Der Wiener Brotpreis 2015

Brot ist das einzige Nahrungsmittel, bei dessen Verzehr gleichzeitig vier Sinne angesprochen werden. Dementsprechend komplex bewerten wir auch die Qualität von Brot.

Der Geruch frischen Brotes weckt sofort das Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Der Anblick von Brot in seinen typischen Formen als Laib, Ziegel oder Striezelform lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Gefühl beim Drücken der Kruste und des herrlich saftigen, weichen Innenteils ist noch vor dem Genuss entscheidend und dann der Geschmack selbst – je nach Zutaten von zart bis deftig eine breite Palette.

Bewertungsmodus beim Wiener Brotpreis

Wir konzentrieren uns bei der Beurteilung auf 2 besondere Merkmale: Aussehen und Geschmack.

Eine Experten- und Prominenten-Jury tagt einige Tage vor dem 4. Wiener Brotpreis 2016 am 19. April erneut in der Wiener Bäcker Innung um in einer Blindverkostung das beste Brot, Gebäck und Plundergebäck zu eruieren. Die Premierung der Siegerbetriebe findet wieder vor Publikum im Wiener Rathaus statt.

1) Herzhaft und g`schmackig

Dunkles Brot, von Roggenmischbrot (mehr als 50% Roggenanteil) bis reines Roggenbrot, als Triebmittel Sauerteig

2) Luftig und leicht

Helles Brot, von Weizenmischbrot (mehr als 50% Weizenanteil) bis reines Weizenbrot (auch Sandwich oder Baguette), als Triebmittel Hefeteig

3) Kreativ und außergewöhnlich

Spezialbrot, wie Brot unter Zugabe von Kürbis- oder Sonnenblumenkernen, Karotten, Nüssen, Oliven,…

4) Klassisch und beliebt

Semmel

5) Lang und lustig

Salzstangerl

6) Die Qual der Wahl

Des Bäckers liebstes Weckerl

7) Lauter süßer Plunder

Topfengolatschen, Zimtschnecken, Croissants…

Rückblick 2015:

Promi-Blind-Verkostung: Von Kruste, Krümel und Kreativität

Eine Woche vor der großen Prämierung der Sieger-Laibe im Wiener Rathaus traf sich eine Promi-Jury zum exklusiven Voting im rustikal-mittelalterlichen Ambiente der Bäcker-Innung in der Florianigasse. Neben Kulinarik-Experten wie Haubenkoch Robert Letz, Staud’s-Geschäftsführer Hans Staud oder Sylvia Sedlnitzky vom Kulinarischen Erbe Österreich wohnten der Verkostung auch wirtschaftliche Größen wie summerstage-Besitzer Ossi Schellmann, Peter Drobil, Werbe-Chef Bank Austria oder Geschäftsführer Peter Buchauer von Felix Austria bei. Daneben nahmen Gerald Steger (cafe + co), Rainhard Idl (Salesianer Miettex), Hildegard Resch (Bäckerzeitung) sowie Cornelia Zahel (Weingut Zahel) und Margit Stolzlechner (Hollerei) am großen Krümel-Kosten teil.

Großes Brotverkosten im Rathaus

Am 22. April verwandelte sich das Wiener Rathaus unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl in die größte Backstube der Stadt. Die Gelegenheit zum Kosten und Knabbern ließen sich weder Günther Schmidt (Bank Austria) noch Gulliver Wagner (Felix Austria) entgehen.
 Stolz auf die Vielfalt der präsentierten Köstlichkeiten waren auch der Innungsmeister der Österreichischen und Wiener Bäcker, Josef Schrott sowie Innungs-Geschäftsführer Kurt Schebesta (WKW). Die Kulinarik-Profis Cornelia Zahel (Weingut Zahel) und Doris Felber (Felber) gustierten mit prüfendem Blick und strenger Zunge. Und selbst Haubenkoch Robert Letz (Schlosspark Mauerbach), für den Brot schon von Berufswegen her ein bedeutsames Gut ist, kostete, bewertete und verglich das „Best of“ der Wiener Bäcker.
„Die überaus zahlreiche Teilnahme am 3. Wiener Brotpreis und damit am Wiener Brot zeigt, dass den Kunden Handwerk, Qualität und Frische besonders wichtig sind und die Bedeutung von echtem Brot sich noch längst nicht verkrümelt hat“, so Innungsmeister Josef Schrott.

Gewinnerlaibe: Das sind die besten Krümel

Aus zahlreichen Einreichungen konnten nur die g’schmackigsten Backwerke durchsetzen. Dabei wurde in sieben Kategorien jeweils Geruch, Optik und natürlich der Geschmack bewertet. Dabei schnappten sich die Bestplatzierungen: Rieppel, Felber, Schrott, Szihn und Anker, die sich gegen ihre Bäcker-Mitbewerber durchsetzen konnten.

Die Gewinner des Wiener Brotpreises 2015:

Kategorie „Herzhaft & g’schmackig“ (Dunkles Brot)

Platz 1: Rieppel „Das Tiroler Bergbauernbrot“
Platz 2: Geier „Der Murauer BIO-Laib“
Platz 3: Grimm „Das Rauchfangkehrerbrot“
Platz 3: Anker „Das Meisterstück Roggenbrot“

Kategorie „Luftig & leicht“ (Helles Brot)

Platz 1: Felber „Französisches Baguette“
Platz 1: Schrott „Wachauer Brot“
Platz 2: Mauracherhof „Bio-Dinkelkruste“
Platz 3: Geier „Das Ciabattabrot“

Kategorie „Kreativ & außergewöhnlich“ (Spezialbrot)

Platz 1: Rieppel „Roggen-Dinkelbrot“
Platz 2: Szihn „Knusperwurzelbrot“
Platz 3: Schrott „Bio-Vollkorn-Kürbiskernbrot“

Kategorie „Klassisch & beliebt“ (Semmel)

Platz 1: Felber „Aroma Handsemmel“
Platz 2: Anker „Meisterstück Handsemmel“
Platz 3: Geier „Kaisersemmel“

Kategorie „Lang & lustig“ (z.B. Salzstangerl)

Platz 1: Felber „Kürbiskernspitz“
Platz 2: Szhin „Handsalzstangerl“
Platz 3: Geier „Salzstangerl“

Kategorie „Qual der Wahl“ (Des Bäckers liebstes Weckerl)

Platz 1: Anker „Müsliriegel“
Platz 2: Felber „Bio-Mohnstriezerl“
Platz 2: Szhin „Wachauer“
Platz 3: Mauracherhof „Maurachers Schüttelbrot“

Kategorie „Lauter süßer Plunder“ (Topfengolatschen, Zimtschnecken,…)

Platz 1: Szihn „Apfelstrudel“
Platz 2: Felber „Topfengolatsche“
Platz 3: Anker „Dinkel-Topfengolatsche