Die Straßenverbindung zwischen Döbling und Klosterneuburg, die Heiligenstädter Hangbrücke, muss nach 45 Jahren generalsaniert werden. Grund: Die Stahl­betonbrücke hat wegen einer komplizierten Konstruktion eine beschränkte Lebens­dauer. Wien hat 2018 ein Brückenschutzprogramm gestartet, mit dem man in zehn Jahren fünfzig Brücken um 200 Mio. Euro so ertüchtigt, dass sie 80 bis 100 Jahre halten.

Neubau

Für die 880 Meter lange ­Heiligenstädter Hangbrücke werden 26 Mio. Euro aufgewendet. Die Abriss- und Neubau-
arbeiten machen von Dezem­ber 2019 bis September 2021 eine Sperre von ­jeweils zwei Fahrspuren notwendig, ­obwohl täglich 36.000 Fahrzeuge über das Bauwerk rollen. Senats­rat ­Hermann ­Papouschek vom Rathaus-Brückenbau: „Es wird un­vermeidbar sein, dass sich ­Autofahrer für diese Zeit ­Alternativen über­legen!“

Probelauf

Die Generalprobe für die Sperre erfolgt schon im Februar. Probe­bohrungen ­werden vom 1. bis 15. Februar durchgeführt. Die Bohrarbeiten ­laufen in zwei Phasen ab. In Phase 1 werden die stadtauswärts führenden Fahrstreifen gesperrt. Es gibt dann nur je eine Fahrspur. Nach einer Woche werden die beiden mittleren Fahrspuren ­gesperrt. Gerhard Krause