Der Bär und der Heiratsantrag

„Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ sind zwei Weltberühmte Einakter von Anton Tschechow, die mit viel Witz und Slapstick zwei Geschichten erzählen, in denen sich jeweils zwei vom Charakter her unterschiedlichste Menschen den Umständen zum Trotz annähern und finden. Die von Club 3 frei interpretierte Version der zu einem Stück zusammengesetzten Geschichten ist am 2. Februar um 19.30 Uhr im Kunst im Prückel (1., Biberstraße 2) zu sehen.

Karten unter 0699/19043637

© Klemens Dellacher

Inhalt der Lebensgeschichten

Im Hause Popow geht es seit dem Ableben des Hausherren eher düster zu. Düster im wahrsten Sinne des Wortes – man hat das Licht seit genau einem Jahr nicht mehr angedreht. Die stetig trauernde Witwe hüllt sich in schwarz. Die Einrichtung haben die Mäuse gefressen. Man hat beschlossen fernab von der Welt sein Dasein zu fristen. Ganz gegen den Willen eines jungen lebenshungrigen Hausmädchens, welche mitgefangen, mitgehangen mit der jungen Witwe lebt „wie die Spinnen“. Dies soll sich ändern als eines Tages der junge Smirnow auftaucht, dem man angeblich noch Geld schulde. Er ist „so bös, dass ihm alle Sehnenbänder wackeln“ und abwimmeln lässt er sich schon gar nicht. Da weder die Witwe, noch der kleine Smirnow nachgeben wollen, beschließt man sich – im Sinne der Gleichberechtigung – im Garten zu duellieren…

Derweilen ist man im Hause Lomow guter Dinge. Eine nicht mehr blutjunge Tochter wohnt bei ihrem immer fröhlichen Vater. Gewaschen und frisiert wartet sie sitzend auf den Mann ihrer Träume und würde bald einen jeden nehmen. Ein Anwärter soll bald gefunden sein, wäre dieser – der eigene Nachbar – mit seinem rechthaberischen Benehmen nicht ein stetiges Ärgernis der schönen Stepanowna. Kränkelnd und voller Eigensinn scheint sein geplanter Heiratsantrag bald vergessen, als der Streit um die vorhandenen Ländereien überhand nimmt. Behauptet er am Ende doch glatt sein Hund sei besser als ihrer. Das gefällt der divenhaften Stepanowa so gar nicht. Ob es am Ende doch noch Ringe und Bussis gibt?