Donaustadt: Zu wenige Polizisten für den Riesen-Bezirk

Fast 100 Beamte sind nur „auf dem Papier“ vorhanden

Ernst Nevrivy ist gar nicht gut auf die türkis-blaue Koalition zu sprechen. „Es ist verantwortungslos, was die Bundesregierung hier abliefert“, macht der Donaustädter Bezirksvorsteher seinem Ärger Luft. Der Grund: Dem ­Bezirk würden nicht aus­reichend Polizisten zur ­Verfügung gestellt.

Laut Postenplan stünden der Donaustadt 262 Polizisten zu. „Davon sind wir meilenweit entfernt“, kritisiert Polizei­gewerkschafter Harald Segall. „Tatsächlich versehen nur 167 Kollegen auf der Straße ihren Dienst, wenn man ­Polizeischüler und Krimi­nalreferenten abzieht.“ 
Die Folge dieses Mankos seien „Endlosschichten“, permanent abzuleistende Überstunden und völlig überlastete Mitarbeiter, so Segall. 
Nevrivy fordert nun eine ­sofortige Aufstockung um 95 Beamte sowie, dass aufgrund der rasanten Bevölkerungsentwicklung – die ­Donaustadt wächst jährlich um etwa 5.000 Einwohner – „mittelfristig weitere 50 Polizisten dazukommen“. Derzeit würde sich das Problem der zu geringen Ausstattung dadurch verschärfen, dass aufgrund von Überstundenbelastung Polizeibeamte in andere ­Bundesländer abwandern.

Floridsdorf: Zahl der Polizisten ist weiter geschrumpft

Die Lage hat sich verschärft. Und zwar dramatisch innerhalb weniger Monate: Beklagte Bezirksvorsteher Georg Papai im September noch das Fehlen jedes fünften Polizeibeamten in Floridsdorf (das 
WIENER BEZIRKSBLATT berichtete), so sei es nun exakt jeder dritte. „Statt der vorgesehenen 223 Beamten haben wir derzeit nur 148, die im Bezirk ihren Dienst versehen“, rechnet Papai vor. Der Rest stehe auf dem Papier.

Mehr Funkwägen

Der Bezirkschef fordert von Innenminister Herbert Kickl „in einem ersten Schritt sofort 75 zusätzliche Polizisten“. Darüber hinaus seien weitere Beamte notwendig, um wichtige Aufgaben zu übernehmen: „Die Floridsdorfer wünschen sich mehr Funkwägen, einen Ausbau der Grätzlpolizei sowie mehr Beamte, die zu Fuß auf der Straße Dienst tun.“
Die Leidtragenden der Personallücke seien die tatsächlich arbeitenden Kollegen, sagt Polizeigewerkschafter Harald Segall: „Durch den Polizistenmangel kommt es zu permanenten Überstunden und Marathonschichten.“

 

 

Wien West: S-Bahn-Ring bringt’s!

Vier Bezirke wollen Ausbau

30.000 Fahrgäste befördert die S 45 täglich zwischen Hüttel­dorf und ­Heiligenstadt. Die einstige Vorortelinie ist auf 14,1 Kilometern ein zentrales Verkehrsmittel – und soll noch wichtiger ­werden, wenn es nach den Vorstehern der Bezirke 14, 15, 16 & 17 geht.

Bis Hauptbahnhof

In Zukunft soll sie bis zum Hauptbahnhof fahren. ­Gewünscht wird eine durch­gehende Direktverbindung nach Meidling und weiter zum Hauptbahnhof. Durch den neuen S-Bahn-Ring wären 332.800 West-Bewohner zusätz­lich angebunden. „Dieses Projekt bietet viele neue Impulse für den ­Umstieg auf ­öffentliche Verkehrsmittel“, betont die Hernalser Bezirkschefin Ilse ­Pfeffer. Zudem könnte die überbelegte U6 entlastet werden.

 

Rudolfsheim-Fünfhaus: Wohnungen perfekt angebunden

Die Nachfrage nach Wohnungen im Bezirk steigt täglich – die meisten suchen nach günstigem Wohnraum. Aber auch Vorsorge-Wohnungen (d. h. ­Eigentumswohnungen, die weitervermietet werden) haben ihren Kundenkreis. In der Preysinggasse 29 wird nun ein Haus mit 35 Objekten ­errichtet, Bauausschuss-Vor­sitzende Vera Biedermann  sowie Vertreter von ­Eigentümer Raiffeisen und Bauträger Felice nahmen den Spatenstich vor.

Die Lage ist perfekt: Das Haus befindet sich nahe der Buslinie 12A, der Straßenbahnlinien 9 und 49 sowie der U3-Station Schweglerstraße. Es gibt vornehmlich 2- und 3-Zimmer-Wohnungen. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.

Liesing: Siege der Drachen

Junge Mannschaft spielt beherzt

Mitte Februar errang das U 13-Team der Floorballmannschaft FBC Dragons einen Dreifachsieg beim zweiten Grunddurchgang zur österreichischen Floorball-Meisterschaft. Die ­jungen Liesinger gewannen gegen den Villacher VSV auf den letzten Drücker mit einem Tor von Pauli Steinbichler zum 5:4. Ein 10:8 gegen Alligator aus Rum und ein 13:5 gegen die 
Hot Shots aus Innsbruck ­folgten.

Floorball ist eine Mischung aus Feld- und Eishockey, gepaart mit der Fairness des Basketballspiels. Floorball-Training gibt es in Liesing und in Perchtoldsdorf. Infos auf fbc-dragons.at; E-Mail an office@fbc-dragons.at

 

Währing: Konditorei Lintner ­musste den Betrieb einstellen

Nach schwerem Schicksalsschlag

Gersthof ist um ein Traditions-Kaffeehaus ärmer. Die Café-Konditorei Lintner in der Gersthofer Straße 28 wurde geschlossen. Seit dem Jahre 1924, also fast 100 Jahre lang, sorgten sich drei Generationen der Familie Lintner um das Wohl ihrer Gäste. Ob Faschingskrapfen, Cremeschnitten, traditionelle Torten oder köstliche sommerliche Eis-Spezialitäten, genossen im kleinen schattigen Schanigarten – das Angebot war stets hochqualitativ und beliebt.

Alles anders

Ein schwerer Schicksalsschlag machte der Familie dann allerdings einen Strich durch ihre Lebens­planung: Der stets agile Konditormeister Max Lintner erlitt einen schweren Schlaganfall und wurde zum Pflegefall, der die Unterstützung der ganzen Familie notwendig macht. Schweren Herzens entschloss man sich, das Geschäft aufzugeben. In das Lokal soll nun eine Filiale der Kurkonditorei Oberlaa ­einziehen.

Gerhard Krause

 

Liesing: Zu wenige Polizisten

Bezirksvorsteher 
Gerald Bischof ist 
besorgt über Liesings Polizei. Mit Polizei­gewerkschafter Harald Segall präsentierte er alarmierende Zahlen. Segall: „Liesing hätte 166 Planstellen. Für den operativen Bereich stehen derzeit 96 Personen zur Verfügung – 60 sind in Kursen oder Ausbildung, macht 36, die aus­rücken könnten. Die müssen wir nochmals durch sechs Dienstgruppen teilen. Macht unterm Strich sechs einsatzfähige Polizisten für die Sicherung der U-Bahn, des Arrests und der Straßen und Parks.“ 
Daniela Tunst von der Landespolizeidirektion (LPD) Wien geht von 145 verfügbaren Posten aus und versteht die Zahlen nicht. Das 
Innenministerium verweist auf die LPD. Bischof wies auch auf marode Polizei­gebäude hin, die der Bund renovieren sollte: „Ich gönne dem Innenminister Imageprojekte – wenn die Grundausstattung passt.“

 

Floridsdorf: Füttern der Tauben nicht erlaubt

Das wienweite Verbot, Tauben zu füttern, unterstreicht Bezirksvorsteher Georg Papai für den Franz-­Jonas-Platz. „Für das ­Erscheinungsbild eines ­Platzes spielt auch die Sauberkeit eine wesentliche Rolle“, so Papai. „In vielen Gesprächen mit den Menschen hier höre ich Klagen über die Verschmutzung vor allem der Sitzbereiche unter den Bäumen durch Taubenkot.“ Der Bezirkschef ließ nun Schilder aufstellen, die auf das Fütterungs­verbot hinweisen.

 

Liesing: Die Bastlerin von Atzgersdorf

Ihr Hobby ist zum Beruf geworden

„Ich bastle abends zu Hause weiter. Die schönsten ­Dekostücke im Geschäft sind selbst gemacht“, erzählt Michaela Stepanek begeistert. Sie hat vor 15 Jahren beschlossen, ihren Bürojob an den Nagel zu hängen und ihr Hobby – Basteln – zum Beruf zu machen. Erst vor zwei Jahren ist sie mit dem Geschäft nach Atzgersdorf übersiedelt, weil sie das frühere Lokal im 13. Bezirk zu teuer kam. Hier fand sie auf Anhieb ein leistbares kleines Geschäftslokal, in dem sie dennoch für fast jeden Basteltrend die richtigen Utensilien vorrätig hat. „Es ist halt schade, dass hier viele Geschäfte geschlossen werden – aber der Bezirk tut etwas dagegen, mit der Aktion Grätzelmacher*innen, bei 
der sich Selbstständige vernetzen können.“ Bastelkurse gibt es im Geschäft ab 10 Euro pro Person plus Materialkosten – auch einzeln buchbar.

Währing: Ist Wohnstraße zu lang?

Zwölf Minuten für einen Kilometer

Der Schönbrunner Graben kommt nicht zur Ruhe: Bei der letzten Vermessung von Parkplätzen haben Beamte vor den Kleingartenobleuten von zehn bis 12 neuen Stellplätzen gesprochen, mindestens jedoch sechs. Jetzt sollen aber nur drei markiert werden. Weder Anrainer noch Bezirksvertreter von Hernals verstehen das.

Weiterer Streitpunkt: Die Wohnstraße sollte nur am Schöberweg und im unteren Schönbrunner Graben verordnet werden. Sie gilt ­jedoch jetzt im ganzen 1 km langen Straßenzug. Hält man sich an das Tempolimit von 5 km/h, würde man 12 ­Minuten benötigen. Ein Anrainer: „Kein Mensch hält sich an ein solches Limit. Und das alles nur wegen ein paar lächerlicher Parkplätze!“

Brigittenau: A M S eröffnete eine neue Filiale im Bezirk

Brigittenau bekam neues Arbeitsamt

Jahrzehntelang war für ­Arbeitssuchende aus der Brigittenau die AMS-Geschäftsstelle in der Dresdner Straße 110 zuständig. Das große Haus teilte sich der 20. Bezirk bislang mit der Leopoldstadt. Seit 26. März werden Arbeits­suchende im neu gebauten Haus in der Jägerstraße 66, gegenüber dem TGM gelegen, vor­sprechen.

7.000 Jobsuchende

In knapp einem Jahr Bauzeit hat das Arbeitsmarktservice an der Ecke Jägerstraße/Stromstraße ein – inklusive Erdgeschoß – fünfstöckiges Gebäude errichten lassen. Hier werden 75 Mitarbeiter knapp 7.000 Arbeitssuchende betreuen. Zusätzlich werden hier zwölf AMS-Angestellte aus der Landesgeschäftsstelle arbeiten, die sich um Lohnpfändungen kümmern. 
Damit hat der Bezirk nun ein eigenes „Arbeitsamt“, wie 
die Geschäftsstellen bis 1994 ­offiziell hießen. Das Gebäude in der Dresdner Straße, in dem bislang an die 6.500 Arbeitssuchende aus dem zweiten Bezirk betreut wurden, wird mit Jahresende an den Eigentümer zurückgehen: Im Herbst übersiedelt das AMS Leopoldstadt auf das Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs hinter dem ­Praterstern.

Hans-Paul Nosko

 

Kochen mit Dampf & -Leidenschaft

Angelika Patak ist passionierte Köchin, diplomierte Ernährungsvorsorge-Expertin und leitet seit Jahren Kurse zum Kochen mit dem Dampfgarer. Wie man auf diese Weise die schmackhaftesten Speisen zubereitet und gleichzeitig gesund kocht, zeigt sie in diesem reich bebilderten und leicht verständlichen Kochbuch, das auch wertvolle Tipps liefert.

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Neuer Shuttle-Dienst zum Donauturm

Seit der Donauturm im Jahr 1964 als Höhepunkt im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG) eröffnet wurde, steht er als Aussichtsturm für Freizeit, Spaß und Erholung.

Künftig kommen Gäste und Besucher noch einfacher und bequemer direkt zum Donauturm: „Ab 1. April wird es einen direkten Shuttle von den U-Bahn-Stationen ‚U1 Alte Donau‘ und ‚U6 Neue Donau‘ geben. Der emissionsneutrale Elektrobus ist barrierefrei und bringt bis zu 20 Passagiere in nur fünf Minuten zum Donauturm“, so Blaguss.

Der Shuttleservice ist bis auf weiteres kostenlos und zur Gänze privat finanziert.

Mehr Infos unter www.donauturm.at

Die Lobau vor der Tür

In der Saltenstraße 1 entstehen 46 moderne Eigentums- und Vorsorgewohnungen.

Naturnah wohnen – In Aspern, in der Saltenstraße 1 errichtet der Bauträger Hübl & Partner eine moderne Wohnhausanlage mit 46 Eigentumswohnungen, einer Gewerbefläche und 31 PKW-Garagenplätzen. Das Größenangebot der 1 – 4 Zimmer-Wohnungen, die auch alle Kriterien einer Vorsorgewohnung optimal erfüllen, reicht von ca. 40 bis 130 m².

Alle Wohnungen verfügen zudem über großzügige private Freiflächen in Form von Balkon, Loggia, Terrasse oder Eigengarten. Die hochwertige Ausstattung der barrierefrei konzipierten Wohnungen umfasst u.a. Fußbodenheizung, elekt. Außenbeschattung, Schallschutzfenster mit 3-fach Isolierverglasung, Sicherheitstüren und Videogegensprechanlage.

Optimale Infrastruktur – Trotz der naturnahen Lage befinden sich Geschäfte des täglichen Bedarfs sowie Kindergärten, Schulen, Ärzte und Apotheken in Gehdistanz. Für eine schnelle öffentliche Verkehrsanbindung sorgt die Linie 26A mit direktem Anschluss an die U2 (Aspernstraße) oder U1 (Kagran). Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2020 geplant.

Hübl & Partner GmbH
Attemsgasse 7 / Büro D1
1220 Wien
+43 1 277 88
office@huebl-partner.com

Ein Dumbo für den Tiergarten Schönbrunn

Während die Wiener Kinofans zum Sturm auf den neuen Disney-Blockbuster „Dumbo“ blasen, kündigt sich auch im Tiergarten Schönbrunn ein neues Elefanten-Baby an!

Der Bauch ist kaum noch zu übersehen: Das Elefanten-Weibchen Numbi im Tiergarten Schönbrunn ist trächtig. Die Freude im Zoo ist groß. Numbi hat aber schon ordentlich an Gewicht zugelegt und wiegt etwa 2,5 Tonnen. Sie hat bereits zwei Jungtiere zur Welt gebracht, Kibo und Tuluba, und ist eine erfahrene Mutter.

Etwa Mitte Juli wird es soweit sein!

Die letzte Elefantengeburt in Schönbrunn liegt fast sechs Jahre zurück. Am 4. September 2013 sorgte die Geburt der kleinen Iqhwa für eine weltweite Sensation. Sie war das erste Jungtier, das durch künstliche Besamung mit tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen gezeugt wurde. Dies wurde nun gemeinsam mit den Experten des Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung erfolgreich wiederholt.

Ob das kleine Elefantenbaby mit seinen Ohren fliegen kann, wie sein Artgenosse Dumbo, bleibt offen. Wir sind gespannt!

DUMBO – Der Film startet heute!
Hier gehts zum Trailer!