Es hat sich nicht das Geringste geändert! Im März 2019 wies Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy gemeinsam mit Polizeigewerkschafter Harald Segall darauf hin, dass in der Donaustadt um 95 Polizei­beamte weniger ihren Dienst versehen, als laut Stellenplan vor­gesehen ist (das WIENER BEZIRKSBLATT berichtete ausführlich). 
Ein Jahr später ist die Situation haargenau dieselbe. Laut Postenplan stünden dem ­Bezirk 262 Polizisten zu, tatsächlich verrichten abzüglich der Polizeischüler und Kriminalreferenten nur 167 Beamte ihren Dienst auf der Straße.

„Meine Forderungen sind dieselben wie vor einem Jahr“, erklärt der Bezirkschef. Nevrivy verlangt nach wie 
vor eine Aufstockung um 
die ­fehlenden 95 Beamten.
Zusätzlich sollte das Kontingent aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums der Donaustadt (von 2018 auf 2019 um exakt 4.000 Menschen) mittelfristig um weitere 50 Polizeibeamte ver­größert werden.

Das Fehlen von mehr als einem Drittel der vorgesehenen Polizisten stellt nicht zuletzt für die tatsächlich Dienst tuenden Beamten selbst ein großes Problem dar. Polizeigewerkschafter Segall sprach von „Endlosschichten“, die seine Kollegen leisten müssten und von permanent an­fallenden Überstunden. Dies führe dazu, dass seine Mit­arbeiter völlig überlastet 
seien, so Segall.
Nevrivy will nun endlich ­Ergebnisse sehen: „Es ist höchste Zeit, dass in dieser Sache etwas vorangeht.“