Wilde Sache!

Wenn der Herbst beginnt, hat Wildfleisch Hochsaison. Auch das Wiener Marktamt beschäftigt sich mit dem Fleisch von Wildtieren.

Strenges Auge auf Bakterien und Pilze

Im Zuge des amtlichen Beschaudienstes werden eventuell untaugliche Tiere ausgesondert, zusätzlich werden amtliche Proben auf die Einhaltung der speziellen Wildkennzeichnungsvorschriften untersucht.

Trotz relativ guter Befunde wird das Marktamt auch heuer ein strenges Auge auf Wildfleisch haben. Dazu Alexander Hengl vom Wiener Marktamt: "Frei lebende Tiere haben ein höheres Krankheitsrisiko als Haustiere. Während etwaige Verletzungen spätestens beim amtlichen Beschaudienst des Marktamtes auffallen, sind eventuelle Strahlen- oder Schwermetallbelastungen aber auch ein Parasitenbefall nur durch Probenziehung nachweisbar."

Geschmack entscheidend

Konsumenten können lediglich auf das Aussehen (fein faseriges Fleisch, stark rot bis sehr dunkel) und später auf den Geschmack achten. Schmeckt das Wildfleisch ungenießbar, sollte das Marktamt informiert werden. Dieser Geschmack könnte ein Hinweis für mangelhafte Hygiene nach dem Erlegen des Tieres sein.

Wenn es um Lebensmittelsicherheit geht, können sich die Wienerinnen und Wiener auf das Marktamt verlassen. Natürlich ist keine hundertprozentige Garantie möglich, wir gewährleisten aber in Wien einen hohen Schutz. Weiterhin gilt: Nur qualitativ hochwertige und einwandfreie Lebensmittel sollen auf den Wiener Tellern landen

Stadträtin Sandra Frauenberger

In Wien gab es bei Wildfleisch in den letzten Jahren kaum Beanstandungen. Letztes Jahr begutachtete das Marktamt im Zuge des amtlichen Beschaudienstes 16.875 Wildtiere vor deren Zerlegung, 71 Tiere waren untauglich zu bewerten. Zusätzlich entnahm die MA 59 letztes Jahr 1.546 Lebensmittelproben und übermittelte diese an ein Labor zur Begutachtung. Nur eine Probe war für den menschlichen Verzehr nicht geeignet, die restlichen Waren waren nicht zu beanstanden.

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