Döbling: Hangbrücke: Sanierung verschoben

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Der Neubau der Heiligenstädter Hangbrücke zwischen Wien und Klosterneuburg verzögert sich erneut. Der Grund dafür sind völlig inakzeptable Angebote diverser Baufirmen.

Die alltäglich von 36.000 Fahrzeugen hochfrequentierte Straßenverbindung zwischen Döbling und Klosterneuburg, die Heiligenstädter Hangbrücke, muss nach 45 Jahren generalsaniert werden. Die Stahlbetonbrücke hat wegen ihrer komplizierten Konstruktion in extremer Hanglage nämlich eine nur beschränkte Lebensdauer.

26 MILLIONEN EURO
Laut dem strengen Wiener Brückenschutzprogramm sollten Brücken aber 80 bis 100 Jahre halten. Für den Neubau der 880 Meter langen Straßenbrücke müssen deshalb rund 26 Millionen Euro aufgewendet werden. Der Abriss- und die Neubauarbeiten waren zwischen Dezember 2019 und September 2021 geplant. Eine Sperre von jeweils zwei Fahrspuren ist dafür nötig. Senatsrat ­Hermann Papouschek vom Rathaus-Brückenbau: „Es wird unvermeidbar sein, dass sich Autofahrer für diese Zeit Alternativen überlegen!“ Um ein ­totales Verkehrschaos zu vermeiden, wurde der Baubeginn dann aber doch auf März 2020 verschoben, um nach Alternativen und Ausweichrouten zu suchen.

AUSWEICHROUTE
Mit der geplanten temporären Öffnung der Kuchelauer Hafenstraße hat man die Ausweichroute zwar gefunden, der Baubeginn wurde aber wieder verschoben. Grund diesmal laut Papouschek: „Völlig inakzeptable Angebote von Baufirmen im Zuge der Ausschreibung!“ Durch die nun erforderliche Neuausschreibung wird der Baubeginn frühestens im Sommer 2020 stattfinden können, wie der Leiter der Abteilung Brückenbau und Grundbau der Stadt Wien ­erklärt.

LANGE BELASTUNG
Auf den Sanierungsstart muss man also weiter warten. Die monatelangen Sperren der Fahrspuren werden das Leben der Verkehrsteilnehmer und der Anrainer zwischen Wien und Klosterneuburg wohl noch bis 2022 belasten.