Komplexität überhäuft“, erklärt Gründer Simon ­Niederkircher. Mit seinem Team hat der junge Floridsdorfer den ­SolCube entwickelt, der kürzlich auf der Vienna Design Week präsentiert wurde: ein Stromgenerator mit eingebauter Batterie und Steckdose, der mit herkömmlichen Solarmodulen aufgeladen wird und Größe und Gewicht des ­Geräts einer Bierkiste hat. Damit hat man im Wohnmobil oder im Schrebergarten Strom für bis zu 140 Stunden Licht, 40 Tassen Kaffee oder 14 Laptop-Ladungen. Die Kaufversion soll Ende 2017 auf den Markt kommen.

Thementag in der VHS Simmering

Am 17. Oktober dreht sich von 8.30 Uhr bis 13 Uhr in der Volkshochschule in der Gottschalkgasse alles um die kleinen Großen! Mit einem Stationenspiel wird im Zuge der wienweiten Aktion „Kinderrechte für alle!“ auf die Rechte der Kleinen aufmerksam gemacht. „Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Was wir unseren Kindern beibringen und vorleben, wird in Zukunft Früchte tragen. Die Vermittlung von Kinderrechten ist auch die Vermittlung demokratischer Teilhabe. Und selbst vRechte zu haben, heißt auch, sie anderen zugestehen zu müssen“, erklärt VHS-Geschäftsführer Herbert Schweiger. Bereits seit Ende April finden in ganz Wien Thementage mit Workshops zu den Kinderrechten statt. So können sich Schüler im Alter von 6 bis 10 Jahren mit ihren Rechten spielerisch auseinandersetzen.

Gemeinsam leben unterm Regenbogen

Familien stehen im ­Alltag oft vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Für lesbische, schwule und queere Familien gilt das besonders. Mit dem „Famos“ (Familien Andersrum in Österreich) in der Franzensgasse gibt es für sie eine spezielle Einrichtung. Der Verein setzt sich für die Vernetzung und Unterstützung von Regenbogenfamilien ein. Regelmäßige Gruppentreffen und Aktivitäten stehen hier auf dem Programm.

Gleiche Chancen

Ende September besuchte Ministerin Pamela Rendi-Wagner die Margaretner ­Institution gemeinsam mit dem SoHo-Vorsitzenden Mario Lindner. „Wir wollen ein ­Österreich, in dem jeder Mensch und jede Familie die gleichen Chancen auf ein glückliches und erfülltes Leben haben. Gerade Einrichtungen wie diese zeigen, dass die LSBTI Community in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Wir freuen uns, so tolle Projekte aktiv unterstützen zu können“, so Pamela Rendi-Wagner und Mario Lindner im Rahmen des Besuchs beim Regen­bogenzentrum.

Weitere Informationen zu „Famos“ gibt es auch unter: www.regenbogenfamilien.at

Toni und die Erdmännchen

Die Erdmännchen im Tiergarten Schönbrunn haben einen neuen Paten: Schauspiel-­Legende Peter Simonischek. Passend zu seinem Alter Ego „Toni Erdmann“ in der vielfach ausgezeichneten Tragikomödie hat der Publikumsliebling die Patenschaft übernommen. Und Zoo-Direk­torin Dagmar Schratter hat sich gefreut!

Wohnen im Wartehäuschen

Die Künstlerin Barbara Ungepflegt wohnte zwei Wochen lang in einem extra für sie aufgebauten Bus-Wartehäuschen. Sie bereitet nun eine Dokumentation über dieses einzigartige Erlebnis vor.

Der im September über den Wallensteinplatz ging, ­bemerkte ein doppeltes Wartehäuschen neben der 5B-Station: Die eine Hälfte besaß nicht drei Wände, sondern vier und im Inneren war ein kleines Wohnzimmer aufgebaut: ein grünes Sofa, ein Tisch, zwei Sessel, ein Gas­kocher und im Wandregal ein kleines Radio, Bücher und jede Menge Fotos, Figürchen und auf dem Boden eine ­Marienstatue.

„Am Tag meines Einzugs war Toni Faber hier, um mein neues Heim zu segnen“, erzählt Barbara Ungepflegt. Die Installationskünstlerin, die im Brotberuf Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ist, trägt eine knallrote Kunstpelzhaube und Anorak: Es hat etwas mehr als zehn Grad. Wie sind die Nächte, außer kalt? „Ich schlafe schlecht“, sagt Ungepflegt. „Manchmal klopfen Männer an die Scheiben und sagen grausliche ­Sachen.“ Ansonsten wird
sie verwöhnt: Anrainer bringen Lebensmittel, eine Friseurin bot ihr einen Gratis-Haarschnitt an. Wer hereinkommt, bekommt Kaffee, Tee oder Wein angeboten.

Mit ihrer Installation, die sie „Airpnp – Air pause and peep“ nennt, will sie auf die problematischen Folgen der Plattform Airbnb aufmerksam machen. „Dass Immobilienhaie Wohnungen aufkaufen, um sie zu vermieten, schadet nicht nur der Hotellerie, ­sondern auch den Einheimischen, für die sich die Wohnungen verteuern“, sagt Ungepflegt. Ende September wurde das Häuschen abgebaut, die Künstlerin übersiedelte wieder in ihre eigene Wohnung: ein warmes Heim, eigene Toilette und ungestörte Nächte. Über ihre Erlebnisse im Wartehäuschen wird sie eine Dokumentation zusammenstellen.

Promenade, die ihren Namen trägt

Ingrid Leodolter ist unvergessen. In Wahlkampfzeiten geht’s zack, zack. Nach zwei Jahren wurde eine Benennung offiziell. Sie war unbestritten eine ganz Große der Nachkriegspolitik, eine Weggefährtin von Bruno Kreisky. Sie sorgte für die Einführung des Mutter-Kind-Passes, kämpfte für eine Verrin­gerung der Säuglingssterblichkeit und brachte die ­Erhöhung der Geburtenbeihilfe durch. Damals waren Reformen noch möglich …

Enthüllung

Die Rede ist von Primaria Dr. Ingrid Leodolter (1919–1986), einer Hiet­zingerin. Und schon vor zwei Jahren wurde die Leodolter-Promenade in der Wolkersbergenstraße 1 nach ihr benannt. Doch erst jetzt, vor wenigen Tagen, auch feierlich „enthüllt“. Natürlich mit der hohen Politprominenz, wie in Wahlkampfzeiten üblich. ­Kultur- und Sportstadtrat Andreas Mailath-Pokorny rühmte Ingrid ­Leodolter „als große Politikerin, die zukunftsweisende Maßnahmen durchgesetzt hat“.

Kindheit schenken

Vernachlässigungen, Gewalt, Missbrauch – das war der Alltag jener Kinder, die nun in einem der Kinderdörfer leben. Seit mittlerweile fast 60 ­Jahren ­arbeitet das Hilfwerk ­intensiv an der Integration jener ­jungen Menschen, die einen nicht ganz so einfachen Start ins Leben hatten.

Sorgenfrei

In den Einrichtungen geben Sozialpädagogen den Kindern ein geborgenes Zuhause und versuchen, ihnen ein Stück Kindheit zu schenken und sie auf dem Weg in ein selbst­bestimmtes Leben zu begleiten. Um ihre schicksalsbedingten Sozialisationsstörungen zu bearbeiten, ist es ­notwendig, therapeutische Unterstützung anzubieten. Ermöglicht werden kann das Angebot allerdings nur mit der Unterstützung vieler. Die Kinderdörfer sind daher auf Spenden angewiesen.

Infos: www.kinderdoerfer.at

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