Donaustadt: Das lange Warten auf den Lobautunnel

Welche Themen bewegen die Donaustädter und welche sind die zentralen Ereignisse für den Bezirk? 
Bezirkschef Ernst Nevrivy im Interview mit dem WIENER BEZIRKSBLATT.

Welches war das wichtigste Ereignis dieses Jahres für die Donaustadt?

Das war der positive Bescheid des Verwaltungsgerichts für den Bau des Lobautunnels. Nur ein Satz dazu: Wie die Grünen gegen die Nord-Ost-Umfahrung kampagnisieren, schadet der Wirtschaft.

Damit ist wohl klar, was das wichtigste Ereignis des kommenden Jahres sein wird.
Exakt: der Spatenstich zum Lobautunnel. Baubeginn wird in Schwechat sein.

Und die Stadtstraße?

Hier ist gerade die UVP anhängig, und vor 2019 wird es hier keine Entscheidung geben. Der frühestmögliche Baubeginn wäre demnach 2020 bei einer Bauzeit von drei Jahren.

Sie reden bei Ihren Grätzeltouren regelmäßig mit den Donaustädtern. Was sind hier die vordringlichsten Anliegen?

Die Palette ist hier sehr breit. Die Anliegen reichen vom Kanaldeckel bis zu Schutz­wegen. Letztere werden insbesondere oft gefordert. Allerdings ist ein ­derartiger Wunsch nicht immer erfüllbar, weil die Straßenverkehrsordnung ein Minimum an Passanten vorschreibt, das nicht immer erreicht wird.

Wie steht es um den Wohnbau im 22. Bezirk?

Der Zuzug in die Donaustadt ist ungebrochen. Neu gebaute Wohnungen im Bezirk sind bereits vermietet, noch bevor sie fertiggestellt sind.

Zuletzt zur Seestadt. Wie läuft der Ausbau?

Wir sind jetzt in der Baustufe zwei, und die Seestadt bekommt nun einen zusätzlichen Nahversorger. Der ­stetige Zuzug in die Seestadt stellt natürlich auch eine ­logistische Herausforderung dar. Ich würde mir wünschen, dass nicht nur in der Früh, sondern auch tagsüber jeder Zug der U2 bis zur Station Seestadt fährt.

Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy im Interview