Das Auge braucht Schutz

Täglich blicken wir auf Bildschirme, Smartphones oder sehen fern. Belastet wird dabei nicht nur, aber vor allem das Auge: Wenn lange in derselben Distanz ein Ziel fixiert wird, ermüdet der Augenmuskel. Darüber hinaus absorbiert das Auge das „Blaulicht“ der Bildschirme, das die Netzhaut belastet. „Hier gibt  es zum Schutz spezielle Bildschirmbrillen mit ­Blaufilter“, erklärt Erwin Stella, Vize-Obmann der Fachgruppe Wien Gesundheitsberufe. Insgesamt rät Stella zu regelmäßigen Bildschirmpausen, wobei zur Entspannung des Augenmuskels der Blick auf ein mindestens fünf Meter entferntes Objekt hilfreich ist. Dies sollten Menschen, die am Computer arbeiten, auf jeden Fall ein Mal pro Stunde tun. Als ideale Entfernung vom PC-Bildschirm empfiehlt der passionierte Optiker etwa 70 Zentimeter.


Allergiker-Linsen

Gerade Pollenallergiker leiden von Frühjahr bis Herbst. Kontaklinsenträgern wird zu weichen Linsen geraten. Diese schützen aufgrund ihres größeren Durchmessers besser als harte Linsen. Förderlich sind hier auch Tageslinsen: An diesen lagern sich weniger Schadstoffe ab als an Linsen, die monatelang ihren Dienst tun.


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Versteckte Sehfehler

Wenn Schulkinder beim Lesen Schwierigkeiten haben, kann dies mit Fehlsichtigkeit zu tun haben. Eltern, die mit ihrem Kind noch nie beim Augenarzt waren, sollten dies nachholen. Ein guter Tipp: Kinder sollten täglich eine Stunde ins Freie, um den Blick zwischen kurzen und weiten Entfernungen wechseln zu lassen.


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Künstliches Sehen: Laserlicht gegen Netzhautschäden

Eine bahnbrechende Entdeckung haben internationale Forscher in Zusammenarbeit mit der Med Uni Graz gemacht: Farbpigmente aus dem Laserdruck sollen Menschen, die durch eine Netzhautdegeneration erblindet sind, zum Sehen verhelfen. „Wir haben aus den Farb­pigmenten dreidimensionale Formen in der Dimension von Körperzellen entwickelt“, erklärt Dr. Rainer Schindl vom Institut für Biophysik der Med Uni Graz. „Diese Nanostrukturen können mit Laserlicht aufgeladen und mithilfe von Laserlicht gesteuert werden.“ Bis die Mediziner mit dieser Methode arbeiten können, wird es allerdings noch etwa fünf Jahre dauern.

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