Simmering: Herzliches Jubiläum

Mittlerweile 30 Jahre schon ist Kellnerin Kathi der gute Geist der „Fabigan Weinschenke“ in Simmering. Zu ihrem Jubiläum überreichten ihr Ex-Gemeinderätin Christine Lapp und Elke Dvorak von der Arbeiterkammer eine Urkunde. Auch Maria aus der bodenständigen und beliebten Küche der „Fabigan Weinschenke“ wurde mit einer Urkunde der Arbeiterkammer ausgezeichnet.

Zufriedener chef

Wirt Hans Kramel ist glücklich, so ein verläss­liches Team zu haben: „Hier kann ich leicht der Boss sein, ich muss mich bei diesen tollen Mitarbeiterinnen um fast nichts kümmern.“

 

Hernals: Spende für „BimBam“

Wie im letzten WBB exklusiv berichtet, haben sich die Dornbacher die Latte sehr hoch gelegt. Unter www.bimbam.at will die Gruppe zwei neue Glocken für die Pfarrkirche rein über Spenden­gelder finan­zieren. Über das Projekt und die tatkräftige Hilfe der Hernalser soll endlich ein klangvolles Geläute in der Kirche am Rupertusplatz installiert werden. Das jetzige „­Gebimmel“ ist auf den 1. Weltkrieg und das Einschmelzen der alten Glocken zurückzuführen – viele meinen, dass die jetzigen Glocken im Klang gar nicht richtig zusammen­passen.

Ziel ist klar

Zum Ruperti-Kirtag im September 2019, so hofft Pfarrer Wolfgang ­Kimmel, sollten dann die neuen Glocken gemeinsam mit der Glocke der Schafbergkirche im Clemens-­Holzmeister-Bau in Dornbach erklin­gen und die ­Hernalser erfreuen.

70.000 Euro Kosten

Das Ziel der Pfarre ist es, einen möglichst großen Teil der Gesamtkosten von rund 70.000 Euro über Spenden abzudecken. Über die ersten Großspenden darf sich die Arbeitsgruppe auch schon freuen. Weitere Spenden unter dem Motto „Glocken“ unter AT67 2011 1000 0470 1518 sind möglich. Gerhard Krause

 

„Singendes Buch“ in vier Sprachen

25 klassische Kinderlieder vereint

Es gibt keine andere Publi­kation, die 25 ­bekannte Kinderlieder in vier Sprachen – 
in Ladinisch, Deutsch, Italienisch und Englisch – umfasst, und zwar gleichzeitig als illus­triertes Liederbuch und als Tonaufnahme in jeder Sprache. ­Insgesamt also 101 Stücke („Bruder Jakob“ liegt auch auf Französisch vor) in gedruckter Form sowie von einer Instrumentalgruppe live eingespielt und von Kindern solistisch gesungen.

Illustrationen

Matteo Rubatscher hat in sehr kindgerechter Weise jedes einzelne Lied bildlich interpretiert – wobei auch Erwachsene viele spannende Details entdecken werden.

 

Meidling: Freude an der Chance für Junge

Eigentlich hat Sabrina Nill nach dem fertigen ­WU-Studium in der Privat­wirtschaft bei Coca-Cola zu arbeiten begonnen. Dann machte sie Marketing im Bildungs­bereich. Und als sie Wind davon bekam, dass die Jungarbeiterbewegung (ÖJAB) in der Längenfeldgasse 2017 eine Produktionsschule eröffnen würde, da hat sie noch schnell einen MSc in Wirtschaftspädagogik ­gemacht. 
Und nun leitet sie die „Schule“ als Projekt. „Wir haben derzeit 40 Teilnehmer“, so Nill. „Die Einrichtung ­bietet ihnen Nachschulung in Bereichen, die sie in der Berufs­schule versäumt haben“ – aus diversen Gründen. Am Ende sollte für jeden die Möglichkeit einer Lehre stehen. Die „Wissenswerkstatt“ bietet den jungen Leuten individuelle Betreuung bis zum Einzelcoaching und Schnuppern in die Lehre.

Sabrina
Sabrina Nill

Mariahilf: Soziales Frühstück im Park

Die besten Ideen sind oft die einfachsten. Bei der Mariahilfer Ideenwerkstatt wurde eine solche geboren: Obdachlosen Menschen, die sich im und rund um den Esterházy-Park auf­halten, soll mit einem Frühstück der Start in 
den Tag erleichtert werden. Die ­Mariahilfer Nachbarschaftsinitiative bringt einmal wöchentlich (am Mittwoch) zwischen 8 und 
10 Uhr Kaffee, Gebäck und viel Obst in den Park.

 

Liesing: Mara erspürte Mann im Wald

Großer Erfolg für die Polizeihündin Mara. Zusammen mit Ihrem Kollegen Phaeton musste sie ihre zweibeinigen Chefs dabei unterstützen, einen jungen Mann, der sich hilflos im Wald verirrt hatte, zu finden. 
Ein Teenager hatte leise Hilferufe aus dem Dr.-Helmut-Zilk-Wald vernommen. 
Er verständigte die Polizei. Die Suche im Dickicht war schwierig, und so forderte die Funkstreife die „Schnüffelexperten“ an. Den beiden Hunden gelang es nach kürzester Zeit, die Hilferufe zu lokali­sieren. Gefunden wurde ein verletzter, hilfloser 18-Jähriger, der dann schnell ärzt­liche Hilfe im Spital erhielt.

Penzing: Das rührt die Herzen

Pferdetherapie im Otto-Wagner-Spital verdient Unterstützung

Mehr als 4.000 Kindern konnte im Pferdehof schon geholfen werden. Die Equotherapie mit Pferden ist ein durchschlagender Erfolg – doch als gemeinnütziger Verein fehlt es oft an finanziellen Mitteln. Jetzt vor Weihnachten wird wieder an die Herzen der Menschen appelliert – mit dem Zusatz, „dass eine Spende gemäß Spendenbegünstigungsbescheid § 4a Z. 3 und 4 EStG des BMF steuerlich absetzbar ist“.

Hoffnung geben

Persönlich ein Bild von der Arbeit der Therapeuten und der geduldigen Pferde konnte man sich zuletzt bei der Adventjause in der Baumgartner Höhe 1 machen. Gegen Voranmeldung ist das aber auch sonst kein Problem. Kontakt: Telefon 0680/441 48 49 oder E-Mail info@lichtblickhof.at. Weitere Informationen findet man über die Homepages www.lichtblickhof.at oder www.pferd-emotion.at.

Jeder kann mithelfen

Wer spenden möchte, kann das ebenfalls über die Homepage tun. „Mit Ihrer Spende können wir schwerkranken Kindern Momente schenken, die Hoffnung geben und Freude bereiten.“ Um 35 Euro hilft man mit, Therapiematerial zu kaufen, für 130 Euro finanziert man einen Therapietag und um 780 Euro eine ganze Therapiewoche.

 

Floridsdorf: Alltag ist die beste Therapie für demenzkranke Menschen

Es war ein großer Tag für das Haus in der Brünner Straße: Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter, Politiker und Weggefährten feierten unter dem Motto „Appetit aufs Leben“ das zehnjährige ­Bestehen der Caritas-Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz.

Bedarfsgerecht

„Die Wohngemeinschaften der Caritas Socialis sind ein schönes Beispiel, wie man für Menschen mit Demenz die bestmögliche Behandlung und Betreuung sicherstellen kann und ihnen dabei möglichst lange eine hohe Lebensqualität ermöglicht“, lobte Monika Badilla, Leiterin des Fachbereichs Pflege und Betreuung im Fonds Soziales Wien.
Ziel der Wohngemeinschaft, in der seit Gründung 66 Menschen betreut wurden und werden, ist es, Menschen mit Demenz einen bedarfsgerechten Wohnraum zu bieten. Die Therapie ist der ganz normale Alltag – mit Anleitung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben.

 

Favoriten: Schärfste Bildqualität im Kinosaal

Umbau des Cineplexx Wienerberg

Der Österreicher geht durchschnittlich zwei Mal im Jahr ins Kino. Dabei erwartet der moderne Kino-Gänger mittlerweile mehr als nur eine bloße Filmvorführung. Die neueste Technik lässt den Kinobesuch zu einem wahren Erlebnis werden. 

Fachjargon
Dabei stehen Begriffe wie Onyx LED, IMAX, MX4D, Dolby Cinema und Dolby Atmos im Mittelpunkt – allesamt Abkürzungen, die wie eine moderne Fremdsprache klingen, jedoch sehr innovativ sind. Auch das Cineplexx Wienerberg hat technisch aufgerüstet.

Vorreiter
Denn im Herbst wurden die Umbauarbeiten beendet und nun ist das Kino auf dem neuesten Stand. Installiert wurden ein Laserprojektor auf dem „RealD Ultimate Screen“ und eine LED-Bildwand, die ohne Projektor ­arbeitet. All das ist im Luxus-Auditorium mit Ledersesseln und bestem Soundsystem zu genießen. Durch diese Faktoren hat der Zuseher das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein – denn das gestochen scharfe Bild sorgt für einen lebensechten Effekt.

 

Neubau: Madame Wildbiene reist jetzt nobelst

Ein besonderes Hotel in der Richtergasse

Fünf Sterne de luxe, 24-h-Rezeption und beste Lage. Dieses Hotel spielt alle Stückerln – und das auf wenigen Quadratmetern. Im neuen Luxushotel checken allerdings weder Hollywood-Stars noch Finanztycoone ein, sondern sechsbeinige Überflieger.

Wichtig für Natur

Die Rede ist vom neu ­errichteten Insektenhotel 
im Gemeinschaftsgarten in der Richtergasse. Dort hat 
die Naturschutzjugend gemeinsam mit dem Team des ­Gemeinschaftsgartens im November ein Hotel für Wildbienen errichtet.

Wildbienen leben nicht wie Honigbienen in Staaten, jedes Weibchen ist eine Königin und braucht einen Ort, wo 
ihr Nachwuchs groß werden kann – und den gibt es jetzt im Herzen von Neubau. Weitere Informationen, auch für den Bau eines eigenen Hotels: www.naturschutzjugend.at

 

Simmering: Kreativer Schmuck mit einer Botschaft

Weihnachten und funkelnde Dekoration gehören einfach zusammen. Damit auch das Shoppingcenter Huma Eleven weihnachtliches Flair ausstrahlt, haben 350 Kinder aus 15 Volksschulklassen Weihnachtsbäume im Einkaufszentrum geschmückt. Jede Klasse bastelte in den letzten Wochen individuellen Baumschmuck unter dem Motto „Natur & Nachhaltigkeit“. Der kreative Christbaumwald wird noch bis Jahresende im Shoppingcenter ­ausgestellt.

 

Ein Wiener in Rio

Neue Ausstellung im Jüdischen Museum

Wie viele andere seiner jüdischen Zeitgenossen musste Kurt Klagsbrunn vor den Nazis aus seiner Heimatstadt Wien fliehen. Der Familie ­gelang die Flucht über Rotterdam und Lissabon nach Rio de Janeiro, wo sie im März 1939, ein Jahr nach dem Anschluss, ankamen.

Fotograf der Stars

Kurt Klagsbrunn, der in Wien mit dem Medizin­studium begonnen hatte, wandte sich der Fotografie zu. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde er zu einem der bedeutendsten Fotografen Brasiliens und prägte mit seinen Bildern die Berichterstattung und das Gesellschaftsleben. 
Vor seiner Linse fanden sich ­Prominente wie Orson Welles oder Evita Perón ebenso wie Szenen aus dem Alltag des aufstrebenden Landes. Im Alter von 87 Jahren verstarb Klagsbrunn in Rio de Janeiro.

Grosse ausstellung

Das Jüdische Museum in der Dorotheergasse 11 widmet sich seit 5. Dezember dem Leben und Schaffen des aus Wien ­emigrierten ­Fotografen. Unter dem Titel „Das Auge Brasiliens. Kurt Klagsbrunn“ werden dort bis 19. Mai 2019 Objekte aus der Schenkung seines Neffen Victor Hugo Klagsbrunn und Werke aus der Exilzeit zu sehen sein. Infos unter: www.jmw.at

 

Ottarking: Was Anna Frinta so alles erlebt hat

Ottakringerin wurde 104 Jahre alt

Kaum zu glauben: Als die Ottakringerin das Licht der Welt ­erblickte, tobte gerade der Erste Weltkrieg und Europa ­erstickte im Chaos. Wenige Tage vor dem 17. November 1914, übrigens einem Sonntag, wurde keine Geringere als die Schauspielerin und Erfinderin Hedy ­Lamarr geboren. Sie wuchs parallel zu Anna Frinta aus Ottakring in armen und finsteren Zeiten auf. Diese hätte sich wohl nie erträumen lassen, dass sie vor kurzem ihren 104. Geburtstag feiern konnte – in einer komplett anderen Welt. Der 100er-Klub ist wahrlich ein ­besonderer.

 

Hernals: Berühmtes „Lercherl von Hernals“ zwitschert wieder

Mit der Neu­übernahme der Gastro-­Institution „Zum Lecherl von Hernals“ ist ein Wirtshaus vom alten Schlag der Nachwelt erhalten geblieben. Mit Thomas Lindtner übernahm ein ­junger Gastronom Schank und Küche des ­Lokals.

Sanfte renoviert

Das „Lercherl“ ist ein klassisches Wiener Lokal mit holzgetäfelten Wänden, einer gemütlichen Gaststube und einem gepflegten Gastgarten mit 50 Sitzplätzen, beschattet von einem Kastanienbaum. Zu den zahlreichen Stammgästen im Lerchel zählen auch Gemeinderat Kurt Stürzenbecher (SPÖ) sowie zahl­reiche Hernalser Bezirksräte. Sie ließen sich auch den Bieranstich unter dem neuen Betreiber nicht entgehen. Die legendäre Wiener Wirtshausinstitution auf der Hernalser Hauptstraße 70 wurde sanft renoviert und setzt auf ­Wirtshausklassiker.

Gaumenfreuden

Die Neuerungen des Küchen­chefs betreffen in erster Linie die Speisekarte. Diese wurde radikal verkleinert und entschlackt, die Qualität der Speisen dafür angehoben. Jetzt stammt das Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch ausnahmslos von heimischen Lieferanten. Obst und Gemü­se werden von Erzeugern aus der Umgebung ange­liefert – dennoch wird das günstige Preisniveau beibehalten. Passend zur langen Tradition des Lokals finden sich auf der Speisekarte die großen Klassiker der Wiener Küche: Schweinsbackerl oder gekochter Tafelspitz mit Rösterdäpfeln. Der steigenden Nachfrage der Gäste nach Innereien wird das „­Lercherl“ ebenfalls gerecht.

 

Meidling: Kultklub Viktoria muss renovieren

Um den Platz der Wiener Viktoria zu finden, muss man sich ziemlich gut auskennen. Er ist eingepfercht zwischen Fabriks­gelände und Sackgasse. Trainiert wird der Kult-Klub von Toni Polster, 54, und man führt nun auch die Tabelle an.

Ramponiert

Auf dem Platz gibt es allerdings nur fahles Flutlicht, keine ­Tribüne, teils ramponierte Bänke, ein paar Tische vor der Kabine und ein ­überdachtes Podium für den Platzsprecher.

Inzwischen wird unter den eingefleischten „Viktorianern“ schon der Ernstfall des Meister­titels und der Aufstieg in die Regionalliga diskutiert.

Sorgen

„Dann fängt das Spiel ja von vorn an. Allein das neue Flutlicht kostet 65.000 Euro – und der Platz ist zwar ­kommissioniert, aber die ­Ausnahmeregelung gilt nur ein Jahr“, sagt einer, der fürchtet, dass sich sein Kult-Klub zu Tode siegen könnte.

Polster allerdings will davon nichts hören: „Flutlicht und Mannschaft verstärken, das würde schon reichen für den Fall der Fälle“, der doch noch weit entfernt sei.