Im neuen Stadtteil des 22. Wiener Gemeindebezirks werden Straßen, Plätze oder auch Parks fast ausschließlich nach Frauen benannt. Inzwischen hat die Seestadt 54 Namenspatroninnen, darunter Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die erste österreichische Nationalratspräsidentin Barbara Prammer oder auch Rock-Ikone Janis Joplin.
„Wir wollen Frauen sichtbar machen. Die Straßennamen in der Seestadt erinnern an starke Frauen und ihre herausragenden Leistungen.“ so die Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal.

Immer mehr Frauenanteile

Von 6.768 Verkehrsflächen in Wien sind 4.002 nach bekannten Männern benannt und nur 492 Straßen, Gassen oder Plätze nach Frauen. Die restlichen Flächen sind geschlechtsneutral, wie beispielsweise der „Burggarten“ oder „Graben“. Mit dem Projekt der Wien 3420 AG ist der Anteil weiblicher Straßennamen von 5 Prozent auf 7 Prozent gestiegen.

Die Seestadt ist weiblich

In der Broschüre „Die Seestadt ist weiblich“, sind Portraits, welche von Milu Löff-Löffko und Claudia Kozak gestaltet wurden, sowie die Geschichten der 54 Namenspatroninnen zu finden. Die Biografien in der interaktiven Online Version, führen direkt zu dem jeweiligen Ort auf der Seestadt-Karte.

Des Weiteren ist es möglich mit dem Virtual-Reality-Rundgang durch die zukünftigen Straßen der Seestadt, im Seeparkquatier und „Am Seebogen“, zu blicken.