Brigittenau: Anlage für Lichttestung und ökologische Kaffeekapseln

Am TGM, der Technikschmiede in der Brigittenau, haben wieder einmal zwei Erfindungen das Licht der Welt erblickt. Und „Licht“ ist tatsächlich das Stichwort für eine der beiden Innovationen.

Zellsterben

„Wir fanden es bedenklich, dass man Geräte zur Lichttherapie schon im Internet kaufen kann“, erzählt uns ­Katharina, Maturantin am TGM. „Dabei fiel uns auf, dass die Wirkungen der verschiedenen Lichtarten gar nicht so genau untersucht sind.“ So kamen Katharina und ihre Kollegen Sandra, Sebastian und Kathrin darauf, eine Untersuchungseinrichtung zu entwickeln: Eine Testanlage, die für die medizinische Forschung ­gedacht ist und mit unterschiedlichem Licht arbeitet. Hier sieht man, dass Hautzellen bei allzu langer Bestrahlung mit blauem und weißem Licht absterben. 
Im anderen Fall geht es um Dinge, die eigentlich für den Genuss gedacht sind. 
„Kaffeekapseln sind eine ­bequeme Sache, aber sie ­erzeugen eine Menge Abfall“, wissen die Erfinderinnen, die Samantha und ebenfalls Katharina heißen. 
Eine typische Kapsel besteht aus 1,13 Gramm ­Aluminium. Bei drei Tassen Kaffee täglich verbraucht man in einem Jahr mehr als 1,2 Kilogramm Aluminium. Die beiden fanden einen Bio-Kunststoff, der zur Gänze aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird und abbaubar ist. Mit einem 3D-Drucker stellten sie jetzt eine Form her, mit der sie tatsächlich Kaffeekapseln aus ihrem neuen Material erzeugen konnten.