Dianabad muss nach über 200 Jahren schließen

Voiced by Amazon Polly

Früher ein Badehaus für die Oberschicht, heute ein Erlebnisbad. Obwohl die Beliebtheit des Dianabades in der Leopoldstadt bei den Badegästen groß ist, steht es nun vor dem Aus.

Das Diana-Erlebnisbad bietet ein breitgefächertes Angebot von Reifenrutsche bis Sauna. Das Bad wurde im Laufe seiner Geschichte vier mal umgebaut, das letzte Mal im im Jahr 2000. Dieser Umbau kostete rund 14,5 Millionen Euro und fand unter der Bedinung statt, dass das Bad weitere 20 Jahre in Betrieb bleiben würde. Da diese Frist im Oktober 2020 endet, wollten die Eigentümer, Raiffeisen und Uniqa, der Stadt Wien ein Miet- oder Kaufangebot vorgeschlagen, welches, aufgrund fehlendem Interesse von Seiten der Stadt Wien, vom Rathaus abgelehnt wurde.

 

Zukunft ist unsicher

Gerüchten zufolge könnten Büros in dem Gebäude nachfolgen, dies hängt allerdings von den Eigentümern ab, welche noch keine näheren Informationen bekannt gegeben haben. Auch der genaue Schließungstermin ist nicht festgelegt und abhängig von den jetzigen Besitzern.

 

209 Jahre Wiener Geschichte

Als das Dianabad 1810 eröffnet wurde, war es der gut zahlenden Oberschicht vorbehalten. Im Winter wurden die Becken abgedeckt und die Hallen zu Ballsälen umgebaut. Josef Strauß eröffnete den neuen Dianasaal mit seiner „Diana-Polka“. Auch der Donauwalzer von Johann Strauß Sohn wurde hier uraufgeführt. Zudem war hatte das Dianabad nach seinem ersten Umbau im Jahr 1841 die erste überdachte Schwimmhalle Europas.