Kultur für das Gedenkjahr

Das Ende des Ersten Weltkriegs. Der Start der Republik. Die sexuelle Revolution. Der Putsch in Prag. Der Anschluss an Deutschland. Im Jahr 2018 werden zahlreiche historisch relevante Jahrestage begangen.

Projekte gesucht

Der Alsergrund hebt das besondere Gedenkjahr vor den Vorhang. Und ist auf der Suche nach außergewöhnlichen Projekten rund um die vielen Jahreszahlen von 1848 bis 1968. An Künstler und Kulturschaffende werden Stipendien vergeben. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Im Herbst sollen die geförderten Projekte dann im 9. Bezirk gezeigt werden. Der Bogen soll sich von Aufführungen und Vorträgen hin zu wissenschaftlichen Arbeiten strecken. Wichtig ist nur ein Bezug zum Alsergrund. Kultur- und Kunstschaffende, die sich für dieses Stipendium interessieren, können ihre Bewerbung bis 30. April an die Bezirksvorstehung Alsergrund, Währinger Straße 43, schicken.

Spannende Begegnungen im TQW

Drei Tage feierte das TQW seine Wieder­eröffnung mit einem Konzert von Ankathie Koi zum krönenden Abschluss. ­Risiko und Experiment gehören zum neuen TQW ebenso wie Offenheit und kontinuierliche Weiterentwicklung. Wichtig ist dabei eine verstärkte Auseinandersetzung mit zeitgenös­sischen Themen. Arbeiten ­lokaler und internationaler Kunstschaffender im breiten Feld der Choreografie treffen so unter einem Schirmbegriff aufeinander. Das erste Thema im Februar erzählt von grotesken Körperlichkeiten. In der Tanzquartierfiliale in der Neustiftgasse 31 wird ein Jahr lang täglich von 10 –18 Uhr getanzt.

Winterliche Mörderjagd im Herzen von Mariahilf

Neuverfilmung eines Klassikers: Ein Millionenproduktion machte im 6. Gemeindebezirk Drehstation.

Seitdem der Filmklas­siker von Fritz Lang 1931 Premiere feierte, sorgt „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ bei Gene­rationen von Zusehern für Gänsehaut. Der spannende Thriller über einen Berliner Kindermörder gilt nicht umsonst als das beste Werk des großen Regisseurs. Für Peter Lorre war die Rolle der Durchbruch zu einer ­Hollywood-Karriere.

Viel Schnee im Park

Regisseur David Schalko („Braunschlag“) verfilmt den Stoff jetzt im Rahmen einer internationalen Großproduktion neu. Gedreht wurde dafür dieser Tage auch auf dem Mariahilfer Loquaiplatz. Um eine authentische Winterlandschaft zu kreieren, wurde massenhaft Schnee von Eislaufplätzen angekarrt, Bäume, Bänke und Sträucher wurden mit Maisstärke „beschneit“. Der fertige Film soll dann Ende des Jahres im Fernsehen zu sehen sein.

© ORF/RTL Crime/Superfilm/Ingo Pertramer

Aktionstheater bringt Sommer nach Wien

Anarchisch, bissig, unterhaltsam und immer an der Grenze zum Peinlichen. Mit einer Melange aus konkreter Poesie, bissiger Prosa, Performances und Musik wird seit 15 Jahren im Salon d’amour der Finger in die klaffende Wunde des österreichischen Zeitgeschehens gelegt. Witz, Kritik, Bösartigkeiten und Erotik stehen am 1. und 2. Februar (19.30 Uhr) im Werk X (12., Oswaldgasse 35a) auf dem Programm.

Bei einem Gin Tonic oder Mineralwasser holt das aktionstheater ensemble den Sommer nach Wien! Die Performerin und Clownfrau Martha Labil geht baden, der Lyriker und Schriftsteller Stephan Eibel Erzberg macht Sommerferien im Ausseerland, wo man sich noch mit „Grüß Gott“ begrüßt. Die Poetry Slammerin und Autorin Janea Hansen gibt Schweißtreibendes von sich, die Band Rambo Rambo Rambo heizt so richtig ein und die Künstlerin Ona B. serviert turkish delights. Regisseur Martin Gruber präsentiert Erfrischendes, der Musiker und Sänger Andreas Dauböck und die Sängerin Nadine Abado haben den Sommerblues.


Kartenreservierung
Tel.: 01 535 32 00 11 | E-Mail: reservierung@werk-x.at

 

Jazz in Liesing

Der Verein „All that Jazz“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den traditionellen Jazz – von den Anfängen in New Orleans über Dixieland, Swing bis hin zum Bebop – in Wien zu fördern. Aus diesem Anlass werden unter dem Titel „History of Jazz“ Konzerte in verschiedenen Wiener Bezirken veranstaltet.

Anhand passender Musikstücke führen ein Conferencier und heimische Spitzenband durch die Geschichte des Jazz. Einige der Veranstaltungen laufen unter „Days of Swing and Wines“ zusammen, wo erstklassige österreichische Weine verkostet werden können. Die Besucher können sich auf Bands wie „Hot Jazz Ambassadors“, „Tommy’s Basssax Gang“, „4-mation“ und „Stanton Big Band“ freuen.

Am 22. März sind die „Hot Jazz Ambassadors“ und „4-mation“ im Haus der Begegnung in Liesing zu hören – inklusive Weinverkostung der Birner Gastronomie!

Wir verlosen 5×2 Tickets!


  • Eintritt: 17.30 Uhr
  • Konzert: 19–22 Uhr
  • Ort: 23., Liesinger Platz 3 (Eingang Färbermühlgasse)
  • Tickets: Tel. 0676/ 84 7171 400 | E-Mail tickets@youroffice.at
  • Preise: Abendkassa 20€ | Vorverkauf 18€
  • Infos & weitere Termine: www.allthatjazz.info

Band „4-mation“

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Stadthallen-Rekord für Helene Fischer!

Superstar Helene Fischer kommt Mitte Februar mit einer spektakulären neuen Show gleich fünf Abende live in die Wiener Stadthalle.

Die deutsche Schlager-Königin mit sibirischen Wurzeln gibt dem Wiener Publikum gleich an fünf Abenden in einer Woche (13., 14. sowie 16. bis 18. Februar) die Ehre und bricht damit den Rekord, der bisher von Wolfgang Ambros, Falco, Elton John, Tina Turner und Udo Jürgens mit jeweils drei Stadthallen-Shows in Folge gehalten wurde. Zusätzlich spielt sie am 11. Juli ein Mega-Open-Air im Happel-Stadion. Fischer gehört zu den erfolgreichsten Künstlerinnen Europas und hat so manchen Rekord im Musikgeschäft gebrochen. Auf ihrer aktuellen Tournee konnte sie bereits zehntausende Fans begeistern.

Bombastische Live-Show

Aber nicht nur die Größenordnung ihrer Konzertreisen, sondern auch die bombastische Inszenierung der Bühnenshows hält internationalen Vergleichen stand. „Für mich ist es das Schönste an meinem Beruf, live vor Publikum mit meiner Band und meinen Tänzern  auftreten zu können. Wir wollen den Fans einfach einen schönen, ja vielleicht unvergesslichen Abend bereiten“, so der Schlager-Star. Für die Stadthalle gibt’s noch Restkarten, fürs Stadion-Konzert im Sommer liegen noch jede Menge Karten auf.

Wir verlosen 1×2 Tickets für den 18. Februar!

Tickets & Infos: www.stadthalle.com

Für Kinderrechte singen

Seit 2009 bietet die Initiative Superar kostenlose musikalische Förderung für Kinder und Jugendliche, die wenig kulturelle Förderung erhalten. Die Initiative ist in Wien bereits auf 900 Kinder in den Superar Schulchören und weitere 100 Kinder in den Superar Orchestern angewachsen. Die Kinder stammen aus 29 unterschiedlichen sprachlichen und zumindest 11 religiösen Hintergründen.

„Sing Deine Rechte“

Einmal pro Jahr kommen die Kinder aus Wien zu einem gemeinsamen Konzert im Konzerthaus zusammen. Heuer steht das Event im Zeichen der Kinderrechte. Dementsprechend lautet das Motto „Sing Deine Rechte“ und auf dem Programm stehen Lieder und Stücke zu diesem Thema. Auch 40 Kinder von Superar Slowakei werden bei dem Konzert begrüßt und erstmalig absolviert das „Radio String Quartet Vienna“ einen Gastauftritt.

© Philipp Zeppelzauer

Gescheiterte Existenzen

„Die Glasmenagerie“ von Tennessee Williams erzählt vom Familiendrama der Wingfields in St. Louis. Während die von ihrem Mann verlassene Amanda sich in ihre Südstaatenjugend zurückträumt und auf einen Verehrer für ihre körperlich beeinträchtigte Tochter Laura wartet, ernährt Sohn Tom, ein verhinderter Schriftsteller, die Familie als Lagerarbeiter. Vor der Realität ihres ärmlichen und beengten Lebens flüchten sich alle drei in lyrische Tagträume. Das Stück thematisiert Lebensflucht und Traumleben, gescheiterte und gelungene Selbstverwirklichung, Illusionen und deren Zerbrechlichkeit. Die Premiere geht am 16. Februar im Akademietheater (3., Lisztstraße 1) über die Bühne.

Infos & Tickets unter www.burgtheater.at

Kontrollfreak und Chaot treffen aufeinander

Gesang, Klavierakrobatik und Comedy – all das vereint das Duo „Be-Quadrat“ in seinem Musikkabarett. Bettina Bogdany und Bernhard Viktorin starten mit dem neuen Programm „Doppelt hält besser“ ins Jahr 2018. Die Musik dafür stammt fast zur Gänze aus der eigenen Feder der beiden Talente. Die Premiere findet am 1. März im Metropoldi (17., Hernalser Hauptstrasse 55) statt.

Zwischen den zwei Künstlern, die nicht unterschiedlicher sein könnten, kommt es zu allerlei Reibereien auf der Bühne. Während Bettina als strukturiert, ordnungsliebend und etwas unflexibel gilt, geht Bernhard als kreativer Chaot an Projekte heran und bringt dabei vieles, das bereits in Stein gemeißelt ist, komplett durcheinander.

Wir verlosen 2 Tickets für die Premiere am 1. März!

Tickets unter www.wiener-metropol.at

Schwarze Himmel von Metall

Mit der Ausstellung „Jakob Kirchmayr –Schwarze Himmel von Metall“ präsentiert die Galerie Ernst Hilger bis 10. Februar 15 großformatige Malereien und Zeichnungen auf Segeltuch/Leinen und Papier, die mit der Lyrik von Georg Trakl in Verbindung stehen. Es handelt sich um Literaturverweise und Zitate auf den Bildern, die meist losgelöst aus dem ursprünglichen Zusammenhang funktionieren. Der Künstler verarbeitet alltägliche sowie tagespolitische Szenarien und ihre psychosozialen Aspekte in den Medien in seinen skizzenhaften Werken, die meist Portraits darstellen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei!

© Jakob Kirchmayr


Ausstellungsorte

  •  Galerie Ernst Hilger Wien 1
    •  Dorotheergasse 5, 1. Stock
    • Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 11 – 18 Uhr | Samstag: 11 – 16 Uhr
  • Galerie Hilger Next Wien 10
    •  Absberggasse 27
    • Mittwoch – Samstag: 11 – 18 Uhr & nach Vereinbarung

Eine Reise durch Wien

Der Fotograf Daniel Pucher aka Lichterwaldt sieht seine Berufung darin, Orte ausfindig zu machen, zu dokumentieren und somit Teil der Zeitgeschichte zu werden. Dabei geht es ihm sehr stark darum, die Orte spürbar zu machen, das Gefühl einzufangen, Eindrücke zu vermitteln, Plätzen Leben einzuhauchen und so Gedankenspiele anzuregen. Lichterwaldt betont seine wachsende Liebe zu Wien und das unerschöpflich kreative Potential der Stadt. So entstand die Idee des Bildbands „Glanz Wien„, der eine Ode an Wien darstellt. Im Buch finden sich zehn verschiedene Areale wieder: vom Böhmischen Prater bis nach Nussdorf, von der Großfeldsiedlung bis zu den Steinhofgründen. Jeder Ort ist einzigartig und lebt für sich, doch gemeinsam bilden sie eine eindrucksvolle Gesamtperspektive Wiens.

Wir verlosen 3 Exemplare des Bildbands „Glanz Wien“!

© Lichterwaldt

Ein Hoch aufs neue Jahr

Der Fasching und die Wiener Ballsaison steuern ihrem Hoehepunkt entgegen und auch in den Kammerspielen der Josefstadt knallen die Champagner-Korken! Mit „Suff“ („Druk“) kommt ein Schauspiel des international erfolgreichen dänischen Filmregisseurs und Drehbuchautors Thomas Vinterberg zur Urauffuehrung in die Kammerspiele der Josefstadt. Die Premiere ist am 1. Februar 2018.

Vinterberg hat ein Stück geschrieben, das tief in die Wohnzimmer der großbürgerlichen Damenwelt des heutigen Wien schaut. Was machen sie eigentlich, diese immer gut gewandeten, immer schön geschminkten und so belesenen Damen, wenn die Männer schon gestorben sind und die Kinder längst ausgezogen? Hier frönen sie vor allem dem Trinken – dem feiernden, dem bacchantischen, dem lustvollen Trinken, aber auch dem selbstzerstörerischen Trinken, das nicht nur den eigenen Körper kaputt macht, sondern auch familiäre Beziehungen. Aber Hedwig, Irma, Constanze und Marion haben ja einander – und das reicht vielleicht sogar auch. Champagner, das ist das Elixier der Jugend.

Infos, Termine und Tickets unter www.josefstadt.org

Wiener Symphoniker auf Grätzl-Tour

Die Wiener Symphoniker gastieren am 1. Februar im Rahmen ihres neuen Formats der Grätzl-Konzerte im Reaktor (17., Geblergasse 40) und bieten ab 19.30 Uhr ein stimmungsvolles Programm, passend zur Geschichte des Hauses. Das Konzert wird von David Marlow dirigiert, die Ö1-Moderatorin Teresa Vogel führt durch den Abend.

Als Orchester der Stadt Wien sind die Wiener Symphoniker das Orchester aller Wiener. Für ihre Grätzl-Konzerte verlassen sie nun ihre traditionellen Spielstätten im Musikverein und Wiener Konzerthaus und kommen zu ihrem Publikum in neue und ungewöhnliche Konzertorte im Herzen der Wiener Gemeindebezirke. Im Gepäck haben sie ein mitreißend-beschwingtes Programm, das mit den schönsten Melodien, Walzern und Polkas der Strauß-Dynastie, Jacques Offenbachs und Wolfgang Amadeus Mozarts zu einer Reise durch eine Stadt einlädt, in der die Musik sprichwörtlich in der Luft liegt.


Tickets unter www.reaktor.art

© Andreas Balon/ Reaktor

Magische Momente mit Monster

Bei den Filmfestspielen von Venedig holte „Shape of Water – Das Flüstern des Wassers“ einen Goldenen Löwen – ab 16. Februar ist der grandiose Film endlich in Wien zu sehen. In einem Geheimlabor zur Zeit des Kalten Krieges geschieht ein „visuell umwerfendes, aufwühlendes Wunder der Imagination“.

Dunkle Liebesgeschichte

Meister-Geschichtenerzähler Guillermo del Toro vermischt in dem Film das Pathos und den Thrill des klassischen Monsterfilm-Genres mit den Schatten des Film Noir, um daraus eine unvergleichliche Liebesgeschichte entstehen zu lassen, die sich mit der eigenen Fantasien überlagert – und mit Geheimissen und Ungeheuerlichkeiten, die nicht kontrollierbar sind. „Wasser kann jede erdenkliche Form annehmen“, sagt Guillermo del Toro, „je nachdem, welches Gefäß es hält. Und obwohl Wasser so sanft sein kann, ist es auch die gefährlichste Kraft des Universums. Für die Liebe gilt das auch, oder?“.

„Shape of Water“ großer Oscar-Favorit

Die Filme „Shape of Water“, „Dunkirk“, „Lady Bird“ und „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ gehen ins Rennen um den Oscar für den besten Film. Das teilte die Oscar-Akademie heute mit. „The Shape of Water“ ist mit 13 Nominierungen großer Oscar-Favorit.

Das Drama des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro hat unter anderem Chancen auf Auszeichnungen als bester Film, für die beste Regie und die beste Hauptdarstellerin. Die Hoffnungen des deutschen Regisseurs Fatih Akin wurden dagegen enttäuscht. Sein NSU-Drama „Aus dem Nichts“ mit Diane Kruger schaffte es nicht in die Runde der Nominierten. Die 90. Oscars werden am 4. März in Hollywood verliehen.

Wir verlosen 3×2 Karten für das Hollywood Megaplex!

Fremder Besuch im Kabinett

Peter Turrini beschreibt in seinem aktuellen Stück „Fremdenzimmer“ Menschen, die den kontinuierlichen Verlust der Erfüllung ihrer Sehnsüchte erleben, in ihren Beziehungen enttäuscht und sich selbst fremd wurden. Aus eigener Lebensverunsicherung wenden sie sich gegen andere, gegen Fremde.

Herta will den 17-jährigen syrischen Flüchtling Samir bei sich aufnehmen. Vielleicht aus Menschlichkeit oder Sentimentalität, vielleicht aber auch aus Trotz gegenüber Gustl, der Samir sofort aus der Wohnung schmeißen will, setzt Herta durch, dass der junge Mann bleiben darf. Die Ankunft und Aufnahme des jungen Flüchtlings bricht den Alltag des frühpensionierten Briefträgers und der Mindestpensionistin auf und setzt einen Prozess in Gang.


Ort: Theater in der Josefstadt | 8., Josefstädter Straße 26
Premiere: Donnerstag, 25. Jänner 2018
Ticketswww.josefstadt.org