Posts die im Bereich DEINE BEZIRK erscheinen sollen

SportBusiness: So läuft das Match der Marken

Es warten einhundert Seiten mit großflächigen Action-Fotos im Spannungsfeld zwischen Sport und Wirtschaft, zwischen Fußball und Sponsoring, zwischen Action und Geschäft. Ein Magazin der ganz besonderen Art.

Und das kam so zustande: Der Salzburger Sportmanager Toni Pichler kam vor einigen Monaten auf unseren Verlag zu, um eine Kooperation mit dem "Fußball Forum" in der Generali Arena (ehemaliges Franz-Horr-Stadion) zu besprechen. Er hätte gerne eine Art Programmheft, teilte er uns mit, eine Printunterstützung, um sein Projekt noch wertiger zu machen.

Das brachte das Echo/VWZ-Medienhaus als größten Gratis- und Kundenzeitungsverlag Wiens auf die Idee, gleich etwas richtig Großes daraus zu machen. Und so entstand ein 100-Seiten-Magazin mit den Schwerpunkten Fußball, Skifahren, Formel 1, Sponsoring und Werbung, das am 18.1. beim Fußball-Forum aufliegt und ab sofort im ausgewählten Zeitschriftenhandel um 7 Euro erhältlich ist.

Leser erwarten folgende Geschichten: Das Match der Sportmarken in Österreich mit den Top-Ten der Alpenrepublik. Ein Interview mit "Mr. Golden Goal" und DFV-Sportmanager Oliver Bierhof über die Bedeutung von Sportsponsoring im Fußball. Reportagen über die Top-15-Klubs in Europa, die wertvollsten Kicker und die Riesenbedeutung von Red Bull im Sport. Weiters Untersuchungen und Statistiken, warum welche Firma welche Sportart unterstützt und welche Vereine im Land wieviele Anhänger haben. Lust but not least präseniert das SportBusiness-Magazin einen Ratgeber zum Sportsponsoring und einen runden Tisch mit sechs Präsidenten zum heißen Geldthema. 

Abschließend bleibt noch zu sagen: Schauen Sie sich das an! Und glauben Sie unserem Versprechen, dass die erste Ausgabe nicht die letzte sein wird … Viel Vergnügen beim Schmökern! 

  • Adresse: Schottenfeldgasse 24, 1070 Wien

ORF-Wettlauf im letzten Paradies

"Unterhaltung und Action sind in Ordnung. Aber das bedeutet nicht, dass man so etwas in einem der letzten wirklich unberührten Gebiete der Erde machen muss. Solche Aktionen sind absolut entbehrlich, das ist Sensationssucht ohne Sinn“, kritisiert der Wiener Ökosystemforscher Andreas Richter im Exklusiv-Talk mit dem WIENER BEZIRKSBLATT. Richter weist auch darauf hin, dass es gerade ein Österreicher war (der Forscher Carl Weyprecht), der das erste Internationale Polarjahr 1882/83 ausrief – und Polarexpeditionen ohne wissenschaftlichen Hintergrund scharf verurteilte. Auch international ist der "Wettlauf zum Südpol“, der im März 2011 im ORF und ZDF ausgestrahlt wird, umstritten.

Antarktis: Experten gegen Polar-Events

Klemens Pütz, Direktor des renommierten Antarctic Research Trust, erachtet auf Anfrage des WIENER BEZIRKSBLATTs nicht-wissenschaftliche Aktivitäten generell als "bedenklich“, "rein sportliche Veranstaltungen sind dagegen abzulehnen“. Rosemary Nash vom SCAR (Scientific Committee on Antarctic Research) weist darauf hin, dass "jeder Besuch in der Antarktis einen Einfluss auf die Umwelt hat“. Der "Coolness-Faktor“ der Südpolregion hat jedoch auch längst den "normalen“ Tourismus erfasst: Suchten im Jahr 1990 noch 1.000 Besucher pro Jahr in der Antarktis nach Eisbergen und Pinguinen, fielen im Jahr 2000 bereits 14.000 Hobby-Abenteurer über das empfindliche Ökosystem her.

In der fünfteiligen Doku "Wettlauf zum Südpol“ kämpfen Hermann Maier, Tom Walek und zwei weitere Kandidaten bis Anfang Jänner gegen ein deutsches Team um den Sieg.

  • Adresse: Würzburggasse 36, 1130 Wien

„Und wo bitte ist der Falco?“

Der Zentralfriedhof mit den Augen eines Touristen: Eine Reise durch die Promi-Jahrzehnte

Die Basisdaten sind schnell erzählt: Der Zentralfriedhof an der Simmeringer Hauptstraße ist eine Weltsensation. Mit 2,5 km2 Größe die Nummer 2 in Europa und mit drei Millionen Bestatteten die Nummer 1. Eröffnet wurde sinnigerweise am Allerheiligentag 1874. Wer nachrechnet, weiß also, dass die 100-Jahr-Hymne von Wolfgang Ambros auch schon wieder 36 Jahre alt ist.

Von Mozart, Kreisky, Zilk bis zum Falken

Wesentlich jünger ist der Kultplatz eines "Bruders im Geiste“ des Austro-Barden. Hansi Hölzel, Falco. Sein Ehrengrab ist seit 1998 zum Pilgerziel geworden. Dabei ist es bei einer Sightseeing-Tour nicht leicht zu finden. Der Schöpfer von "Amadeus“ liegt neben Prominenten wie Löwin­ger, Ocwirk oder Dusika in der Ehrengräber-Gruppe 40. Vom Haupteingang weg heißt das eine halbe Stunde Fußmarsch und Durchfragen: "Entschuldigen Sie, wo liegt denn der Falco?“ – "Wer? Wen meinen Sie?“, antwortet die ältere Dame. "Falco, Hansi ­Hölzel.“ – "Ah, der ist hinten.“

Zuvor gilt es, die pralle Historie zu durchleben. Gleich neben dem geräumigen Haupteingang, vor dem es sich vortrefflich parken lässt, liegt die Ehrengräber-Gruppe 0 des 19. Jahrhunderts. Dann geht es geradeaus in Richtung der imposanten Lueger-Kirche und linker Hand folgt die Gruppe 32A. Gewaltig: ­Mozart, Beethoven, Schubert – die ganze Liga. Daneben liegt 14A, Thema Ringstraße (­Billroth, Anzengruber, Schlesinger). Dahinter 14C mit Gratz, ­Broda, Sallinger und Firnberg, neben 32C (mit dem Namen Schauspieler!) und den Allzeit-Größen Kreisky, Benya und Zilk.

Stadt trägt Kosten der Ehrengräber

Beinahe vergisst man vor Begeisterung, dass man ja eigentlich zu Falco wollte … Die Präsidentengruft direkt vor der Kirche ist das nächste Highlight. Sie liegen friedlich nebeneinander: Renner, Körner, Schärf, Jonas, Kirchschläger, Klestil, Waldheim. Ergriffenheit ist hier nicht zu leugnen.

Wobei nun die Frage auftaucht, was es mit den Ehrengräbern genau auf sich hat. Der Grund war damals banal: Man wollte den Zentralfriedhof für die Bevölkerung attraktiver machen und beschloss, dass sich Ehrengräber nur hier zu befinden haben und sämtliche Kosten von der Stadt zu tragen sind. Gesagt – getan. Heute gibt es in dem Simmeringer Riesengrätzel mehr als 350 Ehren­gräber und gut 600 "ehrenhalber gewidmete Gräber“ (die Stadt trägt die Grabmiete). Das Kulturamt (MA 7) entscheidet über die Vergabe. Bei Falco gab es einst wenig Diskussionen. Zum Glück, denn so hat der Kultort weitere Fans gewonnen …

Führungen am Zentralfriedhof

Man muss keine geführte Tour machen, um Europas zweitgrößten Friedhof erleben zu können. Aber es hilft, um sich auf den 2,5 km2 zurechtzufinden. Unter www.viennatouristguide.at werden zweistündige Touren zu allen Sehenswürdigkeiten des Friedhofs angeboten.

  • Adresse: Zentralfriedhof, 1110 Wien

Italo-Flair in der Gruft

Grün-Weißes Herz schlägt auch für Obdachlose

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Rapid-Kapitän Steffen Hofmann einer guten Sache annimmt. ­Letzten Donnerstag war es wieder so weit: In der Gruft der Caritas (6., Barnabiten­gasse 14) verteilte er für die Firma iMeal 200 Pizzen – unzählige Obdachlose standen Schlange, um ein warmes Mahl zu

bekommen. Und schüttelten dem Deutschen "nebenbei“ gleich begeistert die Hand. iMeal verteilt während der gesamten Adventzeit 1.000 Pizzen an Bedürftige in Wien.

Rapid-Fans, Spieler und Verein spenden 35.000 Euro für das Caritas Betreuungszentrum Gruft

Ein großes Herz für obdachlose Menschen bewies einmal mehr das grün-weiße Fußball-Lager: Vor dem letzten Spiel der Herbstrunde übergaben Oliver Pohle, Chef der Rapid-Ultras und Rapidkapitän Steffen Hofmann ein Scheck über 35.000 Euro an Susanne Peter, stv. Gruft-Leiterin. 20.000 Euro sammelten die Rapid-Fans, 15.000 Euro legten Spieler und Verein drauf.

Du willst auch spenden?

Mit der aktuell Spendenkampagne "Gruft Winterpaket" bittet die Caritas für ein winterfeste Schlafsäcke und warmes Essen obdachlose Menschen.

Caritas Spendenkonto
RZB 40 40 50 050
BLZ 31000
Kennwort "Gruft Winterpaket"

Leuchten schlägt Glitzern

Kinder haben ein Recht auf den Sternenhimmel. Dieses Motto hat sich ein Wiener Astronom zu eigen gemacht. Günther Wuchterls Welt sind die Sterne. Er ist der einzige Österreicher, der einen Planeten entdeckt hat, und kämpft heute gegen die weltweite "Lichtverschmutzung“.

"Die ­Milchstraße bei klarem Himmel zu sehen, ist ein wunderbares Ereignis. Leider aber gibt es immer mehr künstliches Licht, die Sterne dahinter werden dadurch unsichtbar“, so der Sternenforscher. Er weiß auch Ärzte und Biologen an seiner Seite. Schließlich beeinträchtigt dauernde Beleuchtung den Schlaf der Menschen und die langfristigen Auswirkungen der permanenten Dunkellosigkeit auf Insekten und Vögel sind noch nicht erforscht. Großstädte wie Wien sind von Lichtverschmutzung natürlich weit mehr betroffen als der ländliche Raum.

Großmugl zum Beispiel ist nur 50 Kilometer von Wien entfernt, "aber der Himmel über diesem Ort ist ein Lichnatur­wunder“, schwärmt der Mann der Teleskope vom potenziellen nächtlichen Ausflugsziel für Großstadtfamilien. Übri­gens hat die UNESCO den Sternenhimmel im Vorjahr zu einer eigenen schützenswerten Kategorie erklärt.

  • Adresse: Johann Staud-Straße 10, 1160 Wien

26 Bewerbe, 120 Kilometer, eine Botschaft: Wienläuft

Die ganz fleißigen Sportler konnten bei den 26 Bezirks- und Grätzelläufen an die 120 Kilometer zurücklegen. Wobei es bei dieser Laufinitiative primär um den Spaß geht. In Summe wurden rund 10.000 Teilnehmer begrüßt: "Und das macht uns stolz“, so Initiator und WAT-Präsident Christian Pöttler. Vor kurzem wurden die Gesamtsieger des Wienläuft/Wiener Laufcups im Raiffeisen-Haus geehrt.

Mehr Infos: www.wat.at, www.wienläuft.at

Schlachthof war gestern!

Bis zum Jahr 2016 werden zumindest 15.000 Menschen hier arbeiten und wohnen! "Neu Marx“ heißt das Stadtentwicklungsgebiet in der Kernzone von St. Marx. 55 Unternehmen und Institutionen sind bereits auf dem 37 Hektar großen Areal angesiedelt, das durch den Rennweg, die Schlachthausgasse, die Baumgasse und die Litfaßstraße begrenzt wird.

Als eines der ersten Gebäude auf dem Areal entstand das T-Center, sozusagen das Flaggschiff für die Entwicklung von Neu Marx – der Robert-Hochner-Park liegt direkt davor. Richtung Schlachthausgasse erstrecken sich der Campus Vienna Biocenter (VBC) und Wohnbauten. Mitten in Neu Marx sticht die unter Denkmalschutz stehende Rinderhalle heraus, die bis zum endgültigen Ausbau als Eventlocation genutzt wird. Zwei weitere Backsteinbauten (MQM 1 und MQM 2) beherbergen die ersten Bauteile des Media Quarter Marx.

Stadion gar für 35.000 Fans?

Zahlen, Fakten & Gerüchte zu „St. Hanappi“-Umbau. Plus: Die Details zur neuen "Akademie“  

Offiziell ist die Situation im "Rapid-Grätzel“ Hütteldorf so: "Das Hanappi-Stadion wird auf 25.000 Zuschauer Fassungsvermögen erweitert“, so Präsident ­Rudolf Edlinger bei der Generalversammlung am 15. 11. "Die Wünsche sind uns bekannt. Aber es gibt keine Pläne und kein Kostenvolumen. Rapid ist schon in der Pflicht, sich konkret zu ­äußern“, sagt dazu die Leiterin des Sportamtes Wien, Sandra Hofmann.

Sogar ein Abgraben steht jetzt im Raum

Ob das für Rapid so einfach ist? Vielleicht gibt es gute Gründe, warum noch keine Pläne vorgelegt wurden. Denn das WIENER BEZIRKSBLATT erfuhr von grün-weißen Insidern schier revolutionäre Pläne. Geplant ist demnach eine Aufstockung auf 30.000 bis 35.000 Zuschauer. Zum einen sollen die Ecken geschlossen und Tribünen aufgestockt werden – zumindest die Nord auf drei und die West auf zwei Ränge. Und es wird sogar angedacht, die Spielfläche abzugraben, um auch auf den unteren Rängen zum Spielfeld hin noch mehr Platz zu bekommen.  
Spannend. Aus dem Rathaus wird bestätigt, dass „zwischen 23.000 und 35.000 Zuschauer“ denkbar wären. Von der Kosten/Nutzen-Berechnung her sind aber nicht viel mehr als 25.000 sinnvoll. Gegen mehr Plätze spricht, dass die derzeitigen Notausgänge 35.000 Zuschauer gar nicht schaffen würden. Und gegen das Zubauen der Ecken wird angeführt, dass die derzeitigen Betonsteher wegmüssten und ein neues Dach hermüsste. Was bald schon einem Neubau gleichkäme – die Kostenschätzung liegt da bei 20 Millionen Euro aufwärts. Weiters müsste Rapid wohl eine Saison im Happel-Stadion spielen, da "St. Hanappi“ Baustelle wäre.

Sport-Gymnasium: Alles auf Schiene

Konkreter sind die Gymnasiums-Pläne. Bei der Deutschordenstraße bzw. dem Bahnhof Hütteldorf gibt es ein Wunschgrundstück, das den ÖBB gehört. Vermutlich bis Sommer 2011 wird das Unterrichtsministerium der Bundesimmobilien-Gesellschaft den Kauf-Auftrag erteilen, wurde auf Beamten­ebene fixiert. Dann wird ein neues ORG mit Schwerpunkt Sport errichtet, um die Marol­tingergasse in Ottakring zu entlasten. Neben Fußball werden in der neuen Schule weitere (Ball-)Sportarten gefördert. Es wird auf dem Schul­areal auch zwei bis drei Fußballplätze geben, die Rapid quasi "geschenkt“ werden. Als "Akademie“ beim Stadion.

  • Adresse: Keißlergasse 6, 1140 Wien

Volkshochschule feiert Jubiläum

Seit 65 Jahren finden im 21. Bezirk Kurse, Vorträge und Kulturveranstaltungen statt 

Die Volkshochschule Floridsdorf war und ist Pionier in der Bildungslandschaft. Begonnen hat diese Entwicklung vor genau 65 Jahren, im November 1945: "Floridsdorf, gezeichnet von schweren Kriegsschäden, aber von der Naziherrschaft befreit, regt sich wieder. Tatkräftig macht sich auch hier die Bevölkerung an den Wiederaufbau“, weiß StR Michael Ludwig (von 1986 bis 1991 Vorsitzender der Wiener und Österreichischen VHS).

"Mit meiner Zeit als Kursleiter an der VHS Floridsdorf verbinde ich noch sehr schöne Erinnerungen."
Michael Ludwig

Aber so wie die Floridsdorfer in der nunmehr russischen Besatzungszone ihre wirtschaftliche Existenz wieder aufzubauen versuchten, begannen auch die kulturellen Bedürfnisse wieder zu erwachen.

  • 1945. Ein Floridsdorfer Arbeiter, Fritz Jordan, richtet schließlich im Floridsdorfer Realgymnasium Sprachkurse ein. Jordan setzt auch das Geschäftslokal an der Ecke Prager Straße und Frömmlgasse wieder instand.
  • 1946. Der Verein "Volksbildungshaus Floridsdorf“ wird gegründet.
  • 1948. Schon 105 Vorträge im Jahr finden statt.
  • 1950. Es gibt Filialen in Jedlesee, Jedlersdorf, Stammersdorf und Leopoldau.
  • 1957. Die jährliche Hörerzahl ist schon auf 3.543 gestiegen.
  • 1965. Es wird mit dem Bau eines "Hauses der Begegnung“ begonnen.
  • 1976. Die VHS Wien-Nord bietet Vorbereitungskurse für Wiederholungsprüfungen an.
  • 1980. Der Grundlehrgang "Studienberechtigung“ beginnt.
  • 1988. Pro Jahr wird nun ein Herbst- und ein Frühjahrsprogramm herausgegeben.
  • 1995. Es gibt ein vernetztes EDV-Kursverwaltungssystem.
  • 2000. Die VHS Floridsdorf präsentiert sich groß bei der "Woche der Erwachsenenbildung“ rund ums Burgtheater.
  • 2005. Lehrgänge für Gehörlose werden angeboten.
  • 2010. Die VHS-Basisbildung (Lese- und Schreibkurse für Analphabeten) feiert 20. Jubiläum.
  • Adresse: Angerer Str. 14, 1210 Wien

Gut, besser, Supercup

Eine Hallenfußball-Serie, die heuer erstmals vom WIENER BEZIRKSBLATT präsentiert wird. Sogar Stargäste finden sich ein: Beim "FC Woj­tyla“ hat Musical-Star Alfred Lichtenberger, bekannt aus "Ich war noch niemals in New York“, mitgespielt. Nächste Spieltermine: 4.+ 5.12. Hopsa­gasse, 8.12. PAHO-Halle.

  • Adresse: Hopsagasse, 1200 Wien

Musterbeispiel für Grätzel-Belebung

Der erste Blick ist atem­beraubend, wenn man durch den Haupteingang bei der Goldschlagstraße kommt. Baustelle so weit das Auge reicht. Riesige Kräne. Herumkletternde Arbeiter, Helme tauchen überall auf und versinken wieder. Auf 25.000 Quadratmetern ­entsteht hier ein neues Wirtschaftszentrum mitten in Penzing. Die optimale Kombination aus Arbeiten, Wohnen, Freizeit, Entspannung, mit Parkplätzen und Anbindung an die Öffis.

TV-Macher von W24 und Okto live dabei

Für die TV-Macher von Okto und dem Stadtsender W24 ist der Baustellen-Anblick genauso Routine wie für die Hightech-Experten der "Lasergruppe Prihoda“ oder der Firma "Wittner“. Oder jener Sicherheitsfirma, die längst in dem Gewerbehof in Breitensee zu Hause ist. 20 Betriebe sind im alten, bereits renovierten Trakt des "Vierkant-Parks“ heute ­untergebracht. Und fühlen sich wohl, wie der Lokal­augenschein von Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner Mitte Oktober (das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete) bei den Hightech-Firmen bestätigte: "Toll, dass sich die beiden Betriebe so wohlfühlen und nicht an eine Abwanderung in den Osten denken.“

40 Firmen werden sich niederlassen

Ab 2012 werden es etwa doppelt so viele wie jetzt sein, die in dem neuen Wirtschaftspark, den die Wien Holding finanziert, beheimatet sind. Mit insgesamt rund 1.000 Arbeitsplätzen. Dazu kommt ein Neubautrakt der Genossenschaft "Neue Heimat“ mit 75 geförderten Mietwohnungen. "Dafür ist der Spatenstich ebenfalls schon erfolgt“, so Wien-Holding-Geschäftsführerin ­Sigrid Oblak.

Jener Neubautrakt, der ­vorige Woche feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde, betrifft die Büroräumlichkeiten. Auf fünf Etagen entstehen gewaltige 10.000 Quadratmeter Geschäftsflächen. Bei der Innenraumgestaltung wird viel Wert auf Luft, also die größtmögliche Raumhöhe gelegt. Außerdem entstehen neun in sich abgeschlossene Einhei­ten, die sich für Serviceeinheiten oder Ateliers eignen. Manche können dann nach der Fertigstellung 2012 ganz hoch hinaus. Zumindest, wenn sie in einem der Dach­geschoß-­Büros residieren. Von dort hat man sogar den Ausblick auf die Gloriette und auf den Schönbrunner Schloss­park. Wenn man vor lauter Arbeit dazukommt, aus dem Fenster zu blicken …

Telefone wurden vor 100 Jahren gebaut

Zurück zum äußeren Erscheinungsbild. Wer sich auf der Seite der Goldschlagstraße dem Bau nähert, wird gleich die Backsteinziegel bemerken, die an die Jahrhundertwende erinnern. So ist es beim Gewerbehof auch. Er ist mehr als 110 Jahre alt und viele Händler und Gewerbetreibende schlossen sich einst zusammen, um alles an einem Ort anbieten zu können. So wurden in der Goldschlagstraße früher ­Telefonapparate produziert – genau, die alten mit der riesigen Wählscheibe.

Im Laufe des letzten, des 20. Jahrhunderts, konnte der ­Gewerbehof nicht immer an seine Blütezeit anschließen, ehe 2007 beschlossen wurde, daraus etwas Großes und Zukunftsträchtiges zu machen.

  • Adresse: Missindorfstraße, 1140 Wien

Das Eis wird brennen!

Die Capitals-Fans erinnern sich gerne an den 29. Oktober zurück. Gegen ­Olimpija Ljubljana bebte die Eishalle. Das 6:1 war ein Bestpreisschießen. Zu stark waren die Wiener an diesem Abend, zu schwach die Gäste aus Slowenien.

Am 3. Dezember werden sie bei der Neuauflage vorsichtiger ans Werk gehen. Zumal sie wissen, dass die Caps daheim eine Macht sind, vor dem Villach-Match neunmal in Folge als Sieger vom Kagraner Eis gingen. Und zuletzt der Verletzungsteufel den Norden Wiens verlassen hat. Dazu kommt die starke erste Linie mit Fortier, Gratton, Rotter.

Mit dem WIENER BEZIRKSBLATT bist du gratis in der Albert-Schultz-Halle (22., Attemsgasse 1) dabei: Wir verlosen 50 Tickets für das Meisterschaftsspiel der Capitals gegen Olimpija Ljubljana am Freitag, 3.12., 19.15 Uhr. Gewinn­frage: Wie heißt der Präsident der Vienna ­Capitals? Antwort-E-Mail an gewinn@wienerbezirksblatt.at schicken.

  • Adresse: Attemsgasse 1, 1220 Wien

„Babylon“ im Kreuzfeuer

Nach dem Verlust der Werbefläche im Ankunftsbereich des Wiener Flughafens steht der Bordellkette das nächste Ungemach ins Haus: Rumänische Menschenhändler sollen teils minderjährige Mädchen mit falschen Versprechungen nach Österreich gelockt haben und sie danach gezwungen haben, in Nachtklubs als Prostituierte zu arbeiten.

Die Menschenhändler hätten Teilnehmerinnen an rumänischen Missen-Wettbewerben angesprochen und ihnen Foto­shootings in Österreich versprochen – die Kosten für die Shootings müssten sie jedoch in Bordellen abarbeiten. Konkret sollen an die "Babylon“-Kette (mit Bordellen in Wien, Salzburg und Klagenfurt) 25 Mädchen vermittelt worden sein, so die Vorwürfe. „Babylon“-Manager Richard Schweiger sprach in Medien von einer Intrige: "Keines dieser jungen Mädchen hat je bei uns gearbeitet.“ Das österreichische Bundeskriminalamt hat ermittelt, nun sei die Staatsanwaltschaft am Zug, wie das BK auf Anfrage des WIENER BEZIRKSBLATTs mitteilte.

  • Adresse: Seilerstätte 1, 1010 Wien

Das neue Wahrzeichen des Handball-Bezirkes

"Es war schon eine Heidenarbeit. Aber es hat sich ausgezahlt“, atmet Thomas Menzl tief durch. Der Manager des Handball-Klubs aon Fivers war in den letzten Wochen von früh bis spät auf der "Baustelle Bacherplatz“. Um gemeinsam mit Spielern und Vereinsmitarbeitern dem Bezirk ein neues Wahrzeichen zu verschaffen: eine Sporthalle, die alle Stückerln spielt. Und die in der Nacht leuchtet, als wäre schon Weihnachten.

Gut gebucht, aber Kicker noch gesucht

Seit wenigen Tagen ist die Halle in Betrieb. "Und steht damit den Schulen, unserem Fivers-Nachwuchs und den Fivers-MGA-Frauen rund um die Uhr zur Verfügung“, so Menzl. Heißt konkret: Zwischen 8 und 22 Uhr wird geworfen, dass sich die Tornetze biegen. Zwölf Stunden pro Woche verwendet die Kooperative Mittelschule Viktor-Christ-Gasse die Halle als Turnsaal. Ebenso die Volksschule Panaschgasse. Außerdem gibt es den Freizeitklub der KMS, der 10,5 Stunden pro Woche gebucht hat. "Als Pächter der Halle bin ich schon froh, dass wir gleich zu Beginn so gut aus­gelastet sind“, sagt Menzl. Fügt aber hinzu: "Da auch am Samstag und Sonntag geöffnet ist, möchte ich alle Sportvereine und Freizeitklubs ein­laden, die Möglichkeit am Wochen­ende zu nützen. Man kann in der neuen Halle genauso gut Fußball spielen.“

Wenn Stofffetzen reden könnten, würden sie eine spannende Vergangenheit offenbaren. Die Hülle kommt nämlich aus Ottakring und war einst die alte "Sport- und Fun-Halle“ in der Gal­litzin­straße. Sobald sie eine "Margaretnerin“ geworden ist, packten 100 Mitarbeiter und Spieler an, um sie anzupassen und aufzustellen. "Meine Profis haben ein Teambuilding daraus gemacht“, schmunzelt der Handball-Manager. "Normalerweise brauchen Arbeiter für das Aufstellen zwei ­Tage, meine Burschen haben es in sieben Stunden geschafft!“

Auf einem Boden wie die Champions

Dann wurde ein Holzboden gelegt und darüber ein Kunststoffbelag aufgebracht: "Den haben wir extra vom europäischen Handballverband angekauft. Jeder kann also jetzt mit Fug und Recht sagen, dass er auf dem gleichen Boden spielt wie die Superstars.“

  • Adresse: Bacherplatz, 1050 Wien

Keine Gnade für Sprayer

"Wir werden sowohl die Streife mit dem Auto als auch zu Fuß intensiver einsetzen, das hat eine abschreckende Wirkung“, so Chefinspektor Josef Herker von der Polizei-Inspektion am Julius-Tandler-Platz. Kontrolliert werde rund um die Uhr, wie die Inspektion im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT bestätigte.

Auch Bezirksvorsteherin Martina Malyar ist über die illegalen Spray-Aktionen sehr verärgert ("Dafür fehlt mir jedes Verständnis!“) – insbesondere deshalb, weil der Bezirk ja im Juni 2009 im Arne-Karlsson-Park eine
legal benutzbare Graffiti-Fläche an der Außenwand des Tiefbunkers eingerichtet hat, dieses Angebot der künstlerischen Freiheit und Selbstverwirklichung wird auch sehr gut angenommen.

Hintergrund der verstärkten Kontrollen sind Schmierereien an der Außenwand sowie auf einer Gedenktafel im Sigmund-Freud-Hof in der Gussenbauergasse 5–7. Derartige Schmiereien versuchen in Wien jährlich einen Schaden von mehreren 100.000 Euro.

  • Adresse: Gussenbauergasse 5-7, 1090 Wien