Wiener Bezirksblatt-TV: Der Blick hinter die Kulissen

Leicht zu finden ist der neue Stadtsender noch nicht. Wo heute Rohbauten, Baumaschinen und gatschige Böden das Breitenseer Geviert beherrschen, wird bis zum Jahreswechsel aus dem ehemaligen Gewerbehof des 19. Jahrhunderts ein moderner Wirtschaftspark entstehen.

Industrie-Charme
Im bereits revitalisierten Gebäudetrakt an der Ecke Missindorfstraße, Goldschlagstraße residiert seit 2006 der neue, moderne Stadtsender im Kabelfernsehen W24. Genauer gesagt im dritten Stock, wenn Adlerauge entsprechende Taferln zu erblicken vermag. An die 50 Damen und Herren Redakteure, Kameraleute, Moderatoren, Sendungsgestalter und „gute Seelen" im Hintergrund verrichten hier auf hunderten Quadratmetern in hohen, hallenartigen Räumen mit einem großen Aufnahmestudio und acht Schnitträumen ihren Job. „Das Arbeiten hier macht Spaß, da die Atmosphäre etwas Substanzielles verströmt – kein austauschbarer Neubau, sondern den Charme der Industrialisierung", so Gerhard Koller, Geschäftsfu?hrer der „webworks content gmbh", die den Hauptinhalt fu?r W24 produziert.

Erfrischende Freude
Der Lokalaugenschein letzte Woche bestätigt den Eindruck, dass Spaß vorherrsche. Dazu noch Dynamik, ein Zug zum Tor, eine erfrischende Jugendlive lichkeit und der u?bliche Produktionsstress. Was nicht verwundert, da gerade die tägliche Livesendung von W24 mit zwei Gästen von 18.30 bis 19.15 Uhr vorbereitet wird. Da ist die Anspannung deutlich zu spüren.

Pionierarbeit im Bezirk
Ein etwas kleinerer, aber umso neuerer Teil des Stadtsenders ist das WIENER BEZIRKSBLATT- TV, das jeden Dienstag um 19.45 Uhr u?ber die W24-Kabel-TV-Schirme flimmert. Sendungsverantwortlicher M.-Jürgen Brunner öffnet den Zipfel der TV-Kulissen: „An der fu?nfzehn Minuten langen Sendung, die von Anchorman Markus Pohanka präsentiert wird, arbeiten wir zu dritt die ganze Woche lang. Diese Sendung ist ein Fulltime-Job." Unterstu?tzt wird Brunner von einer Kamerafrau, die zugleich Cutterin ist. Fu?r einen 3-Minuten- Beitrag braucht das Duo neben der Recherchezeit an die vier Stunden fu?rs Filmen und danach drei bis vier Stunden fu?rs Schneiden. Da ist die Woche wie im Flug zu Ende. Für die Sendung selbst, die am Montagnachmittag aufgezeichnet wird, ist weit mehr Personal nötig: vier Leute, die sich um Kamerafu?hrung, Technik, Licht etc. kümmern. „Fernsehen zu machen ist schon aufwendig, mit sehr hohem Materialaufwand", sagt Brunner. „Aber es macht uns Spaß, da auch die Reaktionen auf unser noch junges WIENER BEZIRKSBLATT- TV vielversprechend sind." Pionierarbeit mitten in Penzing.

  • Adresse: missindorfstraße 21/3/3, 1100 Wien

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