Zu Besuch bei Herbert „Funki“ Feurer

„Ich bin der erfolgreichste Tormann Österreichs“, begüßt uns Herbert Feurer selbstbewusst in seiner Trafik in der Effingergasse. Ohne Lächeln, mit seinem typischen Buster-Keaton-Blick. Den er auch beibehält, als er erfährt, dass unser Fotograf Christian Jobst ein Austria-Fan ist. „Was, einen von der violetten Brut bringst mir daher?“, schüttelt „Funki“ den Kopf. Der Fotograf wirkt unsicher, er kennt Herrn Feurer noch nicht. Seine sarkastische Art. Aber er meint’s nicht so, das wissen alle, die ihn kennen. Vier Bücher, die „Wuchteln“, hat er veröffentlicht. Drei über Interna bei „seiner“ Rapid, eines über das österreichische Nationalteam, das er nach Ende seiner aktiven Karriere als Tormanntrainer betreute. So wie auch den Rekordmeister aus Hütteldorf.

Der Tag, an dem der Räuber kam

Vor drei Jahren hat er den Trainingsanzug an den Nagel gehängt und kümmert sich nur mehr um seine Trafik, die er seit 1988 führt. „Alle Trainer hab ich überlebt: den Baric, den Hickersberger, den Weber, den Zellhofer. Nur beim Pacult musste ich w.o. geben“, erzählt er mit einem Grinsen im Gesicht. Das Lachen vergeht ihm, wenn er auf die vielen Überfälle auf Trafiken angesprochen wird. Vor einigen Wochen wurde er selber ein Opfer. „Ich war nicht im Geschäft, meine Mitarbeiterin wurde mit einer Waffe bedroht.“ Und wie würde er selbst bei einem Überfall reagieren? „Kann ich nicht sagen. Das ist wie im Fußball, wenn ein Stürmer auf dich alleine zukommt. Die Reaktion ergibt sich aus der Situation.“ Den Täter hat er übrigens mit seiner Überwachungskamera aufgenommen …

  • Adresse: Richard-Wagner-Platz 19, 1160 Wien

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *