Wiener Neustädter Kanal & Aspangbahn

In den letzten Jahren legte die Stadtarchäologie Wien auf den Aspanggründen bauliche Überreste von Wiener Neustädter Kanal und Aspangbahn frei. Grund genug, sich in einer Ausstellung mit diesem spannenden Kapitel des österreichischen Verkehrswesens zu befassen.

Am Ende des 18. Jahrhunderts zeichnete sich durch den steigenden Holzbedarf eine Energiekrise ab. Um die ungeliebte Alternative Kohle billig anbieten zu können, verfielen staatlich unterstützte Unternehmer auf die Idee, den Brennstoff auf dem Wasserweg zu transportieren. Es war die Geburtsstunde des Wiener Neustädter Kanals. Er sollte den Gütertransport aus dem südlichen Niederösterreich nach Wien wirtschaftlicher machen. Doch bevor Gewinne erzielt werden konnten, mussten die Höhenunterschiede im Wiener Becken, Wassermangel, Probleme mit der Dichte des Kanals, Unwetterkatastrophen und die Auswirkungen von Kriegen gemeistert werden. Besonders rentabel war die Kanalschifffahrt jedoch nie. Nach ihrer Einstellung 1879 und der darauf folgenden streckenweisen Trockenlegung des Kanals verlagerten sich Warentransport und Personenverkehr auf die Schiene. In Wien entstand auf dem ehemaligen Hafengelände der Aspangbahnhof.

Die Ausstellung „Wiener Neustädter Kanal & Aspangbahn“ spannt auf 33 Postern einen Bogen von Planern und Investoren über bautechnische Leistungen und finanzielle Desaster bis zu Infrastruktur, Fuhrpark und transportierten Gütern. Archäologische Entdeckungen – darunter Teile von Kanal, Hafenbecken und Bahnhofsgebäude sowie Drehscheiben, Wasserturm und Gleisbrückenwaage – schlagen zusammen mit Fotos der noch bestehenden Abschnitte des Kanals eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit.

Eine Ausstellung der Stadtarchäologie Wien in Kooperation mit der Volkshochschule Meidling.

Ort: Volkshochschule Meidling
1120 Wien, Längenfeldgasse 13-15, 2. Stock
Ausstellungsdauer: 9. März bis 30. September 2012
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr
Eintritt: frei
Infos auch auf www.wien.at/archaeologie

  • Adresse: Längenfeldgasse 13-15, 1120 Wien

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