Donaustadt: Auf eine allerletzte Zigarette

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Das „Falk“ am Nachmittag: Der Eingangsraum ist „Nichtraucher“, die Tür zum Raucherbereich wird mit einem roten Gummiband offengehalten. Drinnen sitzen Anna und Martina bei Benson & Hedges und Marlboro. „Ich bleib dann zu Hause“, skizziert Anna ihre Pläne ab dem 1. November. Martina sieht das entspannter: „Ich werde zum Rauchen hinausgehen und so oft wie bisher ins Falk kommen.“ Völlig gelassen bleibt Susanne. „Dann ist es eben so“, kommentiert sie das Rauchverbot. „Natürlich“ werde sie weiterhin ins Falk kommen. „In der Bahn und im Flugzeug darf ich ja auch nicht rauchen.“ Susanne bringt es auf zehn bis 15 Chesterfield pro Tag – „wenn ich brav bin“. Ihr ist es wichtiger, sich gut mit Freunden zu unterhalten als zu tschicken. Genau hier befürchtet Christian einen Verlust. Als Nichtraucher stört ihn das Verbot prinzipiell zwar nicht, aber: „Ein Teil meiner Freunde wird nicht mehr kommen.“ 
Der Chef rechnet mit Umsatzeinbußen bis zu 30 Prozent. „Wir werden nicht mehr rund um die Uhr offen haben, ich werde Personal ­reduzieren müssen“, sagt Wolfgang Falk. Und die Live-Musik soll es ab 1. November auch nicht mehr geben.