Donaustadt: „Irgendwann gibt’s einen FC Seestadt“

Die Plattform „Sport im 22ten“, die kürzlich zu einem Treffen lud, verfolgte mehrere Ziele: einerseits die Präsentation der ­Seestadt Aspern und der ­Donaustädter Sportvereine, andererseits die Vernetzung letzterer mit Schulen und möglichen Sponsoren. Der sportbegeisterte Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy: „Die Donaustadt ist ein sehr ­sportlicher Bezirk und ­beheimatet 121 Vereine.“

Großes Potenzial
Für Fußballvereine wie Hellas Kagran war das Vernetzungstreffen eine willkommene Gelegenheit, um einem großen Problem zu Leibe zu rücken: dem mangelnden Nachwuchs. Die Seestadt Aspern, die derzeit bei rund 7.000 Einwohnern hält und stetig wächst, stellt hier sicherlich ein potenzielles Reservoir dar. 
„Unsere Botschaft an die ­Adresse der Jugendlichen 
der Seestadt lautet: Wenn du ­fußballbegeistert bist, dann komm zu einem Traditionsverein“, sagt Robert Eder, der beim FC Hellas Kagran für die Nachwuchsarbeit zuständig ist. Sein Appell richtet sich nicht nur an die Buben: Gerade Mädchen sind bei Hellas Kagran herzlich ­willkommen. Eders Vision: 
„Irgendwann wird es einen eigenen FC Seestadt geben.“

Hans-Paul Nosko

 

Liesing: Entdeckungsreise mit Shopping-Spaß

Die Breitenfurter Straße wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine klassische Einkaufsstraße zum stundenlangen Flanieren. Allerdings bietet sie jede Menge interessanter Geschäfte und kann auf viele verschiedene Branchen ver­weisen. Wir sind den stärker besiedelten Bereich entlanggeschlendert.

Vorweg: Die Breitenfurter Straße wurde im Mittelalter als Liesinger Weg bezeichnet. Sie ist mit 10,5 Kilometer Länge ein zentraler Verkehrsweg in Liesing.

Top-Infrastruktur

Im Herzen des 23. Bezirks befindet sich der Liesinger Bahnhof – er ist ein wichtiger Regionalverkehrsknoten im Süden der Stadt und liegt ­gemeinsam mit einem Park-and-ride-Parkhaus und dem 1931 erbauten Postamt am Liesinger Platz. Dort ist die Infrastruktur richtig gut: Fahrschule, Lokale, Bäckerei, Volkshochschule und das ­Bezirksamt sind gleich daneben. Dazu kommen noch Nahversorger, Kindergarten, Polizeiinspektion und das ­Bezirksgericht in Gehweite.

Der Knotenpunkt

Zurück zum Bahnhof: Er ­verknüpft als wichtige Schaltstelle des öffentlichen Verkehrs die Schnellbahn-Stammstrecke mit insgesamt zehn städtischen und regionalen Buslinien, die hier ihre Endhaltestelle haben. Im Nahbereich des Bahnhofs 
befindet sich das ehemalige Gelände der Brauerei mit dem 2010 eröffneten Shoppingcenter „Riverside“. 
Das Einkaufszentrum bringt einen bunten Branchen-
Mix und mehrere Geschäfte unter ein Dach. Einkaufs­vergnügen trifft auf hochwertige Ausstattung und 
Serviceleistungen, wie extra­lange Öffnungszeiten, die sich großer Beliebtheit bei den Einwohnern in Liesing erfreuen.

Shopping-Tipps

Geht man stadteinwärts die Breitenfurter Straße entlang, fallen einem sofort einige Traditionsfachgeschäfte auf, wie das Fotostudio Staudigl oder das Altwarengeschäft Liesinger Fundgrube. Den herrlichen Kaffeegeruch 
bei Alles Bohne riecht man schon von Weitem – hier 
bekommt man Kaffee-Maschinen und Kaffee-Zubehör vieler verschiedener Marken. Mit guten Gerüchen geht es bei Blumen Watkins dann gleich weiter – hier wird man zu jedem Anlass fündig.

 

Otttakring: Die Förderer der Bierkultur

In Sachen Wein kennt man sie ja: die Sommeliers, die Experten des Rebensaftes. Aber es gibt sie auch, wenn es um Wiens beliebtestes Getränk geht, den Gerstensaft.

„Sommeliers für Bier ­verstehen sich als Berater, sowohl für den Gast als auch für den Gastronomen“, heißt es aus dem Brauereiverband. „Der Gast erhält Informationen zum Bierherstellungsprozess, über die richtige Bierauswahl zur gewählten Speise und erfährt alles über die positiven, gesundheitlichen Auswirkungen des mode­raten Bierkonsums.“

eigene kurse

Ottakringer bietet ab 2019 Ausbildungen an – in drei Modulen à zwei Tage wird in Theorie und Praxis in der Brauerei unterrichtet, am Ende ist eine Prüfung abzulegen. Infos/Kontakt: biersommelier@ottakringer.at, www.­ottakringerbrauerei.at

 

Floridsdorf: Katsushika trifft Floridsdorf

Japanische Delegation zu Besuch beim Partnerbezirk

Hoher Besuch wurde kürzlich in der Floridsdorfer Bezirksvorstehung empfangen: Unter der Leitung von Bezirksbürgermeister Katsunori Aoki und des Vorsitzenden des Bezirksparlaments, Takahisa Tsutsui, war eine Delegation aus Katsu­shika, einem der 23 Stadt­bezirke Tokios, zu Gast.
Besucht wurden etwa das Wiener Rathaus sowie Schulen und soziale Einrichtungen in Floridsdorf.
Der Hintergrund: Floridsdorf und Katsushika unterhalten seit 31 Jahren eine Partnerschaft. Diese drückt sich nicht nur in der gegenseitigen Benennung von Straßen in den beiden Bezirken aus: ­Regelmäßig besuchen Floridsdorfer Schüler Katsushika und japanische Jugendliche kommen nach Wien.

Seit 31 Jahren

Dem Empfang im Amtshaus wohnte auch der japanische Botschafter Kiyoshi Koinuma bei. Im Rahmen des Festakts bekräftigten ­Bezirksvorsteher Georg Papai und Bezirksbürgermeister Katsunori Aoki durch Unterzeichnung einer Urkunde erneut die Freundschaft beider Bezirke.

 

Floridsdorf: Roboter für den Tourismus

„Das Thema künstliche Intelligenz ist bereits in der Tourismusbranche ­angekommen“, weiß ­Andreas Hübner, Direktor der Tourismusschule ­Wassermanngasse. 
In diesem Sinne haben ­einige seiner Schüler Anwendungen für den Roboter „Pepper“ entwickelt, der etwa Anfragen von Hotelgästen beantworten kann. Das Fach „Programmieren im Tourismus“ wird seit kurzem in der Schule angeboten.

 

Meidling: Lehrabschluss besser jetzt als nie

Vorbereitung in Werkstätten

Am Berufspädago­gischen Institut der Österreichischen Jungarbeiterbewegung gibt es die Möglichkeit, einen Lehrabschluss nachzuholen. Viele Handwerker mit jahrelanger Berufserfahrung haben keine österreichische Lehrabschlussprüfung. ­Manche sind früh in den Beruf eingestiegen, haben eine Lehre abgebrochen, die ­Prüfung nicht bestanden oder sie haben einen Abschluss im Ausland, der nicht anerkannt wird. Derzeit wird die Prüfungs­vorbereitung für Jugend­liche und Erwachsene für die Berufe Spengler, Metall­bearbeiter, Metall- und Elektro­techniker ange­boten. Unter der Telefonnummer 01/810 73 82-17 oder per E-Mail (office@bpi.ac.at) sind Beratung und Anmeldung jederzeit möglich. Für die Kosten gibt es Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Persönliche Gespräche für mehr Sicherheit im Grätzel

Die Möglichkeit für einen Austausch zwischen Bewohnern und Polizisten gibt es leider nicht oft. Dabei wäre genug Gesprächsstoff vorhanden, wie man an den Vorträgen der Polizei in den sogenannten „Grätzlcafés“ ­gesehen hat. Diese sind ein Ort der Vernetzung zwischen den Favoritnern und Beamten der Polizeiinspektion.

Verantwortung

Im Rahmen der Initiative „Gemeinsam.Sicher“ ist der sportliche 31-jährige Südburgenländer Christoph Rakowitz als Sicherheitskoordi­nator für das Stadtpolizei- 
kommando Favoriten tätig. Zu seinen Aufgaben zählt der regelmäßige Dialog mit der Bevölkerung auf Augenhöhe, der Vertrauen schafft. „Mein Anliegen ist es, die Bevölkerung mit Informationen rund um das Thema Sicherheit zu versorgen und als direkter Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen!“  
Infos: 01/313 10-56207 oder www.gemeinsamsicher.at

 

Liesing: Wasser für Hund und Herrl

Der nächste Sommer kommt bestimmt, dachte man sich in der Liesinger Bezirks­vorstehung. Und daher wurde vor kurzem noch ein neuer Trinkbrunnen in der Hundezone in der Theophil-Hansen-Gasse in Betrieb genommen. Er wird für Erfrischung bei Mensch und Tier sorgen. Auch entlang der beliebten Liesingbach-Radroute gibt es übrigens nun einen weiteren Trinkbrunnen: Beim Ballspielkäfig in der Fröhlichgasse steht er den sportlichen Liesingern zur Verfügung. Denn viel trinken hält bekanntlich jung!