Döbling: Legendärer Alois Mock ­bekommt Straße im Bezirk

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Politiker soll geehrt werden

Einstimmig hat die Döblinger Bezirksvertretung an Kulturstadträtin ­Veronica Kaup-Hasler das Ersuchen gerichtet, den ­Straßenzug zwischen der ­Gunoldstraße und der Grinzinger Straße – entlang des Bahndamms an der Franz-­Josefs-Bahn parallel zur Muthgasse – nach Dr. Alois Mock zu ­benennen. Mock wurde am 10. 6. 1934 in Euratsfeld geboren. Das Studium der Rechte absolvierte er an der Univer­sität Wien. Seit September 1974 wohnte er gemeinsam mit ­seiner Gattin Edith Mock 
im 19. Bezirk in der Felix-Mottl-Straße 43, wo er am 1. 6. 2017 verstarb.

Ein Döblinger

Als Begründung für die ­Benennung gab der Bezirk an: Von 1969–1970 war Mock Unterrichtsminister, 1969 übergab er die damals neue HLW Straßergasse ihrer ­Bestimmung. Außenminister war er von 1987–1995. Er führte die Verhandlungen ­Österreichs mit der EU ­gemeinsam mit der Staats­sekretärin Brigitte Ederer, die erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Dafür gab es dann das berühmte „­Busserl“ für Ederer.

Eiserner Vorhang

Am 27. 6. 1989 durchschnitt er mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn den Stacheldraht am Eisernen Vorhang bei Ödenburg und ermöglichte dadurch vielen Bürgern die Ausreise in den Westen.