Zweiter Frühling für Herbststraßen-Grätzel

Darüber, dass die Gürtelrevitalisierung ab Mitte der 1990er-Jahre ein voller (und international ausgezeichneter Erfolg) war, herrscht wohl Einigkeit. In letzter Zeit mehren sich aber Stimmen, die behaupten, der Gürtel gerate in Vergessenheit, das Gebiet baue kontinuierlich ab. Fakt ist: Der Westgürtel ist eines von 13 Zielgebieten der Stadtentwicklung, die 2005 festgelegt wurden. Und es existieren hoch interessante Pläne.

Alles Neue war anfangs nur ein Plan

Für den Bereich Lerchenfelder Gürtel (zwischen Burggasse und Herbststraße) sollte man sich den Namen „Acconci“ merken. Der italienische Künstler und Architekt, von dem die bekannte Murinsel in Graz stammt, hat gemeinsam mit den Wiener Architekten Tillner & Willinger ZT eine begehbares Kunstwerk – erinnert wiederum an eine Insel im Automeer – entworfen, das  im dicht gebauten Gebiet Freiraum schaffen soll. Sportanlagen inklusive.

Das Acconci-Projekt ist schon einen Schritt weiter, als die Ideen des Studentenwettbewerbs „Go West“, dessen Sieger im Jänner präsentiert wurden (siehe Beitrag „Rückkehr des alten Flusses?“). „Go West“ soll den Fußgängern zugute kommen und ist Teil des so genannten „Gürtelfinale“, das noch bis 2013 rennt (Stadt Wien, gefördert von der EU).
Bereits im Herbst 2009 gestartet: Die erneute Nutzung des Glaskubus auf Höhe der U-Bahnstation Josefstädter Straße. Etliche Diskussionsveranstaltungen gab es hier in den letzten Monaten

Und sonst so?

Neben den beschriebenen Projekten wird stark auf die Blocksanierung von Wohnhäusern entlang des Westgürtels gesetzt. Weiters ist  „VIEW“ im Auftrag der MA 25 aktiv – die Projekte  (wie Valie Exports Glaskubus) auf www.view.wien.at

WICHTIGE ANMERKUNG ZU DEN VISUALISIERUNGEN: Diese zeigen den Status Quo zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses, werden aber noch überarbeitet!

  • Adresse: Lerchenfelder Gürtel, 1160 Wien

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