Am Spitz beginnt’s!

Die Brünner Straße teilt den 21. Bezirk in zwei ziemlich gleich große Hälften. Altes und Neues, Praktisches, Sehens- und Liebenswertes – all das gibt es ab dem Floridsdorfer Spitz zu entdecken. Sie beginnt im Herzen von Floridsdorf, endet an der Grenze zu ­Niederösterreich und würde in einer gedachten Linie direkt auf die mährische Hauptstadt Brno treffen: Die Brünner Straße ist eine der Adern des 21. Bezirks.

Neue Geschäfte

Am „Spitz“ pulsiert das Leben. Hier steht das Amtshaus, hier kreuzen die Straßenbahnlinien 26, 30 und 31, und hier reiht sich ein Geschäft an das andere – auch ehemals geschlossene Läden finden nach und nach neue Mieter. Die heuer gestartete Initiative „Gemeinsam für Floridsdorf!“, in die elf Baublocks einbezogen wurden, hat sich eine Belebung des Grätzels zum Ziel gesetzt. Erst kürzlich wurde eine Gasse nebenan, am Pius-Parsch-Platz, an der Stelle des ehemaligen Woolworth-Gebäudes ein siebenstöckiges Haus hochgezogen, das künftig nicht nur Geschäftslokale beherbergen soll, sondern auch eine Arztpraxis und das Floridsdorfer ­Allergiezentrum.

Mit Buch im Park

Ein paar hundert Meter weiter trifft man auf die im Sommer eröffnete Bücherei im ehemaligen Weisselbad, dessen schmucke Fassade noch zum Teil zu bewundern ist. Unmittelbar daran schließt der ebenfalls vor kurzem neu gestaltete Paul-Hock-Park an: eine großzügige Grünfläche mit asphaltierten Wegen, auf denen in der warmen Jahreszeit Bankerln zum Sitzen und auch Bücherlesen einladen. Überquert man die Brünner Straße, eröffnet sich dem Ortskundigen der etwas versteckt gelegene Floridsdorfer Markt – von den Einheimischen „Schlingermarkt“ genannt nach dem riesigen Gemeindebau, der an ihn grenzt.

Hier können die Anrainer alles kaufen, was man zum Essen, Trinken und für den Haushalt braucht. Freitags und samstags ist Bauernmarkt – und wenn die Standler sich unter der Woche auf etwas einheitlichere Öffnungszeiten einigen könnten, wäre das Einkaufsglück hier vollkommen.

Im vergangenen Jahr wurde der Schlingermarkt durch eine kulturelle und kulinarische Initiative des Bezirks und der TU Wien belebt. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht eine einmalige Ver­anstaltung war. Eine Straßenbahnstation weiter stadtauswärts quert die Katsushikastraße: benannt nach einem Stadtteil Tokios, mit dem Floridsdorf eine Partnerschaft unterhält. Und wie das so ist unter Freunden: Vor einigen Monaten ­revanchierte sich der Bezirkschef von Katsushika und ließ eine seiner Straßen „Floridsdorf-dori st.“ benennen.

S-Bahn neu

Danach wird es weitläu­figer. Man erreicht die Großbaustelle Krankenhaus Nord: In diesem Spital, das bereits medial stark präsent war, wird die erste Geburtenstation Floridsdorfs untergebracht werden. Ende dieses Jahres soll das Spital baulich fertiggestellt sein. Gleich daneben steht die – ­eigens wegen des Spitals hierher verlegte – Schnellbahnstation Brünner Straße. In drei Minuten ist man mit der ­S-Bahn wieder zurück im Floridsdorfer Zentrum.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.