Landstraße: VinziShop Erdberg für guten Zweck

Der VinziShop Erdberg (Erdbergstraße 81), in dem jeder Besucher herzlich willkommen ist, verkauft Sachspenden, die abgegeben werden – und bietet so eine große Auswahl an Kleidungsstücken, Schuhen, Spielzeug, Accessoires, Bettwäsche und diversen Haushaltswaren. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der „Sachen, die zum zweiten Mal Freude machen“, wird die Notschlafstelle VinziPort unterstützt. Sachspenden können während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 10 bis 17.45 Uhr) abgegeben werden. 
Das VinziPort am Rennweg 89A ist die erste Notschlafstelle in Wien für EU-Bürger. 55 Männer aus den unterschiedlichsten Ländern finden hier ein warmes Bett, ein Abendessen und ein Dach über dem Kopf. Infos über die Vinzi-­Aktivitäten: www.vinzi.at/vinzishop-erdberg

 

Donaustadt: 50 Fische in einem Becken

Ich stehe auf der Donauinsel vor einem kleinen Wasserbecken, in dem Störe schwimmen. Thomas Friedrich gibt mir einen davon in die Hand: Er ist ­glitschig und windet sich.
 Friedrich, der an der Univer­sität für Bodenkultur arbeitet, leitet ein Zuchtprojekt für Sterlete, die kleinste Störart und die einzige, die in Österreich noch vorkommt. Das Projekt wird von der Europä­ischen Union gefördert und läuft bis 2021. „Unsere Störe wachsen in dem Becken auf und werden im Frühjahr ausgewildert“, sagt Friedrich. Wenn das Projekt verlängert wird, will er eine Genbank für Störe einrichten. Im österreichischen Teil der Donau leben bis zu 200 erwachsene Störe. Eigentlich kann man sie als lebendes Fossil bezeichnen: Sie gibt es seit 200 Millionen Jahren. Um die heimische Population zu vermehren, setzen Friedrich und sein Team pro Jahr rund 70.000 junge Sterlete in der Donau aus. 
Störe sind wegen des Kaviars, den die Weibchen produzieren, sehr begehrte Fische. Auf ihrer Wanderung vom Schwarzen Meer donauaufwärts werden daher viele von ihnen gefangen, bevor sie in den österrei­chischen Teil der Donau kommen. 
„Für einen Stör bekommt ein Fischer etwa 16.000 Euro“, erzählt Jutta Jahrl von der Umweltschutzorganisation WWF. Sie arbeitet eng mit Thomas Friedrich zusammen. Jahrl kümmert sich darum, dass in Serbien, ­Bulgarien, Rumänien und in der Ukraine weniger Störe ­unerlaubt gefischt werden. Für mich ist es Zeit zu gehen. Ich werfe noch einen letzten Blick ins Becken und sehe „meinen“ Stör, wie er munter planscht.

 

Margareten: Der Siebenbrunnenplatz sprüht vor neuen Ideen

Der Siebenbrunnenplatz, eines der Grätzelzentren in Margareten, wird künftig noch belebter sein. Denn mit dem Ausbau der neuen U2 erhält der Platz an der Reinprechtsdorfer Straße eine eigene U-Bahn-Station. Im Rahmen der Vorarbeiten für den Bau wurden von der Bezirksvorstehung bei zwei Werkstätten-Terminen Anregungen und Ideen der Bürger für eine Umgestaltung des Platzes gesammelt. Diese wurden am 19. Novem­ber präsentiert. „Ich freue mich über die rege Beteiligung der Anrainer, über 90 Teilnehmer waren in den beiden Werkstätten anwesend und haben insgesamt über 80 Vorschläge ausgearbeitet. In einem nächsten Schritt werden die Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und anschließend, nach Beauf­tragung, an ein Planungs­büro übergeben“, so ­Susanne Schaefer-Wiery, Bezirks­vorsteherin im 5. ­Bezirk. Unter den Ideen waren etwa mehr Sitzplätze, die Schaffung von Ruhe­bereichen sowie Baumpflanzungen und die Schaffung von Hochbeeten.

 

­Simmering: Energie am Dach von Metro

Am Dach vom Metro-Markt in Simmering wird nun der Strom für die gesamte Kältetechnik des Großmarktes produziert. Die Photovoltaikanlage auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern – das entspricht etwa 1,5 Fußballfeldern – ist eine der größten der Stadt. Rund 220 Tonnen CO2 werden dank der neuen Photovoltaikanlage jährlich eingespart. „Hier in Simmering haben wir einen Meilenstein erreicht. Wir erzeugen künftig mehr als 40 % des Strombedarfs im Markt durch Sonnenenergie und leisten einen wichtigen Beitrag, die klimarelevanten Emissionen drastisch zu 
senken“, so Xavier Plotitza von Metro Österreich.

 

Alsergrund: Neuer Platz in der Liechtensteinstraße

Es kommt nicht alle Tage vor, dass in Wien ein neuer Platz vorgestellt wird. Am 15. November bekam der Abschnitt in der Liechtensteinstraße 42 – 46 eine neue Bezeichnung. Damit wird ein besonderer Bürger der Stadt gewürdigt. Ari Rath, 1925 als Sohn einer jüdischen Familie in Wien geboren, musste 1938 gemeinsam mit seinem Bruder vor den Nationalsozialisten fliehen. Nach einem bewegten Leben, unter anderem in Israel und New York, und vielen Jahren als Journalist und Publizist, etwa bei der Jerusalem Post, besuchte er erst in den späten 1980er Jahren wieder regelmäßig Wien. 2005 nahm er wieder 
die österreichische Staatsbürgerschaft an. Er verstarb 2017 im Alter 
von 92 Jahren 
im ­Wiener AKH.

 

Donaustadt: Mitsingen beim ­Onkel-Harry-­Musical

Alle gesangs- und tanzbegabten ­Wiener, die älter als 60 Jahre und bereits in der Pension sind, können im Theater Akzent im Scheinwerferlicht stehen: Im ­Musical „Onkel Harry“ von Michael Scheickl ist dies möglich.
 Derzeit wird gerade in etlichen Bezirken gecastet. In der Donau­stadt ist es am 2. Dezem­ber so weit: von 13 bis 17 Uhr im Haus Tamariske in der Zschokkegasse 89. Wenn dort alles klappt, werden die künftigen Bühnenstars von einem professionellen Coach auf die Tanz- und Gesangseinlagen vorbereitet.
„Wir sehen täglich das großartige Potenzial der Wiener Senioren und wollen diese ­ermutigen, ihre Träume zu verwirklichen“, sagt Madlena Komitova, die Chefin der Wiener Pensionistenklubs.

 

Mariahilf: Fahnen im Kampf gegen HIV

Der HI-Virus und die von ihm ausgelöste Krankheit AIDS ist noch nicht besiegt. Am 1. Dezember wird daher der Welt-Aids-Tag begangen, um das Thema in der Öffentlichkeit anzusprechen. Mehrere Aktionen finden dazu auch in Mariahilf und ganz Wien statt. So sind etwa die Bims der Wiener Linien noch bis 8. 12. mit Fähnchen, auf denen das Logo der Aids Hilfe Wien mit dem „Red Ribbon“ zu sehen ist, ­unterwegs. Am Amthaus in Mariahilf in der Amerlingstraße 11 wird am 1. Dezem­ber ein beson­deres Zeichen ­gesetzt. Eine Flagge mit dem Spruch „­Bekämpft AIDS, nicht Menschen mit AIDS“, einem Red Ribbon sowie dem Hinweis auf den Welt-AIDS-Tag wird aufgehängt.

 

Josefstadt: Protestaktion wegen neuer Regelung beim Standesamt ­

Für viele Menschen führte der Weg zum Standesamt in der Vergangenheit zum Schlesingerplatz im Herzen der Josefstadt. Durch die Neuregelung der Standes­ämter in Wien (das WIENER 
BEZIRKSBLATT be­richtete exklusiv) ­sollen die Hochzeiten künftig am neuen Standort in der Wilhelm-Exner-Gasse (Alsergrund) stattfinden, und nur mehr an einem Tag in der Woche im 8. Bezirk. Dagegen protestierte Anfang November BV Veronika Mickel-Göttfert. „Die Wiener Standesämter haben viele wichtige Aufgaben im Personenstandsrecht, nur eine davon ist die Eheschließung. Der Weg von kleineren Standesamts­büros hin zu größeren gewährleistet, dass die Leistungen des Standesamtes weiterhin auf hohem Niveau und rasch zur Verfügung stehen“, heißt dazu es aus dem Büro von Stadtrat Peter Hanke.

 

Döbling: „Face-Lifting“ für Rudolfinerhaus

Jetzt sind die General­sanierung und Umgestaltung des berühmten ­Wilczek-Pavillons an der Reihe. Das Haus, das leider in die Jahre gekommen ist und nicht mehr den heutigen Bedürfnissen von Privatpatienten entsprochen hat, wird zum Teil sogar abgebrochen und völlig neu gestaltet, wie das Bild von der Baustelle eindrucksvoll zeigt. Die neuen südseitigen Zimmer sowie der geplante Campus im Dachgeschoß werden den modernsten Qualitätskriterien und Trends des Privat-Spitalswesens entsprechen und auch die höchsten Ansprüche befriedigen können. Die Neueröffnung des Pavillons ist für September 2020 geplant. Dann soll auch das Entree des Spitals einen freundlicheren Eindruck machen. Es wird eine neue großzügig und barrierefrei gestaltete Zufahrtsmöglichkeit zum Haus für das Ein- und Aussteigen geschaffen sowie eine Anbindung der Tiefgarage mit großzügigen Vordächern errichtet.

 

 

Favoriten: Besuch im Herzen des Bahnverkehrs

Zum Besuch stellte sich kürzlich Bürgermeister Michael Ludwig in der Verkehrsleitzentrale der Bundesbahnen in Favoriten ein. Dort wird auf mehreren Stockwerken der österreichweite Schienenverkehr ­koordiniert. „Die Kolleginnen und Kollegen von den ÖBB leisten eine unglaubliche Arbeit. Als Wiener Bürgermeister bin ich froh, dass der Zugverkehr in so fähigen Händen liegt. Ich danke den ÖBB dafür, dass sie täglich tausende Fahrgäste in Wien schnell und umweltfreundlich von A nach B bringen“, zeigte sich Bürgermeister Ludwig hochzufrieden.

 

Floridsdorf: Klimabündnis Österreich

Wie die Bezirksvertretung kürzlich beschlossen hat, tritt Floridsdorf per 1. Jänner 2020 als außerordentliches Mitglied dem Klimabündnis Österreich bei. Damit verpflichtet sich der Bezirk zur Erreichung der Klimaziele, wie dies beispielsweise bereits 2016 durch die Widmung ca. eines Drittels der Bezirks­fläche als Landschaftsschutz­gebiet erfolgt ist. 
Mit den Beitrittszahlungen wird die Beratungs- und Servicearbeit des Klimabündnisses sowie dessen Partnerschaft mit einer Organisation im Amazonas-Regenwald ­unterstützt. 

Darüber hinaus ist dieser ­Beitritt aber auch eine selbst gesetzte Zielvorgabe, dem Klima­wandel aktiv entgegenzutreten und regionale Klimaschutzprojekte zu verfolgen.

 

Hietzing: Süße Hauben und Decken für Frühchen

Da staunten die Schwestern der Neonatologie im Krankenhaus St. Josef (Auhofstraße 189) nicht schlecht, als zehn prall gefüllte Tragtaschen abgestellt wurden. Und die Besitzerinnen dazu lächelten: „Wir ­stricken so leidenschaftlich gerne und haben Decken, Söckchen, Hauben und Fäustlinge für eure ­Frühchen ­gemacht!“ Die Damen aus den Pensionistenklubs wurden freudig begrüßt und durch die Station geführt. „Ein tolles Er­lebnis, die Frühchen sind ja so winzig. Wirklich herzig!“ Durch die gestrickten Fäustlinge, Decken, Hauben und Figuren erhalten die zarten Wesen, die bei der Geburt oft keine 1.500 Gramm wiegen, mehr Wärme. Sie sollen sich geborgener fühlen und besser entspannen können.

 

Leopoldstadt: „Immer Klimafreundlichkeit mitdenken“

Was ein klima­freundlicher Bezirk ist, das ist für Uschi Lichtenegger sonnenklar: „Einer, der gegen die Aus­wirkungen des Klimawandels ein Paket schnürt und sich Unterstützung holt, um dieses umzusetzen.“
 Die Devise der Leopoldstadt-Chefin: „Bei allem, was man angreift, muss das Klima mitgedacht werden.“ Lichtenegger ist seit genau drei Jahren im Amt und hat auf diesem urgrünen Terrain einiges vorzuweisen. So werden demnächst in der Blumauergasse und im Volkertviertel rund 30 Bäume gepflanzt. Lichtenegger: „Jeder Baum ersetzt zehn bis zwölf Klimaanlagen.“ Pro Jahr werden im Bezirk hundert Bäume neu- oder nachgepflanzt, das Zusatzbudget der Stadt ist hier ein Turbo. Auch wurden Bezirksteile identifiziert, in denen ­besonders von der Hitze ­betroffene Menschen (Einkommensschwache, Senioren, Kinder) wohnen: das Stuwerviertel, das Volkert-/Alliiertenviertel sowie das Rotensternviertel. Lichtenegger: „Hier müssen wir mit Begrünungen und Sitzmöglichkeiten gegen die Hitze arbeiten.“ 

Zu Fuß gehen
Ein großes Anliegen ist Lichtenegger die Fortbewegung ohne Auto: „Wir brauchen in der Klimakrise die Möglichkeit, zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit den Öffis auszukommen.“ In diesem Sinne hat sie Tempo 30 in Wohn­gebieten eingeführt und 
sorgt für mehr Rechte für Radfahrer. 
So soll ab dem Frühjahr die Verbindung Castellez­gasse – 
Scherzergasse zur Fahrradstraße werden. Die neu zu gestaltende Praterstraße soll ein verbessertes Miteinander der Verkehrsteilnehmer ermöglichen – die Detailplanung will man im März präsentieren.

 

 

Mariahilf: Eine Zone der Begegnungen

Mit einem großen Fest wurde die neueste Begegnungszone der Stadt am 18. November eröffnet. Die Anrainer zeigten sich entzückt über die neu gestaltete Otto-Bauer-Gasse. „Der Bezirk nahm sich Zeit für die Planung der Otto-Bauer-Gasse und der Königseggasse. Die Bewohnerinnen und Bewohner erarbeiteten gemeinsam mit den Fach­leuten der Stadt Wien ein Leitbild für die Neugestaltung des Loquaigrätzels. Der Wunsch der Anrainerinnen und Anrainer nach einer Begegnungszone ist nun erfolgreich umgesetzt worden”, freut sich der Mariahilfer ­Bezirksvorsteher Markus ­Rumelhart. Der Umbau der Königseggasse zur Fuzo wurde bereits im Oktober gestartet und soll voraussichtlich im Dezember fertig sein.

 

Favoriten: Advent für jeden Geschmack

Zum gemütlichen Treffpunkt für die gesamte Familie hat sich der ­Adventmarkt in Favoriten entwickelt. Der Einkaufsstraßen-Verein lädt am 30. November von 15 bis 18 Uhr zum ­Advent-Opening, wo es in ­einigen Geschäften kleine Schmankerln zu verkosten gibt. Bezirksvorsteher Franz wird um 16 Uhr den Christbaum am Keplerplatz zum Leuchten bringen, untermalt vom Gesang von Favoritner Schulkindern. Am Samstag, dem 1. Dezember, läuft das Kontrastprogramm: Von 17 bis 19 Uhr laufen Perchten durch die Fußgängerzone. Und um 19 Uhr am Sonnwendplatz: ein ­rockiges Christmas-Konzert mit „Wiener Wahnsinn“.