Regelmäßige Leser der „Wiener Wunderwelten“ wissen: Es gibt viele schöne Plätze in Wien. Der Nationalpark Donau-Auen in der Lobau gehört aber zum Nonplusultra jeder Naturentdeckung.
In unserer letzten Folge haben wir den Leserinnen und Lesern die Esslinger Furt als Ort der Ruhe und Kraft vorgestellt und auch das eine oder andere Geheimnis des Moorfrosches in der Paarungszeit gelüftet. Heute präsentieren wir Ihnen noch mehr Plätze zum Träumen und Erholen im Nationalpark Donau-Auen
in der Lobau.
Ausflug in die Historie
Wer lange Spaziergänge, ­ausgiebige Radtouren und Erkundungen im Freien liebt, ist hier an der richtigen Stelle. Vorbei an der Esslinger Furt und den Moorfröschen, die sich im Frühling besonders gern zeigen, fahren wir mit dem Rad Richtung ­Napo­leonstraße.
Napoleon Bonaparte musste in der Schlacht bei Aspern im Mai 1809 eine seiner schlimmsten Niederlagen hinnehmen. 50 Jahre später wurden obelisk­förmige Gedenksteine, die an dieses historische Ereignis erinnern, angebracht. Für Wanderer empfiehlt sich der Napoleon-Rundwanderweg in der Lobau. Er verbindet die meisten Schauplätze rund um die Schlacht bei Aspern und führt zu allen Gedenksteinen und Plätzen.
Brücke in die Natur
Unsere Tour führt uns zum Josefsteg, der seit wenigen Wochen in neuem Glanz ­erstrahlt. Dank der intensiven Bemühungen der Donau­städter Gemeinderäte sowie des Bezirksvorstehers wurde er über den Winter für die Besucher des Nationalparks gänzlich neu gebaut. Der Josefsteg ist nicht nur eine Brücke in die Natur, sondern noch viel mehr.
„Der Josefsteg ist ein wich­tiges Verbindungsstück ­zwischen Essling bzw. der Ortschaft Aspern und der Dechantlacke sowie dem ­Nationalparkhaus. Zudem ist er eine bedeutende Fuß- und Radverbindung für ­Freizeit und Beruf. Über ihn gelangt man von der Donaustadt quer durch die Lobau zur Donauinsel und über den Prater in die Stadt. So schaut intelligenter Radverkehr – in Verbindung mit Naturerfahrung und Genuss – aus“, ­betont Gemeinderat und Klubvorsitzender Josef ­Taucher.
Sein Tipp: Mit etwas Glück können aufmerksame Beobachter die Rotfeder beim Schwimmen beobachten oder die Rohrdommel hören.
Orchideen in der Lobau
Eine Besonderheit in der Lobau sind auch die Heißländen – steppenähnliche Landschaften auf trockenen Standorten. Der Übergang von den Augewässern und Wäldern hin zur Heißlände lässt Besucherinnen und Besucher in unterschiedliche Welten eintauchen. Wer im Frühling durch die Steppen der Lobau streift, findet dort unter anderem das herrlich blühende Knabenkraut – eine besondere Orchidee, die seit Mai ­gesichtet werden kann.
 

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