Flüchtlingslager auf der Musical-Bühne

Weltumspannende Liebesgeschichten, groteske Missverständnisse und politische Intrigen verflechten sich in „Traiskirchen. Das Musical“ zu einem komischen, verwegenen Spektakel. Das Schauspiel stellt einige dringende Fragen, die uns in den nächsten Jahre beschäftigen werden. Im Sommer 2015 treffen sich im völlig überfüllten Lager Traiskirchen dem Krieg Entronnene und vom Frieden Verwöhnte, Seherinnen und politisch Kurzsichtige, Hetzer und Gehetzte. Die Welt rückt sich näher, Menschen und Ideen geraten aneinander.

© Igor Ripak


Spieltermine

  • 17. Oktober 2017 | 19 Uhr
    Volkshochschule Floridsdorf | 21., Angerer Straße 14
  • 24. November 2017 | 19 Uhr
    Volkstheater | 7., Neustiftgasse 1

Schwarze Augen, buschiger Schwanz!

Das kommende Wochenende steht ganz im Zeichen der Roten Pandas. In vielen Zoos rund um den Erdball wird am 21. September der „Rote Panda-Tag“ gefeiert, so auch im Tiergarten Schönbrunn.

Hier wird schon am Wochenende vorher, am 16. und 17.  September, auf die Gefährdung der kleinen Bambusfresser aufmerksam gemacht. „Nur noch 10.000 Rote Pandas leben im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas. Eines der Hauptprobleme ist die Abholzung der Wälder“, schildert Zoo-Direktorin Dagmar Schratter.

Am 16. und 17.9. gibt es von 9 bis 18 Uhr beim Gehege der Roten Pandas jede Menge Informationen, für die jüngsten Zoo-Besucher gibt es eine Bastelecke und um 13.30 Uhr kann man eine Sonderfütterung miterleben.

Posted from Wien, Vienna, Austria.

Das Museum als Abbild der wachsenden Donaumetropole

Seit 2015 ist Matti Bunzl Chef des Hauses am Karlsplatz. Im Gespräch mit dem WIENER BEZIRKSBLATT gibt der Direktor Einblicke in die Geschichte der Stadt und seine Museumsphilosophie. Es ist pure Begeisterung für Wien, die aus Matti Bunzl spricht. Nach vielen Jahren in Chicago, wo er im Universitäts- und Festivalbetrieb tätig war, ist der 46-jährige Historiker seit 2015 in Wien. Über das Stadtmodell gebeugt, gibt der Direktor des Wien Museums nicht nur interessante Einblicke in die bewegte Vergangenheit der Donaumetropole, sondern auch Ausblicke in die Zukunft einer wieder wachsenden Stadt: „Wenn wir zurückschauen, dann war Wien Anfang des 13. Jahrhunderts eine Stadt vergleichbar mit Regensburg oder Passau. Regional wichtig als Handelsort, aber keine Metropole.“ Zur Entwicklung zur Millionenstadt trugen viele Faktoren bei – ein wichtiger davon war die Migration, schon im Mittelalter und in der Neuzeit. „Ohne die Einflüsse, etwa aus Frankreich im 13. Jahrhundert und Italien im 16. Jahrhundert, und ohne den böhmischen und jüdischen Zuzug im 19. Jahrhundert wäre Wien nicht zur Weltstadt geworden, die es heute ist“, so Bunzl.

Bildungsauftrag

Bunzl sieht daher auch die Geschichte der Stadt als vielschichtige Erzählung. In den kommenden Jahren soll das Wien Museum umgebaut werden. Dem Direktor ist dabei auch die weitere Öffnung für die Bevölkerung wesentlich. „Im Gegensatz zu vielen anderen wunderbaren Museen der Stadt kommt bei uns der überwiegende Teil der Besucher aus Wien. Darin sehe ich auch einen Bildungsauftrag, den wir als Museum wahrnehmen.“ Mit über einer Million Objekten ist das Wien Museum, das früher Historisches Museum der Stadt Wien hieß, auch für die größte Sammlung an historischen Dokumenten und Artefakten der Stadt verantwortlich. Im Rahmen der ­Erweiterung sollen neben den klassischen Ausstellungsräumen und -objekten auch neue Räume der Begegnung entstehen. Für Diskussionen, Veranstaltungen, Workshops und mehr. Bereits jetzt ist das Museum im Rahmen eines Pilotprojekts in Wiener Schulen präsent und regelmäßig befassen sich Schüler mit ihrer Stadt. „Die Möglichkeit, sich gerade als junger Mensch über und mit der Stadt durch ihre Geschichte auseinanderzusetzen und zu identifizieren, unabhängig von ethnischer Herkunft und Tradition, finde ich faszinierend“, so Bunzl.

Wiener Popmusik

Die nächste Ausstellung des Wien Museums startet am 14. September. In „Ganz Wien. Eine Pop-Tour.“ begeben sich die Besucher auf eine Reise in die vielschichtige und abwechslungsreiche Welt der Populärmusik in Wien. Neue Präsentationstechniken sollen den Besuch zum audiovisuellen Erlebnis machen.

Ausstellungen und Umbau

Der genaue Starttermin für die Umgestaltung des Karlsplatzes und den Umbau des denkmalgeschützten Wien Museums ist noch nicht festgelegt, im Laufe der nächsten Monate soll die Entscheidung dazu fallen. Bis zur vorübergehenden Schließung während der Umbauphase wird der Regelbetrieb aufrechterhalten.

Zusätzlich zum Haupthaus am Karlsplatz stehen auf die ganze Stadt verteilt Exposituren des Wien Museums. Einen Überblick über die aktuellen Ausstellungen vor Ort und den Umbau gibt es online unter: www.wienmuseum.at und www.wienmuseumneu.at

Matti Bunzl © Stefan Diesner

Eine Straße wird zur Festivalzone

Musikalische Darbietungen, kulinarische Genüsse und jede Menge Action und Spaß für Jung und Alt. Den ganzen Tag über steht die Josefstädter Straße am 15. September ganz im Zeichen der Unterhaltung. Heuer gibt es auch erstmals einen Fotowettbewerb, die Gewinnerbilder werden im Anschluss in der Bezirksvorstehung ausgestellt. „Das Straßenfest ist zu einem Fixpunkt im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der Josefstadt geworden und ich freue mich schon auf viele anregende und inspirierende Begegnungen bei den ,Josefstädter Straßentafeln‘ – und natürlich auf viele schöne Straßen­fest­fotos“, so Bezirkschefin ­Veronika Mickel-Göttfert. Das ganze Programm finden Sie unter: josefstadt.wien.at

Das Wiener Kaffeehaus für zu Hause

Bereits zum neunten Mal kommen Liebhaber der Wiener Kaffeehauskultur beim Kaffeehaus-Flohmarkt in der Kaffeerösterei Julius Meinl auf ihre Kosten. Am Samstag, den 23. September können Sie sich auf attraktive Schnäppchen freuen. Durch Modernisierungen und Erneuerungen sammeln sich die Lager, die voll mit einzigartigen Stücken sind, die jahrelang gute Dienste in den Wiener Kaffeehäusern leisteten. Diese werden jedoch nicht einfach entsorgt, sondern können sich auf ein zweites Leben freuen: Beim Kaffeehaus-Flohmarkt erwarten die Besucher Geschirr, Tische, Stühle, Bilder sowie Kleinigkeiten und Ungetüme, die zu Schnäppchenpreisen auf einen neuen Besitzer warten. Auch zahlreiche Requisiten vom 60. Kaffeesieder-Ball gibt es zu ergattern.


Kaffeehaus-Flohmarkt
Datum: Samstag, 23. September 2017
Uhrzeit: 10.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Kaffeerösterei Julius Meinl
Adresse: 16., Julius-Meinl-Gasse 3-7
Infos: www.kaffeehausflohmarkt.at

Kunst- und Trödelmarkt in der Leopoldstadt

Auch diesen Herbst findet am 14. und 15. September der beliebte Flohmarkt auf der Taborstraße und dem Karmeliterplatz statt. Von 8 bis 18 Uhr kann man vor Ort 70 Stände durchstöbern. Geboten wird alles von Geschirr und Kunsthandwerk, über Bekleidung, Tischwaren und Antiquitäten bis hin zu Vintagemöbeln. Hier wird sicher jeder Schnäppchenjäger fündig. Für Verpflegung ist in den zahlreichen umliegenden Lokalen gesorgt. Auch die umliegenden Gassen beheimaten kleine aber feine Shops und warten darauf erkundet zu werden.

Wiener Männergesang-Verein lädt zum Casting

Wer es tut, wirkt glücklich, ob im kleinen Kreis unter Freunden oder im großen Festsaal. „Singen ist Balsam für die Seele, und zwar in jedem Alter“, weiß Direktor Wilfried Mandl vom Wiener Männergesang-Verein. Am Dienstag, den 3. Oktober 2017, lädt der traditionsreiche Chor potenzielle zukünftige Sangesbrüder ab 17 Uhr zum kostenlosen Schnupper-Singen in den Dumbasaal des Wiener Musikvereins (1., Bösendorferstraße 12). Als einzige Voraussetzung zum Mitmachen gilt: Freude am Gesang!


Anmeldung unter 0676 432 68 04 oder musik@wienermaennergesang-verein.at

Vorbereitungen zum Mister Austria laufen auf Hochtouren

Am vergangenen Donnerstagnachmittag reisten alle 30 Kandidaten aus ganz Österreich ins Mister Austria Camp nach Wien und checkten für die darauffolgenden drei Tage im Hotel Zeitgeist am Wiener Hauptbahnhof ein. Alle Titelanwärter erhielten eine Einführung in das dichte aber spannende Programm für das Camp-Wochenende.

Foto-Shootings und Sportchallenge

Die jungen Männer durften vor vier Top-Fotografen an verschiedenen Schauplätzen, verteilt in der Wiener Innenstadt, ihr Können vor der Kamera unter Beweis stellen. Jeder Kandidat hatte pro Set zehn Minuten Shootingzeit. Wie auch in den vergangenen Jahren, war die Sportchallenge der härteste Bewerb des gesamten Camps. Die Feschaks hatten bei den Kraftübungen 90 Sekunden Zeit um so viele Wiederholungen wie möglich zu tätigen. Auf der To-Do-Liste standen Aufgaben wie Klimmzüge, Pendellauf, 500-Meter-Lauf, Sit-Ups und Liegestütz.

Mister als gutes Vorbild

Auf dem Programm standen außerdem eine Charity-Challenge für die österreichischen Kinderdörfer und eine Spendensammelaktion am Stephansplatz. Als Belohnung für die Anstrengungen wurde am Samstagabend in der Babenberger Passage gemeinsam gefeiert. Das Finale zum Mister Austria 2017 findet am Samstag, den 28. Oktober im Rahmen einer Veranstaltung in den Wiener Sofiensälen statt.


Tickets für das Finale erhalten Sie unter www.mistershop.at/tickets.html.

© MisterCompany/Pail

 

Dadaismus und Schwammerln

Alf Poier – Die 50. Show von „The Making Of Dada“ wird am 16. September im Schutzhaus Zukunft (15., verlängerte Guntherstraße) über die Bühne gehen. Das Programm ist eine „Wegbeschreibung vom steirischen Schwammerlsucher bis hin zum nihilistischen Dadasophen“. Beginn ist um 20 Uhr.

Fotos aus 25 Jahren Tiergarten Schönbrunn

Als Orang-Utan-Dame Nonja in den 90er Jahren im Tiergarten Schönbrunn ihre Bilder malte, die Pandas Yang Yang und Long Hui 2003 nach Wien kamen oder der Nashornpark 2006 eröffnet wurde, war Jutta Kirchner mit ihrem Fotoapparat stets dabei. In einer Jubiläumsausstellung im Tiergarten zeigt sie ab Freitag einen Rückblick auf ihre Tätigkeit im Wiener Zoo. Unermüdlich hat sie in den vergangenen 25 Jahren nicht nur Tierfotos gemacht, sondern auch viele Ereignisse fotografisch dokumentiert. „Es sind unter anderem Fotos zu sehen, wie das Tiger-Jungtier Mischa mit der Flasche aufgezogen wurde oder Orang-Utan-Dame Nonja zu Pinsel und Farbe griff. Etwas ganz Besonderes war es für mich, die ersten Fotos vom Panda-Pärchen nach seiner Ankunft aus China zu machen“, so Jutta Kirchner.

„Die Ausstellung ist eine Reise durch die Aufbauarbeit des Tiergartens, die vor 25 Jahren begonnen hat und zeigt, was sich seit der Ausgliederung aus der Bundesverwaltung alles getan hat: neue Anlagen, neue Tierarten und aufregende Geburten. Natürlich präsentiert Jutta Kirchner auch eine Vielzahl an aktuellen Tierfotos“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Viele Plakate, Bücher, Kalender und Postkarten sind mit ihren Fotos erschienen. Umso schwerer ist ihr die Auswahl der Fotos für die Ausstellung gefallen. Aber es ist alles mit dabei: von Geparden über Zebras bis hin zu Eisbären. Vom 15. September bis 31. Oktober ist die Jubiläumsausstellung täglich während der Zoo-Öffnungszeiten im Elefantenhaus zu sehen. Jeweils am Donnerstag von 15 bis 17 Uhr ist die Fotografin persönlich anwesend.

Jutta Kirchner mit Poitou-Esel © Daniel Zupanc

Österreich trifft sich in der Bibliothek

Das vielfältige und umfangreiche Veranstaltungsangebot macht „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ so einzigartig: Beim größten Literaturfestival des Landes, das von 16. bis 22. Oktober stattfindet, kann man neben Lesungen, Library Slams, Literaturwanderungen, Workshops, Lesenächten, Bilderbuchkinos, Schreibwerkstätten und Bücherflohmärkten in zahlreichen Bibliotheken mehr über die täglichen Abläufe und die Arbeit hinter den Kulissen erfahren. Eröffnet wird am 13. Oktober mit einer Gala zum Thema „Literatur und Film“.

Exklusive Führungen und Workshops

Das vom Büchereiverband Österreichs (BVÖ) initiierten Festival bietet zusammen mit Gemeinde- und Pfarrbüchereien, Schulbibliotheken, Stadt- und Landesbibliotheken, Universitäts- und Fachhochschulbibliotheken ein besonderes Programm für Literaturinteressierte. Die Österreichische Nationalbibliothek lädt zu einem Rundgang in den unterirdischen Bücherspeicher, der den Besuchern ansonsten verborgen bleibt. Außerdem kann man lernen, Kurrentschrift zu lesen und erfährt alles über die notwendigen Schritte vom Erwerb eines Buchtitels über die Bearbeitung, bis das Werk für die Leser bereitsteht.

Lesungen, Kabarett und Kinderprogramm

Zahlreiche Bibliotheken bitten zu Krimifesten und Unterhaltung versprechen der Kabarettist Klaus Eckel ebenso wie der Journalist Paul Kraker und „Die Tagespresse“-Gründer und Autor Fritz Jergitsch, die mit Sarkasmus und Ironie tagesaktuelle Ereignisse parodieren. Weiters stellen Autoren wie Rudolf Taschner, Radek Knapp, Irene Diwiak, Gertraud Klemm, Franzobel, Olga Flor und Eva Rossmann ihre Neuerscheinungen vor. Für Kinder und Jugendliche gibt es Theaterstücke mit Klassikern, die durch Lesungen ergänzt werden.


Alle Veranstaltungen finden Sie hier!

Hip-Hop und Reggae

Mono & Nikitaman – Die Band, 2004 gegründet von ­Monika Jaksch und Nick Tilstra, vereint in ihrer Musik sozialkritische Texte mit musikalischen Einflüssen von Reggae, Dancehall, Hip-Hop, ­Popmusik und Punk. Während der Düssel­dorfer Nikitaman als Kind in ­besetzten Häusern aufwuchs und von Punk und Straßenmusik beeinflusst wurde, setzte sich die Linzerin Mono intensiv mit der Hip-Hop-Szene auseinander. Der nächste Live-Termin ist am 16. September beim Global-2000-Fest in der Arena!

Infos: www.mono-nikitaman.de

Ab in die Donau!

Im Wiener Lustspielhaus Am Hof hat der gebürtige Grazer Boris Popovic, der im 15. Bezirk lebt, bis zum vergangenen Wochenende in Adi Hirschals „Figaro oder ein toller Schnitt“ für Lacher gesorgt, ab 14. September ist der Top-Schauspieler im neuen Nixen-Drama „Das Donauweibchen“ im Einsatz. In dem Stück feiert die berühmte Nixe Auferstehung – und wird mit harten irdischen Realitäten konfrontiert. Die Regie führt Ale­xander Medem. Alle Termine und Spielorte finden Sie auf wiendrama.wordpress.com

Die Jagdsaison ist eröffnet!

Witziger, schärfer, skurriler. Das Theater in der Josefstadt (8., Josefstädter Straße 26) bringt die von Elfriede Jelinek übersetzte Fassung von Georges Feydeaus Stück „Wie man Hasen jagt“ neu auf die Bühne – wohl kalkulierte Verwicklungen und bizarre Situationskomik inklusive!

Die Jagdsaison ist eröffnet, Monsieur Duchotel geht auf die Pirsch. Aber nicht, um diverses Wild zu erlegen, wie er seiner Frau Léontine weismacht. Sein „Hase“ ist weiblich und äußerst menschlich. Das kommt dem Arzt Moricet, Freund des Hauses, gerade recht, denn der hat sich längst auf die Fährte der schönen Léontine gesetzt.


Karten und Info
Tel.: +43-1-42 700-300