Die Museumsbetreiber sind bereits eingetroffen: Michael Hieslmair und Michael Zinganel, die unter dem Titel „Tracing Spaces“ in den vergangenen Jahren u. a. Ausstellungen, Führungen und eine Theateraufführung auf dem Nordwestbahnhof organisierten, haben ihre Sammlung in den Keller des Hauses Nordwestbahnstraße 16 übersiedelt: darunter ein Bahnhofsmodell oder eine ­Video-Interviewserie mit ­Anrainern. „Museum Nordwestbahnhof“ heißt das Souterrainlokal ganz schlicht. 

Jetzt ersuchen die beiden Künstler die örtliche Bevölkerung um Relikte des früheren Bahnhofs, der 1959 seinen Betrieb einstellte. „Wir hoffen zum Beispiel auf alte Büro­utensilien oder Formulare.“
Im Erdgeschoß des Gebäudes wird ab Frühjahr 2020 ein Ausstellungszentrum der ÖBB einziehen, in dem über die Planungs- und später auch Baufortschritte bei der Neubebauung des Areals ­informiert werden wird. Auf dem Nordwestbahnhofgelände soll ab 2022 ein neuer Stadtteil mit knapp 5.000 Wohnungen für rund 12.000 Menschen entstehen.