Alsergrund: Die berühmten 100 Tage sind vorbei

Ganze 15 Jahre lang wurde der Alsergrund von Martina Malyar geleitet. Seit dem Generationensprung 
im Sommer ist Saya Ahmad die neue Nummer 1 in der Währinger Straße 43. Interview mit der Bezirksvorsteherin.

Die ersten, oft zitierten, 100 Tage sind vorbei. ­Welches Projekt hat in den letzten drei Monaten am meisten Zeit in Anspruch genommen?

Mit Sicherheit meine Grätzel-Tour durch den ganzen Bezirk. Das hat aber auch sehr viel Spaß gemacht. Jeweils eine Woche lang war ich mit einer Couch in den verschiedenen Alsergrunder Grätzeln und habe die Bewohner und umliegende Betriebe zum Austausch getroffen.

Aufgrund der Erfahrungen der Grätzel-Tour: Welche Themen brennen den ­Alsergrundern unter 
den Nägeln?

Ein Thema, das ich in jedem Grätzel und jede Woche ­gehört habe, war leistbares Wohnen. Das beschäftigt die Menschen sehr stark. Auch die Anrainerparkplätze wurden immer wieder erwähnt. Generell war die Resonanz auf die Tour sehr positiv. Die Menschen schätzen es, dass man als Politiker hinausgeht und nachfragt, welche Sorgen und Anregungen es gibt.

Der Althangrund war im letzten Jahr oft Thema. Wie geht es dort nun weiter?

Im Juni wurde 
der Sieger des Architekturwett­bewerbs vorgestellt. Ich finde das ­Konzept gut, jetzt kommt 
es darauf an, wie die Pläne mit Leben erfüllt werden. ­Öffentliche Durchgänge, Grünräume im neuen Areal und leistbare Wohnungen sind dort unbedingt notwendig.

Welche Ideen gibt es für die Zukunft?

Ich möchte die Bezirksvorstehung zu einem offenen Haus machen und die Jugendvertretung im Bezirk ausbauen.

Danke für das Gespräch.