Paradies für die Kleinen

Ab Mai 2020 bietet die Airport-City Kinderbetreuungsplätze für 135 Kinder an. Wert gelegt wird dann vor allem auf die Bereiche „Bewegung“ und „Gesunde Ernährung“. „Wir wollen Familie und Beruf besser vereinbar machen. Der Kindergarten steht den Beschäftigten am Standort und der ganzen Region zur Verfügung“, so Dr. Ofner von der Flughafen Wien AG.

Anfragen: luftikus@monpti.at bzw. Tel.: 01/80 20 980

Landstraße: Bezirke müssen ihre Schulwege prüfen

Nach dem tödlichen Unfall eines neunjährigen Buben auf der Landstraßer Hauptstraße will Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou die Schulwege in ganz Wien siche­rer machen: Auf 245 Schulwegen sollen Kreuzungen, Ampeln und Zebra­streifen auf ihr Gefahrenpotenzial überprüft werden. Wird eine mögliche Todes­falle entdeckt, sollen Maßnahmen wie Tempo 30 oder autofreie Schulstraßen eingeführt werden. Für diese Schulweg-Aktion stellt ­Vassilakou eine Million Euro zur Verfügung. 
Der neunjährige Bub war Ende Jänner von einem rechts abbiegenden Lkw ­erfasst und getötet worden. In ersten Reaktionen forderten Experten und Bürger verpflichtende Rechtsabbiege-Assistenten für Lkw, doch das Verkehrs­ministerium winkte ab.

 

Fünfhaus: Pelzgasse komplett beruhigt

Laut Bezirksvorstehung stehen die Pläne für den Umbau der Pelzgasse fest. Demnach bleibt sie offi­ziell eine „Wohnstraße“, wird aber komplett beruhigt. Gehweg und Straße erhalten das gleiche Niveau, es soll weniger Parkplätze geben, dafür mehr Sitz­gelegenheiten mit einem neuen Brunnen. Die „Schwammstraße“ gilt als Vorzeigeprojekt: Die Bäume bekommen mehr Volumen, saugen die Nässe auf und bleiben länger gesund. Dafür hofft der Bezirk auf eine EU-Förderung.

 

Döbling: Kind niedergefahren – Flucht!

Der tragische Unfalltod eines 9-jährigen Schülers hat Poli­tiker veranlasst, nach Lösungen für sichere Schulwege zu suchen. Aber leider hilft dies nicht gegen ­Unvernunft: So etwa fuhr ein 48-jähriger Pkw-Lenker in der Flotowgasse ein ­8-jähriges Kind nieder und verletzte es. Der Lenker hielt zwar ­zunächst an und hinterließ einem Zeugen seinen Namen, entfernte sich jedoch vom Unfallort. Der 48-Jährige wurde eine halbe Stunde nach dem Unfall an seiner Wohnadresse angetroffen. 
Ein Alkotest ergab 1,7 Promille. Der Führerschein wurde ihm entzogen. Seiner Ansicht nach sei beim Unfall nichts passiert. Er wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung, Imstichlassen eines ­Verletzten und Fahrerflucht ­angezeigt.

Todeskreuzung

Übrigens ist der schreckliche Unfalltod einer 79-jährigen Döblingerin und ihres Hundes an der Kreuzung Grinzinger Allee/Huschkagasse vom September 2017 immer noch nicht gerichtlich auf­gearbeitet. An der Kreuzung wurden blinkende Bodenlichter eingebaut. Der Unfall­lenker und Promi-­Fotograf wartet aber noch auf seinen Prozess.

 

Wieden: Fokus auf die Fotos

In ganz Wien dreht sich noch bis 20. April alles um das ­Medium Foto. Im Rahmen der „Foto Wien“ wartet eine Fülle an Ausstellungen, Workshops, Führungen, Vorträgen und Vorstellungen auf Interessierte. Renommierte Galerien nehmen teil und auch Künstler-Ateliers können ­besucht werden. Im 4. Bezirk gibt’s am 11. April von 16 
bis 18 Uhr einen Rundgang 
in der Galerie KOENIG2 
by_robbygreif in der Margaretenstraße 5.

Anmeldung unter office@fotowien.at.

Alle ­Termine und Details ­online: www.fotowien.at

 

Favoriten: Wau! Bezirkstour durch Hundezonen

Neuigkeiten für Frauchen und Herrchen in Favoriten: Bei ­seiner „Hundezonen-Begegnungstour“ besucht Bezirksvorsteher Marcus Franz ­zwischen April und Juni fünf Hundezonen im Bezirk. Begleitet wird er unter anderem von Hundeexpertin Conny Sporrer und einem Grätzelpolizisten. Dabei gibt’s Tipps zur Hundeerziehung wie auch zum Tier­haltegesetz.

Am 6. April stoppt die Hundezonentour von 10 bis 14 Uhr im Fortunapark – geübt wird das Apportieren von Gegenständen. Und am 26. April von 15 bis 17 Uhr im Park Löwygrube gibt es ein Verhaltens-Coaching. Weitere Termine folgen bis Juni. „Unser Ziel ist es, das har­monische Miteinander von Mensch und Tier zu fördern. Deswegen besuche ich die Favoritner Hundezonen und werde mit den Hunde­besitzern über ihre Anliegen reden“, betont Bezirkschef Marcus Franz.

 

Floridsdorf: Belebung gesucht

Das Floridsdorfer Bezirkszentrum ist – neben der norwegischen Hauptstadt Oslo – eines von zwei Pilotgebieten, das in den nächsten zweieinhalb Jahren ­hinsichtlich Stärkung und Belebung untersucht und entwickelt wird. 
„PlaceCity“ heißt das ­Projekt und hat das Ziel, 
die Lebensqualität in städtischen Gebieten zu steigern. Es richtet sich an Anrainer ebenso wie an lokale Wirtschaftsunternehmen. 

Tellerrand
„Die internationale Betei­ligung an diesem Projekt ­ermöglicht einen neuartigen Blick über den Tellerrand“, freut sich Bezirksvorsteher Georg Papai.

Landstraße: Saudi-Schule sperrt zu

Die seit langem ­umstrittene Saudi-Schule in der Reisnerstraße 4 ist mit Ende des Schuljahres endgültig Geschichte. 35 Lehrkräfte, darunter 22 Frauen, wurden bereits zur Kündigung angemeldet. Bereits im Jahr 2015 hatte der Wiener Stadtschulrat die Weiterführung untersagt, weil in den Lehrbüchern Verstöße gegen die Grundwerte der österreichischen Schule festgestellt worden waren. Medien hatten von Verschwörungstheorien und Judenhetze in einem Geschichtsbuch berichtet. Der Verwaltungsgerichtshof hob die Entscheidung der Schulaufsicht allerdings 2016 auf, weil ­untaugliche Lehrbücher nicht für die Schließung einer Schule ausreichen. 
Die Pressestelle der saudischen Botschaft in Döbling war auf Anfrage des WIENER BEZIRKSBLATTs für eine Erklärung der Hintergründe nicht erreichbar.

Saudischer Lehrplan

Die nicht-konfessionelle „Saudi School Vienna“ wurde vom Staat Saudi-Arabien gegründet und 1999 eröffnet. Der Unterricht für rund 150 saudische Diplomatenkinder findet großteils auf Arabisch statt, es gilt im Wesentlichen der saudi-arabische Lehrplan. Allerdings muss eine derartige Schule zusätzlich Statuten des Unterrichtsminis­terium einhalten.

Döbling: Die Details zum neuen Parkpickerl

Der Vorsitzende der ­Verkehrskommission, Bezirks­vize Robert Wutzl, informiert die Leser des WIENER BEZIRKSBLATTs rechtzeitig über das kommende Parkpickerl. ­Döbling wird ja ab 1. Juli mit nur wenigen Ausnahmen gene­rell zu einer Kurzparkzone, in der von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr nur mit Park­pickerl oder mit Kurzpark­scheinen geparkt werden darf. Ausgenommen sind nur Grüngebiete, landwirtschaftlich genutzte Flächen und die Parkplätze Kahlenberg, Leopoldsberg und Cobenzl sowie der Parkplatz des Krapfenwaldlbades.

Mit dem angrenzenden 18. Bezirk wurden Überlappungszonen vereinbart. Hier kann man Fahrzeuge mit dem ­Parkpickerl des 19. Bezirks ­abstellen. Sie reichen von der Bezirks­grenze Döbling bis zum Straßenverlauf Sternwartestraße – Türkenschanzplatz – Gersthofer und Pötzleinsdorfer Straße bis Pötzleinsdorfer Höhe.

Zum Parkpickerl kommt man am einfachsten und günstigsten, indem man es ab 1. Mai ­online unter www.parkpickerl.wien.at beantragt.

Vom 2. bis 25. Mai auch ­persönlich in der Gatterburggasse 12.

Ab 29. Juli ­erfolgt die persönliche Antragsstellung nur noch im Bezirksamt 18/19 in der Martinstraße 100.

 

Ottakring: Die lustigste Ordination

Wo hart gearbeitet wird, soll auch gefeiert werden. Das nahm die Krausmed-Ordination (Seeböck­gasse 59) in der närrischen Zeit zum Anlass, um ihre lustigste Seite zu zeigen. Mit dabei Bezirkschef Franz Prokop: „Feiern, Tanzen und Genießen hat bei uns im Sechzehnten ja Tradition.“ So soll es auch bleiben …

Donaustadt: Jetzt geht es wieder Richtung Himmel

Mehr als ein Jahr lang wurde am Donauturm gearbeitet. Turmcafé und Turmrestaurant wurden renoviert, Donaubräu und Donaucafé kamen hinzu. 
Die Eröffnung nahmen vor: Hausherr Paul Blaguss, Bürgermeister Michael Ludwig, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Dompfarrer Toni Faber, der das frisch renovierte Bauwerk auch segnete. Donauturm-Miteigentümer Blaguss wies auf Investitionskosten von „mehr als zehn Millionen Euro“, die in den Umbau ­geflossen waren, und auf die inländische Wertschöpfung hin: „Wir haben hier ausschließlich österreichische Firmen beauftragt.“
Bürgermeister Ludwig hob die Bedeutung des Donauturms für den Fremdenverkehr hervor: „Wir dürfen uns touristisch nicht nur auf das Zentrum Wiens kon­zentrieren.“

Ministerin Schramböck erinnerte sich an ihre Studienzeit: „Als ich 1989 nach Wien kam, habe ich von hier aus die Weite Österreichs gesehen.“ Und Toni Faber appellierte an die Großzügigkeit der Donauturm-Eigentümer: „Ich hoffe, auch die eine oder andere Karte für einen Sandler zu bekommen.“

Penzing: Glühwürmchen

Es kann Kindern nie oft genug gesagt werden, dass sie nicht sicher sein können, immer gesehen zu werden. Unfälle der letzten Zeit haben das tragisch bewiesen. Kürzlich war das Kura­torium für Verkehrssicherheit (KFV) mit der Aktion „Glühwürmchen“ im Kindergarten Hauptstraße (Auhof, Bild). Spielerisch wurde über die Gefahren von Dunkelheit und schlechter Sicht ­auf­geklärt.

Ständige Gefahr

„Ein dunkel gekleideter Fußgänger wird oft erst aus etwa 20 bis 30 Metern erkannt“, so Sabine Kaulich vom KFV. „Das kann jedoch zu spät sein.“ Tragen Fuß­gänger und Kinder ­jedoch eine sichtbare, helle Kleidung und Reflektoren, dann können Autolenker sie bereits aus 150 Metern Entfernung erkennen. „Dieser Umstand kann das Unfallrisiko um 50 Prozent senken“, so die Expertin. Die Kinder hörten aufmerksam zu – und passen hoffentlich jetzt noch besser auf.

Wieden, Margareten: Wiener Gärtner mit bester Blumenware

Endlich ist er da, der Frühling. Und damit sprießen auch wieder die farbenfrohen Blumen 
aller Art.

Wer auf der Suche nach schönem Blumenschmuck aus ­heimischer Produktion ist, wird bei einem der vielen Blumenmärkte der ­Wiener Gärtner mit Sicherheit fündig. Erstklassige Qualität und eine große Auswahl warten darauf, von den 
Besuchern entdeckt zu werden.  Am 15. April ist der Blumenmarkt in Wieden zu Besuch am St.-Elisabeth-Platz. In Margareten gibt es, ebenfalls am 15. April, sogar zwei Marktplätze. Am Margaretenplatz und am Rainerplatz/Ecke Wiedner Hauptstraße 89. Geöffnet jeweils von 9 bis 17 Uhr.

 

Wieden: 15 süße Minuten

Bei diesem Lokal in der ­Favoritenstraße 45 ist der Name Programm: „15 süße Minuten“ nennt sich das Café, das in diesen Tagen auch die Öffnung des Schanigartens feiert. Und dafür hat sich das Team rund um Gastgeber Daniel Colakovic etwas ganz Besonderes 
einfallen lassen: den Eiskrapfen. Dabei wird der 
beliebte, hausgemachte Krapfen mit frischem Vanilleeis aus dem traditionellen Eissalon Salek (Nachbarn des Cafés) gefüllt. Obendrauf kommt dann noch Marillenmarmelade aus der Wachau und fertig ist das süße Vergnügen.

 

Hernals: Straßen-Umbau ist schwer umstritten

Sinnvolle Maßnahmen“ zur Sicherheit der Schüler fordert VP-Bezirksrat Klaus Heintzinger in der Geblergasse ein – statt eines von SPÖ und Grünen geplanten und beschlossenen Totalumbaues. Das Projekt mit umfangreichen Gehsteigverbreiterungen vor den beiden Schulen des Straßen­zuges würde mehr als 30 Parkplätze für Anrainer vernichten. Heintzinger: „Wir fordern daher gesicherte Fußgängerübergänge im Bereich Taubergasse/Mayssengasse vor der Schule Parhamerplatz.“ Die Behauptung der SPÖ, dass Schüler hier ernsthaft gefährdet wären, sei haltlos, die ­Geblergasse sei eine verkehrsberuhigte Nebenstraße mit Tempo 30.

Von SPÖ und auch Grünen kommt dazu scharfe Kritik. Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ) ist enttäuscht über die mangelnde Bereitschaft von ÖVP und FPÖ, Maßnahmen für mehr Kindersicherheit im Straßen­verkehr zu ergreifen. Sie ­ermahnt die Oppositionsparteien daher eindringlich zur Vernunft. Es gehe vor­rangig um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen. Es könne auch nicht sein, dass die Sorge um Parkplätze hier überwiege. Pfeffer: „Es liegt in unserer Verantwortung, Verkehrssicherheit für die Menschen zu schaffen!“