Margareten: U4 Pilgramgasse gesperrt bis 2020

Sie wird künftig einer der wichtigsten Knotenpunkte des öffentlichen Verkehrs in Wien sein: die U-Bahn-Station Pilgramgasse. Denn in ein paar Jahren kommen dort neben den Fahrgästen des 13A und der U4 auch jene der ausgebauten U2 hinzu. Das macht eine längere Sperre der Station notwendig. Mit 3. Februar starteten jene Arbeiten, die ohne Betriebseinstellung nicht möglich sind.

Alternativen nutzen

Mit Ausnahme des denkmalgeschützten Otto-Wagner-Aufgangs werden die komplette Station sowie beide Bahnsteige komplett abgetragen und neu errichtet. In den heurigen Sommerferien wird dann die Strecke Karlsplatz–Längenfeldgasse gesperrt. Die U4-Stationen Marga­retengürtel und Kettenbrückengasse sind (mit Ausnahme einer Teilsperre im Sommer!) regulär in Betrieb.

Für eine gute Anbindung an das U-Bahn-Netz wurde der 14A auf Gelenkbusse umgestellt. Zusätzlich werden die Intervalle der U3 verdichtet.

 

Währing: Brand im Seniorenheim

Im Jänner kam es im Seniorenheim „Haus an der Türken­schanze“ im Zuge von ­Arbeiten einer Baufirma zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung. Es bestand die Gefahr, dass sich der Brand und der Rauch im weitläufigen Gebäude ­verbreiten, weshalb eine Teilevakuierung als Vorsichtsmaßnahme einge­leitet wurde. Die betagten Bewoh­ner von 17 Appartements wurden in Zusammen­arbeit von Heimpersonal, der Polizei, der Feuerwehr sowie Kräften der Berufsrettung aus dem Gefahren­bereich geleitet und in kurzfristig vom Seniorenheim organisierten Ersatz­quartieren untergebracht. Und zwar so umsichtig, dass nicht gefähr­dete Bewohner des Hauses von der Aktion zum Teil gar nichts mitbekommen haben. Die ­Sanierung des Brandortes ist bereits angelaufen.

Brigittenau: Hotellerie legt fest zu

Die Brigittenau ist zwar nicht der klassische Hotel-Bezirk, sie hat jedoch in den vergangenen Jahren kräftig an Nächtigungen zugelegt. 
Wie das Statistische Jahrbuch ausweist, ist von 2014 bis 2017 die Zahl der Übernachtungen von rund 132.000 auf 170.000 gestiegen – ein Plus von mehr als 20 Prozent. Ein großes Hotel des Bezirks ist Harry’s Home im Millennium Tower (Foto).

 

Liesing: Bewohnerin dankte WIENER BEZIRKSBLATT

Gefällige Neugestaltung in der Carlbergergasse

In der Carlbergergasse wurde vergangenes Jahr einiges umgestaltet, nachdem neue Wohn­häuser gebaut worden waren. Nicht alle Mieter waren über die neuen Schrägparkplätze direkt vor dem Haus glücklich, denn sie verstellten die Sicht bei der Ausfahrt aus der Parkgarage. Das WIENER BEZIRKSBLATT leitete eine Beschwerde an die Bezirks­vorstehung weiter und diese reagierte prompt, wie folgende Reaktion zeigt.

Leserbrief

„Sehr geehrte Redaktion, ­vielen lieben herzlichen Dank, dass Sie mein Anliegen an die Bezirksvorstehung Liesing weitergeleitet haben. Es gab vor Ort ein Gespräch mit Herrn Ing. Ermischer von der Bezirksvorstehung Liesing und dieser hat das Problem bereits beheben lassen, indem er die Schrägparker auf der linken Seite bei der Garagenausfahrt durch Längsparker ersetzen ließ. Diese schnelle Lösung ist nur durch Ihre/Eure Hilfe zustande gekom­men. Daher nochmals an Sie und Ihre ­Kollegen ein ganz großes DANKESCHÖN.“

 

Leopoldstadt: Übernachtungen legten stark zu

Die Leopoldstadt liegt 
in puncto Tourismus ganz im Wiener Trend: Vermeldet die Bundeshauptstadt regelmäßig neue Nächtigungsrekorde, so hat auch der zweite Bezirk in dieser Hinsicht kräftig zugelegt. Wie das Statistische Jahrbuch 2018 ausweist, ist die Zahl der Gästenächtigungen im Bezirk von 2014 auf 2017 um fast 200.000 auf ­insgesamt knapp 1.873.500 ­gestiegen.

Zweiter Platz

Eine höhere Zahl weist lediglich der Top-Tourismus­bezirk Innere Stadt mit mehr als 2.762.000 Übernachtungen auf. 
Die Leopoldstadt ist, vor allem durch die Nähe des früheren Nord- bzw. Nordwestbahnhofs, ein traditioneller Hotel-Bezirk und beherbergt auch das älteste Hotel Wiens, das Hotel Stefanie in der Taborstraße.

Hotellerie im Bezirk

Alsergrund: Brennpunkt Althangrund

Großer Andrang und offene Fragen bei Bürgerversammlung

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad hatte geladen und knapp 400 Menschen waren am 24. Jänner zur Bürgerversammlung in den Carl-Auer-von-Welsbach-Hörsaal in der Boltzmanngasse gekommen, um über das größte Stadt­entwicklungsgebiet innerhalb des Gürtels zu diskutieren.

Soziales Wohnen

Neben dem Start der Bauarbeiten, der Schaffung von Bildungsräumen und Fragen zur architektonischen Gestaltung waren auch leistbare Wohnungen ein wichtiges Thema bei der Bürgerversammlung. „Mir geht es darum, dass 
hier ein guter Mix aus Wohnungen entsteht – und zwar eben auch für jene, die keine ­besonders dicke Geldbörse haben. Nur so können wir dem Druck am Wohnungsmarkt begegnen und letztendlich den sozialen Frieden gewährleisten“, so Bezirksvorsteherin Saya Ahmad. Bei der Bürgerversammlung waren auch Experten der Stadtteilplanung, der Investorengruppe 6B47, des Bauausschusses und der Bürger­initiative „Lebenswerter Althangrund“ anwesend.

 

Alsergrund: Kursstart in der Volkshochschule!

Eine neue Sprache lernen, beruflich weiterkommen, neue Sportarten ausprobieren, die kreative Ader wecken, Naturwissenschaften verstehen oder sich im Bereich Technik und Multimedia zurechtfinden – wer sich vorgenommen hat, im neuen Jahr die körperliche oder geistige Fitness zu trainieren, bekommt mit dem Kursprogramm der Wiener Volkshochschulen ab 11. Februar 10.000 Möglichkeiten dazu. Kurse, Lehrgänge, Workshops, Vorträge, aber auch Themenspaziergänge, Sprachcafés und Ausstellungen bieten die Chance, in viele Bereiche einzutauchen.

Kreative Werkstätten

Einmalig in Europa finden kreative Wienerinnen und Wiener an der Kunst VHS ein riesiges Angebot an Kursen: Auf fünf Stockwerken stehen fachgerecht eingerichtete Werkstätten bereit, die dazu einladen, Keramik oder Metall zu bearbeiten, Lehrgänge für Malerei oder Fotografie zu absolvieren, die Wiener Schule des Schreibens zu ­besuchen oder der Kreativität in einem Malatelier freien Lauf zu lassen. Darüber hinaus zeigt die Kunst VHS fünf Ausstellungen im Jahr und ­eröffnet allen Kunstschaffenden mit dem Open Call die ­Möglichkeit, selbst Teil einer Ausstellung zu werden.

Kunst VHS:

www.vhs.at/kvh

9., Lazarettgasse 27 
Tel.: 01/891 74-154 000

VHS Alsergrund:

www.vhs.at/alsergrund

9., Galileigasse 8 
Tel.: 01/891 74-109 000

Meidling: Kursstart in der Volkshochschule!

Wer sich vorgenommen hat, im neuen Jahr die körperliche oder geistige Fitness zu trainieren, bekommt mit dem neuen Kursprogramm der Wiener Volkshochschulen ab 11. Februar 10.000 Möglichkeiten dazu. Kurse, Lehrgänge, Workshops und Vorträge bieten die Chance, 
in viele Bereiche einzutauchen und Erfahrungen zu ­sammeln.

kreative kurse

Neben den beliebten Kursen wie Yoga, Englisch, Malerei oder der Berufsreifeprüfung gibt es eine riesige Auswahl an Fähigkeiten, die an der VHS Meidling erlernt werden können: So kann man zum Beispiel Ausbildungen für Projektmanagement, Buchhaltung oder Personalverrechnung absolvieren, das Philosophicum am Donnerstag besuchen, seine kreativen Techniken im „Speed-Dating Portraitzeichnen“ oder bei Keramik- und Glasurkursen verbessern, viele neue Sprachen lernen, Tipps für den ­eigenen Blog sammeln, auf der Theaterbühne stehen, sich zu Kindergruppenbetreuern und zu Tages­eltern ausbilden lassen oder 
eine riesige Auswahl an Bewegungskursen mit der Fitnesskarte besuchen. „Wir unterstützen und beraten Sie sehr gerne und professionell bei Ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung“, 
so Walter Schuster, ­Direktor der VHS Meidling.

Alle Infos unter

www.vhs.at/meidling

12., Längenfeldgasse 13–15 Tel.: 01/891 74-112 000

 

Neubau: Gesunde Pädagogen

Europäisches Treffen zur Ernährung im Kindergarten

Gesunde Ernährung fängt schon bei den Kleinen an. Damit auch im Kindergarten der Fokus auf bewusstes Essen gerichtet wird, gibt es das Projekt „EU-Penu“. Ange­hende Kindergartenpädagogen aus mehreren EU-­Ländern tauschen sich in Österreich, Polen, Frankreich und Deutsch-
land dazu aus.

Faires, gesundes Essen

Ende 2018 machten die Nachwuchs­pädagogen Station in Wien. Genauer ­gesagt im Bildungszentrum Kenyongasse im 7. Bezirk. Auch Bezirksvorsteher Markus ­Reiter ­unterstützt die länderübergreifende ­Initiative. „Bewusstseinsbildung und Wissensvermittlung über gesun­de Ernährung, ­Regionalität und biologische Lebens­mittel sind maßgeblich für eine bessere und gesündere Zukunft unserer Kinder. Da Neubau ein Fairtrade-­Bezirk ist, freut es mich umso mehr, dieses tolle Projekt im 7. Bezirk zu haben. Zusätzlich können die jungen Pädagogen durch den internationalen ­Aspekt über den Teller­rand schauen und einen Einblick in Initiativen und Zugän­ge anderer Kulturen, Städte und Länder ­bekommen“, so ­Markus Reiter. 
Das nächste Treffen findet Ende März im nordfranzösischen Lens statt. Weitere Infor­mationen auch online unter: ­
www.eu-penu20.eu

 

Währing: Café Trabant in Betrieb genommen

In der Dittesgasse 3 hat mit dem „Café Trabant“ im Dezember ein ur­gemütliches Lokal in ­unmittelbarer Nähe des Aumannplatzes seine Pforten für junge Gäste aufgemacht. Ein bisschen versteckt in der Nebengasse haben die zwei aus Freiburg und Tirol zugewanderten Betreiber, Magali und Simon, beide Anfang 30, ihr Beisel in Eigenregie auf die Beine gestellt und Altes mit Neuem verbunden.

Junge Gäste

Ein Holzofen mit Blick aufs Feuer sowie schall- und wärmedämmende Holzvertäfelungen machen das „Trabant“ zu einem heimeligen Abendrefugium. Teile der Holzwände waren einmal Eingangstüren. Das Mobiliar ist ebenfalls jahrzehntealtes Tischlerhandwerk, dazu gibt’s Sofas zum drin Versinken. Aufgetischt wird Flammkuchen – ganz klassisch mit Speck, roten Zwiebeln und Petersilie, mit Birne, Walnuss und Blauschimmelkäse vom Schweizer Käseladen „Jumi“ in der Josefstadt oder auch mit Champignons und Lauch. Letzteren gibt’s auch als vegane Variante.

bierrarität

Das Bier vom Fass kommt von „Schremser“ und aus der Flasche von „Augustiner“ oder von der Brauerei „100 Blumen“. Und auch Boku-Bier gibt es hier. Den Wein liefert Hannes Steurer aus Jois, den Kaffee die Burschen vom Kaffee­modul in der Josefstädter Straße. Wer solche Sachen wie Mules oder selbst gemachten Mate-Eistee schätzt, ist hier auch nicht ganz verkehrt.

Café Trabant, Dittesgasse 3, 1180 Wien. Öffnungszeiten: Di.–Do. 16–0 Uhr, Fr. und Sa. 16–1 Uhr.

Neues Abendrefugium für junge Gäste

Innere Stadt: Die Sachertorte zum selber scannen

Technische Innovation im Traditionshaus

Das Wiener Start-up Moon Vision geht mit seiner Bilderkennungssoftware wieder einmal neue Wege. Die junge Firma aus der Inneren Stadt hatte bereits mit der Digitalisierung von Kantinen für Schlagzeilen gesorgt, jetzt geht man mit einem Ur-Wiener Betrieb neue Wege.

Torte am Weg

Denn im Shop des Traditionsunternehmens Sacher können eilige Kunden künftig schnell und ohne Wartezeit ihre Sachertorte aussuchen, einpacken und mitnehmen. Die Bezahlung erfolgt autonom und unkompliziert. Möglich macht das die künstliche Intelligenz von Moon Vision, mit der eine Kamera automatisch die Torte erkennt und den Preis ermittelt. Den Mitarbeitern von Sacher bleibt damit mehr Zeit für Beratung und das Informieren anderer Kunden.

 

Mariahilf: Kreative Ideen für eine neue Rahlgasse

Wohnsammelgarage und neuer Platz

Zwei Probleme mit einem Streich ­könnten schon bald am Ostrand von Maria­hilf gelöst werden. Denn das Bezirksparlament hat beschlossen zu prüfen, ob unter der Rahlgasse eine Wohnsammelgarage mit günstigen Tarifen für Bewoh­ner errichtet werden kann. Das würde auch die Neugestaltung des Platzes vor der Schule ermöglichen.

Günstiger Parkraum

Nach dem Beschluss des ­Bezirksparlaments sind die Experten der Stadt an der Reihe. Sie werden prüfen, welche Möglichkeiten der Umsetzung es für die Wohnsammelgarage geben könnte. Der Bedarf ist jedenfalls ­gegeben. „Gerade im innerstädtischen Teil Mariahilfs besteht trotz verkehrspolitischer Lenkungsmaßnahmen, wie etwa der Parkraumbewirtschaftung, noch immer ein hoher Parkplatzdruck. Für Anrainer ist es oftmals ein schwieriges Unterfangen, einen Stellplatz zu finden“, weiß Bezirksvorsteher ­Markus Rumelhart.

 

Josefstadt: Haus sorgt für Anrainerwut

Probleme in der Albertgasse

Eine besorgte Leserzuschrift erreichte das WIENER BEZIRKSBLATT. Ein denkmalgeschütztes Haus in der Albertgasse 43 verwittert zusehends. „Der Zustand des Hauses wird immer dramatischer. Seit Jahren wird er schlechter und schlechter, ein Baufortschritt ist seit Jahren nicht zu erkennen – und man hat den Eindruck, hier lässt man das Haus ­bewusst zu einem Abbruchhaus verkommen. ­Bereits vor Weihnachten löste sich die Fassade – vermutlich durch Wassereintritt – auf, und es fallen Verputz und ­Ziegel auf den Gehsteig. Am Samstag hat irgendjemand diese Holzlatten angebracht. Das kann ja auch keine Lösung sein“, so Hans K. 
Der Josefstädter Bezirksvorstehung ist das Problemobjekt bekannt. Sie leitete die Missstände sofort an die zuständige Baupolizeibehörde ­weiter. Jetzt wird geprüft.

Simmgering: Eigene Impfstelle für den 11. Bezirk

Das neue Jahr könnte positive Veränderungen in Sachen Gesundheitsvorsorge in Simmering bringen. Laut Bezirksvorsteher Paul Stadler haben bereits Gespräche mit ­Gesundheitsstadtrat Peter Hacker stattgefunden, in denen Hacker ein wienweites Modell versprach, das auch eine Impfstelle für Sim­mering vorsieht.

LANGER ATEM

Nachdem 2016 mehrere Impfaußenstellen in Bezirks­ämtern geschlossen wurden, suchte Stadler bei den damaligen Gesundheitsstadträten um Wiedereinführung des Impfbetriebs an – vergebens. Jetzt hat der Bezirksvorsteher aber Hoffnung, dass der 11. Bezirk wieder eine eige­ne Impfstelle bekommt: „Mir werden oft Steine in den Weg gelegt. Bei der Gesund­heitsvorsorge haben politische Spielchen nichts verloren, dafür ist das Thema zu wichtig und Peter Hacker scheint das auch so zu sehen.“

 

Hietzing: Kohlmeise klar vor Aaskrähe und Blaumeise

Jedes Jahr sind Freiwillige unterwegs, um Vögel, getrennt nach Arten, zu zählen. Diesmal waren es 12.783 Hobby-Ornithologen von Birdlife, auf deren Beo­bachtungen die erste Hochrechnung des Jahres basiert. Dabei kamen bezirksweise oft recht ­unterschiedliche ­Ergebnisse zustande. 
So führt in Hietzing die Kohlmeise das Ranking an: 200 Exemplare wurden ­gezählt, was mehr als einem Fünftel aller im Bezirk beo­bachteten Vögel entspricht.

Auf den zweiten Platz geflattert ist die Aaskrähe, die auch den gefälligeren Namen „Nebel­krähe“ trägt: 103 ­Vertreter wurden im 13. gesich­tet, ein Plus gegenüber 2018. Der dritte Rang geht an die Blaumeise (67 Nennungen) vor der Saatkrähe (65).

Insgesamt liegt Hietzing fast im Gesamt-Wiener Trend: Kohlmeise deutlich vor Aaskrähe. Den dritten Platz in Wien nimmt der Spatz ein.