Yppenplatz-Bionierin schaltet den Herd ab

Das Gesicht kennt man. Entweder aus dem Fernsehen ("Wild Cooking“, ORF) oder aus dem noi, ihrem Mini-Restaurant für Biologisches & Naturbelassenes. Die 31-Jährige stand abends selbst in ihrer offenen Küche und bruzzelte die wöchentlich wechselnden 3-Gänge-Menüs mit schrägen Namen wie "Rorügami“ oder "Lalalabal“. Legendär und immer auf der handgeschriebenen Karte: die Chilibitterschokotorte.
Und dann das: Denise Amann geht zurück nach Vorarlberg. Man hat eigentlich nur zwei Fragen: wann und vor allem warum? Das "wann“ ist schnell geklärt. Der letzte Abend ist Samstag, der 26. 6.
Und "warum“? Amanns ­erste Reaktion: "Weil uns Wien nimma freut.“ Sieben Jahre hat sie hier gelebt, jetzt zieht sie gemeinsam mit ihrem Tiro­ler Verlobten ins Ländle, um dort ein ähnliches Konzept umzusetzen. Wenn möglich mit Gästezimmern. Als die Bionierin 2005 ihr "noi" öffnete, war das kein Opportunismus, wie sie sagt. "Mir hat einfach der Platz gefallen. Und es hat hier sonst nichts gegeben.“ Die Unternehmerin hatte Erfolg und trotzdem mit der Geiz-ist-geil-Mentalität zu kämpfen. Wie so viele Gastronomen litt sie unter Suppen- und Hausweinbestellungen. Wenn auch auf hohem Niveau. 

Die Nachfolge ist bereits fixiert, das Lokal bleibt ein Restaurant.
 

  • Tel.: 0650/354 28 09
  • Adresse: Payergasse 12–14, 1160 Wien

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