Richtung 90 und kein bisschen leise

Als Künstler prägte Arik Brauer mehrere Stilrichtungen des 20. Jahrhunderts, von Austropop bis Phantastischen Realismus. Mit 89 gibt er ein Tondokument neu heraus. Auf klassischem Vinyl.

Jedes Mal, wenn Arik Brauer eine seiner einzigartigen musikalischen Produktionen vorbereitet, dann ist das an und für sich schon ein Garant für eine gelungene sowie durchdachte Konzeption. Wenn es dann gar sein letztes Werk werden könnte, wird die Sache in ­vielerlei Hinsicht noch um ­einiges spannender. Er hat uns in sein privates Museum in Währing eingeladen und uns einen intimen Einblick in seine Welt gewährt. Vom Vinyl kommt Österreichs großer Maler und Musiker schnell auf die „Schrecken der Perfektion“ und erklärt, warum er der EU alles Gute wünscht.

Malerei jeden Tag

Das Malen auf der Staffelei wird Arik Brauer niemals loslassen, und Brauer will auch keinen der anderen Stile in der Malerei neu erfinden oder radikal umkrempeln. Das zu machen, was er kann und immer wollte, ist für Brauer das größte Geschenk: „Ich stehe in der Früh auf und male. Jeden Tag. Ich kann sagen, ich lebe malend.“

Zeitzeuge

Als echter Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts, das er oftmals auch als Motiv für seine, dem „Phantastischen Realismus“ zugeschriebenen Werke ­verwendet, wohnt ihm eine absolut positive Euphorie des europäischen Staatenbundes inne, welche jedoch von einem Hauch der ehrlichen Ratlosigkeit ob der Entwicklung der gesamten Menschheit ­umspannt wird.

„Wenn wir von der Politik sprechen, dann sehe ich aus meinem Leben heraus die EU als einen Jahrtausend-Fortschritt an. Ein freiwilliger ­Zusammenschluss zwischen Staaten, der nicht einem Krieg diente, das gab es noch nie! Ich bin auch zuversichtlich, dass die Menschen diese lange Friedenszeit wieder erkennen werden und sich auch Europa wieder konsolidieren wird. Wie man hingegen mit der Umweltzerstörung umgehen will, dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht aus. Alle Probleme gehen doch irgendwie von dieser Explosion der Bevölkerung aus. Seit ich lebe, in diesen lächerlichen Jahrzehnten, hat sich die Menschheit verdreifacht. Und jetzt soll sie sich wieder verdreifachen? Das kann leider nicht gut gehen“, so Arik Brauer.

Wir verlosen zehn exklusive Exemplare von „Von Haus zu Haus“!
(10 x 2 Vinyl-Platten Sonderedition)

© Arik Brauer



Benedikt Hesoun zu Besuch bei Arik Brauer in dessen Privatmuseum in Wien Währing.

Arik Brauer bereitet eine neue Schallplatte vor, vom Vinyl kommt der 89-Jährige schnell auf die Schrecken der Perfektion. Im  Interview erklärt Österreichs großer Maler und Musiker aber auch, warum er der EU alles Gute wünscht.

© Stefan Joham


Im Frühjahr 2018 wird die Vinyl-Edition der Musikproduktion „Von Haus zu Haus“ veröffentlicht.

Es wird  nur noch dieses eine Werk veröffentlicht. Die Musik selbst interessiert mich aber in immer höherem Maße, ich höre viel Klassik und guten Jazz , Stücke aus meiner Jugend (Arik Brauer ist Jahrgang 1929, Anm. d. Red.) z.B. Mahalia Jackson!

Das einzige, wozu ich mein ganzes Leben lang keine Verbindung aufbauen konnte, ist Musik aus elektronischen Geräten. Perfektion ist ja etwas Unmenschliches. Auch die Natur ist nicht perfekt, sie braucht dieses leichte Variieren, um Neues hervorzubringen. Das sieht man ja auch in der Architektur früherer Zeiten; ein völlig gerader Turm im mathematischen Sinne war lange gar nicht möglich. Und er hat auch etwas Langweiliges.

Die Übergabe kreativer Techniken an den Computer führt zwangsläufig dazu, dass sich der Mensch nicht mehr darinnen wiederfindet. Es geht ja um eine Kombination. Das, was uns am menschlichsten macht, sollten wir anstreben und das ist nun einmal die Kunst. In jedem Gegenstand vom einfachen Esslöffel bis zum Wolkenkratzer müsste immer noch etwas Menschliches enthalten sein. Die Automaten helfen ja nicht nur, sie führen und auch ständig unser Unvermögen vor. Je perfekter das ist, desto ohnmächtiger sind wir.

Hat damit auch die aktuelle Begeisterung für Vinyl, immerhin kommerziell eines der wenigen Wachstumsfelder der Musikbranche, zu tun?

Zunächst denkt man, dass ist nur so eine Modeerscheinung. Aber auch bei diesen Moden steckt oft ein echtes Bedürfnis dahinter. Vielleicht geht es da ebenfalls einfach um die eigene Tätigkeit, darum aktiv zu werden. „Ich leg mir Musik auf“, klingt nicht nur anders als „ich schalte ein“, es hat auch eine andere Qualität, als einen Knopf zu drücken. Ich glaube aber nicht, dass man die Geschichte oder auch die Kunstgeschichte zurückkurbeln kann. Es hat sich aber mittlerweile doch einiges als falsch herausgestellt. Die Euphorie für den Fortschritt wie wir sie in den 1950er und 1960er Jahren noch hatten, wurde deutlich eingebremst.

Und die Kunst wäre das Heilmittel gegen diese Angst in den Städten?

Die Kunst wurde ja systematisch abmontiert im letzten Jahrhundert. Seit der Erfindung der Fotografie ergab sich eine neue Fragestellung an die Malerei und die wurde unterschiedlich beantwortet von der bildenden Kunst. Was die Malerei betrifft, ist sie für viele Fachleute eine Kunst der Vergangenheit und von gestern. Ich halte das für vollkommen falsch. Für mich stellt sie eine Entfaltung des Menschen dar, die sich mit dem Erlernen einer Sprache vergleichen lässt: Es geht um die Ausdrucksmöglichkeiten und das Erfinden von Neuem. Einen Baum mit allen Blättern, die er hat, zu malen, kann der Mensch nicht, das schafft nur der Fotoapparat. Aber das soll der Mensch auch gar nicht können, er braucht nur im Stande sein, den Ausdruck des Baums, die Stimmung, zu erfassen.

Dazu kommt, dass auch die physische Bearbeitung von Material einen Urtrieb darstellt, der zurückgeht bis zum steinzeitlichen „Nestbau“. Die Arbeit mit den modernen Materialien – auch wenn es da kreative Leistungen gibt – beantworten dieses Bedürfnis nicht. Wenn sie nur einen Knopf drücken und etwas ist nicht mehr grün, sondern in Sekunden rot, dann geht das nicht nur zu schnell. Es fehlt auch was. 

Im Frühjahr 2018  kommt als Tondokument  Ihr „Von Haus zu Haus“ als Vinyl-Edition heraus. Wie steht es mit der Malerei?

Ich stehe in der Früh auf und male. Jeden Tag. Ich kann sagen, ich lebe malend.

Hat sich dabei etwas geändert an Technik oder Farben?

In meinen Augen schon, wobei ich nicht weiß, ob das auch Betrachtern auffallen würde. Ich gehöre aber zu den Malern, die ihr Leben lang das Gleiche gemacht haben. Im Gegensatz zu denen, deren berühmtestes Beispiel wohl Picasso darstellt, die sich immer neu erfinden. Das allein kann aber auch kein Qualitätsmerkmal sein. Auch Breughel hat stets das Selbe gemacht, Mozart auch.

Was fasziniert einen nach Jahrzehnten an der Staffelei noch?

Man vertieft die Sache, die man hat und an die man glaubt. Wenn man das kann. Deshalb hält man daran fest.

Freut Sie als Dialekt-Pionier („Sie hab‘n a Haus baut“) die Rückkehr wienerischer Texte in die Popmusik?

Die letzten Jahrzehnte wurde viel auf Englisch gesungen, weil die jungen Leute das auch weitaus besser können als in meiner Generation. Mir waren die Texte ja oft peinlich, weil man gemerkt hat, das ist jetzt kein „native English“. Vor allem aber soll man die Sprache ja nicht nur als Verständigungsmittel betrachten, sondern auch in ihr denken und träumen. Es wäre also eine Sünde, ein musikalisch vorgetragenes Gedicht, was für mich ein Lied immer war, in einer Fremdsprache zu machen. Dazu kommt, dass der Dialekt eine starke Potenz hat. Nicht nur das Wienerische, sondern jeder Dialekt.

Aber zu viel Zucker im Tee ist auch ungesund… Als ich die Chansons in Paris geschrieben habe, das war noch in den 1960er Jahren, bin ich draufgekommen, dass der Wiener Dialekt mit der deutschen Sprache das Gleiche macht wie die französische Sprache zuvor mit dem Latein: Sie lässt Buchstaben weg um des besseren Sprachflusses wegen. „I hob an Huat“ klingt viel besser als „Ich/habe/einen/Hut“.

Bei all der Nostalgie heute: Wäre da eine Zusammenarbeit mit einer der aktuellen Bands nicht reizvoll?

Mich haben schon ein paar Gruppen angesprochen, die Chansons von mir vortragen, und das mal besser, mal weniger gut tun. Aber ich finde immer, dass die Jungen lieber was Eigenes erfinden sollen, als bei etwas zu „hitchhiken“, was ein anderer gemacht hat. Das gilt vor allem bei den Texten. Wobei leider manche von mir immer noch Aktualität besitzen

Wenn Sie sich doch noch hinsetzen würden, um ein Lied zu schreiben, was wäre so ein Thema?

Vermutlich die Thematik, die momentan ganz Europa in seinen Grundfesten erschüttert, und an der man gar nicht vorbeischreiben kann.

Wie zuversichtlich blicken Sie in die Zukunft bei solchen Herausforderungen?

Wenn wir von der Politik sprechen, dann sehe ich aus meinem Leben heraus die EU als einen Jahrtausend-Fortschritt an. Ein freiwilliger Zusammenschluss zwischen Staaten, der nicht einem Krieg diente, das gab es noch nie. Ich bin auch zuversichtlich, dass die Menschen diese lange Friedenszeit wieder erkennen werden und sich auch Europa wieder konsolidieren wird. Wie man hingegen mit der Umwelt-Zerstörung umgehen will, dazu reicht meine Vorstellungskraft nicht aus. Alle Probleme gehen doch irgendwie von dieser Explosion der Bevölkerung aus. Seit ich lebe, in diesen lächerlichen Jahrzehnten, hat sich die Menschheit verdreifacht. Und jetzt soll sie sich wieder verdreifachen? Das kann nicht gut gehen!

 

Kultur für das Gedenkjahr

Das Ende des Ersten Weltkriegs. Der Start der Republik. Die sexuelle Revolution. Der Putsch in Prag. Der Anschluss an Deutschland. Im Jahr 2018 werden zahlreiche historisch relevante Jahrestage begangen.

Projekte gesucht

Der Alsergrund hebt das besondere Gedenkjahr vor den Vorhang. Und ist auf der Suche nach außergewöhnlichen Projekten rund um die vielen Jahreszahlen von 1848 bis 1968. An Künstler und Kulturschaffende werden Stipendien vergeben. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Im Herbst sollen die geförderten Projekte dann im 9. Bezirk gezeigt werden. Der Bogen soll sich von Aufführungen und Vorträgen hin zu wissenschaftlichen Arbeiten strecken. Wichtig ist nur ein Bezug zum Alsergrund. Kultur- und Kunstschaffende, die sich für dieses Stipendium interessieren, können ihre Bewerbung bis 30. April an die Bezirksvorstehung Alsergrund, Währinger Straße 43, schicken.

Spannende Begegnungen im TQW

Drei Tage feierte das TQW seine Wieder­eröffnung mit einem Konzert von Ankathie Koi zum krönenden Abschluss. ­Risiko und Experiment gehören zum neuen TQW ebenso wie Offenheit und kontinuierliche Weiterentwicklung. Wichtig ist dabei eine verstärkte Auseinandersetzung mit zeitgenös­sischen Themen. Arbeiten ­lokaler und internationaler Kunstschaffender im breiten Feld der Choreografie treffen so unter einem Schirmbegriff aufeinander. Das erste Thema im Februar erzählt von grotesken Körperlichkeiten. In der Tanzquartierfiliale in der Neustiftgasse 31 wird ein Jahr lang täglich von 10 –18 Uhr getanzt.

Winterliche Mörderjagd im Herzen von Mariahilf

Neuverfilmung eines Klassikers: Ein Millionenproduktion machte im 6. Gemeindebezirk Drehstation.

Seitdem der Filmklas­siker von Fritz Lang 1931 Premiere feierte, sorgt „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ bei Gene­rationen von Zusehern für Gänsehaut. Der spannende Thriller über einen Berliner Kindermörder gilt nicht umsonst als das beste Werk des großen Regisseurs. Für Peter Lorre war die Rolle der Durchbruch zu einer ­Hollywood-Karriere.

Viel Schnee im Park

Regisseur David Schalko („Braunschlag“) verfilmt den Stoff jetzt im Rahmen einer internationalen Großproduktion neu. Gedreht wurde dafür dieser Tage auch auf dem Mariahilfer Loquaiplatz. Um eine authentische Winterlandschaft zu kreieren, wurde massenhaft Schnee von Eislaufplätzen angekarrt, Bäume, Bänke und Sträucher wurden mit Maisstärke „beschneit“. Der fertige Film soll dann Ende des Jahres im Fernsehen zu sehen sein.

© ORF/RTL Crime/Superfilm/Ingo Pertramer

Aktionstheater bringt Sommer nach Wien

Anarchisch, bissig, unterhaltsam und immer an der Grenze zum Peinlichen. Mit einer Melange aus konkreter Poesie, bissiger Prosa, Performances und Musik wird seit 15 Jahren im Salon d’amour der Finger in die klaffende Wunde des österreichischen Zeitgeschehens gelegt. Witz, Kritik, Bösartigkeiten und Erotik stehen am 1. und 2. Februar (19.30 Uhr) im Werk X (12., Oswaldgasse 35a) auf dem Programm.

Bei einem Gin Tonic oder Mineralwasser holt das aktionstheater ensemble den Sommer nach Wien! Die Performerin und Clownfrau Martha Labil geht baden, der Lyriker und Schriftsteller Stephan Eibel Erzberg macht Sommerferien im Ausseerland, wo man sich noch mit „Grüß Gott“ begrüßt. Die Poetry Slammerin und Autorin Janea Hansen gibt Schweißtreibendes von sich, die Band Rambo Rambo Rambo heizt so richtig ein und die Künstlerin Ona B. serviert turkish delights. Regisseur Martin Gruber präsentiert Erfrischendes, der Musiker und Sänger Andreas Dauböck und die Sängerin Nadine Abado haben den Sommerblues.


Kartenreservierung
Tel.: 01 535 32 00 11 | E-Mail: reservierung@werk-x.at

 

Jazz in Liesing

Der Verein „All that Jazz“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den traditionellen Jazz – von den Anfängen in New Orleans über Dixieland, Swing bis hin zum Bebop – in Wien zu fördern. Aus diesem Anlass werden unter dem Titel „History of Jazz“ Konzerte in verschiedenen Wiener Bezirken veranstaltet.

Anhand passender Musikstücke führen ein Conferencier und heimische Spitzenband durch die Geschichte des Jazz. Einige der Veranstaltungen laufen unter „Days of Swing and Wines“ zusammen, wo erstklassige österreichische Weine verkostet werden können. Die Besucher können sich auf Bands wie „Hot Jazz Ambassadors“, „Tommy’s Basssax Gang“, „4-mation“ und „Stanton Big Band“ freuen.

Am 22. März sind die „Hot Jazz Ambassadors“ und „4-mation“ im Haus der Begegnung in Liesing zu hören – inklusive Weinverkostung der Birner Gastronomie!

Wir verlosen 5×2 Tickets!


  • Eintritt: 17.30 Uhr
  • Konzert: 19–22 Uhr
  • Ort: 23., Liesinger Platz 3 (Eingang Färbermühlgasse)
  • Tickets: Tel. 0676/ 84 7171 400 | E-Mail tickets@youroffice.at
  • Preise: Abendkassa 20€ | Vorverkauf 18€
  • Infos & weitere Termine: www.allthatjazz.info

Band „4-mation“

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Stadthallen-Rekord für Helene Fischer!

Superstar Helene Fischer kommt Mitte Februar mit einer spektakulären neuen Show gleich fünf Abende live in die Wiener Stadthalle.

Die deutsche Schlager-Königin mit sibirischen Wurzeln gibt dem Wiener Publikum gleich an fünf Abenden in einer Woche (13., 14. sowie 16. bis 18. Februar) die Ehre und bricht damit den Rekord, der bisher von Wolfgang Ambros, Falco, Elton John, Tina Turner und Udo Jürgens mit jeweils drei Stadthallen-Shows in Folge gehalten wurde. Zusätzlich spielt sie am 11. Juli ein Mega-Open-Air im Happel-Stadion. Fischer gehört zu den erfolgreichsten Künstlerinnen Europas und hat so manchen Rekord im Musikgeschäft gebrochen. Auf ihrer aktuellen Tournee konnte sie bereits zehntausende Fans begeistern.

Bombastische Live-Show

Aber nicht nur die Größenordnung ihrer Konzertreisen, sondern auch die bombastische Inszenierung der Bühnenshows hält internationalen Vergleichen stand. „Für mich ist es das Schönste an meinem Beruf, live vor Publikum mit meiner Band und meinen Tänzern  auftreten zu können. Wir wollen den Fans einfach einen schönen, ja vielleicht unvergesslichen Abend bereiten“, so der Schlager-Star. Für die Stadthalle gibt’s noch Restkarten, fürs Stadion-Konzert im Sommer liegen noch jede Menge Karten auf.

Wir verlosen 1×2 Tickets für den 18. Februar!

Tickets & Infos: www.stadthalle.com

Für Kinderrechte singen

Seit 2009 bietet die Initiative Superar kostenlose musikalische Förderung für Kinder und Jugendliche, die wenig kulturelle Förderung erhalten. Die Initiative ist in Wien bereits auf 900 Kinder in den Superar Schulchören und weitere 100 Kinder in den Superar Orchestern angewachsen. Die Kinder stammen aus 29 unterschiedlichen sprachlichen und zumindest 11 religiösen Hintergründen.

„Sing Deine Rechte“

Einmal pro Jahr kommen die Kinder aus Wien zu einem gemeinsamen Konzert im Konzerthaus zusammen. Heuer steht das Event im Zeichen der Kinderrechte. Dementsprechend lautet das Motto „Sing Deine Rechte“ und auf dem Programm stehen Lieder und Stücke zu diesem Thema. Auch 40 Kinder von Superar Slowakei werden bei dem Konzert begrüßt und erstmalig absolviert das „Radio String Quartet Vienna“ einen Gastauftritt.

© Philipp Zeppelzauer

Gescheiterte Existenzen

„Die Glasmenagerie“ von Tennessee Williams erzählt vom Familiendrama der Wingfields in St. Louis. Während die von ihrem Mann verlassene Amanda sich in ihre Südstaatenjugend zurückträumt und auf einen Verehrer für ihre körperlich beeinträchtigte Tochter Laura wartet, ernährt Sohn Tom, ein verhinderter Schriftsteller, die Familie als Lagerarbeiter. Vor der Realität ihres ärmlichen und beengten Lebens flüchten sich alle drei in lyrische Tagträume. Das Stück thematisiert Lebensflucht und Traumleben, gescheiterte und gelungene Selbstverwirklichung, Illusionen und deren Zerbrechlichkeit. Die Premiere geht am 16. Februar im Akademietheater (3., Lisztstraße 1) über die Bühne.

Infos & Tickets unter www.burgtheater.at

Kontrollfreak und Chaot treffen aufeinander

Gesang, Klavierakrobatik und Comedy – all das vereint das Duo „Be-Quadrat“ in seinem Musikkabarett. Bettina Bogdany und Bernhard Viktorin starten mit dem neuen Programm „Doppelt hält besser“ ins Jahr 2018. Die Musik dafür stammt fast zur Gänze aus der eigenen Feder der beiden Talente. Die Premiere findet am 1. März im Metropoldi (17., Hernalser Hauptstrasse 55) statt.

Zwischen den zwei Künstlern, die nicht unterschiedlicher sein könnten, kommt es zu allerlei Reibereien auf der Bühne. Während Bettina als strukturiert, ordnungsliebend und etwas unflexibel gilt, geht Bernhard als kreativer Chaot an Projekte heran und bringt dabei vieles, das bereits in Stein gemeißelt ist, komplett durcheinander.

Wir verlosen 2 Tickets für die Premiere am 1. März!

Tickets unter www.wiener-metropol.at

Schwarze Himmel von Metall

Mit der Ausstellung „Jakob Kirchmayr –Schwarze Himmel von Metall“ präsentiert die Galerie Ernst Hilger bis 10. Februar 15 großformatige Malereien und Zeichnungen auf Segeltuch/Leinen und Papier, die mit der Lyrik von Georg Trakl in Verbindung stehen. Es handelt sich um Literaturverweise und Zitate auf den Bildern, die meist losgelöst aus dem ursprünglichen Zusammenhang funktionieren. Der Künstler verarbeitet alltägliche sowie tagespolitische Szenarien und ihre psychosozialen Aspekte in den Medien in seinen skizzenhaften Werken, die meist Portraits darstellen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei!

© Jakob Kirchmayr


Ausstellungsorte

  •  Galerie Ernst Hilger Wien 1
    •  Dorotheergasse 5, 1. Stock
    • Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 11 – 18 Uhr | Samstag: 11 – 16 Uhr
  • Galerie Hilger Next Wien 10
    •  Absberggasse 27
    • Mittwoch – Samstag: 11 – 18 Uhr & nach Vereinbarung

Eine Reise durch Wien

Der Fotograf Daniel Pucher aka Lichterwaldt sieht seine Berufung darin, Orte ausfindig zu machen, zu dokumentieren und somit Teil der Zeitgeschichte zu werden. Dabei geht es ihm sehr stark darum, die Orte spürbar zu machen, das Gefühl einzufangen, Eindrücke zu vermitteln, Plätzen Leben einzuhauchen und so Gedankenspiele anzuregen. Lichterwaldt betont seine wachsende Liebe zu Wien und das unerschöpflich kreative Potential der Stadt. So entstand die Idee des Bildbands „Glanz Wien„, der eine Ode an Wien darstellt. Im Buch finden sich zehn verschiedene Areale wieder: vom Böhmischen Prater bis nach Nussdorf, von der Großfeldsiedlung bis zu den Steinhofgründen. Jeder Ort ist einzigartig und lebt für sich, doch gemeinsam bilden sie eine eindrucksvolle Gesamtperspektive Wiens.

Wir verlosen 3 Exemplare des Bildbands „Glanz Wien“!

© Lichterwaldt

Ein Hoch aufs neue Jahr

Der Fasching und die Wiener Ballsaison steuern ihrem Hoehepunkt entgegen und auch in den Kammerspielen der Josefstadt knallen die Champagner-Korken! Mit „Suff“ („Druk“) kommt ein Schauspiel des international erfolgreichen dänischen Filmregisseurs und Drehbuchautors Thomas Vinterberg zur Urauffuehrung in die Kammerspiele der Josefstadt. Die Premiere ist am 1. Februar 2018.

Vinterberg hat ein Stück geschrieben, das tief in die Wohnzimmer der großbürgerlichen Damenwelt des heutigen Wien schaut. Was machen sie eigentlich, diese immer gut gewandeten, immer schön geschminkten und so belesenen Damen, wenn die Männer schon gestorben sind und die Kinder längst ausgezogen? Hier frönen sie vor allem dem Trinken – dem feiernden, dem bacchantischen, dem lustvollen Trinken, aber auch dem selbstzerstörerischen Trinken, das nicht nur den eigenen Körper kaputt macht, sondern auch familiäre Beziehungen. Aber Hedwig, Irma, Constanze und Marion haben ja einander – und das reicht vielleicht sogar auch. Champagner, das ist das Elixier der Jugend.

Infos, Termine und Tickets unter www.josefstadt.org

Wiener Symphoniker auf Grätzl-Tour

Die Wiener Symphoniker gastieren am 1. Februar im Rahmen ihres neuen Formats der Grätzl-Konzerte im Reaktor (17., Geblergasse 40) und bieten ab 19.30 Uhr ein stimmungsvolles Programm, passend zur Geschichte des Hauses. Das Konzert wird von David Marlow dirigiert, die Ö1-Moderatorin Teresa Vogel führt durch den Abend.

Als Orchester der Stadt Wien sind die Wiener Symphoniker das Orchester aller Wiener. Für ihre Grätzl-Konzerte verlassen sie nun ihre traditionellen Spielstätten im Musikverein und Wiener Konzerthaus und kommen zu ihrem Publikum in neue und ungewöhnliche Konzertorte im Herzen der Wiener Gemeindebezirke. Im Gepäck haben sie ein mitreißend-beschwingtes Programm, das mit den schönsten Melodien, Walzern und Polkas der Strauß-Dynastie, Jacques Offenbachs und Wolfgang Amadeus Mozarts zu einer Reise durch eine Stadt einlädt, in der die Musik sprichwörtlich in der Luft liegt.


Tickets unter www.reaktor.art

© Andreas Balon/ Reaktor

Magische Momente mit Monster

Bei den Filmfestspielen von Venedig holte „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ einen Goldenen Löwen – ab 16. Februar ist der grandiose Film endlich in Wien zu sehen. In einem Geheimlabor zur Zeit des Kalten Krieges geschieht ein „visuell umwerfendes, aufwühlendes Wunder der Imagination“.

Dunkle Liebesgeschichte

Meister-Geschichtenerzähler Guillermo del Toro vermischt in dem Film das Pathos und den Thrill des klassischen Monsterfilm-Genres mit den Schatten des Film Noir, um daraus eine unvergleichliche Liebesgeschichte entstehen zu lassen, die sich mit der eigenen Fantasien überlagert – und mit Geheimissen und Ungeheuerlichkeiten, die nicht kontrollierbar sind. „Wasser kann jede erdenkliche Form annehmen“, sagt Guillermo del Toro, „je nachdem, welches Gefäß es hält. Und obwohl Wasser so sanft sein kann, ist es auch die gefährlichste Kraft des Universums. Für die Liebe gilt das auch, oder?“.

„Shape of Water“ großer Oscar-Favorit

Die Filme „Shape of Water“, „Dunkirk“, „Lady Bird“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ gehen ins Rennen um den Oscar für den besten Film. Das teilte die Oscar-Akademie heute mit. „The Shape of Water“ ist mit 13 Nominierungen großer Oscar-Favorit.

Das Drama des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro hat unter anderem Chancen auf Auszeichnungen als bester Film, für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin. Die Hoffnungen des deutschen Regisseurs Fatih Akin wurden dagegen enttäuscht. Sein NSU-Drama „Aus dem Nichts“ mit Diane Kruger schaffte es nicht in die Runde der Nominierten. Die 90. Oscars werden am 4. März in Hollywood verliehen.

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